Beiträge von Statler69

    cs jetzt für jeden mist verantwortlich zu machen, weil man seinen namen meist kennt und den es oftmals auch eigentlich

    zuständigen anderen gf nicht, ist absolut übertrieben.

    Kaderplanung ist aber eher sein Ressort oder fällt das auch unter "jeden Mist"? Zum frisch verlängerten Pouya schreibt die lokale Presse:

    "Pouya Norouzi ist nicht in der Lage, ein Spiel zur ordnen, gar zu lesen. Er verzettelt sich in den Momenten, in denen das Zusammenspiel mit den Nebenleuten so viel wertvoller wäre."

    für mich bleibt die jetzige konstellation beirat/ gf / neuer trainer die fast einzige , die für mich überwiegend positiv
    für die zukunft hoffen lässt.
    dass da auch immer mal fehler gemacht werden, ist doch ganz normal- in der prekären situation werden sie wohl halt
    schneller an die öffentlichkeit gespült als fürher.

    Trotzdem stimme ich durchaus zu, dass die neue Konfiguration zu mehr Erfolg führen kann, wenn Torsten Greve mehr Einfluss auf die Kaderplanung bekommt als seine Vorgänger und endlich einmal die Zeit, ein Team aufzubauen.

    Frag doch einfach mal ganz deutlich Jochen.
    Quovadis, welche Altschulden hat den deiner Meinung nach C S zu verantworten?
    Statle, welcher talentierte Nachwuchsspieler hat denn wegn C S den Verein verlassen?
    Auf die Antworten bin ich mal gespannt

    ...kann man aufgrund der Altschulden die Arbeit beim VfL ganz einstellen? Spielt Kaderplanung keine Rolle mehr? Funktioniert die Profimannschaft?
    Zur Entwicklung in der Jugendarbeit kann man einfach mal SIS bemühen.

    Soweit mein Blabla. Freue mich schon auf die Fakten von eurer Seite.

    ...ist fast ein bisschen amüsant, wie man hier Leidenschaft für den VfL mit Leidenschaft für CS gleichsetzt. Schon vor der Saison wurde die Kritik an den Maßnahmen, die laut CS den Verein in eine bessere Zukunft führen sollten, als destruktiv abgetan.

    Eigentlich müsste man zum jetzigen Zeitpunkt doch endlich einmal eingestehen, dass sich die Situation im Verein eher verschärft als entspannt hat. Hatte CS nicht ausschließlich Spieler mit tollem Charakter verpflichtet, die zu 100% für den VfL leben? Ein paar Monate später hinterfragt derselbe Sportdirektor bei denselben Spieler die Einstellung.


    Es wird den Verein mit oder ohne CS einige Anstrengung kosten, die Fehler der jüngsten Vergangenheit wieder zu beheben. Erschwerend ist dabei der Reputationsverlust durch den Umgang mit den Nachwuchsspielern in den vergangenen Jahren. Auch in dieser Saison sind keine Fortschritte erzielt worden, in jedem Fall ist die im Herbst angekündigte Trendwende ausgeblieben.

    Dem neuen Trainer kommt dabei die Schlüsselrolle zu. Da er ein Freund des Sportdirektors ist, bekommt er hoffentlich den Vertrauensvorschuss, den man als Trainer für den Aufbau einer neuen Mannschaft braucht. Das enge Verhältnis zwischen Sportdirektor ist also gleichzeitig Chance und Gefahr. Torge Greve ist wahrscheinlich der beste (verfügbare) Trainer aus dem Netzwerk von CS. Welches Qualitätsmerkmal das wirklich ist, wird sich zeigen.

    https://www.youtube.com/watch?v=wSnl_zcFysg
    Pressekonferenz

    Schindler mit seinem arroganten Auftritt.
    Alles Neu seid heute.
    Auf die Frage der 5 Trainer in den letzten 2 Jahren, schiebt auf dies auf seine Vorgänger.
    Ganz schlechter Stil.
    Er hat alles richtig gemacht.

    ...in erster Linie war er nervös, konnte die Hände ja kaum stillhalten. Ist ja auch eine blöde Situation, wenn Torge Greve schon seit Monaten als Nachfolger von DB gehandelt wird und dann als spontane Lösung präsentiert werden muss.

