Beiträge von Rheiner

    Germanicus: Es geht nicht um die Anzahl der Fehler, sondern um die Verteilung! In der Politik würde man sagen „Umverteilung von unten nach oben“. Das stößt im Fußball auf breite Ablehnung. Und wenn es in der HBL auch so läuft, wird es auch dort sehr schnell eine breite Ablehnung unter den Fans geben. Was glaubt ihr denn, warum ausgerechnet die großen Clubs so für den Videobeweis trommeln?

    Vor allem bei den Regeln bzgl. 7-Meter/Tor/technische Fehler in den letzten 30 Sekunden fehlt mir völlig die Fantasie, wie man das mit gleichem Maßstab umsetzen soll. Die Bezjak-Szene im CL-Finale war ein Vorgeschmack. Da kann man auch ne Münze schmeißen.

    Beim Fußball wurde am Anfang auch sehr viel über Technik geredet. Darum war die Zustimmung der Fans auch immer noch da, als der VAR die erste Zeit überhaupt nicht funktionierte. Weil man immer davon ausging, dass man die Technik in den Griff kriegt. Jetzt funktioniert die Technik schon lange, und die Zustimmung hat sich in große Ablehnung gewandelt. Denn die Fans haben gemerkt, dass die Technik nie das wirkliche Problem war. Da bin ich von überzeugt, dass auch beim Handball (bis auf die ersten zwei, drei Wochen vielleicht) die Technik nicht das entscheidende Problem sein wird.

    Denn das Kriterium ist, dass die Schiedsrichter anhand des Videomaterials eindeutig eine fehlerhafte Wahrnehmung ihrerseits erkennen können.

    Ja, im US-Sport ist mir das klar. Da wird eine Entscheidung getroffen. Und wenn das Video die Entscheidung nicht eindeutig widerlegt, bleibt die Entscheidung stehen. Das ist transparent und nachvollziehbar.

    Aber beim Handball wird ja gar keine Entscheidung getroffen! Sie gehen sofort raus. Was ihre ursprüngliche Entscheidung gewesen wäre, ob das Video die widerlegt oder eben nicht eindeutig widerlegt - das wissen wir alles nicht! Die ganze Transparenz, die beim US-Sport da ist, ist hier nicht.

    Der Videobeweis wird 23/24 erstmalig in der HBL eingeführt. Und Anfang Juli in der offiziellen Bekanntmachung stand das schon so drin. Darauf hatte sich offenbar die HBL zusammen mit dem Schiedsrichterwesen des DHB verständigt.

    Man wird realistisch geprüft haben, was technisch überhaupt umsetzbar ist.

    Da wurde nichts kurzfristig entfernt.

    Wenn man sich jahrelang drauf vorbereitet, ist 8 Wochen vorher für mich "kurzfristig".

    Nee, Funkruf, wenn die Kamera nicht exakt über der Linie ist, bringt dir das nix.

    Siehst du ja auf den Bildern: Bild 1 sieht so aus, als wär der Ball auf der Linie, obwohl er klar davor ist (s. Bild 2).

    Aber wie gesagt: Das müsste man eigentlich seit Jahren alles wissen.

    Sofern die Bilder eine Situation klar gegenteilig aufklären können --> Korrektur der Entscheidung. Ansonsten bleibt es bei der vorherigen Tatsachenentscheidung.

    Hast du mal Spiele/Turniere mit Videobeweis geguckt?

    Die treffen doch in den allermeisten Situationen gar keine Entscheidung, sondern gehen sofort raus!

    Es gibt also keine Tatsachenentscheidung, bei der man bleiben kann.

    Nein, er hat nur geschrieben, dass die klaren Dinger überprüft werden können, die knappen aber nicht. Das ist keine finale Antwort!

    Doch, das ist die finale Antwort. Man könnte es nur mit Über-Tor-Kamera und entweder Lichtsignal oder Spielzeit, die mit dem Videobeweis verbunden ist. Das klappt bei EHF und IHF nicht; dann klappt es in der HBL auch nicht.

    Aber das ist ja schon ewig klar. Dass man jetzt kurz vor Saisonstart anfängt, den Videobeweis willkürlich auseinanderzurupfen, ist schwach.

    Das Problem ist folgendes:

    Alle faktischen Entscheidungen (wo es nur Ja oder Nein gibt), also Ball hinter der Linie, Buzzer, Wechselfehler, hat man kurz vor der Saison rausgenommen.

    Und alles, wo die Schiedsrichter Spielraum haben (Strafen, technische Fehler bei Toren am Ende, 7-Meter am Ende) ist noch drin.

    Das ist eine „schwierige“ Kombi, und hat‘s m.E. in der Form auch noch nirgendwo gegeben. Auch in anderen Sportarten nicht.

    Saisonvorbereitung: VfL Gummersbach unterliegt MT Melsungen mit 30:31
    Vorgeschmack auf den Bundesligastart: Die Handballer des VfL Gummersbach testen gegen Melsungen, die Schiedsrichter probieren den Videobeweis.
    www.ksta.de

    Hääääääääääääääääää?

    Es werden keine Tore, keine Wechselfehler und keine Buzzer bei Auszeiten geprüft?

    :?::?::?:

    Das ist das genaue Gegenteil zu dem, was die ganze Zeit gesagt wurde und auch zu den Regularien, die Funkruf immer wieder verlinkt hat.

    Gerade für Tor/kein Tor war der Videobeweis doch ursprünglich gedacht. Das geht jetzt plötzlich nicht, aber anderes schon? :/

    Dass es keine Torlinientechnik (mit Chip im Ball oder Hawk-Eye) gibt, ist klar. Aber dass die gar nicht geprüft werden, les ich zum ersten Mal.

    Also basteln die sich den Videobeweis jetzt selbst zusammen, oder wie?

    Es wird sich über Sky, Mallwitz und Co moniert, aber dabei vergessen, dass Sky über Jahre zuverlässig Handball übertragen hatte. Und mit Lastschrift ohne online-Banking als Zahlungsmethode, einfach durch Angabe von IBAN :hi:

    Ja, und zwar (zumindest bei Wow TV) auch über Klarna.

    Aus meiner Sicht ist einfach zu vieles nicht da, was bei der Konkurrenz da ist.

    Bei der Empfangstechnik, bei den Zahlungsmethoden, beim fehlenden kostenlosen Probezeitraum (wird im Netz massiv kritisiert) etc.

    Ich hatte wegen der langen Vorbereitungszeit und dem finanziellen Backround andere Erwartungen.

    Bin davon ausgegangen, dass zu diesem Zeitpunkt kontrovers über die Spielansetzungen diskutiert wird.

    Nicht über diese Basics.

    Das war natürlich eine pauschale Aussage, aber Deutschlands Zahlungsverkehr, Bargeldverliebtheit, Misstrauen gegenüber elektronischem Zahlungsverkehr usw. ist ein Fakt, der sogar schon wissenschaftlich untersucht wurde.

    Ja, weiß ich.

    Aber bei allen anderen Diensten geht es ja auch mit Sepa oder Paypal.

    Wenn DYN das nicht hinkriegt, liegt das nicht an den rückschrittlichen Usern.