Die Frage muss anders formuliert werden. Warum hatte BBL sein Treiben so lange alimentiert?
Die Antwort sehe ich in diesem Sportbildartikel, welcher am Tag des Rauswurfs von AG rauskam. Dort spricht sie von mangelndem Herz der Profis, sprich ihr ist aufgegangen, dass die Jahrelange Politik der Mondgehälter mit der Nichtperformance zusammenhängt und die MT Deutschland ein Irrweg war. Das war auch die Zeit, als Parrondo sportlich wackelte. Zeitpunkt 21.4.2023
https://sportbild.bild.de/sportmix/handb…7962.sport.html
Und letztlich ist das Parrondointerview so bemerkenswert, da hiermit auch von Klubseite genau diese Fehlentwicklung über viele Jahre eingestanden wird. Ich gehe davon aus, dass das Interview von Parrondo auch ein offizielles Klubstatement ist und kein Alleingang.
Es ergeben sich jedoch interessante aktuelle Fragestellungen. Wieso ist denn das Mondgehalt von Kristopans aktuell kein Problem im Mannschaftsgefüge. Dieser wurde für kolportiert 60K monatlich verpflichtet und der Vertrag läuft bis 2027. Auch Kastening hat noch Vertrag bis 2026. Man könnte eigentlich die ganze Mannschaft mal durchgehen und schauen, wer aus der AG-Zeit noch sehr lange Verträge hat.
Auch bei Parrondo darf man mal nachfragen, ob die Erkenntnis der falschen Gehaltsstruktur erst im Lauf der letzten Zeit gekommen ist. Als Kastening 2021 von 23 auf 26 verlängerte war seine Unterschrift schon da.
https://mt-melsungen.de/news/details/m…ng-und-pavlovic
Zumindest Kastening hatte damals in seinen Statement zur Verlängerung nicht komplett was vom Pferd erzählt. Er lobte sämtliche Rahmenbedingungen.
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“Wenn ich etwas mache, dann richtig. Ich habe mich bewusst für diese etwas längere Vertragslaufzeit entscheiden, weil wirklich sämtliche Rahmenbedingungen hier passen. Auf den Sport bezogen heißt das in erster Linie, dass wir mit Roberto Garcia Parrondo einen Trainer haben, der Handball versteht, der sich in uns Spieler hineinversetzen kann, der weiß, wie man Mannschaften weiterentwickelt. Darüber hinaus bieten die Mannschaft und der Verein ein Potenzial, von dem ich glaube, dass es uns noch sehr weit bringen kann. Die MT Melsungen ist aus meiner Sicht eines der spannendsten Projekte im europäischen Handball und daran will ich gerne mitwirken. Nicht unwesentlich war für mich bei meiner Entscheidung länger hier zu bleiben auch, dass ich mich in Kassel sehr wohl fühle. Ich bin toll aufgenommen worden, habe eine tolle Wohnung, die Nähe zu meiner Heimat ist gegeben – kurzum, das Umfeld ist für mich einfach perfekt”.
Sollte im übrigen Grgic nach Hannover wechseln und Uscins sowie Fischer gehalten werden können, so wäre das doch mal ne interessante Lehre, dass eine SG Deutschland auch billiger zu haben ist.