Beiträge von Rheiner

    Die rote Linie wurde dadurch überschritten, dass den Ö-R-das Recht eingeräumt wurde, HBL-Übertragungen willkürlich zu terminieren, ohne jede Abstimmung mit dem europäischen Spielplan (und dies dann auch taten)

    Die EHF wurde von der HBL vor vollendete Tatsachen gestellt (sowas hätte sie natürlich nie zustimmen können)
    Da MUSSTE die EHf einschreiten, man stelle sich mal vor, andere europäische Verbände würden sich darauf berufen...

    Korrekt!

    Dass sich die Handball-Championsleague nach der deutschen Fußball-Bundesliga und deren freien Samstage (denn dann darf ja die HBL Lückenfüller spielen) richten soll, ist einfach nur lachhaft und völlig inakzeptabel!

    Es ist schön das das Problem dann nur für die deutsche Seite besteht, aber das Problem wird dadurch nicht lösbarer. Als europäischer Dachverband handelt man so eben in jedem Falle unverantwortlich, weil man sehr genau weiß das es kein sachliches Argument ist, darauf zu verweisen das die spanischen und polnischen Vereine mit dem Kram kein Problem haben.


    Das ist kein sachliches Argument, dass es für alle Länder außer Deutschland kein Problem ist? ?(

    Und was wäre dann für dich das sachliche Argument dafür, dass sich alle anderen nach Deutschland richten sollen?

    Du schreibst: "bei der EM wieder zigfach gesehen". Würde mich über ein konkretes Beispiel (Spiel, ungefähre Spielzeit) freuen, da ich das bislang so nicht wahrgenommen habe und mir eigentlich auch nicht vorstellen kann.

    Ich achte ab morgen in der HBL drauf und sag dir dann die Situation.

    Da ich das seit Jahren im Profibereich nicht anders kenne, hab ich mir die Situationen bisher nicht gemerkt.


    Inwiefern soll denn da der Zeitpunkt des Ablegens der Karte gelten? Beziehungsweise kennst Du einen konkreten Fall aus CL, WM oder EM bei dem trotz Ballverlust zwischen Ablegen der Karte und Pfiff des Zeitnehmers das TeamTimeOut gewährt wurde? Aufgrund des geschulten Personals bei diesen Spielen ist in der Regel die zeitliche Distanz zwischen Legen der grünen karte und dem Pfiff zur Spielunterbrchung sehr gering, aber eine andere Regelauslegung - entgegen der geltenden internationalen Handballregeln - wäre mir neu.

    ?(

    Es wird im Profi-Bereich durchweg so gemacht!

    Achte mal drauf.

    Da findest du fast jeden Spieltag Beispiele für.

    Könnte in so einen Fall auch 14:1b) (7-Meter wegen unberechtigen Piffs während einer klaren Torgelegenheit) angewendet werden?
    Ich denke, nein –

    denn beim Wurf hat der Spieler der Team-TO-beantragenden Mannschaft Ballbesitz.

    • Geht der Ball ins Tor, und dann erfolgt das TO-Signal => Tor.
    • Erfolgt das TO-Signal, bevor der Ball die Wurfhand verlassen hat => Team-TO
    • Erfolgt das TO-Signal, nachdem der Ball die Wurfhand verlassen hat und auf dem Weg ins Tor ist => ???

    Nein, in deinem Beispiel kein 7-Meter. Es ist ja kein unberechtigter Pfiff.
    Wenn eine Mannschaft durch ein TTO eine eigene klare Torgelegenheit unterbricht, ist das ihr "Pech".


    Anders ist es, wenn eine klare Torgelegenheit durch den Pfiff des Zeitnehmers mit der grünen Karte des Gegners unterbrochen wird.
    Also, Mannschaft Rot passt sich den Ball in der eigenen Hälfte zu. Spieler von Blau fängt den Pass ab und läuft alleine und frei aufs Tor zu.
    Dabei unterbricht der Zeitnehmer das Spiel wegen einer grünen Karte, die vorher von Rot (!) gelegt wurde.
    Das ist ein unberechtigter Pfiff, der eine klare Torgelegenheit unterbricht = 7-Meter!

