Beiträge von michaelb

    Das Sterben wird verlängert, die Farce geht weiter.
    "...Die Insolvenzverwalterin plane, so Diestel, den Oktober gar noch durchzuspielen. So lange läuft auch das Insolvenzausfallgeld für Spieler und Trainer...Bleibt es beim Spielbetrieb im kompletten Monat Oktober, hätte Post noch ein weiteres Heimspiel am 17. Oktober gegen SV Henstedt/Ulzburg, ebenfalls ein Neuling. Zudem stünden in diesem Monat noch die Auswärtspartien in Erlangen und Bittenfeld an. Doch ob dahin die verbliebenen spielfähigen neun Post-Mohikaner noch reisen werden (müssen), ist völlig offen. Zumal Diestel erklärt, "dass man von Spiel zu Spiel sehen muss, ob Geld dafür da ist". So ist ein Szenario durchaus denkbar, dass die Schweriner zwar die kommenden zwei Heimspiele noch "mitnehmen", die beiden Auswärtspartien aber sausen lassen. Erst beim dritten Nichtantreten würde man nämlich sofort aus dem Spielbetrieb fliegen."
    Original nicht verfügbar, daher der Google-Cache : Schweriner Volkszeitung

    Ansonsten: Jeder Kommentar überflüssig. :wall::kotzen:


    Augenzeugenbericht oder nach Ticker beurteilt?

    Vieles unterschreibe ich, Jochen. Aber hier hat die Realität dich eingeholt:

    Das Lizenzierungsverfahren verhindert letztlich nicht 100% der Insolvenzen. Es ist eine Maßnahme um eine Drohkulisse aufzubauen, bei der sich Vereine und deren verantwortlichen Personen der Situation, in der sie sich befinden, bewusst werden sollen.


    Offenbar war die Drohkulisse in Schwerin nur eine Geisterbahnkulisse, wo man eher lächelt, als sich fürchtet. Wenn zu Saisonbeginn der komplette Etat fehlt, haben die Verantwortlichen seit Monaten nach dem Schei... egal-Prinzip gearbeitet, von "verantwortungsbewussten Handeln" keine Spur, eher im Gegenteil. Sie haben bewusst die Schädigung anderer (Spieler, Trainer, Zuschauer, Gegner...) in Kauf genommen.

    Rostock versucht nicht Schwerin zu unterstützen - es geht doch nur darum eine volle Hütte zu haben und entsprechend Eintrittsgelder zu kassieren. Reiner Eigennutz - da sind die 5000 Euro doch eine Kleinigkeit!

    Ist mir klar, Jens. Es darf nicht sein, das das Verhalten von Düsseldorf aus der letzten Saison Schule macht. Wenn zum Pokal die Spieler schon in einen Kleinbus passen, deutet das (Gott sei Dank, bei allem Herzblut der Fans) auf ein schnelles Ende hin.

    Gibt es denn keinen Lerneffekt aus der Düsseldorf-Pleite? Jetzt versucht Empor Rostock mit 5000 Euro Schwerin zu unterstützen. Es darf doch nicht sein, dass sich fast schon kriminelle Machenschaften auch noch lohnen :pillepalle: Sollen sich die ehrlich wirtschaftenden Vereine der Liga jedes Jahr Geld zurücklegen, um ruinöse Clubs zu retten? Ich glaube es nicht! :wall:


    Ich hoffe das es für die Spieler die auf Deutsch gesagt "verarscht worden sind "neue Vereine zugeteilt werden ,und das sie ihr Gehalt noch bekommen ,viele Spieler sind nach Schwerin gezogen mit erheblichem Aufwand auch finanziel und stehen jetzt vor dem Nichts. :mad:
    Die verantwortlichen sei es vom Verein und auch die HBL (die die Lizenz vergeben hat)müssen dafür verantwortlich gemacht werden.Das ganze System ist foul und muß dringend überarbeitet werden. :mad:

    Wer teilt die Spieler eigentlich zu? :)

    Interessant auch der Schlußsatz des Artikels auf handballworld

    Zitat

    Bei Verstößen gegen die Vorgaben der Lizenzierungsrichtlinien sind Geldstrafen bis zu 20.000 Euro, Aberkennung von bis zu 8 Pluspunkten und der Lizenzentzug als mögliche Sanktionen vorgesehen.

    20.000 Euro Geldstrafe von einer insolventen Firma? Bitte hinten anstellen....

    Gestern war wohl eine große Besprechung auf Bezirksebene zum Thema. Jemand was gehört? Bin mal gespannt, wie lange die Vereine wohl warten müssen, bis die unbesetzten Spiele offiziell abgesetzt werden. Heiße Nadel hin und her, aber bevor die Vorberichte in den Zeitungen stehen, sollte man schon wissen, ob angepfiffen wird oder nicht.

    @Steamboat: Es macht schon einen erheblichen finanziellen Unterschied, ob du im Norden des Bezirks z.B. HK Steinfurt oder Münster regelmäßig Schiedsrichter-Kameraden aus Dortmund oder noch weiter weg hast. Wird zwar im Endeffekt auf alle umgelegt, aber die Durchschnittsumme hat sich pro Verein dadurch nicht unerheblich erhöht. Das gesunde Mittelmaß fehlt komplett.
    Wenn den "bestehenden Feindschaften" durch die SR selber im Vorfeld entgegengewirkt wird durch Angabe von "unvereinbaren Vereinen", dies aber dann nicht berücksichtigt wird, sorgt das auch nicht gerade für Entspannung.
    Und wenn sich 2 von 200 Schiedsrichter hier melden, heißt das nicht im Umkehrschluss, dass alle anderen zufrieden sind. Es sei denn, du nimmst Schweigen als "westfälische Zustimmung" :D .

