Beiträge von Pro Handball

    Gerade eben hast du noch - richtigerweise - geschrieben, dass man vorne am gegnerischen 9m keinen Toleranzbereich hinsichtlich des Freiwurfwortes hat. Dementsprechend sind 50cm, ja, in dem Fall "Spazierengehen". Bzw zumindest eine nicht zulässige Änderung des Freiwurfwortes

    Dann müsste ja der Freiwurf auf einem Bein stehend ausgeführt werden, denn wenn beide auf dem Boden sind, ist zumindest eines nicht am Ort des Vergehens.

    Ach Rheiner, ich warte sehnsüchtig auf die Beantwortung der Beuger Frage und würde eine zweite Frage formulieren, die ich weiter oben schon angedeutet habe. 7m der Schütze hebt erst das hintere, anschließend das vordere Bein beim Wurf. Passiert ab und zu im Nachwuchsbereich und wird immer weggepfiffen. Sind die Pfiffe also falsch und die Würfe korrekt ausgeführt?

    Kurze Antwort, ja die Würfe sind korrekt ausgeführt und die Pfiffe sind falsch. Das Standbein darf gewechselt werden.

    Zum Spazierengehen:

    Freiwürfe sind am Ort des Vergehens auszuführen mit einer seitlichen Toleranz von 3m, die geringer wird je weiter vorn der Freiwurf der ausführenden Mannschaft ist. Außerdem ist der Wurf innerhalb von 3 Sekunden nach Anpfiff auszuführen. Klar kann der FW-Ausführende drei Schritte nach links oder rechts machen, aber erstens verlässt er dann den Ort der korrekten Ausführung und/oder er spielt den Ball nicht innerhalb der 3 Sekunden. Also ein rein denktheoretisches Modell, das keinen Sinn macht, da es zum Ballverlust führt.

    7m sind innerhalb von 3 Sekunden als Torwurf auszuführen. Auch hier kann der Schütze zur Seite gehen mit langem Schritt, muss dann aber auch noch seinen Torwurf abgeben, auch hier rein denktheoretisch, da er sich durch den Schritt die Zeit nimmt, schon jetzt sind ja bei den Wurftäuschungen die 3 Sekunden schon hart an der Grenze eingehalten.

    Die Regel ist blöd und in mehrere Richtungen auslegungsfähig, es gibt aber nunmal eine verbindliche, an die sich die SR halten müssen. Das mag nicht jedem gefallen, aber trotzdem ist es gültig. Mir gefällt ja auch nicht jede Regel bzw. deren Auslegung und trotzdem muss ich als SR das befolgen und kann nicht meine eigenen Regeln aufstellen.

    Ich glaube, diese Meinung hast du ziemlich exklusiv.

    Die Regeln sagen klar: Ein Fuß muss während der Ausführung ununterbrochen Kontakt mit dem Boden haben. Ein Wechsel des Fußes, wie du es beschreibst, unterbricht den Bodenkontakt. Das "ununterbrochen" ist hier der Knackpunkt. Es reicht also nicht, dass während des Wurfs ein Fuß Bodenkontakt hat. In dem Moment, in dem der Werfer einen Fuß hebt, ist festgelegt, dass der andere bis zur Wurfausführung den Bodenkontakt nicht verlieren darf.

    Nein, das entspricht genau dem was Jürgen Scharoff, der Regelexperte schlechthin, im Interview bei Handball-World gesagt hat und dem, was alle Lehrwarte, egal auf welcher Ebene, seit Jahrzehnten lehren.

    Ich weiß, dass das viele Kolleginnen und Kollegen das falsch pfeifen und die Zuschauer das anders sehen, aber hier irrst Du, die Wurfausführung war korrekt.

    Es war schon immer erlaubt den Fuß zu wechseln, das habe ich vor 35 Jahren schon im Lehrgang gelernt und das wurde auch nie regeltechnisch angezweifelt. Solange ein Fuß auf dem Boden bleibt, darf der andere bewegt werden. Stehen beide auf dem Boden, darf jetzt der andere Fuß bewegt werden, solange der andere stehen bleibt. Prandis Tor war damit absolut korrekt, solange eben nicht beide Füße in der Luft waren, bevor der Ball die Hand verlassen hat. Das hätte man aber im Video kontrollieren können.

    Für Deutschland tut es mir leid, das war ein Top-Spiel, bei dem lediglich Nuancen ab der 40.Minuten zur Niederlage geführt haben. Inwieweit da die zwei SR-Entscheidungen gegen Deutschland miteinfliessen, mag dahingestellt sein, aber weder war das ein Stürmerfoul von Golla (Abwehrspieler steht erst, nachdem Golla schon in der Luft ist, also die Richtung nicht mehr wechseln kann) noch war das ein 7m gegen Uscins (er steht 2 cm mit den Hacken auf dem Kreis, dass ist pipifax, dass soll auch gar nicht gepfiffen werden angesichts der Dynamik des Spiels). Kirkelökke hätte sich auch über Rot nicht beschweren können, der Angriff erfolgte am Oberarm weit weg vom Ball, also keinerlei Absicht den Ball spielen zu wollen erkennbar.

    Es waren ab der 40.Minute wieder 3-4 weggeworfene Bälle zusätzlich zum Versuch, den Nielsen zu erschiessen, bewegen musste der sich nicht.

