Beiträge von Rheiner

    Ich hab von Bob bisher etwa fünf Sätze in diesem Jahr gehört (u.a. den mit den übergewichtigen Mittelmännern von Uruguay) - und das hat mir wieder für die nächsten drei Jahre gereicht.

    Wie kann man als Verbandsfunktionär im Fernsehen so etwas über eine völlig unterlegene Mannschaft eines kleinen Handballverbandes mit Hobbyspielern sagen?

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    Was hat Sigurdsson mitsamt Trainerteam seinen Spielern in Japan eigentlich in den letzten zwei Jahren zu essen gegeben? So eine massive körperliche Entwicklung von Spielern ist schon beeindruckend. Auch handballerisch ist eine klare Entwicklung zu erkennen, da fand ich Japan allerdings schon in Deutschland nicht verkehrt.

    Da sieht man mal wieder, was ein starker Trainer mit guten Konzepten, dem richtigen Feuer, der vollen Akzeptenz seitens der Spieler und der passenden Ansprache ausmacht.

    Wie bewertest Du die Pfeiferei bis jetzt?

    Ich empfinde es teilweise als sehr, sehr kleinlich.

    Ich fand's vor zwei Jahren schlimmer, was im Eröffungsspiel mit der roten Karte gegen Korea anfing und sich dann lange durchzog.

    Die roten Karten, die ich bisher gesehen habe, fand ich wesentlich vertretbarer als 2019.

    Und ich hab das Gefühl, dass am Anfang wieder eher die gelbe Karte gegeben wird und nicht sofort zwei Minuten (wie z.B. im CL-F4)

    Ich glaub, wir werden diese Außenaktionen noch das ganze Turnier diskutieren.
    Mir fehlt da ein einheitlicher Maßstab, der sich nicht in erster Linie daran orientiert, wie lange der gefoulte Spieler am Boden bleibt.
    Vergleichbare Fouls müssen gleich bestraft werden - und das ist schon jetzt im Turnier nicht mehr der Fall.

    Aber wenigstens sind wir uns ja - im Gegensatz zum Final 4 - hier einig, dass es überhaupt Fouls sind.
    Ich hoffe, dass das auch so bleibt, wenn die Szenen in Deutschland-Spielen auftreten und im TV der gleiche Quatsch erzählt wird wie beim F4.

    @ Gummiball: Nur kurz, weil OT:
    Beide Situationen sind keine Regelverstöße, sondern Tatsachenentscheidungen - wie die Situation im F4 übrigens auch (2 Minuten wären ein Regelverstoß gewesen!).

    wenn nicht auf internaionaler ebene- wo soll man sonst solch falsche entscheidungen angehen-öffentlich machen-konsequenzen
    ziehen ?
    fast nirgendwo gibts soviel bildmaterial, fast nirgends schauen so viele experten zu.

    Versteh mich nicht falsch, TCLIP.
    Ich seh das ja auch so! Ich finde auch, dass es gerade da gepfiffen werden müsste.

    Ich wollte nur sagen, dass es nichts bringt, das diesem Gespann anzulasten und sie dafür zu bestrafen - nur weil sie jetzt gerade die Situation hatten.
    Ich sag dir: Kein CL-Gespann hätte in dem Spiel, in der Situation, anders entschieden.

    Und ich finde, dass es in den letzten Jahren viel krassere Fälle in den letzten 30 Sekunden gab, die (auch hier!) z.T. als unwichtig etc. abgetan wurden (Stichwort "deutsche Brille").

    Zu dem spanischen Gespann und der Situation im F4:

    Ihr seht das Ganze nach wie vor mit deutscher Brille.
    Ja, regeltechnisch hätte es Strafwurf und Rot geben müssen.
    Aber wer seit Einführung der Regel regelmäßig HBL, CL, WM, EM usw. guckt, müsste wissen, dass so gut wie kein Gespann in der Situation anders entschieden hätte.

    Gut find ich das nicht, aber das kann man nicht diesem Gespann persönlich ankreiden, wenn das (fast) alle so machen.
    Da müsste man mal bei den Verbänden nachfragen.

    Mir gefällt die Entwicklung im Profihandball in den letzten Jahren zu diesem Thema nicht.