    Ich habe diese Diskussion sooooooooooooo oft geführt...

    Ja, laut Regelheft gilt der Pfiff des Zeitnehmers!

    Das Problem ist, dass es im DHB-Bereich und CL, WM, EM usw. genau anders gemacht wird (bei der EM wieder zigfach gesehen). Da zählt der Zeitpunkt des Legens/Abgebens der grünen Karte. Kenne jetzt nicht den Wortlaut der Bestimmungen da, aber es wird so gemacht, was ich bei neutralem Kampfgericht ja auch nachvollziehen kann.

    Das Problem ist, dass die ganzen Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Zeitnehmer aus dem Amateurbereich auch Handball im Fernsehen gucken und es da immer wieder anders sehen.

    Und so Postings wie die von MiniMe (das natürlich völlig falsch ist, aber leider sehr weit oben steht) stiftet zusätzlich Verwirrung. :rolleyes:

    Ein klareres Statement um zu sagen "das wird intern noch besprochen und hat hier jetzt noch nichts in der Öffentlichkeit zu suchen!" gibt es nicht.

    Erstens hat Reichmann klar gesagt, dass die Mannschaft dem DHB die Meinung zu Prokop bereits gestern mitgeteilt hat!

    Und zweitens: Wenn eine Mannschaft für den Trainer ist, sagt sie das, weil sie genau weiß, dass es als das Gegenteil verstanden wird, wenn sie es (trotz mehrfacher Nachfragen!) nicht tut.

    Mensch Leute, tut doch nicht so, als würdet ihr erst seit drei Wochen Profisport gucken.
    Klarer als das Verhalten der Spieler gestern ging es nicht!

    Auch in dem Fall gilt übrigens, dass man kein Handballexperte sein muss - eigentlich noch nicht mal Handballfan -, um das richtig einordnen zu können.
    Es reicht, sich für Profisport zu interessieren und diesen halbwegs aufmerksam zu verfolgen.

    Die ganze Zeit wird über das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer diskutiert.
    Viele haben das als den Knackpunkt bei der WM ausgemacht.

    Und dann wird der Kapitän gefragt, wie das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer ist und Reichmann, ob die Mannschaft glaubt, mit dem Trainer den Turnaround zu schaffen (was er wissen muss, weil die Mannschaft dem DHB die Meinung am selben Tag mitgeteilt hat, wie Reichmann selbst gesagt hat!).

    Das sind sehr dankbare Fragen, über die sich jeder Fußballer in so einer Situation freuen würde!
    Ist doch ganz leicht zu beantworten, wenn man mit dem Trainer weitermachen will:

    Aber beide verweigern die Antwort (Reichmann komplett; Gensheimer redet drumrum und sagt dann, dass es nicht mehr dazu zu sagen gibt)!

    Ihr könnt das Posting und mich jetzt wieder auseinandernehmen.

    Aber ein klareres Statement gegen Prokop kann es in der Situation von Spielerseite nicht geben!
    Ich glaube, wenn ihr mal ehrlich zu euch selbst seid, wisst ihr das auch!

    Die Spieler wussten doch genau, was sie da gefragt werden. Sie haben sich zusammengesetzt und miteinander und mit dem DHB drüber gesprochen. Das wurde gestern alles gesagt.
    Das sind Sportler, die seit Jahren in den Medien sind und wissen, wie das im Profisport läuft.
    Also könnt ihr ganz sicher davon ausgehen, dass die genau wussten, wie die Antwort (bzw. die Verweigerung) aufgenommen wird
    und dass das genauso gewollt ist!

    Und wenn man ihn entlassen will, soll man ihn halt entlassen und abfinden.

    Wenn das so einfach wär, würden die das sicher längst machen.

    Es geht ja nicht nur um Prokops Abfindung (die mit dem Vertrag bestimmt beachtlich ist), sondern auch um Ablöse und Gehalt für den neuen Trainer.
    Von der halben Million Ablöse, die man für Prokop aus dem Fenster geworfen hat, ganz zu schweigen.

    Dass das alles dauern kann, ist klar.

    Was mich stört ist, dass die so tun, als wär das eine rein sportliche Entscheidung und das auch andauernd nachgeplappert wird.

