Die Tatsachenentscheidung kommt immer erst nach Spielende bei einem Einspruch zum tragen. So soll verhindert werden , dass subjektiv getroffene Entscheidungen der Schieris im Nachhinein geändert werden können. Sonst könnte man wegen jeder 7m-Entscheidung Einspruch einlegen.
Das ist alles richtig - ist aber hier nicht Entscheidende.
Es ist halt nach wie vor unklar, ob sie wirklich den Strafwurf gegeben haben, weil sie der Meinung waren (bzw. es auf dem Video gesehen haben), dass Drux erst nach dem Schlussignal ausgeführt hat. Das wäre ne Tatsachentscheidung.
Oder weil ihnen in dem Moment nicht klar, dass es mit Ausführung in der Spielzeit nur Freiwurf plus 2 Minuten geben darf. Das wäre ein Regelverstoß!
Hat man auch in der HBL und im Pokal leider schon mehrfach gesehen, dass es dazu in hektischen Phasen kommt, dass die Schiris die Regeln durcheinanderkriegen (auch mit Besprechung bei Time Out und auch mit Delegiertem (Spielaufsicht)!!!).
Und genau das kriegt man nicht abschließend geklärt.
Und was die EHF von ihnen hören will, kann sich jeder denken.
Die Frage, wann der Videobeweis überhaupt angewendet werden darf, kommt dann jetzt noch dazu, aber ist wohl eher ein letzter verzweifelter Versuch.
Das Entscheidende ist eigentlich das oben aufgeführt.