Beiträge von Pro Handball

    Holly
    Direkt,sonst wird der Beitrag zu lang.
    Das Atemwegsauffälligkeiten direkt ins KH kommen, habe ich hier bei uns noch nicht festgestellt. Wer auffällig ist, wird zum Hausarzt geschickt, der macht einen Abstrich und dann wartet man zu hause auf das Ergebnis. Ins KH gehts nur, wenn es kritisch wird. Wird regional vielleicht auch anders gehandhabt.

    Ich habe schon eine 2wöchige Quarantände als Kontaktperson Kategorie 1 hinter mir und bin seit dem 1.11. permanent im Kategorie 2-Modus und das auch nur, weil ich im Dienst FFP2-Maske trage, auf Abstand achte und die Lüftungsregeln einhalte und dokumentiere. Meine Frau beendet morgen ihre K1-Quarantäne und meine nächste K2-Phase beginnt morgen. An FFP2 habe ich mich gewöhnt, 45 Minuten reden mit flacher Atmung, dann raus 5 Minuten durchatmen, dann wieder reden,große Pause 15 Minuten durchatmen an der frischen Luft. Ich bin nicht begeistert, habe mich aber damit arrangiert, weil ich lieber so agiere, als möglicherweise 3 Wochen im KH zu liegen. Von den Corona-Fällen in meinem Umkreis sind 2 Todesfälle, zwei schwere Verläufe, ein mittelschwerer Verlauf und zwei mit leichter Symptomatik. Daher fällt es mir nicht so schwer, meine Priorität zu setzen. Es wird auch wieder anders und gerechnet auf durchschnittlich 77 Lebensjahre habe ich keine Probleme damit,mich für 1 Jahr oder auch 18 Monate einzuschränken, es bleibt immer noch genug Zeit übrig, das Leben zu genießen.
    Und beim Thema Ängste schüren, das wird seitens der Querdenker und der AfD doch auch zur Genüge praktiziert, dort wird eine permanente Angst vor Grundrechtsentzügen angefacht, die jeglicher Grundlage entbehrt.

    Die erste Quelle ist Russia Today, die haben schon das Märchen von der Vergewaltigung einer 12 -jährigen in Berlin gehypt, die nicht stattgefunden hat, also als glaubwürdige Quelle eher zu vernachlässigen.
    Die zweite Quelle befasst sich in der Tat mit einer Korrektur des Massstabes zu den Ct-Werten und hält eine Neubewertung für erforderlich und angebracht. Hat aber mit dem Urteil im Grunde nichts zu tun, da es sich um einen medizinisch-wissenschaftlichen Beitrag aus Oxford handelt. Eine Verkürzung der Quarantäne-Zeit auf 5 Tage wurde auch schon in deutschen Wissenschaftskreisen diskutiert, solche neuen Erkenntnisse sollten dann auch in die Risikobewertung mit einfließen.

    Um das Zitat nicht noch länger zu machen...
    Auch wenn andere Ursachen mit eine Rolle spielen, sie werden doch nur relevant, weil Corona zusätzlich hinzutritt, also aus der eigentlich harmlosen Infektion jetzt eine unberechenbare macht. Ohne den Corona-Virus wären die dann doch gar nicht im Krankenhaus. Du kannst das meiner Ansicht nach nicht isoliert betrachten.
    Das Urteil aus Portugal ist 34 Seiten lang und wurde von einer Dame in einer Kolumne kommentiert, d.h. sie gibt dort ausschließlich ihre persönliche Meinung wieder. Bezeichnenderweise hat sie ja auch nur die Urteilsstellen ztitiert, die ihre persönliche Meinung stützen. Die Qualifikation der Dame ist mir unbekannt, aber traditionell liest der Nichtjurist aus gerichtlichen Urteilen jeder das heraus, was ihm am besten passt . Bezeichnenderweise veröffentlicht die Dame ihre Kolumne in einem Internet-Medium, das im mittelamerikanischen Zwergstaat Belize gehostet wird. Ich wüsste nicht, warum ich diesem Beitrag Glauben schenken sollte und für eine ernsthafte Analyse des 34-Seiten-Urteils aus Lissabon fehlt mir die Zeit, an sowas sitzt man gut und gern mal 2 Tage.

