Zitat
Original von kuestentanne
Steinar
Da fehlt noch was, Blöcke und Steals, ich finde nicht, dass man nen Block als Fehlwurf abtun sollte, denn dann könnte man sich auch das Paraden zählen sparen. 
An die Lemgoer,
ich hab jetzt das Lemgoer Aufgaben- und Machtgefüge nicht so auf der Pfanne, aber was ist eigentlich mit Zerbe?
Der scheint ja bei euch gar nicht zur Diskussion zu stehen. Trägt der aufgrund seiner Aufgaben keine (Mit)schuld an der derzeitigen Lage?
Wenn es denn stimmt, was man an mehr als einer Ecke hören kann, war es nicht Zerbes Idee und nicht seine Entscheidung, Baur und Stephan zu entlassen. Der letzte "Lemgoer" im Beirat war P.G. Reimann, ist irgendwann 2009 zugunsten eines weiteren Sponsorenvertreters aus dem Beirat gegangen ( worden ). Den Vorsitz im Beirat übernahm dann, wie wir alle wissen, Fynn Holpert.
Ich persönlich gehe zu 100 % davon aus, daß die Entscheidung gegen Baur und Stephan nicht Zerbes Zustimmung gefunden hat. Ich kann mir vorstellen, daß er dennoch aus Zuneigung / Pflichtgefühl dem Verein gegenüber weiter gemacht hat als Manager - immerhin ist es der Verein, bei dem er seine komplette Bundesligakarriere gespielt hat und hier darf man vielleicht wirklich mal ausnahmsweise etwas Herzblut unterstellen, auch wenn das im Profisport sonst nicht gerade mein am häufigsten gebrauchttes Wort ist.
Natürlich ist er im Prinzip eine Intuition in Lemgo, aber es gibt ja auch das Phänomen der Selbstmontage. Scheinbar üben er und der Verein sich seit einiger Zeit mit wachsendem Erfolg darin.
Meines Erachtens ist der Beirat das größere Problem als der Manager, der mir eher wie ein ausführendes Instrument vorkommt und dadurch die schon benannte Selbstdemontage erfährt.
Mein Respekt vor Daniel Stephan ist in den letzten Monaten mehr und mehr gewachsen. Er hat damals ja aus Loyalität Baur gegenüber ( und wohl auch aus Überzeugung ) abgelehnt den Trainerposten zu übernehmen, weshalb man ihn auch beurlaubt hat. Ein sehr guter Zug, den man im Nachhinein ( ja, richtig: ich gehöre auch zu denen, die immer erst hinterher schlauer sind ) vielleicht auch noch dem einen oder anderen wänschen könnte.
Im Grunde genommen ist es bedauerlich, das man die Verträge mit Stephan und Baur erst vor Kurzem aufgelöst hat ... man könnte durchaus Bedarf für beide sehen. ( Baur als Trainer würde ich gar nicht als so unbrealistisch erachten - man hat ja mit der Personalie Mudrow beweisen das mein keine Probleme darin sieht erst vor Kurzem wegen Effolglosigkeit entlassene Trainer mittelfristig dem Verein ans Bein zu bin... äh, Entschuldigung: ... an sich zu binden. )
Ich glaube, der häufig kolportierte Rückzug von Heristo würde vielen Lemgoern helfen, sich wieder mehr mit ihrem Klub zu identifizieren, wenn er den tatsächlich kommt. Dazu gehört aber meiner Meinung nach auch zwingend das ein Holpert ( der als Spieler und auch als manager sicherlich seine Verdienste für den Verein hat ) keine Befugnisse im oder um den TBV herum hat. Ansosnten ist es wahrscheinlich nicht mehr so unrealistisch, daß Handball Lemgo II ( im Prinzip die 2. des TBV, erkennt man aus dem Namen nicht unbedingt ) in einem Lipperderby gegen Augustdorf in der Lipperlandhalle an einem Freitag Abend bald mehr Zuschauer hat als der TBV in der Bundesliga.
Ich persönlich glaube, daß der TBV einen Neubeginn auf allen Ebenen braucht - die wichtigste Ebene ist m. E. der Beirat. ( Das ist die Sache mit dem Fisch, dem Kof und dem Gestank. ) Der Verein hat es in den letzten zwei Jahren geschafft, daß ihm viele langjährige Zuschauer den Rücken gekehrt haben. Ich glaube jeder Lemgoer hat in seinem Bekanntenkreis mindestens ein oder zwei Personen, die nur noch mit den Achseln zucken, wenn der TBV zu Hause spielt, und sich statt regelmäßig mit ihrer Jahreskarte in die Halle zu gehen nur noch sporadisch zu einzelnen Spielen verirren ( Glückwunsch, wenn das dann noch so ein Spiel wie gegen Magdeburg oder gegen Tus-N war ).
Ein weites Feld, hätte Günther Grass wohl dazu gesagt.
Es braucht auch Leute, die ein sportliches Konzept / eine Vision entwickeln. Hier muß man m. E. auch feststellen, daß die Kaderzusammenstellung für diese Saison nicht optimal ist. ( z. B. 4 sehr gute bis hervorragende Außen, aber einen einzigen Mittelmann und gerade 2 Spieler, die es gewohnt sind im Innenblock zu spielen ).
Den TBV Deutschland wird es nie wieder geben ( allerdings auch in keinem anderen Verein ). Dies aber war das letzte Mal, daß es ein erkennbares Konzept gab. ( In irgendeinem anderen Beitrag hier wurde geschrieben, daß das Konzept TBV Deutschland gescheitert ist - jemand schrieb darauf, daß es einfach bveendet wurde. Ja, so sehe ich das auch. ) Es muß auch kein TBV Deutschland sein ( immerhin seinerzeit ein Alleinstellungsmerkmal mit, natürlich, den passenden Spielern und im übrigen dem Manager Holpert ), aber es muß eine Formation sein, die wenigstens Alternativen auf Schlüsselpositionen bietet. Das fehlt beim TBV in diesem Jahr m. E., und dafür müssen Manager und Trainer verantwortlich sein, denke ich.