    Ich hoffe, dass der neue Trainer tatsächlich was aufbauen kann. Den 6. Neustart in 2,5 Jahren kann der VfL kaum verkraften.

    Natürlich soll jeder Trainer seine Chance haben, aber der neue beim VfL wird meiner Meinung nach zu positiv gesehen. Er hat den Großteil seiner Trainer-Erfahrungen bei nur einem Verein gemacht, er kennt die 1. Liga nicht und muss jetzt quasi auf Knopfdruck in einer schwierigen Lage funktionieren. Ob das was geben kann, werden wir sehen.

    Zum Klassenerhalt kann der neue Trainer nur als Motivator beitragen. Substanzielle Änderungen brauchen Zeit. Natürlich kann der Klassenerhalt noch klappen, schließlich steht der VfL immer noch nicht auf einem Abstiegsplatz, aber den Nichtabstieg als Erwartungshaltung an den Trainer zu formulieren wäre m.E. unfair und nicht zielführend.

    Der VfL braucht einen langfristigen Neuaufbau. Ich hoffe, dass man nun den Trainer gefunden hat, mit dem der Verein diesen überfälligen Prozess strukturiert vorantreibt.

    Die Zweite hat jetzt schon so viel Punkte wie in der Abschlußtabelle der letzten DB-Saison, in sofern...

    ...hinkt der Vergleich. In der 3. Liga dieses Jahres ist GWD II Dritter. Gegen diese Mannschaft hat DB noch 3 Punkte geholt.

    DB hat über Jahre in GM bewiesen, dass er ein guter Trainer ist. Es wäre jetzt Unsinn zu behaupten, dass er nicht das Zeug für die BL hat, genauso wie es im Vergleich zum jetzigen Kader Unsinn war, Timm und Jäger das Potenzial für die Bundesliga abzusprechen.

    Trotzdem kann der Trainerwechsel ein Schritt nach vorne sein, weil jetzt - hoffentlich - der Sportdirektor dem Trainer vertraut und nicht mehr unabhängig von seiner Spielidee des Trainers einkauft.

    Sieht für mich irgendwie aus wie Vorbereitung auf Liga 2

    Selbst wenn das so wäre, wäre es kein Problem. Stand jetzt ist man vom normalen Niveau der 1. Liga ohnehin ein gutes Stück entfernt, auch wenn man den Abstieg noch vermeiden könnte. Letzteres wäre in erster Linie finanziell von Vorteil. Dass im Abstieg auch eine Chance liegen kann, hat der BHC eindrucksvoll gezeigt.


    Mit dem Wunschkandidaten von CS auf der Bank könnte beim VfL u.U. auch die nötige Ruhe einkehren. DB musste mit der Mannschaft leben, die ihm der Trainer vorgesetzt hat. Es wäre dem VfL zu wünschen, dass ein Trainer einmal die Zeit und die Freiheit bekommt, um wirklich eine Mannschaft aufzubauen.

    Bei der U23 (die eigentlich die Zweite ist) fällt auf, dass die Mannschaft sich seit Maik (von DB) übernommen hat, endlich weiter entwickelt hat und gar nicht schlecht dasteht. Warum man den Sprung in die Profimannschaft erzwingt, ist mir schleierhaft. Die Zweite spielt in der 3. Liga und da eine gute Rolle.

    In der Akademie ist man nicht schlecht aufgestellt und hat einen allseits fachlich anerkannten Mann als Koordinator und Trainer eingestellt. In der A-Jugend steht man auf dem 2. Platz in der Bundesliga West und 15 Punkte vor Bayer..... in der B-Jugend Regionalliga Nordrhein auf Platz 3 und zwei Punkte hinter Bayer.....
    Die Außendarstellung ist sicher nicht gut, aber das Problem mit Sponsorenbindung besteht nicht erst seit Schindler.....

    ...genau! Und die Erde ist eine Scheibe...Die A-Jugend von Bayer Dormagen führt die A-Jugend BL WEST mit zwei Verlustpunkten an und die vom allseits fachlich anerkannten Fachmann geführte A-Jugend des VfL liegt mit 11 Minuspunkten auf Rang 4 der A-Jugend BL MITTE.