    M.E. wird bei der Entscheidung, ob 2 Minuten oder Rot, viel zu oft miteinbezogen, ob der gefoulte Spieler liegen bleibt oder nicht.
    Das steht so nicht in den Regeln und kann vor allem auch nicht Sinn der Regeln sein.
    Die Spieler wissen das ja mittlerweile auch, dass bei Stößen in der Luft, Griffen in den Wurfarm, Gesichtstreffern und Außenaktionen ein wesentliches Kriterium
    für die Bestrafung ist, ob der Spieler sofort wieder aufsteht oder nicht.

    Ich glaube, dass wir das bei diesem Turnier gehäuft sehen werden - und der Videobeweis das sogar noch verstärkt, weil oft das Liegenbleiben eines Spielers als Anlass für die Schiedsrichter genommen wird, zum Bildschirm zu gehen.

    Regeln und Anweisungen haben immer gesagt, dass bei der Entscheidung, ob Disqualifikation ohne oder mit Bericht die Verletzungsfolge eine Rolle spielt!
    Da hat der Gefoulte keinen Grund, liegen zu bleiben, weil es für dieses Spiel keine Rolle spielt, ob der Abwehrspieler danach gesperrt wird oder nicht.
    Wenn das aber in die Entscheidung, ob man überhaupt eine Disqualifikation ausspricht, so stark miteinbezogen wird wie in den letzten paar Jahren, haben gefoulte Spieler sehr wohl einen Grund, eher mal liegen zu bleiben.

    Ich hoffe, dass sich IHF, EHF und die nationalen Verbände da noch mal zusammensetzen und sich darauf einigen, wieder die Gesundheitsgefährdung des Fouls (da gibt's ja klare Kriterien für, wie das Fallen auf Rücken oder Gesäß nach Stoß in der Luft, Zurückreißen des Wurfarmes usw.) als entscheidendes Kriterium anzuwenden und nicht die Frage, wann der gefoulte Spieler aufsteht.

    Die Podcast-Diskussion hatten wir ja schon öfter.

    Es gibt z.B. einen tollen Eishockeypodcast.
    Der ist genauso kritisch und meinungsstark wie ich mir einen Sport-Podcast vorstelle.
    Das führt aber natürlich dann dazu, dass man nicht die Gesprächspartner kriegt, die man kriegt, wenn man eben nicht so kritisch ist.

    Mir ist das Meinungsstarke lieber als die großen Namen am Telefon/Mikro, aber ich versteh auch, wenn man das anders sieht.

    Ich glaube, dann habe ich einen "Knick in der Linse". :)
    Auf dem Video bei Sportdeutschland.tv ist der Ball sehr deutlich hinter der Linie. Mehr als deutlich.

    Er berührt weder die rote noch die gelbe Linie, sondern ist dahinter.

    Ob aber auch der breite Teil des Balles, der nicht den Boden berührt, vollständig hinter den Linien ist, lässt sich m.E. aus der Perspektive unmöglich sagen.

    Das hat man auch im Fußball sehr oft gesehen, dass solche Winkel stark täuschen können und man das nur sicher sagen kann, wenn man von oben oder exakt auf Höhe der Linie draufguckt.

    Ich glaube nicht, dass der breite Mittelteil des Balles (der nicht den Boden berührt) vollständig hinter der gelben Linie ist.
    Aber wie gesagt: Eindeutig sagen lässt sich das aus der Perspektive nicht.

    Ich wüsste aber mal gerne, was diese zwei Linien sollen. ?(

    Ich sehe es wie der Pfälzer, wollte aber nicht wieder der einzige sein, der gegen alle anderen redet.
    Aber da ich nicht mehr der einzige bin ...

    Erstens sehe ich da zwei Linien. Eine rote und eine gelbe, die sich beide vom Rest des Bodens im Tor absetzen. Auf welche Linie achtet ihr denn?

    Und zweitens: Bedenkt bitte, dass nicht nur der Teil des Balles entscheidend ist, der den Boden berührt, sondern vor allem auch der breite Ballbereich in der Mitte,
    der nicht den Boden berührt! Nur weil der schmale Ballbereich unten vollständig hinter der Linie ist, heißt das noch lange nicht, dass es der breite in der Mitte auch ist.

    Wenn die gelbe Linie zur Torlinie zählt (und davon muss ich als Schiedsrichter ausgehen), ist er für mich eher nicht vollständig hinter der Linie.
    Aber wirklich klar sagen könnte man das nur mit einer geraden Über-Tor-Perspektive.

    Ein klares Tor, das der Schiedsrichter auf jeden Fall als solches hätte erkennen müssen, ist das nicht.