    Nur ein Argument kann ich nicht nachvollziehen. Auch ich habe in Hessen LL gepfiffen und Jugend Regionalliga. Neunzig Kilometer für eine Strecke war für uns Standard, meistens bewegten sich die Entfernungen im Bereich 120-150 km, was natürlich auch daran liegt, das wir aus der äußersten Peripherie des HHV kommen. Aber es hat auch viele andere Kollegen gegeben die aus Gießen bis in Richtung Kassel oder Odenwald gefahren sind und umgekehrt. Da hat es aber nie Beschwerden gegeben, weder bei den SR noch bei den Vereinen, zumal es lange Zeit so war, das in die LL bezirksneutral angesetzt werden mußte (auf Wunsch der Vereine). Also das Argument mit den viele Kilometern darf für mich im Bereich LL kein Argument sein. Bei unserer teuersten Ansetzung haben wir übrigens mal rund 250 EUR abgerechnet.


    Ich habe dass so verstanden, dass man im Vergleich zur Vorsaison plötzlich erheblich mehr Kilometer unterwegs ist, obwohl die Spielklassen gleicht geblieben sind. Auch ist LL in Hessen möglicherweise nicht gleichzusetzen, bei uns ist LL die sechste Liga von oben, zwei Klassen oberhalb der Kreise.

    Black to Topic: Habe mal die Drähte zu Kollegen im Bezirk Nord glühen lassen und interessantes erfahren. Ich fasse mal zusammen.

    • In der Vorsaison kamen die Bezirksliga-Gespanne in der Hinrunde kaum zum Einsatz bei den Männern. Grund: Die komplette Vorrunde in zwei Bezirksliga-Männer-Staffeln wurde mit Schiedsrichtern des Bezirks Süd besetzt. Die eigenen Gespanne aus Nord bekamen die "Reste" und vornehmlich Frauen und Jugendspiele. Da waren einige richtig sauer
    • Die Ansetzungspraxis ist wohl mitunter recht konfus. Einige fahren in der Rückrunde 5 mal zur gleichen Mannschaft, da werden kurzfristig ohne Begründung Spiele entzogen und umgesetzt, Freitermine missachtet, kurzfristig ohne Rücksprache am Freitag für den nächsten Tag angesetzt, bekannte Ansetzungskollisionen (z.B. Spiele eines früheren Vereins) werden ignoriert, obwohl parallel Spiele frei sind.
    • An einem Spieltag, an dem "Schiedsrichter können nicht gestellt werden" im SIS angezeigt ist, gibt es doch Gespanne die kadergerecht zur Verfügung stehen.
    • Zusammenarbeit mit Vereinen, Besuche des SR-Wartes bei Vereinsvertretersitzungen, um die Problematik aufzuzeigen, gemeinsame Lösungen zu suchen ->Fehlanzeige
    • Die gefahrene Kilometer pro Spiel sind oft sehr hoch: Z.B. für LL-Frauen 90km einfache Strecke über Landstraße, gleichzeitig fahren andere Gespanne von dort in die Gegenrichtung. (Da überleg ich mir als SR aber 2x mal, bei 1,70 Euro/l Sprit, ob ich nicht im Kreis weitermache.)
    • Ein Gespann wird als " Nicht ansetzbar" deklariert. Hintergrund: der SR ist als Trainer in einer Staffel tätig. Obwohl es noch eine Parallelstaffel gibt
    • Wer mal zufällig an einem Spieltag nicht angesetzt ist, kann sich erst ab mittwochs vorher für das freie Wochenende was anderes vornehmen, weil es bis dahin ohne Rücksprache angesetzt werden kann.


    Eine Menge Gespanne seien in den Kreis "geflüchtet", weil sie den Spaß verloren haben, im Bezirk zu pfeifen. Natürlich sind das Einzelmeinungen, die ich auch nicht bewerten will., auch ist das Amt des SR-Wartes wahrlich nicht einfach. Man kann doch entnehmen, dass eitel Sonnenschein anders aussieht. Und die Vereine vielleicht nicht allein am Mangel Schuld sind.

    Auch wenn es das Problem natürlich nicht grundsätzlich löst: Aber warum arbeitet man in Westfalen nicht mehr mit Einzel-SR.

    Hat man ja auch bisher getan. Bezirksliga Frauen wurde in 2011/12 mehrheitlich mit Einzelschiedsrichtern besetzt. In diesem Jahr jedoch nur noch Gespanne dort. Diese Kameraden fehlen natürlich bei den Männern, weil ......

    Zitat eines Funktionärs: Da tut es den Vereinen am meisten weh.

    PS: Bitte immer beachten, dass es bei diesem Thema um den Bezirk Nord des HV Westfalen geht.

    Im THV ist man jetzt dazu übergegangen, dass man nur noch die Männer-Thüringenliga, die -Landesliga und die Frauen-Thüringenliga sowie die Pokalspiele durch den Landesverband ansetzt. Den Rest übernehmen die Bezirke bzw. die Vereine (in der Jugend).

    Die Westfalen sind da anders: Im Bezirk Nord (wozu Bielefeld gehört) werden alle Frauen- und Jugendklassen (auch wenn sie bisher von den Kreis-Schiedsrichterwarten besetzt wurden) vorrangig vom Bezirk angesetzt.Wenn noch Gespanne übrig sind, kommen die Männer an die Reihe. Zitat eines Funktionärs: Da tut es den Vereinen am meisten weh.

    Dann sind die schlaflosen Nächte in Emsdetten wohl vorbei und die hier gestreuten Gerüchte um den "klammen" TVE treffen wie erwartet nicht zu. Scheint wohl mit Schwerin verwechselt worden zu sein.