Handball-Regionalliga: Fritzlarer Frauen schlagen Idstein mit 31:23
Von Peter Pfeiffer
RITZLAR. Die Frauen des SV Germania Fritzlar sind in der Handball-Regionalliga Südwest zu Hause weiter eine Macht. Gegen den Tabellenzehnten TV Idstein landeten die Domstädterinnen einen ungefährdeten 31:23 (14:10)-Sieg und gehen als Tabellenzweiter ins neue Jahr.
Dabei zeigte der SV Germania allerdings eine chaotische erste Halbzeit, bevor das Team von Trainer Gunnar Kliesch seine Anhänger mit 20 ganz starken Minuten versöhnte und in dieser Phase seine Gäste regelrecht demontierte.
"In der Halbzeitpause war ich richtig sauer und musste einige deutliche Worte sagen", erklärte Kliesch nach dem Abpfiff. Seine Schützlinge hätten zunächst nicht zu ihrem Tempospiel gefunden und außerdem die Außen sträflich vernachlässigt.
Die SVG-Spielerinnen legten los wie die Feuerwehr und führten nach drei Minuten durch Treffer von Sabine Kirmse, Ina Giebisch und Mioara Cipaian (2) mit 4:1. Doch dann kam der Angriffsmotor der Germania urplötzlich ins Stottern und gelang Fritzlar geschlagene zehn Minuten kein Tor mehr. Idstein nutzte die Schwäche des Favoriten, um in dieser Zeit mit 6:4 in Führung zu gehen.
Zum Glück fand der SV Germania danach wieder einigermaßen den Spielfaden und rückte nach dem 10:9 durch Idsteins Beste, Jeannette Lohrenz (5 Tore), die Kräfteverhältnisse wieder zurecht. Nämlich durch Saskia Erbuths Wurf ins leere Tor, einen Heber der erneut überragenden Kirmse, einen von Carina Friedrich vollendeten Gegenstoß und Alexandra Bahrschs einziges Tor zum 14:9 (27.).
Zwischen der 30. und 50. Minute spielte Fritzlar den Handball, der die Fans begeistert. Mit teilweise brillianten Kombinationen "zerlegte" der SVG-Angriff die Idsteiner Deckung und hatte nach Birgit Husemanns Treffer zum 27:15 (50.) den Sieg unter Dach und Fach gebracht.
"Das Ergebnis ist in Ordnung, aber ein schönes Spiel war es nicht", gestand Juliane Kaspar nach der Partie ein. Aber 20 Minuten Handball vom Feinsten sind ja schließlich auch nicht zu verachten.
SVG: Bode, Radeck (n. e.); Kirmse 9, Cipaian 7/4, Husemann 1, Kaspar 3, Friedrich 2, Giebisch 4, Schlosser 3, Bahrsch 1, Erbuth 1.
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