TGS schöpft an der Saale neuen Mut
Frauen-Handball: Zweitligist Walldorf hält bei Titelanwärter SV Union Halle-Neustadt lange mit, verliert aber noch 17:29
Eine Woche vor ihrem richtungsweisenden Heimspiel haben die Zweitliga-Handballerinnen der TGS Walldorf nach zahlreichen Nackenschlägen in dieser Spielzeit wieder überzeugen können. Vor dem Gastspiel des FSV Zwickau am kommenden Samstag um 19.30 Uhr in der Walldorfer Sporthalle hat die TGS-Mannschaft am Sonntag mit einer achtbaren Leistung beim Titelaspiranten SV Union Halle-Neustadt aufhorchen lassen.
Walldorf hat in Sachsen-Anhalt gezeigt, dass es in der Lage ist, die letzte Chance am kommenden Samstag zu nutzen. „Wir waren uns alle darüber einig, dass das, was am Ende auf der Anzeigetafel stand, völlig unnötig war. Das Ergebnis spiegelte nicht den Spielverlauf wider“, resümierte TGS-Trainer Dirk Leun nach dem 17:29 (11:13) seiner Mannschaft.
Bis zur 40. Minute sei die Partie völlig ausgeglichen verlaufen, zu diesem Zeitpunkt hatte es 14:15 aus Sicht der TGS gestanden. „Wir müssen an die positiven Ansätze der ersten Halbzeit anknüpfen“ gibt sich Leun vor dem Vergleich in der kommenden Woche zuversichtlich, auch wenn er einräumte, dass 17 Treffer auf der Habenseite zu wenig seien. Gerade in den finalen 20 Minuten gelangen nur noch drei Tore, was wohl hauptsächlich auf das hohe Tempo der Saalestädter zurückzuführen war.
Im ersten Abschnitt war die TGS noch durchaus gleichwertig, hätte zur Pause sogar vorne liegen können, vermochte diese Chance durch eine schwache Wurfausbeute aber nicht zu nutzen. Gleich in der Anfangsphase hätten die Gäste auf 5:1 vorlegen können, scheiterten aber mehrmals freistehend an der gegnerischen Torfrau. In der Folge verlief die Partie ausgeglichen, wobei Halle-Neustadt knapp vorlegte.
Auch nach dem Wechsel hatte Walldorf weiter massive Probleme mit der Chancenauswertung. Bis dahin war Keeperin Marion Fenn sicherer Rückhalt. „Dass wir nach hinten raus eingebrochen sind lag auch daran, dass wir volles Tempo gegangen sind“, analysierte TGS-Trainer Leun weiter, der dabei auch fehlende taktische Cleverness einräumte. Der Gegner hatte neben der besseren Besetzung klare konditionelle Vorteile, die er geschickt zu nutzen wusste.
Walldorf verlor die spielerische Linie völlig, dazu unterliefen technische Fehler, und bei den Zuspielen fehlte die Genauigkeit. Vor allem aber fehlte die Kraft für die nötige Aggressivität in den Zweikämpfen.
Spielfilm: 1:2, 3:2, 4:6, 6:6, 8:8, 10:10, (13:11), 13:12, 15:14, 19:14, 22:15, 26:16, 29:17.
Walldorfs Tore: Silke Jung (4/2), Steffi Brunner (3), Judith Kirschig (3), Alexandra Pieper (2), Lara Arnold (2/1), Teresa Schill, Jasmin Conradt, Madeleine Giesseler.
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