    Ich will auch gar nicht in Abrede stellen, dass es bessere Wege gibt und dass nicht Maßnahme sinnvoll ist, aber in derzeitigen akuten Situation halte ich es für fahrlässig, erstmal zu erforschen, was das optimale Mittel ist, das kann man erst hinterher feststellen. Es gibt eine Zeit des Handelns und eine Zeit des Redens und derzeit bin ich mehr für das Handeln. Mir gefallen die Beschränkungen auch nicht, ich wüsste aber selbst aber auch keinen besseren Weg, deswegen muss ich mit dem arrangieren, was seitens der zuständigen Stellen beschlossen wird und ich finde nicht, das die übers Ziel

    hinausschießen.
    Zum zweiten Artikel, wenn Menschen trotz schwerer Erkrankung nicht zum Arzt gehen, dann sind sie, sorry, selber schuld. Der Aufruf die Notaufnahmen zu schonen ging eindeutig in die Richtung, diese nicht mit Lappalien zu belästigen, wie es derzeit in Mode ist. Es wurde immer gesagt, wenn man krank ist soll man zum Arzt, nur halt nicht mit Sachen, für die ein Pflaster reicht. Du arbeitest ja im Gesundheitswesen, Du weißt, welche Klientel die Notaufnahmen blockiert.

    Genau so leben wir seit Jahrzehnten auch mit anderen ansteckenden Viren, Bakterien, Pilzen etc. ( und wie ich bisher fand, nicht so schlecht). Fühle ich mich schlecht oder habe gewisse Symptome/Auffälligkeiten, lasse ich das abklären. Alles andere nennt sich allgemeines Lebensrisiko! Ansonsten müsste ja jeder jeden Tag auf Influenza, Herpes Zoster und Simplex, Rota, HI, Noroviren. ..oder etliche Arten von Pneumo-und Staphylokokken getestet werden.. Von anderen, nicht ansteckenden aber potentiell tödlichen Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf etc mal ganz abgesehen.
    Füllen sich Arztpraxen und KH deutlicher über der Norm, kann man auf erhöhte Krankheitslast in der Bevölkerung schließen.
    Umgekehrt kann ich dich fragen: Welche belastbaren Zahlen haben wir denn über PCR Tests, die ja nur eine Momentaufnahme sein können, bekommen? Das wir eine hohe Dunkelziffer haben, wussten wir von Beginn an! Wie hoch die insgesamt ist, wissen wir auch trotz Tests nicht. Ansteckungen durch symptomlose Menschen können wir offenbar auch trotz Testungen nur unzureichend präventiv verhindern.
    Die beste Art und Weise, belastbare Zahlen zur Einstufung einer Infektionsausbreitung zu bekommen, sind Studien wie die von Prof. Streeck in Heinsberg.

    Was wir doch aber sicher wissen ist, dass die Belegung der Intensivbetten mit Corona-Infizierten rasant ansteigt. Was wir auch wissen ist, dass die Intensiv-Behandlung der Corona-Patienten sehr aufwändig und langwierig ist, z.T. liegen die 3 und mehr Wochen auf der Intensiv. Was wir auch wissen ist, dass wir nicht sicher wissen, wann und bei wem welche Spätfolgen auch bei weniger schwerer Symptomatik eintreten, Müdigkeit, Geschmacksverlust etc, sind ja noch gar nicht erforscht. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass es jemals einen Virus gab,bei dem die Intensivstationen so schnell voll waren,in der Schweiz gibt es keine regulären Intensiv-Betten mehr.

    Das alles unter allgemeinem Lebensrisiko zu verbuchen ist angesichts des doch bekannten Gefährdungpotentials für meinen Geschmack ein bißchen zu heftig.
    Jeder Test ist immer nur eine Momentaufnahme und auch PCR arbeitet nur mit Wahrscheinlichkeiten. Die Empfehlungen von Prof. Streeck wurden in NRW doch befolgt und wie erfolgreich sie waren sehen wir an den Zahlen aus NRW,wo ja auch als erstes die Zahlen durch die Decke gingen.

    Die von Dir aufgezeigten Möglichkeiten sind ja noch aufwändiger als die jetzigen und die können kaum befolgt werden.

