Beiträge von Rheiner

    Man merkt bei Jürgen Schmitz, dass er kein Handballfachmann ist, das stimmt.

    Aber ich habe zuletzt Minden - Göppingen mit Dennis Baier gesehen, der ein Handballfachmann ist.

    Minden wirft eine Sekunde vor Schluss den Ausgleich aus dem Rückraum - und Baier kommentiert das wie ein 2:1 in der 3. Minute. :wall:
    Wie auf Valium.

    Bei einem Dennis Baier z.B. merkt man eben, dass er alles schon hundert Mal im Handball gesehen hat und das für ihn nichts Besonderes ist.
    Leider kommentiert der das auch so.

    Dann lieber kein Handball-Fachmann, aber ein guter Sportkommentator, der Emotionen rüberbringt, als umgekehrt.

    Ich find, Geipel/Helbig haben gestern insgesamt gut gepfiffen.

    Wo ihr gesehen haben wollt, dass sie am Ende falsche Sperre gepfiffen haben sollen, ist mir nicht ganz klar.
    M.E. haben sie das (angebliche) Stürmerfoul beim Wurf gepfiffen.

    Diese Stürmerfoulregel muss endlich reformiert werden!
    Es gibt viel zu viele Kriterien, auf die man achten muss und die da mit reinspielen.
    Genau wie bei der Hand-Regel beim Fußball.
    Es ist eben nicht so, dass ein Abwehrspieler unbedingt stehen muss, um das Stürmerfoul zu bekommen. Der Irrtum ist aber ganz weit verbreitet (auch hier im Forum).
    Die Regel ist zu kompliziert. Die müsste man deutlich vereinfachen, dann wird sie auch einheitlicher gepfiffen.
    Das ist nicht die Schuld der Schiedsrichter und auch nicht die des DHB.

    Etwas anders sieht das m.E. bei den roten Karten für Fouls aus.
    Das hat sich durch die ganze letzte Saison gezogen und setzt sich leider in dieser weiter fort.
    Es wird einfach mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen.
    Ich hatte gehofft, dass die da mal was verändern, dran arbeiten und das in dieser Saison besser hinkriegen.

    Außerdem macht es ungeachtet dessen weiterhin überhaupt keinen Sinn, die 180.000 übrigen Handballfans aus deinem Beispiel von der Übertragung auszuschließen, denn diese werden sich nach und nach von der Sportart abwenden, und das ist hier der Kern des Problems.

    Sorry, aber das ist doch Blödsinn.

    Die Zielgruppe der Sport1-Übertragungen waren Leute, die sowieso mit Handball zu tun hatten. Spieler, Ex-Spieler, Trainer, Schiedsrichter usw. Die wenden sich doch nicht von der Sportart ab, nur weil sie keine HBL mehr sehen.

    Ich kenne privat keinen, dem die HBL-Übertragungen wichtiger waren als ihre eigene Funktion im Handball.
    Die HBL ist für die allermeisten nur ein Zusatz (das ist im Fußball völlig anders).

    Für die breitere sportinteressierte Öffentlichkeit ist Handball jetzt schlicht unsichtbar geworden und außerhalb der harten Fanszene fast komplett aus der Wahrnehmung verschwunden.

    Das war auch vorher so! Auch vorher spielte die HBL für Sportinteressierte, aber nicht speziell Handballfans, fast keine Rolle.

    Ob jetzt in der Woche 2 Spiele von 200.000 Handballfans oder drei, vier Konferenzen und ein, zwei Einzelspiele von 20.000 Handballfans gesehen werden, spielt doch für die Bedeutung der Sportart Handball für die Masse (also Nicht-Handballfans) überhaupt keine Rolle.

    Für die "sportinteressierte Öffentlichkeit" ist ausschließlich die Nationalmannschaft interessant!
    Mit ihrem Abschneiden steht und fällt das Interesse an Handball - und nicht damit, wo die HBL läuft.

    Bin ja froh, dass die Rechte nicht an die Telekom gingen.

    Hab zuletzt da mal 3. Liga gesehen - und das war echt der Gipfel an Parteilichkeit.

    Der Kommentator sagte sogar, dass er mit einem Spieler von Fortuna Köln zusammen in die Grundschule gegangen ist.
    Genauso hat der auch kommentiert.
    Sowas bräuchte ich beim Handball gar nicht.

    Klar müsste vor allem sein, dass Vereinshandball, insbesondere auf nationaler Ebene, einfach nicht ansatzweise mit Wettbewerben, wo deutsche Sportler für Deutschland gegen andere Nationen antreten, mithalten kann.

    Eine deutsche Biathlonmeisterschaft würde auch keine Sau interessieren.

    DAS ist der Punkt und nicht die Uhr- oder Jahreszeit!

    Götze hätte sich die Fragen die Kretzsche teilweise gestellt hat nicht getraut. Roggisch nach dem Interessenkonflikt in der Nationalmannschaft fragen oder Storm nach der widersprüchlichen Position bezüglich der CL-Reform? Das die Antworten dann eher ausweichend sind, liegt in der Natur der Sache, mehr ist in so einem Format nicht möglich.

