Beiträge von Pro Handball

    Nach der Frauen-EM hab ich gedacht, schlechter als die Dänninen pfeifen geht es nicht mehr, dafür muss ich mich entschuldigen.
    Was sich die Spanier da gestern abgehalten haben reicht als Video für 2 Lehrabende. Normale Abwehraktionen werden direkt zu Beginn mit 2 Minuten geahndet und klare nur gegen den Körper gerichtete Aktionen bleiben unbestraft, so das Festhalten von Blagotinsek gegen Weinhold und das Halten von hinten, die Trikots kann man auch zum Teil nur noch als Wischlappen verwenden. Selbst Nichtkundige haben beim gemeinsamen Zuschauen gestern gesehen, dass das so nicht sein kann. Ich kann nur hoffen, dass die EHF die beiden erstmal aus dem Verkehr zieht, jedes Oberliga-Gespann bekäme erstmal ein Spielpause um zu klären,wie man sich denn seine weitere Karriere vorstellt.
    Kann der Blagotinsek überhaupt Handball spielen? Wie kann ein solcher Schlächter allen Ernstes nur die 1.Halbzeit überleben? Das hat mit Internationaler Härte nichts zu tun und solche Typen sind eigentlich diejenigen, die von der IHF nicht mehr gewollt sind. Welcher Nichthandballer soll denn Interesse an einem Sport haben, indem so ein Vollhonk ungestraft wüten darf?
    Zu der Szene mit dem TW und dem weggeworfenen Ball braucht man nichts zu sagen, Regelfehler, es ist deutlich zu erkennen, dass der gefasste Ball kontrolliert weggeworfen wird. Für genau diese Szenen hat man die Regel eingeführt.
    Rot für Wiencek: Ohne Videobeweis hart, aber vertretbar, sah spektakulär aus. Nach Videobeweis Rot zu zeigen ist unverschämt, der Sinn der Regelauslegung mit dem langen Schritt wurde hier völlig verkannt, wenn ich dafür als Verteidiger, der sich erkennbar um regelkonformes Verhalten bemüht, Rot sehe, dann lange ich das nächste Mal richtig zu, dann lohnt sich das Ganze wenigstens.

    Rot für Nenadic: Ja, auch wenn er sich geringfügig in Richtung Ball bewegt, auch das ist mit der Regelauslegung klargestellt, dass auch leichte Bewegungen des Abwehrspielers zulässig sind im Rahmen üblicher Abwehrbewegungen. Ekberg ist weder nach dem Ball gehechtet noch hochgesprungen, er hat den Oberkörper mit gestreckten Armen leicht nach rechts bewegt,um den Ball zu blocken, er ist auch nicht abgetaucht, der Ball kam genau auf Gesichtshöhe.
    Das war zwar ein spannendes, aber sehr unansehnliches Spiel, das hätten die Herren in Gelb besser leiten müssen, sie haben nur reagiert, auch noch falsch, und dadurch den Spielern völlig falsche Signale gesetzt. In einer Beobachtung hätten die nicht über 58 Punkte hinaus kommen dürfen, aber ich befürchte, bei der EHF kriegen die 72 und damit eine gute Spielleitung bescheinigt.

    Ob man die WM jetzt gut findet oder nicht, sie wird stattfinden.

    Und ob sie stattfindet oder nicht ist für die Infektionszahlen in Europa völlig egal, die Zahlen steigen nicht infolge dieser WM. Die einzigen, die sich da möglicherweise gefährden,sind die Teilnehmer und die sind alt genug selbst zu entscheiden und die Konsequenzen ihrer Entscheidung zu tragen.

    Über Ägypten als Austragungsort kann man streiten,doch wenn man die Einhaltung des Völkerrechts als Maßstab für die Vergabe solcher Events heranzieht, wird es solche Events allenfalls noch in der Schweiz und in Costa Rica geben können. Selbst solche Sympathieträger wie Island, Norwegen und Australien scheiden dann aus, zum einen wegen des kommerziellen Walfangs, zum anderen wegen der Behandlung der Aborigines. Wenn ich will,finde ich in jedem Land etwas, was gegen die Vergabe spricht.