    Jetzt ist man 11 in Liga drei - mit Denis war man in einer Liga mit den heutigen Zweitligisten Hagen, Neuss und Dormagen 12. Da kann man schon von einer extrem positiven Entwicklung sprechen...

    ...das wird zumindest ein spannendes Experiment. Mal schauen, ob der Kumpel von Schindler aus Altenholzer Tagen das Ganze richten kann.

    Meine Hoffnung ist, dass er ein Trainer mit mehr Einfluss auf CS sein wird und nun ein bisschen mehr Systematik in die Kaderplanung und die Strukturen kommt.

    Das Gummersbacher Umfeld sollte die Arbeit aber daran messen, ob am Ende der kommenden Saison eine Mannschaft dasteht, die wirklich das Potenzial hat, sich in Liga 1 zu etablieren. Das ist vom Ausgang dieser Saison unabhängig.

    pouya bringt so einiges mit-
    nur hat es die für den spielerischen bereich zuständige person bisher nicht geschafft, dies
    auch beim spieler umzusetzen, sprich nachhaltig ihm beizubringen, wie man effektiv ein
    spiel leiten und führen kann...

    ...ja, er ist dynamisch und in manchen Situationen torgefährlich. Aber er ist nun einmal technisch und taktisch überfordert. So zu tun als wären diese Defizite durch einen besseren Trainer abzustellen, ist einfach unrealistisch. Das ist in etwa so, als wolle man von einem Athletiktrainer verlangen, dass alle Spieler auf einmal 30 cm höher springen.

    ich glaube dass schindler i.a. die entscheidende person beim vfl ist- sicherlich braucht er auch glück-
    aber wenns klappt dann halte ich ihn für zumindest in der lage, beim vfl vieles wieder in die richtige richtung
    zu bewegen....ob das überschaubar trotzdem für mehr als nur nciht absteigen reicht, könnte eng werden...

    ...Schindler gut, Trainer schlecht, so kann man die vielen Beiträge auf den Punkt bringen.

    Leider sehe ich überhaupt nicht, was für Schindler spricht. Sollte die These stimmen, dass er sich mehr Handlungsspielraum verschafft hat, dann ist das in seinem Fall ziemlich gefährlich. Sein Aktionismus ist unbenommen, aber gehen wir doch einmal die einzelnen Ebenen durch:

    - Profimannschaft: Wirkt wie ein Auto ohne Lenkung. Wäre vielleicht sogar ganz solide, wenn man dieses Bauteil nicht vergessen hätte. Man kann natürlich auch ohne klassischen Spielmacher erfolgreich sein, wenn die individuelle Klasse der Spieler dafür ausreicht. Dieses Konzept ist für den VfL aber definitiv nicht finanzierbar.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es irgendeinen äußeren Zwang für den Wechsel Pujol/Pouya gegeben hat. Einen echten Spielmacher wie Pujol hätte der Trainer aber gebraucht, um seine taktischen Ideen umzusetzen. Das ist die Quintessenz aus seiner Arbeit mit der U23.
    - "U23": Die Mannschaft trainiert nicht mehr unter Profibedingungen. Damit erzwingt man den Sprung aus der A-Jugend in die Profimannschaft - klappt halt nicht.
    -Akademie: Aus dem Zweikampf mit Dormagen um die erfolgreichste Jugendarbeit im HVM ist man ausgestiegen. Mittlerweile bleibt nur noch die zweite Position, was aufgrund der Zusammenarbeit von Dormagen und dem BHC zu langfristigen Problemen führt.
    -Außendarstellung des Vereins: Man kann immer darüber streiten, ob eine Marketingmaßnahme gelungen ist oder nicht. Relevante Gradmesser für das Image des Vereins ist aber die Attraktivität für Zuschauer und Sponsoren. Da sieht es eher düster aus: Der Zuschauerschnitt ist von 3779 in der letzten kompletten Flatten Saison auf mittlerweile 3054 gesunken und die Sponsoren ziehen sich auch eher zurück.

    Aus meiner Sicht besteht der positive Aspekt der Arbeit von CS darin, dass er es seinem Nachfolger leichter machen wird, die Erwartungen zu erfüllen...

