Beiträge von Spielmacher79

    Natürlich ist jeder neue Trainer ein Experiment das nicht automatisch zum Erfolg wird. Siehe z.B. Prokop der als Trainer des Jahres in Leipzig gefeiert wurde , um anschließend bei der Nationalmannschaft gefeuert zu werden. Bei Hannover läuft es ja wieder für ihn.

    Baur hatte in Göppingen als Weltmeister viele Vorschusslorbeeren und was hat es gebracht mit dem Weltmeister?

    Baur wurde ja 2x Meister in der Schweiz um daraufhin in Stuttgart erfolglos zu scheitern - du siehst als Trainer ist Alles drin.

    In Matschke ruhen jetzt mit den Neuverpflichtungen natürlich alle Hoffnungen, es darf einfach kein Scheitern geben, das ist Allen bewusst.

    Der Prokop-Vergleich ist vollkommen unangebracht. Als WM-Vierter im eigenen Land gefeuert zu werden, noch dazu, weil ein selbst ernannter Führungsspieler mit dem frischen Wind überfordert war, passt wohl kaum, zumal Prokop in Hannover zeigt, dass er ein guter Trainer ist, der Spieler und Mannschaft entwickeln kann, analog zu seiner Leipziger Zeit. Prokop ist alles andere als eine Eintagsfliege.

    Was sind KO-Kriterien und was ist gerne gesehen?

    Die Zeiten, wo der THW einfach mal so "Weltklasse" verpflichtet, sind glaube ich vorbei. Am ehesten trifft dies noch für einen TH zu, der ja einen erheblichen Unterschied ausmachen kann, wie wir es derzeit leidvoll erfahren.

    Der THW wird fürs Feld eher auf jüngere aufstrebende Spieler setzen, die noch Entwicklungspotential haben. Einen wie Hutecek z.B. könnte ich mir sehr gut vorstellen. Passt prima zu Bilyk und wäre die von mir erhoffte Verstärkung für RM. Vertrag hat er noch bis 2025, dann wäre er - mit 25 grad im rechten Alter - ein toller Ersatz für Dule. Hutecek wird allerdings die große Auswahl haben. Ob der THW da eine Chance hat, wird man sehen.

    Huteczek wäre ein Rückraumspieler, der auf allen Rückraumpositionen zum THW-System passt und decken kann. Könnte der nächste logische Schritt für ihn sein. Bilyk ist für mich an guten Tagen ein wurfstarker RL, der leider vor 2-3 Jahren in seiner Entwicklung stehengeblieben ist. Ein RM ist er von seiner Anlage her für mich überhaupt nicht.

    Wer wird als Trainer angesehen? Jeder der zwei Stunden in der Woche eine Jugendmannschaft trainiert oder welche Bedingung siehst du als ausreichend an? Braucht derjenige eine Trainerlizenz?

    Das ist eine berechtigte Frage. Ich verdiene mein Geld nicht mit Handball und trainiere augenblicklich zwei Jugendmannschaften. Das mache ich sicherlich nicht wegen der Aufwandsentschädigung, sondern weil ich das will. Andererseits möchte ich allerdings auch nicht durch die diversen Auswärtsfahrten draufzahlen, da wir in der Regel keinen Bus bekommen und die Eltern auch nicht immer zuverlässig beim Fahren sind. Dafür habe ich mit meinen beiden Mannschaften viel Spaß , wir entwickeln uns weiter, und ich bin sonst gut im Verein angebunden. Ich habe die B-Lizenz, die sich mein Verein in Teilen vom LSB rückvergüten lässt. Für meinen Trainingsalltag hat sie jetzt keinen unmittelbaren Einfluss. Den Input kann ich mir vielfältig holen, je nach dem, wie ich generell dem Thema aufgestellt bin, halte es aber gerade für Einsteiger durchaus für sinnvoll, zunächst gewisse Strukturen zu erlernen. Sich durch Hospitationen, Videostudium oder Literatur neue Anregungen zu holen, ist immer ein geeigneter Weg der Auseinandersetzung und Weiterentwicklung.