    Wenn ich die Statements des Pflegepersonals verfolge, dann bin ich doch erstaunt, dass Du, der ebenfalls im Gesundheitswesen tätig ist, so vehement gegen die Beschränkungen eintrittst.
    Einen 100%-Schutz gegen Infektionen gibt es nicht, wird es auch nie geben, und dann muss man sich halt mit Maßnahmen zur Risikoverringerung zufriedengeben,wo Option 1A nicht geht,muss Option 2A dann reichen.
    Sollten sich die Intensiv-Betten weiterhin so rasch füllen,kommen wir irgendwann zur Triage, das kannst Du auch nicht wollen.
    Je mehr und je disziplinierter sich die Leute an die Beschränkungen halten, desto eher werden diese auch wieder aufgehoben, derzeit ist eine unvernünftige Minderheit in diesem Land dafür verantwortlich, dass die vernünftige Mehrheit diesen Beschränkungen unterworfen wird.

    Sorry, über Handy Beitrag /Antwort irrtümlich in die Zitierfunktion geschrieben... 8o

    Ok, wenn ich das richtig verstehe, nur wer mit Symptomen zum Arzt geht und nur, wenn dieser mittels Blutentnahme die Infektion bestätigt, gibt das eine belastbare Zahl wieder, so richtig?
    Damit erfasst Du ja aber nur die, die überhaupt zum Arzt gehen, wer keine Symptome ausweist, geht in der Regel nicht zum Arzt. Corona verläuft zwar häufig ohne Symptome, was aber nichts daran ändert, dass der symptomlose Infizierte durchaus weitere Personen infizieren kann, ohne das überhaupt zu wissen.Wie willst Du präventiv diese weiteren Infektionen durch symptomlos Infizierte verhindern, wenn Du nur die Zahl der auch tatsächlich Erkrankten als belastbare Grundlage für Maßnahmen nimmst? Du kannst ja nicht im Voraus wissen, wer Symptome zeigt und wer nicht. Sollte dann nicht präventiv das Ziel sein, möglichst viele Neuinfektionen zu verhindern, indem man man Kontakte auch der zwar Infizierten, aber nicht symptomlosen verhindert? Wie stellst Du das sicher?

    Und das Einschränkungen von Grundrechten weiter auf Basis von diagnoseuntauglichen PCR Testzahlen beschlossen werden können, ist tief traurig.


    Ich gehe davon aus, dass Du aufgrund Deiner virologisch-epidemiologischen Kenntnisse und langjährigen Berufserfahrung bei der medizinischen Begleitung von Pandemien in der Lage bist, eine bessere Grundlage zu kennen. Vielleicht könntest Du uns Unwissende in einfachen Worten erklären,wie Du das machen würdest und worauf Deine Erkenntnisse beruhen?

    Ich habe gar nichts dagegen, dass jemand seine Meinung äußert, ich bin ja nicht gezwungen,ihm zuzuhören.
    Was mich dagegen fassungslos macht ist der Umstand, mit welchem Vokabular da gearbeitet wird. In 70 Jahren Bundesrepublik haben wir noch keine derartige Situation gehabt, immer wieder wurden Freiheitsrechte neu definiert, erweitert oder gar neu geschaffen, jeweils in Anpassung an die geänderten sozialen Verhältnisse. Jetzt werden zum allerersten Mal Recht eingeschränkt, sicherlich Rechte, die uns allen lieb und teuer sind und die wir bislang als Selbstverständlichkeit betrachtet haben, aber doch nicht aus Jux und Dollerei und einfach mal so. Und auch nicht für alle Ewigkeit und bis hin zur Abschaffung der Menschenwürde. Wohlgemerkt, das ganze geht erst seit März 2020, das ist noch nicht mal ein Jahr, mittlerweile sind erfolgversprechende Impfstoffe angekündigt, d.h. ein Ende des ganzen rückt doch näher. Und diese ganzen Querdenker tun so, als ob für alle Ewigkeit die Grundrechte abgeschafft werden sollen und benehmen sich wie Kinder, denen man ihr Lieblingsspielzeug geklaut hat. Fehlt nur noch, dass sich Ballweg und Konsorten auf den Boden werfen und mit Händen und Füssen strampeln, mein Junior hat mit 5 manchmal solche Anwandlungen.
    Ballweg etc. stehen für ein Häuflein Unbelehrbarer, denen jeder Solidaritätgedanke, jeder Gemeinschaftssinn abhanden gekommen ist, nur sie allein zählen, der Rest ist egal. Ich würde diesen ganzen Haufen einsammeln und mal nach Weißrussland oder die Türkei exportieren, dort können sie dann mal erleben, wie es ist, dauerhaft ohne jegliche Grundrechte, ohne jegliche gerichtliche Kontrolle, ohne freie Berichterstattung zu leben, vielleicht gefällt ihnen das ja besser. Diese ganzen Querdenker beschweren sich nicht darüber, dass es ihnen schlecht geht, sie beschweren sich darüber, dass es ihnen nicht noch besser geht.
    Meine Forderung daher (nicht ganz ernst gemeint): Bei jeder Querdenker-Demo gibt es einen Stand mit Corona-Inhalator, wenn das Virus so harmlos ist,können sie das ja im Selbstversuch beweisen, indem sie sich freiwillig infizieren.

