Beiträge von Felix12349

    ...bei Drux gehts mir wieder mehr in Richtung Limitierung. Da fehlt mir die Weiterentwicklung auf internationalem Niveau. Ich habe Drux vor Jahren in den Junioren-Finals der Füchse gegen den SCM gesehen. Da war er den anderen auf dem Feld um Lichtjahre voraus, auch was Spielsteuerung und Übersicht angeht. Heute ist er vergleichsweise nur noch ein Wühler.


    Stimmt. Das liegt aber meines Erachtens daran, dass Drux seitdem immer Fabi Wiede neben sich hatte, der nochmal ein Stück besser (auch im Hinblick auf Spielsteuerung) ist. Wenn man sich auf einen noch Besseren verlassen kann und obendrein von ihm profitiert, um seine eigenen Stärken ("Wühler") optimal einzusetzen, ist Stillstand auf hohem Niveau dann wohl das Resultat.
    Ich freue mich auf jeden Fall auch Michalczik - im Verein und bei der Nati. Der ist echt ein kompletter Handballer und mit etwas mehr Erfahrung auf högschtem Niveau... :)

    Aus meiner Sicht ist der 5. Platz eher mehr als man erwarten konnte.


    Auch wenn ich mich wiederhole: Das finde ich gar nicht - einfach aufgrund der für Deutschland extrem günstigen Auslosung. Wenn man die außer acht lässt, klingt "Platz 5" beeindruckender als wenn man nachvollzieht, wie wenig ausreichte, um dorthin zu kommen.
    Um das Spiel um Platz 5 zu erreichen, mussten die Niederlande, Lettland, Weißrussland und Österreich geschlagen werden. Das ist das absolute Minimum, das man von der deutschen Nationalmannschaft erwarten kann und muss. Okay, das Spiel um Platz 5 muss dann auch (gegen eine stärkere Mannschaft als die genannten) gewonnen werden. Aber das ist dann für mich genau das, was man erwarten kann, und keinesfalls mehr.

    Ein Spieler eines Drittligisten (Staffel Mitte) kommt, oder besser kam, gelegentlich mit dem eignen Wagen ins Training.
    Vom Sponsor gabs einen (kleinen) Stern aus Untertürkheim. Da ihm dass aber nicht immer gefiel, kam er mit einem Fahrzeug aus einem anderen Stuttgarter Ortsteil, welches einen dreistelligen Nummerncode als Modelbezeichnung trägt... 8o

    Dieser unbekannte und geschickt anonym beschriebene Spieler hat aber viele Jahre in einem norddeutschen Verein sehr viel Geld verdient - und eine nette Abfindung erhalten. :lol: Und ist in Ungarn sicherlich auch nicht unterbezahlt gewesen.

    Wenn man mit der Topbesetzung angetreten wäre, ok, aber so könnte mit Platz 5 noch das Optimum erreicht werden.


    Ich stimme zu und widerspreche. ;)

    Und zwar widerspreche ich deshalb, weil die Chance auf Platz 5 in dieser Konstellation (Losglück!) das MINUMUM ist: Die Niederlande, Lettland, Weißrussland und Österreich muss auch eine dezimierte deutsche Nationalmannschaft bei einer EM schlagen. Mehr war nicht nötig und das muss man erwarten.
    Und ich stimme zu, weil das Minimum eben für diese Mannschaft zugleich nahe am OPTIMUM war. Siege gegen Spanien und Kroatien habe ich nicht erwartet. Ein letzter Sieg am Samstag wäre dann wohl die maximal mögliche Ausbeute.

