Was das Thema Verletzungen angeht, so empfehle ich, mal einen Blick in die jährlichen Berichte der BG zu werden, die sich intensiv damit beschäftigt. Die sind ganz interessant. Vorab aber gerne schon mal Aussagen aus zwei Berichten aus der Sportart Handball, die ich mir mal gespeichert hatte. Links zu den Dokumenten suche sonst heute Abend gerne raus.
‚Offensichtlich scheinen einzelne Teams hinsichtlich der Belastungssteuerung, Trainingsgestaltung und (medizinischen/therapeutischen) Betreuung der Spieler bessere Konzepte gegenüber anderen Teams derselben Liga zu verfolgen. Eine Reduktion der Verletzungen allein auf die Rahmenbedingungen oder gar Verletzungspech zu schieben, scheint aufgrund des heterogenen relativen Injury Burdens innerhalb einer Liga nicht zulässig.‘
Nachfolgendes Jahr:
‚Es fällt außerdem auf, dass bei Verletzungen der unteren Extremitäten, insbesondere wenn die Muskulatur des Ober- und Unterschenkels oder Kapsel-Band-Strukturen des Kniegelenks betroffen sind, Kontakt-Verletzungen zunehmend unbedeutender werden. Bei Knieverletzungen steht ein indirekter Kontakt als Mechanismus im Vordergrund, also ein in der Regel durch Gegenspielerverhalten gestörter Bewe- gungsablauf. Bei Muskel-Sehnen-Verletzungen des Ober- und Unterschenkels ist in mehr als der Hälfte der Verletzungen gar kein äußeres Ereignis für die Verletzung verantwortlich. Hier führt allein die Dynamik der Spielsituation zum Unfall. Gerade bei diesen Verletzungen handelt es sich häufig um vermeidbare Verletzungen, die im Wesentlichen durch intrinsisch modifi- zierbare Faktoren begünstigt werden. Die Studienlage zeigt, dass sich ein nicht unerheblicher Teil dieser Verletzungen durch zielgerichtete Trainingsinterventionen oder durch adäquate Trainingssteuerungsprozesse verhindern lässt.‚