    Ich werde mir die WM angucken, zum einen findet sie statt, ob ich sie gucke oder nicht und so symbolische Akte des Widerstands sehen gut aus,ändern aber nichts. Zum anderen vermisse ich meine Wochenenden in der Halle und habe dann wenigstens Handball zu Angucken,wobei ich auch gut damit leben könnte, wenn die WM nicht stattfindet.
    Ich bin mir auch sehr sicher, dass die Aussagen zu künftigen Nominierungen entweder unglücklich formuliert oder absichtlich mißverstanden wurden, erfahrungsgemäß wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird,ich denke da an den Fall Reichmann.
    Also, bitte, fahrt mal die Temperaturen ein bißchen runter, man muss doch nicht immer gleich persönlich werden und draufhauen wie Blücher an der Katzbach.

    Bevor hier irgendwas eskaliert, mein Post mit Stalingrad war und ist natürlich eine Verarsche all dieser Typen, die den absagenden Spielern irgendeine vaterlandslose Gesinnung unterstellen. Ich dachte auch, das wäre klar, habe aber wieder einmal unterschätzt, das nicht jedem die Fähigkeit gegeben ist, Ironie und Überspitzung zu erkennen.

    Gestern ging die Entscheidung ein. And the winner is:


    Mit einem Satz wird die entscheidende Frage, Regelverstoß oder Tatsachenfeststellung, geplättet, so dass wir hier gar keine Diskussionsgrundlage haben. Schade, ich dachte, ich könnte noch was dazu lernen. Weder der Verband noch der Beigeladene (der Heimverein) haben eine Stellungnahme abgegeben noch einen Antrag gestellt. Da war man sich womöglich schon sicher, dass der Einspruch durchgeht.

    Ich muss gestehen, ich habe nicht an den Erfolg des eigenen Einspruchs geglaubt. Sobald die Entscheidung rechtskräftig ist, stelle ich mal meine Rechtsauffassung vor. Soll ja hier keiner abschreiben und Revision einlegen können. :lol:


    Steht doch drin, Regelverstoß. Ist auch logisch, ob ein Tor anerkannt wird oder nicht ist eine Tatsachenentscheidung, ein bereits anerkanntes Tor durch unkorrekte Zählung wieder abzuerkennen ist ein Regelfehler. Ein anerkanntes Tor kann nur bis zum Wiederanpfiff zurückgenommen werden, danach nicht mehr.

    Nein, damit steht er nicht alleine.
    Ich z.B. sehe das auch so.

    Aber wie ich schon vorher schrieb, Klartext ist nicht mehr, es wird geschwurbelt und schön geredet und Ausreden und Vorwände werden gesucht.

    Weitere Absagen wird es nicht geben, die anderen Spieler haben sich ja positioniert.

    Ja, genau, solche Weicheier, damals vor Stalingrad, da haben wir noch den Schlamm mit den Fingernägeln aus der Panzerkette gekratzt und gefressen, solche Kerle brauchen wir.

    Hört ihr euch eigentlich manchmal selbst zu?

    Ich bin generell etwas irritiert über das Agieren der SRinnen bei diesem Turnier. Es gibt im Spiel de facto keine Verwarnungen mehr, sie steigen direkt mit 2 Minuten-Strafen ein und können dann nicht mehr zurück bzw. die Linie halten. Ist das so von der EHF gewollt?
    Das Zerren am Trikot wird total uneinheitlich bewertet,für harmlose Zupfer gibt es 2 Minuten, für den Reißtest über 1,5 Meter gar nichts. Der Unterschied zwischen Begleiten und Stoßen scheint auch aufgehoben. Dafür aber bei jedem Hinfallen direkt Zeitstrafe, also wenn das die neue Regelanwendung sein soll, dann ist wirklich der Willkür Tür und Tor geöffnet.

    Genau das, keine klare Linie in der Bestrafung, Gesichtstreffer bei Deutschland 2 Min, Gesichtstreffer bei Bölk nichts, Grijseels wird von der Nr.9 gefällt, keine Bestrafung, dann Strafen für Schulze und Kaulas wegen Haltens, was vorher die ganze Zeit nicht bestraft wurde. Smits raus weil ihr die Kroatin in die Arme springt, auf der Gegenseite gleiche Aktion gegen Maidhof,keine Strafe, das hat alles hinten und vorne nicht gepasst.
    Auch die 7m-Linie völlig uneinheitlich, mal gab es bei Abwehr im Raum 7m ,mal nicht und das auf beiden Seiten und dann der letzte 7m gegen Smits, bei dem die Abwehraktion schon bei 9m begann, da gab es nie eine klare Torgelegenheit.
    Das war alles nicht spielentscheidend, aber für ein EHF-Gespann war das ein lausiger Auftritt.


