Beiträge von Pro Handball

    Die neuen Regeln bezüglich der Schritte, drauf gehupt, die Diskussionen werden bleiben.

    Aber die Neuregelung bezüglich 7m bei Berühren des Kreises, das wird Streß geben, nicht oben, aber unten, wo schon jetzt keiner den Unterschied zwischen zur Abwehr betreten und bei Abwehr betreten versteht. Ich bin gespannt, wieviele SR da entnervt aufgeben, insbesondere bei den JungSR, weil sie auf diese Diskussionen keine Lust haben.

    Die IHF scheint Handball zu einer Art Run-and-Jump-Spiel entwickeln zu wollen, Augen zu und durch, Hauptsache Tore. Muss man nicht gut finden.

    Es ist der Job des Trainers, mit den Regeln umgehen zu können und sie zu seinem Vorteil einzusetzen, auch wenn es nur ein vermeintlicher ist. Foulen nicht auch die Basketballer absichtlich, um Freiwürfe für den Gegner zu erreichen in der HOffnung, dieser vergeigt diese?

    Verhindern kann man das durch:

    a. Komplettes Streichen der 30-Sekunden-Regel, eher unwahrscheinlich.

    b. Herausnahme des Wechselfehlers aus den zum 7m führenden Aktionen

    c. Neudefinition des Erreichens einer klaren Torgelegenheit

    d. Wechsel des Ballbesitzes bei Wechselfehler der angreifenden Mannschaft in den letzten 30 Sekunden vor Ausführung des Anwurfs

    e. Vollständige Abschaffung des Anwurfs und Ersetzung durch Abwurf

    Sind nur ein paar Ideen zu Regeländerungen, im Grunde wird sich diese Unsportlichkeit aber von selbst regeln, nämlich wenn der 7m-Schütze unter Ausnutzung der 3-Sekunden-Regel den Ball irgendwo Richtung Tor feuert und die SR kein Time-Out geben.

    Ja, das macht Sinn, statt einer Roten Karte nach Spielende beim Wurf in die Abwehr nur noch 2 Minuten zu geben. Das war schon vorher Quark, das Spiel ist zu Ende, was also soll eine solch rein symbolische Bestrafung?

    Beim 7m ist das sinniger, der Torhüter konnte sich ja bewegen wie er wollte, da alles eine torhüterttypische Bewegung ist, hat der Schütze immer die A....karte, wenn er ihn am Kopf trifft. Bleibt abzuwarten, wie da entschieden werden soll, wenn der TW stehen bleibt und dann den den Ball direkt drauf bekommt.

    Null-Schritt nach eigenem Anprellen, wird interessant, wie schnell sich die Abwehrspieler darauf einstellen können, künftig wird es mehr regelgerechte Überzieher geben.

    Das Betreten des Torraums ist auch nur eine Karstellung, entscheidend bleibt die Vereitelung einer klaren Torgelegenheit. Wird spannend, wie das in den Lehrgängen kommuniziert wird und bei den Spielen wird es weiterhin Diskussionen geben.

    Der Rest sind Schönheitsreparaturen für die oberen Ligen, in den unteren Klassen hat man eh keine 16 Spieler und 5 Offizielle, wer hat die schon bzw. wozu braucht man die?

    Ich glaube der oberste SR-Chef der IHF ist Spanier und die Nordmazedonier sind ein Zugeständnis an den Balkan, sonst habe ich für diese Ansetzungen keine rationale Erklärung, ihre Leistungen bisher haben sie nicht für diese Spiele qualifiziert.

    Na, da hat die IHF ja genau die beiden richtigen Gespanne angesetzt, Beide sind bisher nur durch schwankende Linie und intransparente Entscheidungen aufgefallen. Für das Spiel um Platz 3 wären Hansen/Madsen und für das Finale Schulze/Tönnies definitiv geeigneter gewesen.

    Auch wenn ich wegen meiner Wortwahl kritisiert wurde, ich bleibe dabei, der Auftritt des Aushängeschildes des größten nationalen Handbverbands der Welt, dessen Spieler allesamt in der so hochgejubelten stärksten Liga der Welt spielen war unwürdig.

    Von Mannschaft und Trainerstab darf man erwarten, dass sie Fehler und Schwächen bemerken und ihren Fokus auf deren Beseitigung richten. Das ist zu keinem Zeitpunkt der WM geschehen, in jedem Spiel ein fantasieloser, unvorbereiteter Bürokratenhandball im Angriff, ein heilloses Durcheinander in der Abwehr. Das über 7 Spiele nicht in den Griff zu kriegen ist für Profis, die das große Privileg haben, mit ihrem Hobby Geld verdienen zu können und für einen Trainer, der seit Jahren erfolgreich im Geschäft ist einfach unwürdig.

    Das die Mannschaft gekämpft hat ist aller Ehren wert, aber erstens eine Selbstverständlichkeit und zweitens nutzlos, wenn einfachste Abläufe nicht beherrscht und simpelste Abwehraktionen nahezu unbekannt sind.

    Überlastung kann doch keine Erklärung sein, die Dänen spielen auch in der HBL und spielen alles in Grund und Boden.

    Dass Bundestrainer und DHB einfach weitermachen wollen wie bisher zeigt einmal mehr, wie sich die Verantwortlichen in die eigene Tasche lügen aus Angst sich selbst einzugestehen, dass das eigene, selbst hochgelobte Konzept einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

    Es braucht einen grundlegenden Neuanfang, man sollte, nein man muss sich einfach mal anschauen, wie andere Nationen das hinbekommen, deren Bälle sind genauso rund wie die hiesigen und trotzdem können die mehr damit anfangen. Dazu muss ein neuer Trainer her mit modernen Ansätzen und Methoden, der auch in der Lage ist, sein Team auf den Gegner vernünftig vorzubereiten.

    Bis zur nächsten EM wird das kaum hinzubekommen sein, aber wenn jetzt nicht begonnen wird, sich selbst zu hinterfragen, wird die WM 2027 genauso enden wie diese.

    Es geht nicht um die Expertise von Gislasson, es geht darum, ob er der richtige für so eine junge Mannschaft ist. Heuberger kann nicht mit gestandenen Spielern, als Junioren-Coach ist der Klasse. Es gibt Trainer, die können eine Mannschaft entwickeln, es gibt Trainer, die können besser eine entwickelte Mannschaft coachen, das hat mit der Fachkompetenz nichts zu tun.

    Das ist genau das Problem, bei handball.net gehen die davon aus, dass sich jeder nur für seinen Verein bzw. seine Mannschaft interessiert, also letztlich ausschließlich fanorientiert. Handball4all ist dagegen ein vereins- und mannschaftsübergreifendes Informationssystem, dass dem Nutzer den schnellen Überblick über einen gesamten Spieltag eines Verbandes oder eines Vereins oder einer Liga gibt.

    Der DHB hat das offenbar unterschätzt.