    Mir geht das echt zu schnell wieder in Richtung "Friede, Freude, Eierkuchen"...
    Mich stören zwei Punkte:
    1) Es wird jetzt teilweise so getan, als sei das Spiel um Platz 5 ein großer Erfolg. Ist es meiner Meinung nach nicht. Es ist genau das, was man von der Mannschaft mindestes erwarten durfte und was sie mindestens liefern musste. Die Jubler übersehen aus meiner Sicht, wie einfach es das Los den Deutschen gemacht hat. Überspitzt formuliert: Wie soll man mit einer deutschen Nationalmannschaft in dieser Konstellation das Spiel um Platz 5 nicht erreichen? Siege gegen die Niederlande, Lettland, Weißrussland und Österreich waren dafür ausreichend und wurden (in einem Fall blamabel knapp) auch eingefahren. Bei allem nötigen Respekt: Das ist nicht beeindruckend.
    Die Spiele, in denen die Mannschaft hätte liefern müssen, um das Halbfinale zu erreichen, wurden beide verloren: eins davon kläglich, das andere dämlich.

    Ich habe nicht erwartet, dass Deutschland diese Spiele ohne RM gewinnt. Aber mehr Qualität und Kampf im ersten und mehr Cleverness von Team und Trainer im zweiten Fall hätte ich schon erwartet.
    Und das bringt mich zu Punkt 2:
    2) Die Art und Weise, wie der Sieg gegen Kroatien weggeworfen wurde, wird meiner Ansicht nach zum Teil seltsam bewertet - allen voran vom Trainer: Es ist nicht "unverdient", dass Deutschland verloren hat. Wer in der ersten HZ mit 6, zur Pause mit 3 und in der zweiten HZ nochmal mit 5 Toren führt, DARF ein solches Spiel nicht verlieren. Und wenn man doch verliert, ist das extrem bitter, aber eben höchst verdient. Drei Tore in den letzten 15 Minuten (davon zwei 7-Meter) sind extrem schlecht. Punkt. Einige Spieler haben wohl realisiert, dass sie tatsächlich gewinnen können, und dehalb Angst vor einer Niederlage bekommen.
    Jeder hat mal einen Scheißtag - Kühn hat offenbar nicht die Nerven für die Crunchtime, wenn alles auf dem Spiel steht. Ist ja auch kein Weltuntergang, wenn denn der Trainer darauf reagieren würde. Dass er das nicht getan hat, obwohl klar erkennbar war, dass Kühn (nicht allein, aber vor allem) den Sieg wegwirft, und obwohl es Alternativen gab, ist nicht akzeptabel. Auch dass gegen Spanien nicht ernsthaft rechtzeitig mal etwas versucht wurde (7 gegen 6) deutet meiner Meinung nach darauf hin, dass Prokop einfach der Mut fehlt, Risiken einzugehen. Ist angesichts seiner Situation und der Vorgeschichte verständlich, aber dennoch falsch.

    Also vorneweg mal zum Abschminken: Doppelfunktion Vereins- und Nationaltrainer wie Dagur Sigudsson einst ... mit Petko so geht nicht :lol:

    Kleiner Scherz!


    :lol: :lol: :lol:

    Wie Petko mit nicht treffenden Shootern umgeht, wissen wir ja. Das hieße Bank für Kühn. Weil - Du sagst es: "Mit Petko so geht nicht!"
    Wer weiß... Bob muss ja die Fäden in der Hand behalten... 8o ;)

    Ich denke schon, dass ein Gislason der richtige Mann wäre. Ein sehr komplexer Coaching-Ansatz, wie Prokop ihn verfolgt (und noch stärker 2018 verfolgt hat), verbunden mit einer sehr zurückgenommenen und "intellektuellen" Ansprache der Mannschaft, taugt mMn eher weniger für eine Nationalmannschaft: Es ist kaum Zeit für gemeinsame Vorbereitung, so dass das "Einstellen" der Mannschaft sich eben auch auf die Motivation beziehen sollte.

    Zumindest bei dieser EM war ja deutlich zu sehen, dass eine volle und laute Halle die Mannschaft pusht. Wenn die das nicht aus sich heraus hinkriegen, ist da eben auch der Trainer gefordert. Und Prokop ist da eher nicht der "Arschtreter". ;)

    Diesen Quark darf man echt nicht ernst nehmen - genau wie vor drei Jahren Eilenberger, dem übrigens Handball-World schnell einen spielentscheidenden TGS versetzt hatte: 301 Moved Permanently
    Ich hatte und habe in über 30 Jahren Handball (auf und neben der Platte und in verschiedenen Bereichen) immer mit Menschen mit Migrationshintergrund zu tun. Meist aber eben aus eher handballaffinen Ländern (Balkan, Russland und Skandinavien), was ja auch absolut normal ist.
    Was man allenfalls anmerken könnte ist, dass Handball möglicherweise etwas höhere Anforderungen an Finanzen und Zeit stellt als z.B. Fußball und darum sozial/finanziell Schwächergestellte unabhängig von ethnischem/kulturellem Hintergrund nicht so gut erreicht (und das korreliert leider zu einem nicht geringen Teil mit Herkunft). Es ist einfach etwas anderes, ob die Kinder auf dem Sportplatz rumkicken können und so an Fußball herangeführt werden oder ob man immer eine Halle braucht und (bei den Kleineren) jemanden, der einen hinfährt. Ich vermute auch, dass die Mitgliedsbeiträge für Handball oft höher sind (kenne mich im Fußball nicht aus). In meinem Erleben sind die "typischen" Handballfamilien finanziell eher ganz gut dran und mit viel Engagement dabei.

    Das gilt allergings mit Sicherheit genauso bzw. noch stärker für Eis- und Feldhockey, Reitsport, Tennis, Wintersport, Segeln, Schützenvereine etc. pp. - ist also kein Argument für diesen dämlichen Vorstoß des WDR.


    Geht mir genauso. Er macht sich auch zu oft angreifbar und das ist nun mal nicht souverän. Nach der WM ein böser Rückfall so alles in allem.


    Ich hab' es nicht mehr so in Erinnerung, meine aber, dass CCCP in der Vergangenheit zumindest kein Bullshit-Sprech verwendet hat, weil mir das in aller Regel sofort übel aufstößt.

    Ich meine: "Wir spielen handlungsorientiert"!?! Weniger Emotion und Bodenhaftung geht ja kaum.
    Was kommt als Steigerung zur Hauptrunde? "Wir sollten eine innovative und handlungsorientierte 360-Grad-Spielanlage implementieren, um proaktiv den Challenges durch unseren Mitbewerber zu begegnen"? :lol:

    Ich fand`s dann schon merkwürdig, dass er noch zur EM gefahren ist (als einziger Linkshänder seiner Mannschaft), aber EM zieht halt.
    Hoffentlich haben wir im Rest der 2. Halbserie hier keinen Dauerverletzten.

    Zum Thema schwedische Nati-Kaderplanung: Ich fand es schon seeeehr strange, dass Zachrisson im 28er-Kader stand. Der Mann kann Stand heute seinen Wurfarm nicht über Schulterhöhe heben...

    Ganz stark gestern in der einen Auszeit: " Und nicht vergessen, handlungsorientiert..."


    Ich hab ja lange viel von CCCP gehalten, aber langsam wird deutlich, dass er als Nati-Triner sehr limitiert ist. In seinem ersten Turnier hatte er ja noch geglaubt, die Nationalmannschaft wie ein Vereinsteam nach seinem Schema spielen lassen zu können. Davon ist er zum Glück abgekommen.
    Aber: Mehr als einen "intellektuellen" Zugang scheint er zum Spiel generell und zur Mannschaft speziell nicht zu haben. Es kann sehr ruhig und klar einminütige Vorträge halten. Das ist aber genau das, was in Spielen wie gestern oder gegen Spanien nicht weiterhilft. Das Team mal emotional anzustacheln (meinetwegen auch mal bei der Ehre zu packen) - oder auch mal laut zu werden: Das kriegt er nicht hin und dieser Zugang zum Thema Handball scheint sich auf die Mannschaft zu übertragen. Das, was ich bei Petko immer kritisiere (weil er kaum was anderes bringt), fehlt mir bei Prokop. Einmal ein "Jungs, wollt Ihr mich verarschen?"...