    Ein Kretzsche als Gast oder ein Journalist hätte aber ziemlich sicher widersprochen und Roggischs Antwort angezweifelt.

    Achso, und bei den Gästen würde ich unbedingt einen Journalisten (Handballwiche o.ä.) dazusetzen.
    Sieht man bei allen Fußball-Talks immer wieder, dass genau die es sind, die Leben reinbringen.

    Die großen Drei vorgestern waren sehr stark darauf bedacht, sich gegenseitig nicht "weh zu tun".
    Würd mich nicht wundern, wenn die sich vorher abgesprochen.
    Das hat auch nichts mit der zweiten Sendung zu tun. Bei der Gästekonstellation wird das auch noch in der hundertsten so sein.

    Die brauchen einen da, der von außen draufguckt und auch klar seine Meinung sagt, ohne zu befürchten, dass der andere gegen den eigenen Verein zurückschießt.

    Themen fand ich bisher gut.

    Ich würde allerdings "Götz und Kretzsche" draus machen. Götz als Moderator, Kretzsche dauerhaft als Experte.

    Kretzsche ist für mich der beste Handballexperte in Deutschland. Er hat klare Meinungen und sagt die auch.
    Das kann er als Moderator nicht voll machen. Darum ist er als Moderator m.E. etwas "verschwendet".
    Götz wiederum weiß besser, wann man nachhaken muss und hat ein besseres Gefühl dafür, die Meinungen auch wirklich herauszukitzeln.

    Der Talk, so wie er jetzt ist, ist okay. Aber ich glaube, anders wäre da noch viel mehr drin (inhaltlich und beim Zuschauerpotenzial). Zumal Götz und Kretzsche seit Jahren als Duo etabliert sind.

    Dieser Handball Talk ist ja schoen und gut...aber wieviele Leute schauen den denn? Und das werden ohnehin schon Handballfans sein...neue Fans da zu gewinnen duerfte schwieig werden

    Seh ich genauso.

    Die HBL hat in der deutschen Sportwelt (gerade auch beim TV-Publikum) eine sehr geringe Bedeutung.
    Das wird sich nicht ändern, wenn man da mal einen Fußballer hinsetzt.

    Die Zuschauerzahl hat sich immerhin zur ersten Woche verdoppelt (von 10.000 auf 20.000).
    Die sollen sich einfach weiter auf die Handballfans konzentrieren; dann ist da noch mehr drin.

    Schnickschnack, Diskussionen sind doch auch wichtig. Ich glaube ich muss mir das Spiel noch mal anschauen ohne pulsierende Ader am Hals. Bist Du selber Schiri, wenn ich fragen darf (bei dem Kürzel meine ich)?

    Ja, ich mag es ja auch, zu diskutieren.

    Nur wenn wir jetzt schon die Top-Leistungen der Schiedsrichter diskutieren, nimmt es etwas Überhand.

    Ja, ich bin Schiedsrichter, aber nur auf unterer Ebene.
    Aber um zu sehen, dass das gestern eine super Schiedsrichterleistung war (zumal es mir völlig egal war, wer gewinnt), reicht es trotzdem. :)

    Nachdem ich mich bei Hannover - Flensburg schon am ersten Spieltag richtig zusammenreißen musste, um nicht wieder ein Fass aufzumachen, wollte ich diesmal sofort jede Diskussion im Keim ersticken, weil ich die Leistung wirklich fantastisch fand. Leider ist dadurch genau das Gegenteil eingetreten.
    Jetzt haben wir wieder die Diskussion - und das bei einer so guten Schirileistung. :nein:

    Das war diesmal nicht gewollt.
    Denn eigentlich war bei diesem Spiel kaum was zu diskutieren.

    Gute Sendung und auch insgesamt gutes Interview mit Gregor Teicher!

    Seine Erklärung, dass wenn der Zuschauer zehn Minuten nichts von Minden - Nettelstedt gesehen hat, man ihm ja erklären muss, dass Nettelstedt rangekommen ist und Minden mehrere Minuten kein Tor gemacht hat, halte ich für Blödsinn.

    Man sollte die Zuschauer nicht für blöd halten. Das sind Hardcore-Handballfans, die da gucken.
    Warum muss man uns sagen, dass Nettelstadt rangekommen ist, als sie zehn Minuten nicht drauf waren?
    Das seh ich doch!
    Und man kann einblenden "Minden seit x Minuten ohne Tor."

    Die Kommentatoren weisen übrigens auch immer wieder noch mal drauf hin, wenn eine Mannschaft aufgeholt hat oder irgendwas Besonderes
    passiert ist (rote Karte, Verletzung oder so). Das machen die sowieso, völlig unabhängig davon, ob es jetzt nur ein Einzelspiel oder mit Konferenz ist.

    Klar, Teicher wird nicht seinen eigenen Job in Frage stellen.
    Da hätte ich mir etwas mehr Nachhaken gewünscht.