Beiträge von Rheiner

    Nur mal zur Einordnung:

    Das Finale der Heim-WM letztes Jahr hatte 510.000 Zuschauer (bei allen Zuschauern).
    In der werberelevanten Zielgruppe waren es 1,9 Prozent Marktanteil!

    Und jetzt sollen die Sender Geld dafür hinlegen, um eine EM aus Frankreich zu übertragen?

    ?(

    Es ist in der Tat die Frage ob das klassische Pay-TV-Modell von Sky gegen so etwas wie DAZN langfristig eine Chance haben wird. Natürlich scheint Dazn auch eine entsprechende Kriegskasse im Hintergrund zu haben, daher kann man hier denke ich sowieso nicht von einem Wettbewerb auf Augenhöhe sprechen.

    Sky geht hier mit diesen Ticket-Sachen ja schon in eine entsprechende Richtung, aber da werden sie noch mehr und günstiger liefern müssen. Ist dann halt für sie die Frage ob sich das refinanziert.

    DAZN Stramqualität finde ich den Umständen entsprechend auch eher mittelmäßig. Vielleicht bin ich da von Netflix verwöhnt.

    Sky hat doch nach wie vor die wichtigsten Zuschauermagneten, nämlich 90 Prozent der Fußball-Bundesliga, das Wichtigste der Champions League und den DFB Pokal.
    Solange DAZN da nicht ansatzweise mithalten kann (der ganze internationale Fußball usw. ist in Deutschland nicht massentauglich), braucht Sky DAZN auch nicht bei den Preisen hinterherzurennen.

    Solange DAZN nicht wirklich bei der Bundesliga mitmischt, seh ich da keine Gefahr für Sky.

    Dazu kommt noch, dass die Zielgruppen (gerade beim Alter) ja ganz andere sind. Ich kenne viele ältere Menschen, die seit vielen Jahren Sky-Kunde sind. Die würden niemals zu DAZN wechseln.

    Daß sich die zitierte Vorteilsklarstellung ursprünglich (!) auf 8:10d bezieht, ist mir klar. Allerdings gibt es ja nicht mehr die feine Unterscheidung Ball im Spiel bzw. Ball nicht im Spiel –, und deshalb kann man zumindest darüber nachdenken, ob das jetzt nicht auch bei 8:10c angewendet werden kann.

    Es sind nach wie vor zwei verschiedene Regeln, die man auf keinen Fall vermischen darf!

    8:10 c) behandelt die Ausführung von offiziellen Würfen, die gestört/verhindert werden. Da werden dann auch Vergehen, die sonst 2 Minuten nach sich ziehen würden, in den letzten 30 Sekunden mit Rot und Strafwurf geahndet.
    Dazu gekommen ist nur, dass das auch gilt, wenn der Ball zwar die Hand verlässt, aber der Wurf trotzdem gestört wird.

    Bei 8:10 d) wird ein laufender Angriff durch ein Vergehen, das unabhängig vom Zeitpunkt(!!!) schon "Rot-würdig" ist, zerstört.
    Da kommt dann in den letzten 30 Sekunden noch der Strafwurf dazu.

    Das ist die Hauptfehlerquelle, die am ehesten zu Regelverstößen führt, wenn man die beiden Regeln vermischt!
    Hat man ja gerade erst wieder bei der Frauen EM gesehen.

    Trotzdem wirft sich die Frage auf: Wie lauten die Antworten wenn nicht so schnell gepfiffen wird?

    Die Vorteilsregel wie in 8:10 d) (also wenn der Ball im Spiel ist) gilt nicht.
    Entweder, der Wurf wird entscheidend gestört oder nicht.
    Ob der Angriff dann letztendlich zum Tor führt oder nicht, ist m.E. nicht relevant.

    In der Szene hier hätte man m.E. weiterspielen lassen können (sollen). 7-Meter und Rot für den 7er für das Foul.

    Ich stimme Frank im Wesentlichen zu.

    Das mit der doppelten Strafe (Frage 2) in einem Angriff hatten wir schon mal sehr intensiv; das lass ich jetzt stecken.

    Schiedsrichter und schwarze Mannschaft können froh sein, dass es die neuen Guidelines gibt.
    Bis zum Sommer hätte es hier nur mit Freiwurf weitergehen können!

    Uwe Semrau ist ein wandelndes Handballlexikon.
    Da war bei der WM vor zwei Jahren sogar Markus Götz beeindruckt, als die zusammen kommentiert haben.
    Ich fand aber schon immer, dass er am besten alleine kommentieren kann.
    Vor allem kann er das Spiel auch viel besser analysieren als die meisten anderen Kommentatoren. Da braucht der gar keinen Experten.
    Nur ein bisschen mehr Regelkenntnis wär schön (das gilt aber für ALLE Handballkommentatoren).

    Ich glaub, dass ist jetzt auch eher eine technische/theoretische Diskussion - alle werden mit 'rot' zufrieden sein...(und das wär auch nicht anders, wenn Hagman das Ding reingemacht hätte).

    Aber dadurch wird's ja nicht besser.
    Bei Magdeburg - Leipzig waren damals auch alle zufrieden mit der Entscheidung, "weil die Regeln ja jetzt so sind" (nee, waren sie nicht).
    Oder beim Pokalspiel Löwen - Melsungen hat ein einziger Journalist (!) in der Halle gemerkt, dass es ein Regelverstoß war. Die Melsunger hatten das gar nicht auf'm Schirm.
    Beim Pokalturnier in Nettelstedt wurde ja sogar noch der Einspruch vor Ort abgewiesen, weil auch der Turnierleiter die Regeln nicht kannte (das wurde ja nachher klargestellt, aber wegen der Turnierregularien war es zu spät)!

    Dass die Spieler und Trainer bei so einem Turnier wie jetzt davon ausgehen, dass die Schiedsrichter und Delegierten die Regeln kennen, ist doch klar.

    Man kann natürlich zu Freitag sagen, es ist nicht entscheidend, ob es da jetzt Rot oder 2 Minuten gab (weil den 7-Meter hätt's ja sowieso gegeben).
    Aber ich hab echt gedacht, dass die nach dem Skandalspiel mit Heinevetter als Videoschiri jetzt alles dafür, dass sowas nicht mehr passiert.
    Dass da bei so einem Turnier im dritten Spiel wieder so ne Entscheidung kommt, ist nicht mehr nachzuvollziehen.

    Was soll dann erst bei der WM werden, wenn es um noch mehr geht, mit noch schnelleren und knapperen Spielen - und auch viel mehr Druck auf den Schiris?

    Germanicus: OK. Dann wird jede direkte rote Karte tatsächlich weiter geprüft (finde ich gut). Aber es wurde definitiv kein Bericht angefertigt. Hier musste wohl durch TV-Bilder ermittelt worden sein.


    Find ich auch gut.

    Vorausgesetzt natürlich, es kommt regeltechnisch überhaupt eine in Betracht.
    Und das war m.E. hier nicht der Fall.


    Heul doch. Ab jetzt wirst du ignoriert.


    Ja, war mir klar. Du hast wie immer keine Sachargumente und verweigerst deshalb die Diskussion.