Es stellt sich allerdings die Frage, wie die Regeln praxistauglich so vereinfacht werden können, dass sie von allgemein Sportinteressierten halbwegs verstanden werden können.
Ich finde, dass das längst der Fall ist.
Nehmen wir mal Fußball, Handball, Basketball, Eishockey, Hockey, Football.
Welche Sportart davon ist denn einfacher für Laien nachzuvollziehen als Handball?
Fußball - ja.
Aber sonst doch keine.
Jede Regel kann der Laie halt nicht direkt nachvollziehen, muss er aber auch nicht.
Mich stören beim Handball zurzeit zwei Dinge, aber nicht speziell für die Zuschauer,
sondern für Spieler, Trainer und Schiedsrichter:
1. Die Stürmerfoulproblematik:
Die erinnert mich an das Handspiel beim Fußball.
Es gibt zu viele Kriterien, die da eine Rolle spielen und zu unterschiedliche Auslegungen.
Die Regel ist zu kompliziert und nicht transparent genug.
Gerade in dieser Bundesliga-Saison fehlt mir da völlig eine erkennbare Linie.
2. Die Regeln bzgl. der letzten 30 Sekunden:
M.E. sind die nicht so schwer, wenn man sie richtig erklärt.
Aber irgendwie passiert das nicht. Und leider beschäftigen sich die allermeisten Beteiligten auch nicht von alleine damit.
Vor allem der Unterschied zwischen "Ball im Spiel" und "Ball nicht im Spiel" (und die unterschiedliche Handhabung) wird von m.E. ca. 95 Prozent der Spieler, 80 Prozent der Trainer und (zumindest an der Basis) mindestens von der Hälfte der Schiedsrichter (eher mehr) nicht verstanden.