    Gut, dann setze ich gerne noch einen drauf. Auch die betreffende 2 Min.-Strafe gegen Xenia war in meinen Augen mehr als fragwürdig. Solange die Hand nicht aktiv zum Gesicht geführt wird, sondern die Angriffsspielerin in die ausgestreckten Arme läuft und dann zu Boden sinkt, kann man in so einer Situation so ziemlich jede Entscheidung treffen, aber nicht die Abwehrspielerin auf die Bank schicken. Zukünftig sollen die Abwehrspielerinnen sicher Spalier stehen, wenn eine Angreiferin zum Kreis durchbrechen will.


    Der Unfug bezog sich auf die spielentscheidenden Fehler, natürlich haben die SR Fehler gemacht, aber definitiv weniger als die Mannschaften und erst recht nicht spielentscheidend. Angesichts der vielen vergebenen Chancen der deutschen Mannschaft die SR verantwortlich zu machen ist lächerlich. Hätten die Deutschen jeden Ball reingemacht, hätten sie locker gewonnen.Oder sollen die SR die Tore werfen.wenn die Mannschaften das nicht können?

    Grausam auch anzusehen, wie im Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften einige katastrophale Fehlentscheidungen (Tor entschieden nach einem unbedrängten Wurf vom Kreis mit fünfeinhalb Schritten Anlauf, 2 x 2-Min.-Strafen, einmal nach einem Stemmschritt, der notwendig war, um eine Kollision mit dem einlaufenden Außen zu vermeiden, der aber als Vorsatz ausgelegt wurde und einmal für einen harmlosen Blockversuch gegen einen Wurf von der Mittellinie) entscheidenden Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen. Den Schiedsrichterinnen unterstelle ich ich dabei Vorsatz. In den beschriebenen Situationen sowieso, da sie eindeutig waren und im Einzelfall selbst das Videostudium nur als Alibi missbraucht wurde. Aber auch bei den 50/50-Entscheidungen wurde deutlich, das Holland ein Heimspiel mit Heimschiedsrichtern hatte.

    Selten so einen Unfug gelesen, wahrscheinlich waren die auch noch Schuld, dass Behnke und Weigel die Torhüterin angeworfen haben.


    Sportdeutschland.TV ist wirklich so benutzerunfreundlich wie nur irgendwas, schade. Ein wenig Neutralität beim Kommentar wäre auch nicht schlecht. Zumindest ein klein wenig.

    Ach du meine Güte, darf man nicht mal ein bißchen für das eigene Team moderieren? Beamtenkommentare haben wir im ÖR doch genug.
    Schade, zwei Situationen geben den Ausschlag, zumindest ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf entsprechend gewesen. Aber dennoch starker Auftritt, hätte ich nicht gedacht nach der Vorrunde.

    pro handball

    bin ich ja bei dir-
    ich sehe nur guten handball im verhältnis bei den männern trotzdem viel viel öfter als bei den damen-
    und auch wenn es mehr krafthandball und kleingruppenhandball gibt- eins dürfte unstrittig sein :
    es ist deutlich schneller geworden


    Wenn ich meine Spiele der letzten Jahre im mittleren Leistungsbereich anschaue, hatte ich wesentlich mehr attraktive Spiele im weiblichen Bereich als im männlichen. Und schneller geworden ist der Handball auch bei den Damen, für mich sind halt Spiele mit 70 und mehr Toren schlichtweg unattraktiv, weil sie sich auf Werfen und Rennen beschränken,ein Spielen ist da nicht mehr zu erkennen.

    Ja,aber nicht aus dem gebundenen Spiel heraus, sondern aus dem Tempogegenstoß. Auf den Positionen im Rückraum finden sich überwiegend Spieler anderer Nationalität. Gerade die Nord-Vereine bilden da keine eigenen Talente aus, sondern kaufen lieber in Skandinavien ein. THW hat gerade mal 2 Leute auf Außen aus den eigenen Reihen hochgebracht, Flensburg einen Kreisläufer, also Positionen,die davon leben, dass sie ins Spiel gebracht werden.
    Dass Männerhandball professioneller ist als Frauenhandball steht außer Frage, aber für mein Empfinden hat Männerhandball stark an Attraktivität verloren, das ist entweder ein Gerenne über Außen oder ein Gewürge in der Mitte, da haben der französische Krafthandball und der spanische Kleingruppenhandball dem eigentlichen Mannschaftssport viel an Attraktivität genommen.

