18.09.2005
NACHgefragt part deux... Oleg Kuleschow im Interview
(at, ALF) Endlich ist es einmal soweit. Unser Oleg Kuleschow stand uns für ein kurzes
Interview zur Verfügung. Dieses ist das zweite nachdem Oliver Roggisch sozusagen den
Launch unserer neuen Rubrik stellvertretend einläutete. Auf diesem Wege möchten wir
uns bei Janet ganz herzlich bedanken. Sie hat dieses Mal als Interviewerin fungiert und
Oleg mit unseren Fragen 'gelöchert'.
Janet: "Die harte Vorbereitung ist nun vorbei. War sie auch für Dich ein Grund zu fluchen
wie für Stefan Kretzschmar, oder hilft es Dir, ein Jahr jünger zu sein"
Oleg Kuleschow: "Es hilft, jünger zu sein."
Janet: "Ich gehe davon aus, dass es diese letzte Saison als Aktiver sein wird. Was sind Deine
Ziele?"
Oleg: "Über Ziele habe ich noch nicht nachgedacht. Ein paar Jahre werde ich ja noch spielen.
Janet: "Was traust Du dem SCM in dieser Saison zu?"
Oleg: "Vieles, wir werden sicherlich unsere Chancen bekommen."
Janet: "Wie schätzt Du die direkten Konkurrenten (Kiel, Flensburg, Lemgo, Gummersbach)
ein und speziell deren Neuzugänge ein?"
Oleg: "Sie sind sicherlich sehr gute Mannschaften und die zahlreichen Neuzugänge sollte
man nicht vergessen."
Janet: "Welchen Eindruck machen die Neuen beim Club auf Dich?"
Oleg: "Bisher machen sie einen sehr guten Eindruck auf mich."
Janet: "Was muss generell im Vergleich zum Vorjahr besser werden?"
Oleg: "Ganz klar, besser spielen."
Janet: "Wie wirkt sich der bekannt gegebene Abgang von Alfred Gislason auf die
Mannschaft auf? Wirkt es sich überhaupt aus?"
Oleg: "Diese Nachricht hat keine Wirkung auf mich."
Janet: "Wie siehst Du den Konkurrenzkampf mit Arnor und Grzegorz um die
Spielmacherposition?"
Oleg: "Je mehr Konkurrenz vorhanden ist, desto besser das Spiel."
Janet: "Von Dir liest man eigentlich keine Interviews. Warum ist das so?"
Oleg: "Ich gebe keine Interviews."
Janet: "Du hast ja eine kleine Weltreise hinter Dir um letztendlich in Magdeburg zu landen.
Wie war das Leben in Omsk?"
Oleg: "Omsk ist meine Heimat, ich fühle mich dort einfach sehr wohl."
Janet: "Wie bist Du zum Handball gekommen?"
Oleg: "Durch meinen Vater, er ist nämlich Handballlehrer."
Janet: "Wie kamst Du dann nach Wolgograd?"
Oleg: "Ich habe dort studiert."
Janet: "Viele russische Handballer sind Sportlehrer (oder
Sportwissenschaftler/Sportstudenten) - Du auch. Wie kamst Du dazu?
Oleg: "Nach fünf Jahren Studium."
Janet: "Dann wurde der SCM auf Dich aufmerksam. Wie lief der Wechsel ab?"
Oleg: "Mein Manager W. Gütschow hat geholfen."
Janet: "Leider hattest Du in der Folge einen schweren Autounfall. Inwieweit hat dieser Deine
Karriere beeinflusst?"
Oleg: "Dazu möchte ich nichts sagen, das ist meine Privatsache."
Janet: "Beim SCM waren/sind ein paar der besten Handballer der Welt Deine Mitspieler.
Gleiches galt für die Nationalmannschaft. Wer hat Dir am meisten imponiert?"
Oleg: "Olafur Stefansson und Slawa Atawin."
Janet: "Alfred Gislason hat mal gesagt: "Russen brauchen Russen um sich." Wie kommst Du
damit zurecht, dass kein weiterer Russe mehr beim SCM ist?"
Oleg: "Es ist sehr schlecht ohne weiteren Russen beim SCM."
Janet: "Wie oft bist Du noch in Russland und wie viel Kontakt hast Du noch nach Russland?"
Oleg: "Meinen Urlaub verbringe ich gern und oft in Russland."
Janet: "Apropos Russland - im Fussball erleben die russischen Vereine eine Renaissance,
nicht zuletzt durch finanzkräftige Investoren. Wird es so etwas auch im Handball geben? Wie
sieht die Entwicklung in der letzten Zeit aus und in der nahen Zukunft?"
Oleg: "Die Finanzierung der Mannschaften in Russland ist besser geworden."
Janet: "Medwedi Tschechow ist Gruppengegner des SCM - was kannst Du uns über diese
Mannschaft erzählen?"
Oleg: "Diese Mannschaft ist fast die komplette Nationalmannschaft. Es wird sehr schwer
sein, sie zu besiegen."
Janet: "Was macht Oleg Kuleschow nach der Karriere?"
Oleg: "Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Ein bißchen Zeit habe ich ja noch."
Janet: "Zuguterletzt, hast Du noch einen Gruß an die Fans parat?"
Oleg: "Ich möchte mich auf diesem Wege bei Euch allen bedanken. Es ist gut zu wissen, dass
man Fans hat. Ihr seid eine große Hilfe."
Wir danken für dieses Gespräch.