Da stimme ich dir zu 100% zu, das ist für mich der Kernpunkt aller Qualitätsdebatten im Handball.
Volltreffer, genau wie der Post, den du zitierst.
Hätten die (Breitensport-)Vereine flächendeckend das Geld, um auf 450€-Basis ihre Leute in die Schulen zu schicken, damit die dort Handball im Sportunterricht promoten oder Handball-AGs anbieten (über die man die talentierten Kids in die Vereine ziehen kann), würde man in einem ganz anderen Maße qualität "farmen" können als bisher. Normalerweise mag ich solche Totschlag-Argumente a la "Jeder der das anders sieht ist dooof" nicht, aber in diesem Fall muss ich leider sagen, dass jeder, der da widerspricht, zu weit weg vom Thema ist. Letztlich ist es mir auch ein Rätsel, dass die "großen" Vereine da nicht weitaus aktiver sind. Das ist zu kurzfristig gedacht, denn irgendwann (oder sogar schon mittlerweile) ist die bisherige Weide (die kleinen Vereine) abgegrast.
Eine Anti-Ausländer-Quote für die HBL halte ich für Quatsch und jeder Betriebswirt wird mir zustimmen. Qualität sollte das einzige Merkmal sein, dass den Outcome des Marktes dominiert. Alles anderen Parameter sind tendenziell ideologisch. Daher ist die "Team DE-Idee" gar nicht schlecht, um die Qualität der Nationalmannschaft ohne Quote zu verbessern.
Wer sagt denn - im übrigen - dass das Team DE in der deutschen 1.Liga spielen muss? Warum installiert man das Prinzip nicht z.B. in der Schweiz? Torben Matzken ist doch genau dorthin gegangen, um seine nächsten Entwicklungsschritte zu machen: Aus der Füchse-Akademie über den Zwischenstopp "2. Liga in Ferndorf" in die Schweizer Liga. Und dort läufts prächtig, die Liga muss also tauglich sein. Und "Team DE" würde sogar um die Europapokalplätze spielen.