    Ich könnte mir vorstellen, dass man bei der Saisonanalyse u.a. zu dem Ergebnis kommt, Wallinius zu verleihen. Das wäre m.E. die beste Lösung für beide Seiten.

    Bei meiner Saisonanalyse komme ich zum Ergebnis, dich zu verleihen, wieso nicht nach Barcelona. Dann kannst du PdV demnächst persönlich nach Kiel begleiten.

    Wenn man Wallinius jetzt verleiht, gilt er in Kiel fürs erste als gescheitert. Ohne 5 Jahres Vertrag gäbe es solche Erwägungen gar nicht, sondern nur ganz oder gar nicht.

    Mein Vorschlag wäre Anett Sattler. Die ist fachlich kompetent, kommunikativ und hat ein gutes Netzwerk. Wird es aber eher nicht machen. Dazu z.B. einen aus der 2007er Weltmeistergarde wie den alten Fritz und wir hätten einen schlagkräftige Doppelspitze.

    Wir sollten aufhören diese verweichlichte Generation weiter zu pudern.

    Schule plus 3x Training und ein Spiel am WE soll unendlich schlauchender Leistungssport sein? In der Oberliga trainieren die Kicker mehr und schuften 40 Stunden nebenher.

    Bei grob den Top 10 in der Bundesliga könnt ich es noch verstehen, da ists bei vielen mit 6-8 Trainings und nebenher Teilzeit arbeiten oder ein anspruchsvolles Studium absolvieren, definitiv nicht angemessen für Leistungssport. Aber 19-jährige mit dem heutzutage hinterhergeworfenen Abitur? Come on…

    Wieso wird hier von einem individuellen Fall gleich wieder auf alle abgestellt?

    Wir müssen aber nicht darüber reden, dass alles in einem Turnier davon abhängt ob die USA ernsthaft in ein Turnier geht oder nicht.

    Dann kamen jahrzehntelang Teams wie Spanien, Frankreich, Serbien, Griechenland, Litauen, Slowenien, Australien und als sie noch dabei waren auch die Russen.

    Ob wir die Substanz haben da stabil drin zu bleiben in diesem Kreis muss sich erst noch zeigen.

    Ich würde mir da auf jeden Fall genauso wenig sicher sein wie beim Eishockey.

    Zumindest hat es unser Talent-Pool sowohl beim Eishockey und Basketball geschafft, in den besten Ligen der Welt, auch zahlenmäßig, nennenswerte Rollen einzunehmen. In NBA und NHL ist die Globalisierung im Vergleich zu den 1980er Jahren massiv vorangeschritten.

    Beim Basketball könnte es genauso sein. Da haben auch viele Umstände - genauer Absagen von extrem wichtigen Spielern bei jedem der deutschen Finalrundengegner - den deutschen in die Karten gespielt.

    Basketball ist insofern ein geeignetes Beispiel, wenn von NBA auf FIBA-Regeln umgestellt wird, beim Eishockey von der kleineren NHL-Eisfläche auf die größere internationale.

    Zonen-Verteidigung ist in Ansätzen mittlerweile auch in der NBA erlaubt.

    Zum Personal. Bei den US-Amerikanern waren bei der WM auch so aufstrebende Spieler wie Halliburton oder Edwards dabei. Das allein war es also nicht, da weder Schröder noch die Wagners oder Theiß zur allerersten Garde der NBA gehören. Ein Hartenstein zB war gar nicht dabei.

    Was ein mieses Nachtreten. Man kann von Kromer halten, was man will, er und der Vorstand können doch am besten beurteilen, wie Trainer arbeiten.

    Dann kommt ein Präsidium der alten Männer und Frauen um die Ecke - welches nur am Wochenende tagt - und kann die Weichen besser (?) stellen.

    Bin gespannt, ob sie einen zukünftigen Ja-Sager finden.

    Wenn das so ist, hätte der (windige) Lokalpolitiker Michelmann genauso seinen Rücktritt erklären (lassen) können. Stattdessen klebt er ganz staatstragend an seinem Stuhl.