    Es ist ziemlich egal, was bei den Beratungen beschlossen wird, denn jegliche Regelung muss folgende Voraussetzungen erfüllen:
    1. Die Maßnahmen müssen die Pandemie sofort endgültig beenden.
    2. Sofern sie belastend sind, dürfen nur die anderen von den Belastungen betroffen sein.
    3. Die Maßnahmen müssen jedermann gefallen.
    Alles andere ist per se Unfug, so oder ähnlich muss man wohl die derzeitige Stimmungslage zusammenfassen.
    Und das wird nicht funktionieren. Richtig ist, unkontrollierbare Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich sind sinnlos, da ist gar kein Personal für vorhanden. Da kann man nur auf Zufallstreffer hoffen und auf Meldungen durch Nachbarn. Letzteres hat im übrigen nichts mit denunzieren zu tun, wer sich selbst an die Regeln hält, darf auch erwarten und mitwirken, dass dies auch die anderen tun.
    In den Schulen wären FFP2-Masken für alle Lehrer und Schüler hilfreich sowie ein entsprechendes Lüftungskonzept. Das, was seitens der Lehrerschaft gefordert wird, entspringt mehr dem Wunsch nach eigner Bequemlichkeit. Unterricht mit FFP2-Maske ist nicht schön, aber es geht,ich praktiziere das selber auch, genauso wie meine Kollegen.

    Ich gehe davon aus, dass die bestehenden Beschränkungen verlängert werden und der Rest mehr als Hinweis zu verstehen ist, dass auch noch mehr geht, wenn sich nicht endlich mal alle an die bestehenden Regelungen halten. Das hat nichts mit Angst machen zu tun, sondern ist als Appell zu verstehen, den Ernst der Lage zu realisieren.
    Den Quark mit den Risikogruppen kann man denke ich getrost langsam vergessen, selbst junge Leute,die nicht zu den klassischen Risikogruppen gehören, weisen mittlerweile schwere Verläufe auf, deren Langzeitfolgen ja noch nicht geklärt sind, der Juri Knorr ist erst 20 und weist schwere Symptome auf.

    pro handball

    da hättest du vlt. zu ende studieren sollen....

    und grad das die mods hier keinen sperren dürfen, habe ich womit gesagt ?

    wenn jemand in die grundsätze der forumsregeln eingreift, haben die moderatoren selbstverständlich das recht -manchmal die pflicht-
    einzugreifen - wo hab ich das denn verneint ?

    im gegensatz zu dir, der einzig und allein dies in die staatsgewalt geschoben hat, habe ich doch ausführlich beschrieben, dass das
    im privatbereich auch möglich ist.
    ich hab sogar beispiele aufgeführt, wo dies im privatbereich an der tagesordnung ist - wohlgemerkt etwas, was du ausgeschlossen hast....
    aber dazu äusserst du dich ja nicht...

    Ich hab zu Ende studiert, unterlasse, bitte, solche Bemerkungen, die sehen einfach nicht gut aus.