    Was für ein beschämendes Niveau... wie kann man unsere Sportart nur so beschädigen ?

    Der deutsche Handball wurde im Vorfeld und während der EM massiv beschädigt, u.a. indem Grundsätze einer Nationalmannschaft (beste Spieler, vereinsunabhängig usw.) mit Füßen getreten wurden!

    Bitte nicht Versursacher und Überbringer der schlechten Nachrichten verwechseln! Wir sind nicht im Mittelalter.

    Wenn das ganze Theater und der Ärger jetzt dazu führen, dass der dafür Verantwortliche geht, ist es zwar nicht schön, gibt dem deutschen Handball aber die große Chance, dass er nicht weiter zerstört wird und vor allem bei der Heim-WM einen Sprung nach vorne machen kann.

    "Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende" trifft es hierbei sehr gut.

    Tja auch die HBL muss sich halt damit abfinden dass es nicht immer nur aufwärts gehen kann sondern irgendwann auch mal abwärts. Das sind gabz normale Zyklen die es in anderen Sportarten auch gibt

    Ja, das sollte aber dann am Spielermaterial liegen, wenn es bergab geht, und nicht daran, dass der Trainer das Potenzial nicht ausschöpfen kann. Das ist nicht zu akzeptieren - schon gar nicht mit einer Heim-WM.

    Es müssen mit besserem Journalismus endlich mehr Leute erreicht werden, die in 30 Jahren auch noch leben. Und sorry, da machen ARD und ZDF einfach keine gute Arbeit. Schau Dir mal an, was Eurosport mit dem Spiel am Freitag im Fußball veranstaltet? Starke Analyse, super Vorberichte, toller Kommentar, viel Expertise. Und die schalten nicht weg direkt nach der Partie, weil dann die Tagesschau kommt, die man übrigens in jedem verdammten dritten Programm auch sehen kann...

    Das ist ein Äpfel-Birnen-Vergleich.

    Die Bundesligaübertragungen bei Eurosport sind für eingefleischte Fußballfans.
    Genau wie die HBL-Übertragungen bei Sky für richtige Handballfans sind.

    Bei einer WM, EM und Olympia kann und muss man für die deutsche (!) Nationalmannschaft aber viele, viele mehr begeistern als die Handballfans!
    Für dieses Publikum wären die Analysen wie bei Eurosport und Sky völlig fehl am Platz.


    Ist die Euphorie größer, nur weil die Hälfte der Bevölkerung zu blöd ist auf der Fernbedienung ein paar Tasten nach vorne zu drücken?!?

    Klare Frage - klare Antwort:

    Ja!

    Zu glauben, ein Handball-WM-Finale mit deutscher Beteiligung würden bei Pro7, Sport1 oder Eurosport so viele Leute sehen wie bei ARD/ZDF, ist völlig realitätsfern!

    @ nuvolo:

    Ich glaub, das bringt nichts.

    Dass das Vertrauensverhältnis zwischen Mannschaft und Trainer nachhaltig zerstört wird, wenn ein Trainer nicht nach Leistung nominiert, sondern Buddies mitnimmt und wichtige Teile der Mannschaft dafür (!!!) rausbricht, kapieren die einfach nicht.

    Wenn ich meinem Hund erkläre, warum es keinen Sinn hat, die Nachbarskatze zu jagen, hab ich das Gefühl, dass er das eher versteht als viele User hier die Auswirkungen einer solchen Spielernominierung.

    Für mich ist die ganze Diskussion um die Nichtnominierung von Lemke lediglich der Aufhänger für jene, denen ein BT Prokop von Anfang an nicht passte.

    :lol::lol::lol:

    Nominierungs-Farce, die nicht nach Leistung ging; es flog ihm komplett um die Ohren; jeder hat gesehen, dass das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer zerstört ist;
    sogar Hanning sagte, dass die Nominierung die Mannschaft stark verunsichert hat...

    Aber in der Handballecke ignoriert man das schön, um nicht zugegben zu müssen, dass man bei der Einschätzung bzgl. der Nominierung und ihren Folgen vor dem Turnier völlig falsch lag.

    :rolleyes: