Beiträge von Rheiner

    In meinen Augen passiert hier der Fehler nicht nach der Wurfausführung (nach dem Verlassen des Balles aus der Hand), sondern währenddessen. Das Übergeben des Balles selbst ist schon regelwidrig.

    Von daher ist hier m.E. nicht 15:8 anzuwenden, sondern 15:7.

    Freiwurf dagegen, wenn angepfiffen war.

    Wiederholung mit Anpfiff, wenn nicht angepfiffen war.

    Falsch.

    15:7 regelt Fehler während der Wurfausführung!

    15:8 regelt Fehler nach ("in Verbindung mit") der Wurfausführung - also wenn der Ball bereits die Hand verlassen hat und dann erst der Fehler kommt (erneutes Aufnehmen, Prellen etc.)!

    Für lange Regeldiskussionen hab ich jetzt keine Zeit.

    In Regel 15:7 ist alles erklärt und hier gibt es auch schon mehrere Threads zu, wo das lang und breit thematisiert wurde (auch der Unterschied zwischen 15:7 und 15:8).

    Es sah so aus, dass ein SCM-Spieler den Ball in den Händen hielt. Nach Anpfiff hat Mertens ihm den Ball aus der Hand genommen und geworfen. Ob er einen Schritt macht, hab ich nicht mehr auf dem Schirm. Btw: Es war nicht (wie im Thread-Titel) ein direkter Freiwurf, sondern der letzte Pass beim passivem Spiel.

    Ja, "direkt" war er nicht.

    Hier war es ein Freiwurf, der falsch ausgeführt wurde.

    Wenn der wirklich angepfiffen war, war alles korrekt entschieden.

    Das Übergeben des Balles ist beim Freiwurf nicht erlaubt! Er muss geworfen werden.

    Mit Freiwurf für die andere Mannschaft darf es aber nur weitergehen, wenn der Freiwurf angepfiffen war. Sonst Wiederholung mit Anpfiff.

    Ich glaube groß beraten haben sich die beiden in dieser Szene gestern nicht?

    Dann sollte sowas auch in Zukunft eindeutig bleiben und nicht zum Videobeweis führen.

    Doch, haben sie. Sah zumindest so aus.

    Hat man ja auch bei der EM gesehen, dass genau bei solchen Szenen zum Bildschirm gegangen wird.

    Wenn es einen einheitlichen Maßstab gibt, ist es ja auch okay.

    Bei dem Gesichtstreffer gegen Duvnjak gestern im Pokalspiel haben Götz und Kretzsche gesagt, dass bei solchen Szenen nächste Saison der Videobeweis helfen könnte.

    Genau bei diesen Szenen bin ich wirklich mal gespannt, ob man einen einheitlichen Maßstab für alle Mannschaften finden kann.

    Am Ende kommt es ja im Kern auf eine Frage an:

    Gilt für Flensburg, Kiel, Magdeburg und Berlin der gleiche Maßstab wie für Stuttgart, Nettelstedt, Erlangen und Gummersbach?

    Wenn das der Fall ist (und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis!) - dann wird der Videobeweis gut.

    Beim Videobeweis habe ich bei der laufenden EM ein paar Bauchschmerzen, weil er in meinen Augen teilweise Alibi-mäßig eingesetzt wird (vor allem bei roten Karten), weil halt erwartet wird, dass die Schiris es sich in solchen Situationen angucken. Die rote Karte gegen Frankreich gestern z.B. ist auf dem Videobeweis doch überhaupt nicht zu erkennen. Wenn man nur den sieht, sind es zwei Minuten. Wenn man die Szene aber in Originalgeschwindigkeit gesehen hat, war es Rot (weil der Arm mit hoher Geschwindigkeit gegen den Hals knallte). Ich bin mir auch sicher, dass der erste Eindruck für die Schiris entscheidend war und nicht das Video. Der Eindruck, der jetzt bleibt, ist aber, dass sie sie wegen des Videos gegeben haben, und das erscheint nicht wirklich nachvollziehbar.

    Und was ich wirklich negativ sehe, sind so Szenen wie der 7-Meter für Russland ganz am Ende gegen Spanien.

    Der wird zu keinem Zeitpunkt sonst gepfiffen und der TSR hat sofort "Ende" angezeigt. Aber weil es hier die entscheidende Phase war und sich Russland lautstark beschwert hat, wurde dann doch geprüft. Das darf in der HBL bitte nicht passieren, dass dann wegen des Drucks bestimmter Hallen und Teams solche Szenen angeguckt werden und dann 7-Meter gegeben werden, die sonst nie gegeben werden.