    In der Lüth-Entscheidung des BVerfG hat das BVerfG eine mittelbare Drittwirkung der Grundrechte bei der Auslegung des Zivilrechts anerkannt. Deine Beispiele beziehen sich auf das Strafrecht, das für sich selbst bereits eine Einschränkung der Grundrechte von staatlicher Seite her darstellt. Diese mittelbare Drittwirkung der Grundrechte verpflichtet staatliche Stellen, nicht private, bei der Auslegung zivilrechtlicher Normen die Grundrechte als Ausdruck einer objektiven Wertordnung miteinzubeziehen. Das ist aber nur eine Pflicht, die staatliche Stellen, in erster Linie Gerichte und den Gesetzgeber, trifft, nicht aber den Privaten. Das Einfallstor für diese Auslegung sind unbestimmte Rechtsbegriffe, die auch einer Auslegung zugänglich sind. Insbesondere für die Meinungsfreiheit hat das BVerfG im Lüth-Urteil entschieden, dass die von Art. 5 I GG gedeckte Meinungsfreiheit im Sinne der damals geltenden Wechselwirkungslehre zu beachten ist.
    Nochmal, gegenüber einem Privaten kann ich mich nicht auf Grundrechte berufen, nur gegenüber staatlichen Stellen.
    Damit sollten wir es bewenden lassen.

    pro handball...

    das mit den grundrechten, ist nicht so wie du sagst....

    einfach gesagt, auch du darfst nur das machen, womit du die grundrechte anderer nicht "beschädigst"-
    das gilt auch für meinungsäusserungen, zb. den bereich verleumdung, zeugenaussagen etc. - um das nur einfach zu umreissen...

    die sanktion liegt dann bei den staatlichen organen

    Also dann haben die mir 4 Jahre lang auf der Uni im Jura-Studium was falsches erzählt.

    Nach Deinen Worten dürften dann ja die Moderatoren hier niemanden sperren, das wäre dann ja Zensur, oder ?

    Sorry, aber die Grundrechtsdogmatik hast Du absolut nicht verstanden.

    obotrit
    Grundrechte gelten unmittelbar nur für den einzelnen gegen staatliche Eingriffe, im privaten Bereich gelten sie zunächst mal nicht. Grundrechtsverletzungen gibt es daher auch nur durch staatliche Akte, nicht aber durch den einzelnen privaten Akteur.

    Beispiel: Wenn Du im öffentlichen Straßenverkehr ein Kfz führen willst, wird Dir dieses durch Art. 2 I GG gewährte Grundrecht durch die Führerscheinpflicht durch staatlichen Akt eingeschränkt. Willst Du nur auf privatem Gelände fahren, brauchst Du auch keine Führerschein.
    Grundrechtsverpflichtet sind immer nur der Staat und seine Einrichtungen, nicht aber die Privatperson.

    TCLIP
    Du kannst nur auf zwei Arten mit einer Meinungsäußerung gegen Gesetze verstoßen.Entweder leugnest Du Ausschwitz, dann machst Du Dich nach § 130 IV StGB strafbar, oder Du beleidigst jemanden gem. § 185 StGB und dieser § kommt in Deutschland nicht mehr zur Anwendung, da nach der Rechtsprechung so gut wie alles durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist, wenn Du es nur richtig verpackst.
    Ich meinte, Du darfst Deine Meinung frei äußern,musst aber akzeptieren, dass ein anderer das auch darf, auch wenn er Kritik an Deiner Meinung äußert. Und damit kommen ja viele auf dem rechten Rand nicht klar.
    Meinung ist die Äußerung eines subjektiven Werturteils, dafür braucht man in der Tat keine Quellen. Tatsachen sind jedoch dem objektiven Beweis zugänglich, da ist eine Quellenangabe durchaus sinnvoll. Tatsachenbehauptungen fallen allerdings auch grundsätzlich nicht unter die Meinungsfreiheit.

    Aha, in einer Demokratie wie unserer darf also jeder auch kritische Meinungen äußern, wird dann allerdings möglicherweise mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen haben? Tolles Verständnis von freier Meinungsäußerung....
    Werden dann , falls die Impfung kommt und sich später doch unvorhergesehene Nebenwirkungen einstellen sollten, auch den Ärzten, die geimpft haben, wegen Gefährdung der Gesundheit die Approbation entzogen?


