Beiträge von Rheiner

    Es ist schon viel Spielraum drin.

    „Falsche Entscheidung“ „in einer anderen Situation“, die den Schiedsrichtern bei Verwendung des Videobeweises auffällt und korrigiert werden soll, ist nicht näher definiert. Sie muss zwar gleichzeitig mit oder unmittelbar vor der geprüften Situation gewesen sein, aber was das alles sein kann, bleibt offen.

    Das Kreisbetreten bei Lissabon - SCM fällt mir da sofort ein.

    Oder auch bei „technischen Fehler“ bei Torerzielung in den letzten 30 Sekunden ist doch viel drin.

    Schritte, abgestanden etc.

    Ich find, dass da viel zu viel mögliche Willkür drinsteckt.

    Das müsste viel präziser und begrenzter sein.

    Naja, wie gesagt: Erstmal müssen es Schiedsrichter und Delegierte drauf haben.

    Das klappt z.B. bei EHF-Turnieren immer noch nicht. Und den gibt‘s ja schon seit Jahren (man erinnert sich an die Heine-Challenge gegen Slowenien).

    Auch nach dem EL-Finale in Lissabon herrschte ja völlige Uneinigkeit darüber, ob man das Betreten des Kreises jetzt hätte ahnden können/müssen oder nicht.

    Zur Akzeptanz des Videobeweises gehört auch, dass Kommentatoren, Experten und sonstige Medien ihn verstehen.

    Und da seh ich bei diesen Regeln schwarz.

    Man kann ja froh sein, wenn Schiedsrichter und Delegierte das alles so schnell drauf haben.

    Es soll ja schon große internationale Endspiele mit katastrophalen Regelverstößen gegeben haben, die mit dem Videobeweis erfolgt sind.

    1. 2 Minuten, Abwurf.

    2. Disqualifikation, Abwurf.

    Eine Abwurf-Entscheidung schützt nicht vor einer persönlichen Strafe, wenn sie schon begangen wurde, Rheiner.

    Ich stell mir die Situation gerade vor.

    Es wird so entschieden, wie du schreibst.

    Und Petrzika und Hens sitzen am Mikro.

    :lol::lol::lol:

    Es ging mir konkret um die Regeln:

    Zwei Beispiele:

    1. Spielzeit 59:45. Werfer kommt auf außen zu Fall; Ball geht daneben. Schiedsrichter sind sich unsicher, ob Foul oder nicht und gehen zum Videobeweis. Sie sehen ein Foul, das mit 2 Minuten zu bestrafen ist, sehen aber auch, dass der Werfer schon vor dem Foul mit Ball die Kreislinie berührt hat.

    2. Spielzeit 8:22. Werfer wird auf außen klar gefoult. 7-Meter. Schiedsrichter prüfen per Videobeweis, ob 2 Minuten oder Rot. Foul ist Rot, aber der Werfer hat vor dem Foul schon mit Ball die Kreislinie berührt.

    Jetzt sag mir doch mal bitte jemand, was nach den (von Funkruf verlinkten) Regeln da zu entscheiden ist.

    Das heißt also, z.B. die Situation mit dem Ausgleich im EL Finale (Lissabon mit der Schlusssirene gegen den SCM) müsste mit diesen Regeln als kein Tor bewertet werden, weil der Spieler ja den Kreis betreten hat.

    Korrekt?

    Handball-Bundesliga vor Videobeweis-Revolution
    Die Handball-Bundesliga plant zur neuen Saison die Einführung des Videobeweises. Das bestätigte Geschäftsführer Frank Bohmann dem SID.
    amp.sport1.de

    Also wohl zur neuen Saison.

    Vorbild soll die WM sein.

    Naja, es war nicht so schlecht wie bei EHF-Turnieren. Aber in den alles entscheidenden Monenten hat er auch dort nicht (Finale) oder nicht den bekannten Regeln entsprechend (Portugal - Brasilien; entschied über den Viertelfinaleinzug) funktioniert.

    Und da reden wir über die besten Schiedsrichter der Welt.

    Bei den F4-Turnieren in Köln und Lissabon ebenfalls. Das war wirklich unterirdisch, was da ablief.

    Warum zurzeit so wenige Karten drin sind, weiß ich auch nicht.

    Wie gesagt: Fürs CL F4 (das zwei Monate später ist) gibt‘s seit Monaten durchgehend tausende.

    Entweder, es werden so viele geblockt.

    Oder der Andrang war bisher doch deutlich größer, als von vielen gedacht.

    Das ist ein Event, wo viele hier (sehr große Region mit sehr vielen Vereinen) immer schon mal hinwollten. Da gehör ich zu.

    Ich glaube, dass das CL F4 dieses Jahr größere Probleme haben wird, die Halle vollzukriegen. Insbesondere ohne deutsche Beteiligung. Aber vielleicht sogar mit (wegen der großen Konkurrenz innerhalb von 9 Monaten).