Beiträge von Rheiner

    Ich glaube, der Knackpunkt bei dem Springer-Projekt ist die sehr geringe Zielgruppenschnittmenge zwischen den Randsportarten (die ist zwischen Fußball und diesen Sportarten ungleich größer).

    Da müsste das Angebot inhaltlich und preislich schon so gut sein, dass Handballfans das auch buchen, wenn sie da nur Handball gucken wollen.

    Der Junge Slowene (1. Bundesligajahr) war in der Situation einfach mental überfordert. Hatte ja schon davor einige "Scharmützel" mit Schimmelbauer und Bitter ausgetragen und war dann wohl in dieser entscheidenden Situation total verunsichert, Der mit allen Wassern gewaschene Routinier Manuel Späth hat diese Situation geschickt ausgenutzt!

    Das lag aber m.E. nicht an den Torhütern, sondern daran, dass er sicher weder aufs Tor gehen sollte noch wollte. Die wollten ja die Uhr runterspielen. Hätte er die Chance aber verweigert, hätten die Schiris wohl abgepfiffen.

    Wie gesagt: Das war geschickt gemacht von den Hamburgern. So klare Wurffallen, wo die Abwehr einem Spieler einfach mal die komplette Seite auf macht, sieht man nicht so oft.

    Wie doof verhält sich denn der Rechtsaußen von Wetzlar am Ende? Erst nicht draufgehen, erst als er merkt, dass die Bahn frei ist doch halbherzig Richtung Tor. Aber so langsam, dass dann doch ein Abwehrspieler leicht behindert und vergibt kläglich. So hatte Hamburg noch die Chance und sie sogar fast genutzt...

    War aber auch gut gemacht von den Hamburgern.

    Eine ganz klare Wurffalle gestellt, sodass er sie nehmen musste, obwohl er sie gar nicht nehmen sollte/wollte.

    Diese klaren Wurffallen werden m.E. in diesen Situationen sonst zu selten gestellt - was fast immer dazu führt, dass der Gegner die Zeit runterspielt.

    Mir erschließt sich nicht, warum hier so über Regel 13:3 diskutiert wird. Die Spielfortsetzung nach dem TTO ist nur mit Anpfiff, das ist aber kein FW und unterliegt demnach auch nicht den Bestimmungen von Regel 13. Ergo liegt mit Anpfiff zur Wiederaufnahme des Spiels die Regelwidrigkeit vor und wird entsprechend mit Ballbesitzwechsel geahndet.

    Sorry, aber jetzt wird's albern.

    Natürlich wird das Spiel mit Freiwurf wieder aufgenommen - es sei denn, vorher war auf 7-Meter, Einwurf oder Anwurf entschieden worden. Es geht auf jeden Fall mit einem offiziellen Wurf weiter!

    Ich bin hier aus dem Thema jetzt raus. Da kommt nichts bei rum.

    Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Regelwidrigkeit und die liegt in der Ausgangssituation eben nach dem Wiederanpfiff vor und nicht vorher.

    Da stimm ich dir zu!

    Für die Frage, ob der Ballbesitz wechselt, ist aber entscheidend (und genau das steht in 13:3), ob der Ball im Moment der Regelwidrigkeit im Spiel ist.

    Und das ist er bei Anpfiff noch nicht. Denn der Ball ist erst nach Ausführung des Freiwurfes im Spiel.

    Funkruf: Erläuterung 7 sagt ganz klar, dass der Zeitnehmer umgehend nach dem Wechselfehler unterbricht (das hast du vergessen zu schreiben).

    Das tut er aber hier nicht (weil er es nicht sofort mitkriegt). Und da bin ich nach wie vor der Meinung, dass die Formulierung aus 13:3 entscheidend ist. Entscheidend ist, wann die Regelwidrigkeit erfolgt!

    Das kann man nicht immer genau rekonstruieren. Aber hier kann man das: Mit Anpfiff lag sie bereits vor.

    Aber wir drehen uns im Kreis. ;)

    M.E. trifft das hier zu (hat Funkruf auch zitiert):

    13:3:

    Wenn eine Regelwidrigkeit erfolgt, die gemäß Regel 13:1a-b normalerweise zu einem Freiwurf führt, wenn der Ball nicht im Spiel ist, wird das Spiel mit dem Wurf wiederaufgenommen, der dem Grund für die gegebene Unterbrechung entspricht (beachte aber auch Regel 8:10c, besondere Anweisungen in den letzten 30 Sekunden).


    Ball ist zum Zeitpunkt des Vergehens nicht im Spiel, also kein Ballbesitzwechsel.

    Wir werden hier wahrscheinlich nicht auf einen Nenner kommen (da ich auch scheinbar der einzige bin, der anderer Meinung ist), aber noch mal abschließend von meiner Seite:

    In 13:3 steht klar, dass entscheidend ist, wann die Regelwidrigkeit erfolgt.

    Nicht, wann die Unterbrechung kommt, sondern wann die Regelwidrigkeit erfolgt!

    Und die passiert in meinen Augen hier nicht, wenn der Ball im Spiel ist (sie liegt bereits bei Anpfiff, aber noch vor Freiwurfausführung vor).

    Jetzt stellt euch mal vor, der Zeitnehmer unterbricht genau zwischen Anpfiff der Schiedsrichter und Freiwurfausführung. Dann ist wohl allen klar, dass der Ballbesitz nicht wechseln kann.

    Hier kommt der Pfiff ein paar Sekunden später, aber die Situation zum Zeitpunkt des Vergehens ist exakt die gleiche!

    TCLIP: Doch, das ist ein riesiger Unterschied bei der Stimmung, die rüberkommt.

    Achte mal bei Sky bei der Konferenz drauf, wenn zum Einzelspiel geschaltet wird. Das wird von der einen auf die andere Sekunde plötzlich deutlich lauter, wenn vom Studio in die Halle (mit Kommentator von dort) gewechselt wird.

    Der Vorteil bei Sky ist halt, dass sie in der Halle sind und dann auch die Stimmung ganz anders rüberkommt als aus Boxen.

    Man sieht ja jetzt z.T. tobende Hallen (Szeged - Kiel z.B.) - und es hört sich an wie Leipzig - Minden.

    Profisport lebt von Stimmung! Wir hatten lange genug Spiele ohne Zuschauer.

    Ich gebe: Diesmal bin ich mir selbst nicht hundertpro sicher.

    Aber ich habe Zweifel an dem Ballbesitzwechsel.

    Passierte der Wechselfehler - regeltechnisch gesehen - wirklich, als der Ball im Spiel war?

    Im Moment des Wiederanpfiffes lag der Wechselfehler bereits vor, aber der Freiwurf war ja noch gar nicht ausgeführt.


    PS: Die Zeitstrafe für den Wechselfehler ist natürlich unstrittig.