    Man sollte erwarten können, dass mit fortschreitender Turnierdauer die Mannschaft sicherer und stabiler wird und auch aus dem Island-Spiel die Erkenntnis umsetzt, gewinnen zu können, wenn es spielerisch mal nicht so läuft.

    Stattdessen wird die Mannschaft von Spiel zu Spiel schlechter, Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist nicht erkennbar und so viele Fehlwürfe frei vorm Tor, da dürften einige Bundesligisten ins Grübeln gekommen sein, wenn sie da in ihren Reihen haben.

    Natürlich stellt sich die Trainerfrage und das auch völlig zu Recht. Gislasson redet immer viel, aber das was er sagt, setzt er dann nicht um.

    Ich überlege mir, ob ich das Spiel am Montag schaue, entweder wird das der absolute SuperGAU oder aber es wird besser, weil es schlechter nicht mehr geht.

    Abstehen und Schritte sind zum einen aus dem Blickwinkel der SR schwer zu erkennen, zum anderen besteht gar kein Interesse daran, weder seitens der Mannschaften noch der Verbände, dass das gepfiffen wird. Würde den Spielen das Spektakuläre nehmen, das man braucht, um Handball medial besser zu vermarkten. Jeder, der in höheren Klassen pfeift, findet sich ganz schnell in niederen Klassen wieder, wenn er so was ahndet, Stichwort Vereinsbeobachtung.

    Die EHF hat den beiden einen spielentscheidenden Regelfehler attestiert, bei Protest der Schweden hätte es eine Neuansetzung gegeben. Für Horacek/Nowotny dürfte das Turnier damit zu Ende sein. Die letzte Entscheidung war aber auch Regelesoterik, wenn das als Kreis gepfiffen wird, gehen die Spiele künftig wieder 15:16 aus.

    Bei Knorr fehlt die Fähigkeit zu erkennen, wann er umstellen muss von erfolglosem Kreisanspiel auf Druck nach Außen. Das hatten die Franzosen schnell raus, aber nein, noch ein Versuch und noch ein Versuch. Dann haben sie sich schnell darauf eingestellt, dass er immer 2 mal vor der Abwehr prellt und steht, das gibt schön Zeit zu verschieben.

    Köster hat das in der Anfangsphase richtig gemacht, 1 gegen 1 auf Halb, und das hätte auch weiter Erfolg gehabt, wenn Gislasson auch mal Hanne auf Halblinks gebracht hätte, der kann das nämlich. Auf Halbrechts waren Steinert und Häfner praktisch wirkungslos, wie auch wenn alle Bälle in der Mitte hängen bleiben. Heymann kann nur werfen, wenn er mit Tempo kommt, und das hat gestern gefehlt, weil siehe 1. Absatz.

    Das haben gestern Gislasson und Knorr verbockt, die Franzosen waren absolut schlagbar, wenn der Angriff variabler gewesen wäre.

    Sete a um !

    Ay Caramba, was war denn mit den Iberern los? Allerdings haben die Kroaten ein echt geiles Spiel abgeliefert, gegen die hätte heute keiner gewonnen, so was von on fire, wenn die das halten können, landen die sehr weit vorn.

    Spanien hat seinen Zenit endgültig überschritten, spielerisch war da nichts mehr und Alex Dushebajev hat einmal mehr gezeigt, das er völlig überschätzt wird, wenns nicht so läuft wie er will, spielt er beleidigte Leberwurst.

    Das meine ich ja, nicht in der gleichen Art und Weise reagieren und nicht provozieren lassen, schön sachlich argumentieren, dann verlieren die irgendwann die Lust, wenn keiner mehr anspringt. Solange einer auf die Provokationen anspringt, machen die weiter und so viel können die Mods gar nicht kontrollieren und löschen, das ist mengenmäßig gar nicht zu schaffen. Da können alle Schreibenden durch ihr eigenes Verhalten viel Einfluss nehmen.

    Was schert sich die Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr scheuert?

    Ich mach das wie beim Pfeifen, Beiträge auf niedrigster Zivilisationsstufe ignorier ich nicht mal.

    Nicht provozieren lassen, einfach sachlich bleiben, das ist nicht immer einfach, aber letztlich sollte man seine eigenen Standards nicht unterschreiten. So tief, wie manche Beiträge kulturell angesiedelt sind, komm ich gar nicht runter, da krieg ich nur Rückenschmerzen.

    Entscheidend ist der Begriff "lenken". Lenken ist ein bewusstes, richtungsbestimmtes Bewegen des Balles. Abpraller vom Block oder vom Körper beim Versuch der Ballannahme sind kein Lenken, gleiches gilt für den Rückpass, nur der gezielte und gewollte Pass in den Torraum ist als kontrolliert zu werten, irgendwelche Fingerspitzen oder Reflexe gehören nicht dazu.

    In der Ausgangssituation lenkt der Spieler den Ball, daher Ballkontrolle und Aufhebung des Vorwarnzeichens. Da gibt es auch zwei Regelfragen dazu.

    Besten Dank, ja, das mit dem Islay überwinden kenne ich auch, hat der Wirt im Kieler Metül schon vor 30 Jahren beim traditionellen Semesterbeginnsumtrunk gefragt. Ich hab die Ausflüge zu den ganzen Lowland und Campbeltown und Speyside etc. hinter mir und bin zum Islay zurückgekehrt, ich will den Torf knirschen hören, wenn ich Malt trinke und ehrlich gesagt, alles andere fällt für mich eher in die Kategorie Softdrink, da ist einfach zu wenig Substanz dahinter, aber zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden.