Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit der Entwicklung [...]
Dito.
Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit der Entwicklung [...]
Dito.
Ich muss sagen, dass ich es ziemlich clever von Dyn finde, uns jemanden als "direkten Ansprechpartner" hierher zu schicken. Das honoriert auch ein wenig die Relevanz dieses Forums und ist ein Kompliment an dessen Betreiber und die Autoren.
Der Schachzug ist nur von Vorteil für beide Seiten. Gerade in diesem Thread hier tun klare Aussagen gegenüber den Unmengen an Spekulation sehr gut. Da setzt Dyn sozusagen einen Gatekeeper direkt an den Ausgang der Gerüchteküche. Und umgekehrt bekommen die hiesigen Handball-Cracks "exklusiv" einen sehr nahbaren und niedrigschwelligen Kundensupport - von dem die normale Kundschaft wohl gar nichts weiß. Jedenfalls habe ich keine Zeitungsartikel gesehen "Dyn-Mitarbeiter jetzt auch in der Handballecke!"
Nicht jedes Unternehmen kommuniziert quasi 1:1 und völlig ungefiltert mit den Kritikern im Internet. Das ist mutig, und das gefällt mir.
Momentan kann ich mir den SCM ohne Benno nicht so richtig vorstellen.
Er ist (für den außenstehenden, nicht im Raum Magdeburg lebenden Menschen) das Gesicht des SCM schlechthin; seine Strahlkraft übersteigt nach allem, was er dort aufgebaut hat, sogar die seiner Topspieler. Sein Abgang wäre ein herberer Verlust als der eines jeden Leistungsträgers.
1282 Zuschauer sehen den TuS Tabellenführer werden. Fantastische Atmosphäre, fantastische sportliche Leistung. Ein Spiel, das ein wenig vom Glanz und Wucht vergangener Zweitligaschlachten in die Stählerwiese zurückgeholt hat. Die zweithöchste Zuschauerzahl jemals seit der neuen Tribüne. Wobei man sagen muss, dass die wirklich großen Spiele vor der Pandemie und damit vor der "neuen Halle" stattgefunden haben. Das Fazit jedenfalls: Auch in Liga 3 kann der Hexenkessel Stählerwiese also die magischen Abende zusammenbrauen, die es hier früher so oft gab. Das war saisonübergreifend wohl das beste Drittligaspiel seit dem Abstieg; und auch die beste Atmosphäre. Schade war bloß die vermeintlich unattraktive Terminierung am Sonntagnachmittag.
Ist die Zuschauerzahl Saisonrekord der diesjährigen 3. Liga Süd-West?
Man muss bisher(!) sagen, dass der TuS wohl die größte Qualität der Staffel im Kader hat. Gegen Krefeld konnte es sich Klatt leisten, Karaula 60 Minuten auf der Bank zu lassen. Der würde in jedem anderen Team 45-50 Minuten pro Spiel kriegen.
Kiel hat sowas ähnliches ja mit Altenholz
Das ist für mich nicht mehr vergleichbar mit der Seriösität und dem Professionalitätsgrad, den man binnen weniger Jahre in der Symbiose Füchse-Potsdam hochgezogen hat. Ein beachtlicher Teil der U21-Weltmeister entstammt diesem System und die Füchse haben jederzeit Zugriff auf die Top-Spieler (Lichtlein) eines überragend geführten Zweitligaspitzenklubs. Dazu die weitere Kooperation im Nachwuchsbereich...
Die Entfernung zu Schwartau wäre für meine Begriffe im Flensburger Fall kein Hindernis, um so etwas aufzubauen. Es ist vielmehr eine Frage des Geldes und wie geschickt man das Maximum aus dem eingesetzten Geld rausholt. Und natürlich muss der untere Verein bereit sein, völlig widerstandslos in den Kängurubeutel zu steigen, wie es im Potsdamer Fall der Fall war. Vielleicht ist die ausgeprägtere Vereinsidentität in Schwartau gar ein größeres Hindernis als die räumliche Entfernung.
Mittel- bis langfristig bekommt man dies ja ggf. mit Zweitspielrechten bei Lübeck-Schwartau gelöst - analog zu Füchse-Potsdam.
Da muss man in der Tat (etwas neidisch) eingestehen, dass Hanning früher als alle anderen im deutschen Handball die Relevanz von Farmteams erkannt und entsprechend gehandelt hat.
9476,42€... das ist auch so ein deutsches Ding von wegen "über Geld spricht man nicht", oder? 🤷♂️
Ich finde, es ist ein noch deutscheres Ding, nicht darüber zu sprechen wo genau man wohnt und wie man die Terassentür aufgehebelt bekommt. Also?
Mich hat gewundert das Horvat den Trainerjob bekommen hat ob der gezeigten Leistungen in Wetzlar.
Die erste Phase, in der sie abgefallen sind, ging jedenfalls völlig auf seine Kappe: Er nimmt ohne Notwendigkeit den bis dato besten Spieler Matzken runter und agiert (auch ohne Notwendigkeit) mit 7vs6, woraufhin Flensburg in wenigen Minuten mit 4-5 Toren davonziehen kann dank der Bälle ins leere Tor. Davon haben sie sich nie wieder erholt.
vom Papier hätte ich die Schweizer echt besser gesehen.
Wer die beiden Partien gegen die Füchse im Viertelfinale der letzten Saison gesehen hat, wird sich heute verwundert die Augen gerieben haben. Ja, das war die gleiche Mannschaft mit beinah unverändertem Kader.
Ich finde das ganze zwar trotzdem irritierend, weil mir niemand erzählen kann, dass man aus diesem Wettbewerb nicht 16 rausnehmen kann vom Niveau her in die CL steckt und nach diesem Modus dann die CL spielt....
Hast du völlig Recht, aber unter anderem weil die CL diesen unschönen und intransparenten Modus mit den Riesengruppen hat, in denen man jedes Jahr gegen die gleichen Teams spielt und die EL zumindest bis zum Halbfinale den "guten alten Modus" vorweist plus es (trotz teilweise deutlicher Ergebnisse) spannend sein wird zu sehen, wie jeder Underdog-Gegner der deutschen Teams bis zum Umfallen kämpfen wird, ist die EL für mich der Europapokal der Herzen.
Auf Dauer kann er das nicht machen da gehen die Spieler irgandwann am Stock .
Insbesondere Kevic hat trotz des Alters noch so eine brachiale Geschwindigkeit im 1vs1, die muss man für meine Begriffe mehr Punktieren weil man so diese immense Stärke konzentrierter (nicht mental gemeint) und damit effizienter auf der Platte hätte. Wenn er quasi durchspielen muss (Muss er für meine Begriffe eben gar nicht - zumindest nicht in Ratingen), geht da über den Spielverlauf altersbedingt doch irgendwann etwas Spritzigkeit flöten.
Gegen Interaktiv hat mich ein wenig gewundert, warum Klatt so wenig und spät gewechselt hat. Bis zur 50. stand mit Fanger-Kevic-Mundus quasi der gleiche Rückraum auf der Platte. Dabei hat man mit Karaula, Hideg und dem jungen Schmidt doch eigentlich noch soviel Qualität auf der Bank. Bezeichnend, dass es dann genau Hideg war, der in der Crunchtime zwei entscheidende Tore gemacht hat. Der Kader ist vielleicht sogar zu breit, als dass Klatt das so weitermachen kann. Nicht, dass er sich am Ende noch Unzufriedenheit in die Bude holt.
Meine These: Hätte man früher rotiert, man hätte den Gegner nicht in der 57. nochmal am Unentschieden kratzend gehabt. Jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzebogen auf das Topspiel gegen Krefeld.
Mal im Ernst. Die Liga und die präferierten Spielertypen haben sich verändert und dominieren zunehmend das Spiel (Gidsel, Gisli, Skipagotu). Die Dynamik der alternden Kieler Abwehr, diese Spieler adäquat in jedem Spiel verteidigen zu können, ist einfach nicht mehr gegeben.
On point!
Warum macht man nicht zwecks Strukturierung und Übersichtlichkeit einzelne Unterthreads zu Dyn auf statt diesem undurchdringlichen Wahnsinn hier? Ich weiß entsprechend nicht, ob es in diesem Giga-Thread schon mal darum ging, aber:
Auf YouTube machen sich mit bspw. "Handball World" erste Kanäle breit, die das Dyn-Material (illegal) mitschneiden und nach Abfpiff a) deutlich schneller als Dyn selbst und b) deutlich länger (9min vs 3min) in Highlight-Videos hochladen. Das wird Dyn nicht gefallen können, da werden auf jedes kommerzielle Highlight-Video tausende Views (und damit komerziell relevante Einheiten) flöten gehen und man muss bedenken dass die ganze Bude ein Startup in der Startphase ist - da zählt jeder auf jedem Beitrag jeder Klick. Hat man ein- zweimal so ein Video von diesen Piratenkanälen gesehen, werden die Algorithmen pausenlos weitere vorschlagen.
Ich muss gestehen, dass mich die Robin Hoods des Digitalen, die Raubkopier (Bitte jetzt nicht! diese Grundsatzdebatte führen! Die ist anhand des DVD-Markts 2002 ausführlich durchgepflügt und bedarf keines Wiederkauens) eigentlich nie gestört haben. Daher habe ich auch jetzt eigentlich kein Problem damit, dass diese Kanäle auf YouTube die Spiele in ausführlicherer Länge denjenigen zur Verfügung stellen, die sich Dyn vielleicht nicht leisten können oder international schlichtweg keine Übertragungen haben. Und die 9min-Videos, üblicherweise mit jeder relevanten Angriffsszene schnell hintereinandergeschnitten, schlagen halt die 3min-Sky-Style Videos von Dyn, die man konzeptionell mit diesem Storytelling des Spielverlaufs damals einfach aus dem Fußball übernommen hat und die Dyn bisher so weiterverwendet.
Aber diese Kanäle schaden dem Unternehmen halt, und damit irgendwie auch abstrakt der Weiterentwicklung des gesamten Projekts. Auch wenn sie für mich persönlich den größeren Mehrwert an Inhalt bieten.
Was sind hier die Meinungen dazu?
Wer ist denn Dienstleister für die Einblendung? Oder vermasseln das Sky und Dyn unabhängig voneinander?
Ich vermute, dass man da keinen extra Dienstleister hat, so professionell ist das alles nicht. Und da liegt dann wohl auch der Grund für die (senderübergeifenden) Probleme mit den Anzeigen: Das ist beim Handball alles super fummelig und man muss höllisch aufpassen. Alleine schon wenn die Uhr eine oder zwei Sekunden verzögert ist. Beim Fußball stört das keine Socke. Beim Handball kann das entscheidend sein. Dann die exakten Startzeiten der Zeitstrafen etc... Da muss immer eine der Personen aus der Regie tierisch auf der Hut sein - und das ist alleine wohl wirklich eine Herausforderung und daher entstehen da so regelmäßig Probleme.
Sehr wenig los hier!
Ich hatte eigentlich gedacht, die neue Saison würde hier einiges an Aktivitäten auslösen, aber es sieht ja danach aus, als wollte hier niemand seine Meinung loswerden.
Gerade aus Ferndorf, Gelnhausen und noch dem einen oder anderen Südwest - Club käme hier was…
Es würde mich freuen, wenn man sich hier austauschen könnte.
Hast Recht, ist sehr ruhig hier bisher. Aber es ist auch noch nicht so viel passiert. Bin gespannt auf das Topspiel in 2 Wochen, wenn ihr zu uns kommt. Danach wird es (in Ferndorf) wohl erst möglich sein, eine etwas fundiertere Analyse über das erste Saisonviertel abzugeben. Interessant ist aber bisher, dass sich sowohl in Krefeld als auch in Ferndorf die Torverteilung relativ ausgeglichen auf viele Schultern verteilt; in Krefeld sogar noch stärker als bei uns. Das spricht für ausbalancierte und gutklassige Kader.
Ich werde die Tage beim Pendeln mal noch das ICE-Wlan mit dem Re-live euers Auswärtsspiels in Ratingen herausfordern, da habt ihr ja erst in den letzten Sekunden gewinnen können und wir müssen am Sonntag noch zur "Generalprobe" hin.
Flensburg hat heute ein Göran Johannessen gefehlt. Und Möller konnte (noch) nicht in dessen Fußstapfen treten. Fragt sich, wieviele Nochs sich Flensburg noch erlauben kann.
Die Schlussphase ist Vogelwild. Zwischendurch spielt Flensburg in Hälfte 2 ein paar Mal schön Kleingruppe, aber das ist insgesamt zu wenig. Für mich, und da werfe man mir ruhig vor ich sage immer nur das gleiche, eine Niederlage der fehlenden Rotation. Einarsson und Möller mussten völlig ins kalte Wasser der Verantwortung, ohne bisher in der Saison schon genug Sicherheit gesammelt haben zu können. Insbesondere in Hz1 hat sich das gezeigt und gerächt.
Pytlick ist noch nicht der Spieler, den man sich erhofft hat.
Meines Erachtens sagt sie in dem Gespräch etwas ganz Wichtiges. Um es sinngemß mal mit meinen Worten zu wiederholen: Druck gehört zum Leistungssport dazu - ohne Druck keine Spitzenleistung. Aber man muss zwischen Druck und Gewalt unterscheiden. Und genau diesen Unterschied (bzw. diese Grenze) hat Fuhr im Interview zu verwischen versucht. Das scheint mir ein wesentlicher Teil seiner Verteidigungsstrategie zu sein (bzw. der seiner Anwälte).
Das ist eine feine Differenzierung, guter Post.
Es kommt vor allem darauf an, ob man so ein Interview persönlich oder auf Distanz führt. Das ist der entscheidende Punkt.
Ich bin mir nicht sicher, ob das stimmt. Vielleicht vertu ich mich und das Folgende ist bei deinem Statement sowieso schon inbegriffen. Aber der entscheidende Punkt bei einem Interview mit einer solchen Person ist glaube ich eher - insbesondere, wenn man z.B. inhaltlich über potentielle Opfer sexueller und psychischer Gewalt redet - dass man genau Denen gerecht wird. Das ist immer ein ganz guter Indikator. Man stelle sich vor, ein potentielles Opfer besagter Taten liest ein Bild-Interview mit dem Täter. Ruhig auch mal völlig losgelöst von Fuhr und dem Handball - stellt man sich mal vor die Vorwürfe "sexuelle und psychische Gewalt" liegen bei einem "stinknormalen" Fall häuslicher Gewalt vor, das passiert hundertfach jeden Tag hinter deutschen Türen.
Wie wird sich das Opfer fühlen, wenn es das Interview derjenigen Person liest, die sie tendenziell traumatisiert hat? (Ohne dass das im Fall Fuhr gesichert so gekommen ist - es ist jedoch im grundsätzlichen Fall realistisch). Was wird es denken, wenn sich der Täter zum Opfer einer Verfolgungs- oder wechselweise Verleumdungskampagne stilisiert - während die wirklichen Opfer damit den Eindruck des "Auf verlorenen Posten stehens" bekommen - denn außer ihnen und dem Täter war ja niemand bei den Vorfällen dabei und kann es bezeugen.
Nein, es geht bei einem solchen Interview nicht darum, wie der Journalist seine Beziehung zum Interviewten gestaltet. Sondern darum wie er es schafft, die (gewaltsame) Beziehung des (potentiellen) Täters zu seinen Opfern und die im Raum stehenden Vorwürfe sachgerecht und im Hinblick auf existente Hierarchie-, Macht-, und Unterdrückungsebenen ausdifferenziert darzustellen. Er muss den potentiellen Täter im realistischen Licht zeigen. Ihn nicht "unter den Bus werfen", ihn aber auch nicht harmloser darstellen, als es die (realistischen) Vorwürfe suggerieren. Das Bild-Interview tut leider letzteres. Und genau das muss vermieden werden, wenn Fuhr nochmal die Chance bekommt, öffentlich zu sprechen. Man sollte ihm die Chance nur noch geben, wenn das Interview das nötige, (hohe!) Maß an kritischer Auseinandersetzung beinhaltet.
Aber ich glaube nicht, dass Fuhr sich auf so etwas überhaupt einlassen kann. Wie schon in vorherigem Post geschrieben ist er ein Mann aus einer anderen Zeit. Er ist zwar Damentrainer (gewesen), wird aber zu Begriffen wie "Patriarchat", "Machtgefälle", "Verantwortungsposition" wohl nie zu Fachliteratur gegriffen haben. Aber die Zeiten ändern sich. Er ist schlichtweg nicht mitgegangen. Auch wenn ich jetzt klinge wie einer vom lokalen AstA: Er muss seine geschlechtsspezifische und hierarchische Position innerhalb des Mannschaftsgefüges in einem viel sensibleren Maße reflektieren, als ers bisher getan hat. Er muss seine Konzepte von Männlichkeit und männlich-weiblichen Umgangsformen grundsätzlich in Frage stellen. Und ein Interview müsste ihn dazu bringen, genau das zu tun - auch wenn er von selbst über etwas Anderes fabulieren will. Das hat das Bild-Interview auch nicht getan. Und da haben die vom AstA schon Recht, bei aller richtigen Kritik an deren identitätspolitischen Flausen.