Beiträge von Madel83

    Wie darf ich das verstehen? Angenommen der THW oder die SG gewinnen die CL, werden aber in der Liga nur 3. bzw. 4., dann hat der Titelträger keine Chance den Titel zu verteidigen?

    Naja, so ganz eindeutig ist das nicht.

    Die EHF schreibt bzgl. der Plätze 1-9 nur vor, dass diese dem Meister des Landes zustehen. Teams für ein Upgrade für einen zweiten Platz werden vom Nationalverband vorgeschlagen, dies ist natürlich üblicherweise der Vizemeister. Es ist halt die Frage, ob es Verbandsintern etwas verschriftlichtes gibt, wonach der DHB den Vize meldet. Zumindest von den EHF Regularien ist es aber nicht vorgeschrieben, dort steht was von ‚sportlichen Gesichtspunkten‘, also eine recht dehnbare Definition. Aber die Zahl der Startplätze würde sich halt nicht erhöhen, d.h. dann würde der zweite leer ausgehen.

    Kosmetische Anmerkung: Es sind keine Wildcards, sondern Upgrades.

    Ich hab‘s mittlerweile aufgegeben, das zu korrigieren. ^^

    Die EHF hatte sich im Streit mit der HBL klar positioniert, dass es für die HBL maximal zwei Plätze gibt. Da wird die EHF sicher nicht dran rütteln - auch im Hinblick auf das Teilnehmerfeld von nur 16 Mannschaften.

    Nicht nur für die HBL. Für alle Länder.

    Haben sie das bislang denn getan, CL Einnahmen selbstverständlich erachtet?

    Wurde nicht viel mehr betont, dass zum einen die Gruppenphase eher keine/wenige Einnahmen produzierte und man zum anderen nicht weiter planen konnte für die Finals. Hatte ich zumindest bei der SG so verstanden.

    Diese Saison würde es wieder nach einer Wildcard für den 3. oder 4. riechen, gibt es so etwas noch?

    Zumindest der THW sagte damals sinngemäß, so ein Jahr mal nicht CL wäre verkraftbar. Es geht da ja auch nicht nur um die Startgelder etc., sondern vor allem auch um die Sponsoren. Die müssen den Vereinen die Treue halten, ohne Abzüge. Ob das Budget der SG da strukturell anders gestrickt ist, mag sein.


    Wild Cards gibt es noch. Allerdings dürfen sich nur die Plätze 2-20 der Ranking Liste darauf bewerben und kein Land mehr als 2 Teilnehmer haben. Ich persönlich finde das gut, auch wenn es möglicherweise meinen Verein betrifft.

    Natürlich ist die CL finanziell wichtig, insbesondere wenn nach Wunsch des Maestro eingekauft werden soll…

    Allerdings müssen sich Kiel und Flensburg für die Zukunft vermutlich wohl leider so aufstellen, dass die Budgets auch passen, wenn man vielleicht nur jedes zweite Jahr die CL erreicht. Natürlich muss man jetzt erst mal schauen, wie nachhaltig die Entwicklung in MD und BER ist, aber Stand heute ist die Wahrscheinlichkeit, dass man in den nächsten Jahr vielleicht ab und an mal EL spielt, doch größer als in den letzten Jahren.

    Ich glaube das er das genauso gesagt hat, ist im Kontext relativ wahrscheinlich und das es als Redewendung gemeint ist auch. Das Glandorf physisch den Kopf senkt und dann Gespräch beendet ist, wird in der Realität vermutlich nicht passieren. Ob der Verein generell schlechten Stil an den Tag legt, würde ich wie von dir beidseitig unterstellt auch mal mit nem Fragezeichen versehen. Gottfridson hat mit seiner Ablöseforderung ein ziemlich großes Anliegen. Wenn man darauf nicht eingeht, ist das kein schlechter Stil. Inwiefern er die Öffentlichkeit als seinen einzigen Weg sieht, hier die Stimmung zu ändern, können wir natürlich auch nicht beurteilen. Fakt ist...er will was, der Verein will was anderes. Hier ganz klar Machulla:

    Quelle Avis. Das ist die sportliche Position und die sieht keinen Wechsel Gottfridsons vor. Im Gegenteil wird glaubwürdig gesagt, dass man um ihn herum alles gestaltet und wer Flensburg spielen sieht, kann gar nichts anderes denken.