    Ich bin dafür, das Thema Grundrechte mit in den Lehrplan aufzunehmen. Meinungsfreiheit Art.5 I GG garantiert dem einzelnen ein Abwehrrecht gegenüber dem Staat, schützt ihn aber nicht vor Konsequenzen im privaten Bereich. Im privaten Bereich gelten Grundrechte eben nicht so ohne weiteres. Meinungsfreiheit heißt, ich darf meine Meinung kundtun, das heißt aber nicht, dass ich sie kritiklos kundtun darf. Das ist ja das große Mißverständnis von AfD, Reichsbürgern, Querdenkern etc.

    Nein, er hat keine Antikörper, so wurde es vermeldet.
    Und es hat nicht nur mit Gensheimer zu tun.
    Es gibt keine einheitliche Vorgehensweise, das ist das Problem

    Eine einheitliche Vorgehensweise,egal in welchem Bereich,wird es solange nicht geben, solange man versucht es jedem Recht zu machen. Eine einheitliche Vorgehensweise lässt nämlich keine Ausnahmen zu, leider verlangt jeder eine einheitliche Vorgehensweise,solange er selbst sich nicht daran halten muss und für sich reklamiert,die eine Ausnahme zu sein, die sich eben nicht an die einheitliche Vorgehensweise halten muss. Jede Maßnahme wird sofort vor Gericht gezerrt, weil man der eine Sonderfall ist, der davon in unverhältnismäßiger Weise betroffen wird.
    Ich frage mich ernsthaft, warum die Parlamente überhaupt mehr Mitsprache fordern, letztlich entscheidet ja doch ein Gericht. Im Prinzip könnte man die Parlamente auch abschaffen.
    @Mods: Falls hier falsch, bitte verschieben.

    Ob und wie und warum und welche Krankheit im Mittelalter und Vorerkrankung und welche Statistik und wer oder was ist Risikogruppe ist völlig egal. Erst wenn diese Pandemie rum ist macht eine Diskussion darüber Sinn, denn im Moment ist das vordringlichste Problem, die Zahl der Infektionen wieder runter zu bekommen. Und wird es entscheidend auf die Zahlen der nächsten Woche, konkret Mittwoch, Donnerstag und Freitag ankommen,die Zahlen von Montag und Dienstag beinhalten noch die nicht gemeldeten Zahlen vom WE. Liegen diese Zahlen weiterhin über 20.000 wird der bestehende Lockdown nicht nur verschärft, er wird auch noch bis in den Dezember hinein verlängert. Etwas anderes, tatsächlich auch anhand der vorhandenen Kapazitäten Durchführbares, ist auch gar nicht möglich.
    Die notwendigen Kapazitäten, um eine für jeden Einzelfall passande Lösung hinsichtlich Tests, Zuordnung zu einer Risikogruppe, Dauer der Quarantäne etc. zu finden,sind schlichtweg nicht vorhanden und können auch kurzfristig nicht aufgebaut werden. Da geht nur "Alle oder Keiner". Wie hätte denn in 6 Monaten das notwendige Personal eingestellt und ausgebildet werden sollen? Man kann sich Pflegekräfte nicht backen.
    Ich erlebe derzeit, dass auch bei den Jüngeren,die sich bislang für unverwundbar hielten, die Zahl der schweren Krankheitsverläufe zunimmt. Wer da jetzt eine genaue Einstufung nach Risiogruppe, Hochrisikogruppe, Nichtrisikogruppe etc. fordert, spielt Lotto mit der Gesundheit der Menschen.
    Ich kann auch verstehen,dass die betroffenen Wirtschaftszweige Amok laufen, aber solche Folgen haben andere Wirtschaftszweige auch schon hinter sich. Die Winzer beim Diäthylenglykol, die Geflügelzüchter bei der Hühnergrippe, die Rinderzüchter bei BSE und die komplette deutsche Fischindustrie ist bei den Fadenwürmern zu Grunde gegangen. Das ist ja nun nichts völlig neues. Und bisher haben es Gesellschaft und Wirtschaft immer wieder geschafft, solche Krisen zu überwinden und das wird auch diesmal so passieren.

    Gegenvorschlag: alle Raucher, alle die sich ungesund ernähren und deshalb übergewichtig sind, alle die zuviel Alkohol trinken, alle die dehalb zur Risikogruppe zählen und unser Gesundheitssystem unnötig belasten, sollen auf eine intensivmedizinische Behandlung verzichten.
    Und alle Politiker, die in den Jahren zuvor bei Grippewellen wie 2017/18 mit ca.25.000 Toten es nicht für nötig gehalten haben, einen Lockdown angeordnet zu haben, sollen den Angehörigen der Opfer gegenübertreten und ihnen erklären, dass sie diese Opfer für die Freiheit bringen mussten...