    Also wer Frauenhandball nach dem Auftritt von Norwegen immer noch langweilig findet, hat was nicht verstanden. Athletisch,dynamisch, mit viel Spielwitz und wesentlich attraktiver als das fantasielose Männergewürge mit 25 Kreuzungen zur Mitte und zur Adoption freigegebenen Außenspielern.
    Natürlich sind die Rahmenbedingungen in Norwegen für Frauenhandball besser, aber vielleicht sollte sich der DHB mal deren Konzept im Kinder- und Jugendhandball anschauen. Es kann doch nicht sein, dass Dänemark und Norwegen jedes Jahr solche Supertalente entwickeln,während der weltgrößte Handballverband hinterherhechelt.
    Merke: Die besten Trainer gehören in die Jugend!

    Ne,ne,also Rosinen picken sieht anders aus, ich finde schon , dass man mit Holly auf sachlicher Ebene gut diskutieren kann, da könnten sich einige Stammspieler hier eine Scheibe von abschneiden.
    Holly
    Wer liest denn den ganzen Bericht oder das ganze Urteil? Nicht der Durchschnittsbürger, der ist auf Kurznachricht a la Twitter und WhatsApp eingestellt. Alles, was länger als eine halbe DIN A 4-Seite ist,wird nicht mehr gelesen. Ich sehe das bei meinen Studierenden, die sind nicht in der Lage einen 1,5-DIN A 4-Text zu erfassen. Und genauso läuft das in den sozialen Medien, überschrift gelesen, Überschrift gepostet, Inhalt ignoriert.

    Holly: es reicht, wenn Du mich einmal zitierst, Du musst hier nicht den ganzen Thread mit mehrfach-Zitaten zuspamen...

    Es ist schön, dass Du mir Recht gibst - damit gibst Du aber auch der Differenzierung Recht, bisher hattest Du einen anderen Eindruck erweckt. Nicht der PCR-Test ist ungeeignet, sondern ab einem bestimmten cT-Wert trifft der PCR-Test keine Aussage über eine Infektion mehr. Das ist nicht nur ein kleiner Unterschied. Daraus abzuleiten, wie hier schon geschehen und in den sozialen Medien ganz massiv, dass im portugiesischen Urteil der PCR-Test als ungeeignet bezeichnet würde, das stimmt einfach nicht.

    Ich hatte mir gestern Abend ein Bier gegönnt und wollte mir danach den Promillewert messen, der Fieberthermometer war aber völlig ungeeignet, daraus schließe ich, dass Fieberthermomenter generell ungeeignet sind...

    Und nochmals: ob jemand krank ist (Symptome) und Behandlung braucht, dafür brauche ich einen Arzt. Ob jemand infektiös ist und in Quarantäne bleiben sollte, dafür brauche ich keinen Arzt sondern Wissenschaftlicher, die einen entsprechenden cT-Grenzwert des PCR-Tests definieren und aus dem dann politische Maßnahmen abgeleitet werden.

    Wir sind uns doch hoffentlich einig - ein asymptotisch Infizierter ist zwar nicht krank (keine Symptome), aber dennoch infektiös. Und kann dann jemanden infizieren, der dann wiederum sehr wohl symptotisch krank werden kann.


    Genau das ist das Problem, Urteile werden nicht richtig gelesen sondern unreflektiert einfach in sozialen Medien gepostet, beschränkt auf das Ergebnis. Genau dadurch werden Unsicherheit und Ängste geschürt.

    Bei den " Einschränkungen" stimme ich Dir persönlich zu
    Nur der Gastronom, e t.c, der nach 1 Jahr eventuell keine Existenz mehr hat sieht das eventuell etwas anders.


    Dessen bin ich mir bewusst, diese Risiken müssen dann aber anders aufgefangen werden. Die Leute im Kohlebergbau und in den Kraftwerken werden auch ihre Existenz verlieren, das scheint aber für den Klimaschutz ok zu sein, aber für den Gesundheitsschutz eher weniger,so zumindest mein Eindruck.