    https://www.fla.de/fl-arena/h%c3%a5ndbold/42629/wirbel-um-gottfridsson

    Mag sein, dass es im Schwedischen eine Redewendung ist, das vermag ich nicht zu berteilen. Aber man muss hier ja zwei Dinge unterscheiden. Das eine ist der Inhalt und das andere die äußere Form. Inhaltlich kritisiert Gottfridsson ja nicht mal. Das wäre der Fall, wenn er sich zum Beispiel über eine zu hohe Summe beklagt. Oder dass man ihn auf seinen Vertrag verwiesen hätte und gar nicht bereit sei zu verhandeln. Aber bei seiner Äußerung geht es ja lediglich um die Kommunikation oder Nicht-Kommunikation. Und da finde ich nach wie vor, dass es schlechter Stil ist, sollte es so sein, dass man ihn ignoriert. Es mag sein, dass es ebenfalls sein Wunsch war, so lange zu verlängern. Allerdings war damals wohl auch noch nicht klar, wie viele Abgänge es geben würde. Berufliche Situationen und Märkte (ver) ändern sich. Wenn ich im normalen Beruf einen Vertrag unterschreibe und zum Over-Performer des Unternehmens werde, gehe ich ja bspw. auch zu meinem Chef. um mein Gehalt neu zu verhandeln. Klar kann er das abwiegeln und mich darauf verweisen, dass ich ja zum Betrag x unterschrieben habe. Allerdings muss ihm dann auch klar sein, dass der zukünftige Einsatz eben nicht mehr als das Soll ist. Man sollte doch erwarten können, dass ein (faktischer) Geschäftsführer in der Lage ist, solche Dinge auch durch KOmmnikation zu lösen und nicht nur durch schnöden Verweis auf die Rechtslage. Vor allem, wenn man gerade erst einem anderen Spieler genau das eingeräumt hat und einem vorzeitigen Vertragsende zugestimmt hat....

    Dieser Aussage stimme ich zu. Allerdings Gottfridssons Aussage "sie schauen zwischen die Stühle und versuchen, es tot zu schweigen" auch ein bisschen schwierig zu interpretieren. Dass Schmäschke und Glandorf ihn hierzu einfach angeschwiegen und keine Antwort gegeben haben, kann ich mir nicht vorstellen. Irgendeine Antwort gab es. Wahrscheinlich eben eine, mit der Gottfridsson nicht so wirklich zufrieden war.

    Genau deswegen schrieb ich eingangs ja auch ‚falls es stimmen sollte‘. Ich persönlich habe weder Schmäschke noch Glandorf bisher als undiplomatisch oder gar ‚Trotzköpfe‘ empfunden. Die Wahrheit wird vermutlich wie so oft irgendwo in der Mitte liegen. Dazu dann vielleicht noch eine nicht ganz stimmige Übersetzung, und man hat den Salat.

    Ich verstehe die Geschäftsführung voll und ganz, dass man keinen festen Preis nennt. Damit gibt man das Zepter des Handelns aus der Hand. Außerdem kann man aufgrund des Umbruchs 2023 noch nicht wissen, wie der Kader aussieht und dementsprechend wie dringend man einen wechselwilligen Gottfridsson überhaupt halten will. Von "gerne verkaufen bei gutem Angebot" bis hin zu "gegen kein Geld der Welt" ist da alles drin, je nach restlicher Kaderzusammensetzung.

    Aber auch dann ist Kommunikation das A und O. Dann sagt man das genau so. Einen Wechsel zum Saisonende sei ausgeschlossen, aber man würde vorschlagen/anbieten, dass man sich zum Zeitpunkt x erneut austauschen kann. Es zeugt jedenfalls nicht gerade von Führungsqualität, einen Spieler einfach zu ignorieren.

    Wenn ein Spieler noch drei Jahre Vertrag hat, sollten eigentlich gar keine Nachrichten zu hören sein, es sei denn, man verlängert gleich noch mal...Wenn man was ändern will, sollte man das intern klären und dann verkünden, dann ist das ok.

    Das der Verein hier erhöhten Puls hat, ist mehr als verständlich. Schlechter Stil finde ich, tut mir leid.