    Also, was die ungesunde Lebensweise angeht, bin ich bei Dir, da sollte jeder über entsprechende Risikoaufschläge zur Krankenversicherung sein Scherflein zu beitragen. Die gefährden aber in erster Linie sich selber, ich wüsste nicht, dass Alkohol und Übergewicht ansteckend sind.
    Und gegen Grippe, zumindest die 4 Hauptstämme,kann man sich impfen lassen, also vorsorgen. Wer das nicht macht, handelt eigenverantwortlich, da kann man niemanden anders für verantwortlich machen. Freie Entscheidung jedes einzelnen.

    Man kann nicht jedes Lebensrisiko ausschließen, aber erkennbare und erhebliche Risiken kann man minimieren.

    Rechtlich ist das überhaupt keine Problem, keiner muss sich gegen seinen erklärten Willen behandeln lassen und seit dem 26.2.20 darf sich jeder selbst gefährden wie er will, jeder darf über sein eigenes Leben disponieren, wie er möchte. Wer das nicht möchte, hält sich an die Regeln. Das ist individuelle Freiheit in ihrer reinsten Form.

    Es ist doch ganz einfach.
    Alle, die die aktuellen Regelungen für nutzlos halten oder Corona ganz leugnen oder in seiner Gefährlichkeit nicht so schlimm sehen, übernehmen für sich die Verantwortung und verzichten in Ausübung ihres grundrechtlich geschützten Persönlichkeitsrechts zum einen auf eine intensivmedizinische Behandlung, falls erforderlich und zum anderen tragen sie auch selbst die Kosten, falls überhaupt eine Behandlung erforderlich werden sollte. Diese Erklärungen werden zentral registriert und können von allen Ärzten und Kliniken eingesehen werden. Damit würde dieser Personenkreis deutlich zum Ausdruck bringen, dass er auch die Konsequenzen einer grenzenlosen Freiheitsausübung selbst trägt, indem er die Allgemeinheit von den Konsequenzen seiner individuellen Freiheitsausübung entlastet.

    Und alle Politiker, die die derzeitigen Maßnahmen nicht akzeptieren, verpflichten sich, den Angehörigen der Verstorbenen und den Patienten mit Spätfolgen persönlich gegenüberzutreten und ihnen zu erklären, dass sie dieses Opfer für die Freiheit bringen mussten.

    Es ist ein altbekannter Grundsatz, dass der Mensch sein Verhalten nur ändert, wenn der Leidensdruck zu hoch wird sprich er selbst die Konsequenzen seines Handelns tragen muss.

    Man muss Lauterbach nicht mögen, aber er hat mit seiner Prognose recht gehabt, er hat den Zeitpunkt, an dem die 7000er-Grenze fiel, sogar exakt vorhergesagt.
    Trotz Lockerungen sind die Zahlen nach oben gegangen,ergo steht doch fest, dass die getroffenen Maßnahmen nicht ausreichend waren. Logisch, dass es jetzt mit anderen Maßnahmen versucht wird.
    Alle Appelle an die Vernunft der Menschen blieben erfolglos und wenn es im Guten nicht klappt, dann muss man es halt im Bösen versuchen. Hat mir meine Oma schon beigebracht.
    75 % der Infektionen sind nicht mehr nachverfolgbar, wie kann man da ernsthaft behaupten, die Hygienekonzepte wären erfolgreich gewesen? Wäre das so, gäbe es die hohen Zahlen doch nicht.
    Die jetzt getroffenen Maßnahmen sind doch nur eine Folge dessen, dass die bisherigen Maßnahmen erfolglos waren. Und den Lockerungsfetischisten fliegt doch ihre Überzeugung gerade so was von um die Ohren, wenn man sich die Zahlen anguckt und wo sie explodieren.

    Diese harten Maßnahmen, die noch nicht das Ende der Fahnenstange markieren, hat sich die Gesellschaft selbst eingebrockt. Wenn Corona eines gezeigt hat, dann das der Glaube an die Vernunft der Menschen ein Irrglaube war.