Beiträge von Rheiner

    Ich muss zugeben, ich mache mir in dieser Saison eher Gedanken um die Spitzenspiele in Magdeburg (allen voran gegen Flensburg, Kiel und Füchse) als um das am letzten Sonntag.
    Unabhängig von den Schiedsrichteransetzungen!
    Diese Spiele waren ja in den letzten Jahren teilweise schon sehr hitzig - und da hat Magdeburg noch nicht ganz oben mitgespielt.
    Das Problem ist halt, dass Geipel/Helbig nicht mehr pfeifen und Schulze/Tönnies da nicht pfeifen können, weil sie aus Magdeburg kommen.
    Ich hoffe, die Spiele bleiben halbwegs im Rahmen.

    TCLIP:

    Ich glaube, dass er getroffen wurde und dann sichergehen will, dass es auch Rot gibt.
    Das seh ich öfter, dass der Torwart einen leichten "Zusammenprall" verursacht und der Angreifer dann eine große Show draus macht, um auch auf jeden Fall Rot gegen den Torhüter zu kriegen.

    Das Problem ist, dass man hier m.E. nicht erkennen kann, ob, wo und mit welcher Intensität der Angreifer vom Torwart getroffen wird.
    Ich hab mir das jetzt zigmal angeguckt. Ich kann das aus der Perspektive nicht sehen!

    Was mich wundert, ist, dass ihr alle sagt, der Angreifer hätte das gewollt, dass er getroffen wird.
    Guckt mal bitte auf die Blickrichtung des Angreifers. Er guckt zum Ball. Er hat bis unmittelbar zum Zusammenprall m.E. nur den Ball im Blick.
    Ich kann nicht erkennen, dass er getroffen werden will. Im Gegenteil: Ich sehe da eher, dass er im letzten Moment etwas zurückzieht, als er den Torwart sieht (darum sieht das auch so komisch aus).

    Also ein provozierter Zusammenprall seitens des Angreifers war es für mich nicht.
    Ob er wirklich getroffen wird oder das nur Schauspielerei ist, kann ich aus der Perspektive nicht sehen.

    Wir haben hier aber eben die drei Probleme
    - ist es wirklich eine rote Karte? Ich sage nein
    - ist es wirklich ein Foul beim Abpraller? Ich sage ja
    - es ist eine neue Spielsituation (nach der strittigen roten Karte) - die Ausnahme greift

    Ich bleibe bei spielentscheidende Fehlentscheidung, gebe aber zu, dass es wesentlich komplizierter ist als anfangs gedacht.

    Versteh ich nicht.

    Wenn du selbst sagst, dass es beim Abpraller ein Foul war, ist der 7-Meter doch sowieso richtig.

    Nein, Gummiball!

    Diese klassische Vorteilsauslegung gibt es in den letzten 30 Sekunden nicht.

    Wenn in den letzten 30 Sekunden im laufenden Spiel eine rote Karte gegen die abwehrende Mannschaft gegeben wird, kann nur Tor oder Strafwurf bei rauskommen!

    Alles andere wäre ein Regelverstoß gewesen.

    Nur der Zeitpunkt des Pfiffs kann hier strittig sein.

    Das ist hier aber auch wirklich ein sehr spezieller Fall.

    In den Guidelines steht "der noch angespielte Mitspieler".

    Da kannst du Recht haben, Gummiball, dass der nicht als solcher zählt, weil der Torwart vorher dran war.
    Das ist nicht genau definiert.
    Aber auf keinen Fall darf hier in meinen Augen der Strafwurf wegfallen. Wenn der Ball nicht im Tor ist, ist es Strafwurf!

    Jetzt hatte ich mal kurz Regelirritationen.

    Sorry dafür!

    Regel 8:10 d) mit Erläuterungen hinten.

    Kriegt ein Abwehrspieler in den letzten 30 Sekunden wegen eines Fouls Rot - und der erste Mitspieler des Gefoulten, der den Ball kriegt, trifft nicht, ist auf Strafwurf zu entscheiden.
    Völlig egal, ob dann noch ein Foul kommt.
    Also alles richtig gemacht. Es ist nicht relevant, ob da in der Mitte noch ein Foul war.

    Ich finde das neue Konzept der Konferenz alles andere als gelungen.
    Reporter die in der Halle vor Ort sind und teilweise kein einziges Mal
    während der sechzig Spielminuten zu Wort kommen???
    Die können das doch besser einschätzen, was gelaufen ist, wie zwei, die
    gleichzeitig auf fünf Monitore schauen müssen.

    Ja, nur erzählen die dem Zuschauer ja nicht, was gelaufen ist, sondern sie kommentieren live ein Einzelspiel.
    Im Gegensatz zur ersten Fußball-Bundesliga samstags, wo es zusätzlich zu den Einzelspielkommentatoren für jedes Spiel einen Konferenzkommentator gibt.

    Das jetzige Konzept beim Handball hat sich in mehreren anderen Sport bewährt (genau darum haben sie's ja eingeführt).
    Es muss sich hier noch etwas einspielen - aber im Prinzip find ich's super.

    Zu der Diskussion über mögliche Season Tickets nur für Handball:

    Das ist nicht das Geschäftsmodell von Sky und Magenta und kann es auch nicht sein.

    Für Sportarten wie Handball, Basketball und Eishockey können niemals die Kosten für Übertragungsrechte und die Übertragungen selbst nur durch das, was Zuschauer dafür bezahlen würden, wieder reinkommen.

    Sondern das Modell ist, neue Zuschauer zu gewinnen und die dazu bewegen, auch andere Abos abzuschließen. Das ist das Konzept - darum machen die das!

    Dadurch erklärt sich auch von selbst, warum Season Tickets aus deren Sicht keinen Sinn macht.