    Sollten Gottfridssons Aussagen stimmen, wäre es aber schlechter Stil von beiden Seiten. So wie er es formuliert, klingt es zumindest danach, als wenn das Thema nicht erst seit gestern auf dem Tisch ist und er erst einmal nachgefragt hat. Die Bitte um vorzeitige Vertragsauflösung ist ja nicht verboten, kommt zuhauf im normalen Berufsleben vor, auch wenn es sich da natürlich nur um Monate und nicht Jahre handelt. Die Geschäftsführung kann das Thema ruckzuck erschlagen, indem sie die Bitte um Nennung eines Ablösebetrags mit Verweis auf den Vertrag ablehnt. Oder eben einen Betrag nennt. Hinhaltetaktiken führen doch letztlich nur zu einer weiteren Verhärtung der Fronten.

    Es ist letztendlich auch zweitrangig.

    Eine Lanxess Arena, die zu einem Drittel oder so voll wird, kann ja niemand wollen.

    Ich war in der Halle oft beim Eishockey, als weniger als 10.000 da waren - und das war echt ziemlich trostlos.

    Das wäre für dieses Event die falsche Stadt und die falsche Halle.

    Genau so. Ich glaube, die LA ist so ziemlich der letzte Ort, den mal wählt. So verblendet kann nicht mal die EHF sein, anzunehmen, den Second-Tier Wettbewerb gleich groß aufziehen zu können wie den First-Tier. Zumal mal sich damit möglicherweise selber Konkurrenz schafft, wenn neutrale Besucher sich dann vielleicht entscheiden, lieber zur EL zu gehen und nicht beides zu besuchen.

    Das gängige Modell habe ich doch oben erläutert.

    Das ist kompletter Blödsinn. Warst du jemals in Veranstaltungs- oder Gastrobranche tätig? Du mietest/pachtest dir eine Ladenfläche zu einem Festpreis. Das ist in den Hallen genau das gleiche wie in einem Restaurant. Das unternehmerische Risiko der Waren- und Personaleinsatzplanung obliegt dem Caterer und der kann entsprechend der verkauften Tickets planen. Im Gegenzug verbleiben die Einnahmen beim Caterer

    Nein, Veranstalter sind nicht zweigleisig. Es gibt Veranstalter und Betreiber. Die Hallen sind Betreiber und verdienen ihr Geld in erster Linie mit der Vermietung. Der Veranstalter mietet die Halle und kann dann im Wesentlichen frei darüber entscheiden, was er damit macht. (Gewisse Dinge ausgeklammert, wie bspw. Catering, Security etc. Da kauft man die jeweiligen Partner der Halle mit ein und kann nicht frei entscheiden. Ebenso kann er nicht die gesetzlichen Vorgaben aus der VStättVo übergehen, weil hier auch der Betreiber in der Haftung ist und eine entsprechende Abnahme machen lässt.) Der Veranstalter ist aber für die komplette Ausstattung, Vermarktung, Ticketing selber verantwortlich, nimmt aber im Gegenzug auch alle Einnahmen aus Ticketing und Merch ein. Der Betreiber erhält davon nichts, sein Lohn ist die Hallenmiete + NK. Bei den bisherigen Final Fours kann man sich das eher wie ein ‚Einmal Franchise‘ vorstellen. Die Vereine oder Hallen ‚erkaufen’ sich gegen Gebühr die Veranstaltung und müssen dann selber zusehen, wie sie diese vermarkten (immer unter Berücksichtigung der Vorgaben der EHF). Veranstalter und damit haftbar ist der Verein oder die Halle (wobei mir kein Fall bekannt ist, wo die Halle selbst Veranstalter war.) Die EHF ist fein raus, da das finanzielle Risiko letztlich der Verein trägt. Genau deswegen wäre es wichtig, wenn so ein Turnier auch von der EHF Veranstaltet wird. Wiedererkennung/Marke schaffen sind hier die Stichworte. Die Vereine im Handball sind doch meist gar nicht personell so aufgestellt, um mal eben noch nebenbei so etwas aufzubauen.

    Feste Spielorte zu installieren wird nur funktionieren, wenn man es wie in der CL oder auch im DHB Pokal macht: Die Organisation, hier EHF, tritt selbst als Veranstalter auf. Volle Pflichten für die Durchführung, aber auch volle Einnahmen. Das Modell, einen Verein oder eine Arena als Veranstalter auftreten zu lassen, ist m.E. doch eher unüblich.

    Nein, ich meine diesen Sommer, für den Fall, dass die SG sich nicht für die CL der kommenden Saison qualifiziert. Ich habe nicht geschrieben, dass JG dann definitiv weg ist, aber eine Trennung würde mich dann nicht mehr wundern. Man kann den Artikel interpretieren, wie man will. Die Kernaussage steht aber auf Trennung. Je früher, je besser - aus Sicht des Spielers. So wirkt die Aussage auf mich als Neutralo. Wenn er bleiben wollte, hätte er diese Aussagen nie getätigt.


    Die SG sollte möglichst bald Ablösesummen festschreiben und zwar sehr hohe.

    Ohoh, wirf mal einen Blick in den Wechsegerüchte Thread. :lol: Ich verstehe die Aussagen exakt genauso, andere sehen das etwas anders. :hi:Ich dachte allerdings, mit deiner obigen Aussage meintest du 23. Die Kombi aus der Bitte einer Ablösesumme für 22 und gleichzeitig der Aussage, diesen Sommer würde er noch nicht gehen, klingt für mich wie: ‚Ich werde diesenSommer nicht wechseln, da man mich dieses Jahr nicht gehen lassen wird.‘

    Wenn du so willst, dann ist dein "ich möchte" noch wesentlich weiter weg :) und das finde ich auch keine Wortklauberei, weil genau dieser Unterschied in der Formulierung die Quintessenz des Artikels ausmacht.

    ich glaube, auch das ist letztlich wieder Ansichtssache. Für mich ist ‚möchten/wollen‘ erstmal ein Wunsch, etwas in Erwägung zu ziehen hingegen die Konkretisierung/Prüfung einer Realisierung. Ich möchte auch gerne einen Bulli haben, ziehe es aber aus Kostengründen trotzdem nicht in Erwägung, mir einen zu kaufen. Du würdest es anscheinend genau anders formulieren. Das ist doch vollkommen ok. 👌🏻 Ich glaube, alle haben die verschriftlichte Kernaussage des Artikels (er hat um Nennung von 3 Ablösebeträgen vor Vertragsende gebeten) verstanden und was zwischen den Zeilen steht, interpretiert doch wie immer jeder anders.

    Falsch.

    Det kommer att bli ruljangs på spelare mellan klubbarna. Det finns möjlighet att vara med i den dansen också, säger ”Gotte”.

    Es gibt die Möglichkeit, bei diesem Tanz (= Vereinswechsel) dabei zu sein. -> er zieht es in Erwägung. Dass er weg möchte, davon sagt er nichts.

    ‚Es gibt die Möglichkeit‘ ist trotzdem nicht gleichzusetzen damit, etwas in Erwägung zu ziehen. Das ist von dir ebenso interpretiert wie von mir, dass er es möchte. Mich hat bspw. diese Woche auch ein Headhunter kontaktiert und mir ein Jobangebot im Süden unterbreitet. Es gibt somit für mich die Möglichkeit, dorthin zu gehen. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich es möchte oder gar in Erwägung ziehe.

    Ich denke einfach das Gottfridson noch nie so begehrt war wie jetzt. So eine Em macht nochmal mehr aus als man denkt. Die Angebote die er hat werden noch nie so gut gewesen sein und da fängt man an nachzudenken. Ob das öffentlich machen so schlau ist?

    öffentlich ist vielleicht gar nicht das Problem. Früher oder später kommen die Gerüchte sowieso auf. Aber hier wirkt es so, als solle damit ein gewisser Druck ausgeübt werden, zumindest finde ich die Formulierungen (sollten sie halbwegs vernünftig aus der og Aftonbladet übersetzt worden sein) schon ziemlich hart. Merkwürdig auch die Aussage bzgl. der CL. Es ist ja nicht so, als würden deutsche Teams seit Jahren gute Chancen haben und laufend im F4 vertreten sein. Die geringeren Chancen müssen ihm bei Verlängerung (letztes Jahr?) doch bewusst gewesen sein.