    Falsch ist allerdings, dass Schindler den Verein kaputt machen würde. Er erntet derzeit die faulen Früchte seiner ganzen Vorgänger.

    ...das ist eine erstaunliche Einschätzung. Schindler hat mit Preuss, Pouya, Martinovic und Vukovic vier Spieler der ersten Sechs bestimmt, zusätzlich die mit der Mannschaft assoziierten Nachwuchsspieler ausgetauscht und den Trainer verpflichtet. Mehr Einfluss kann man in einem solch kurzen Zeitraum kaum haben.

    Wenn das Resultat der Bemühungen eine Rückentwicklung der Mannschaft ist, dann hat er natürlich dafür die Verantwortung zu tragen. Nach seinem öffentlich geäußerten Selbstverständnis sogar die Hauptverantwortung.

    ... Zintel steht beispielhaft für einen finanzierbaren gut ausgebildeten jungen Spieler, der das Potenzial hat sich auf RM zu entwickeln. Ein solcher Spieler wäre für den VfL definitiv finanzierbar gewesen und hätte das fehlende Puzzleteil sein können. Fertige Rückraumspieler auf sehr gutem Niveau kann man mit den derzeitigen finanziellen Möglichkeiten nur schwer nach Gummersbach locken.

    Aus meiner Sicht hätte sich der VfL um strategischen Partnerschaften mit Spitzenvereinen und Vereinen der zweiten Liga umsehen müssen. Zweitligaklubs, damit sich ein sinnvoller Zwischenschritt zwischen 3. und 1. Liga ergibt, und Spitzenklubs für herausragende Talente wie Martinovic, die mittelfristig eher in Kiel als in Gummersbach spielen, dem Verein aber schon kurzfristig helfen können.  

    Finde dieses Nourouzi Bashing ehrlich gesagt unter aller Kanone. Er ist einer der Spieler, die wenigstens in vielen Spielen Leistung gebracht haben. Und Zintel krebst mit Hüttenberg im Mittelfeld der 2.Liga herum, da hätten sie lieber versuchen sollen, Mappes zu holen, falls das nicht sowieso versucht worden ist.

    Das ist kein Pouya Bashing - er ist in erster Linie in seiner Rolle fehlbesetzt. Pouya braucht jemanden auf dem Platz, der ihn führen kann. Dann kann er
    mit seiner Dynamik durchaus wertvoll sein. Er ist aber einfach nicht in der Lage, selbst ein Spiel zu lenken.

    Dumm ist nur: Es gibt außer Vukovic niemanden im aktuellen Kader, der die Rolle als Spielmacher einnehmen kann und selbst ein gesunder Vukovic ist kein Spielmacher im engeren Sinne.

    für mich macht i.a. bietigheim aus sehr beschränkten möglichkeiten relativ viel....
    der vfl aus eigentlich deutlich mehr möglichkeiten relativ wenig....
    also für mich auch definitiv eine trainersache....

    ...ja, das ist die Legende, die schon die ganze Saison erzählt wird. Wir stark ist der Kader des VfL denn tatsächlich?


    Aus meiner Sicht gibt beim VfL nur zwei Positionen, die aktuell mit Spielern
    besetzt sind, die stabil höheres BL-Niveau bringen können, nämlich KM und LA.
    Natürlich hat Martinovic ein ausgesprochen großes Potenzial, aber man kann von ihm in seinem Alter
    schlecht erwarten, dass er der Mannschaft Struktur gibt. Vukovic war dazu in der Lage, aber seine
    - nicht unerwartete - Verletzung hat die Mannschaft schwer getroffen. 

    Dank des famosen Einfalls, ohne Spielmacher in die Saison zu gehen, kommen ausgerechnet die stärksten
    Spieler nicht zur Geltung. Wenn man auf der RM jemanden hat, der nach links keinen Druck weiterleiten
    kann und jedes Kreisanspiel antelefoniert, dann wird es für die Gegner einfach. Das zu reparieren ist für
    jeden Trainer eine Herkulesaufgabe.

    Kein Trainer in DHB Auswahlmannschaften wäre auf die Idee gekommen,
    einen Spieler mit einem technischen Niveau wie Pouya auf die RM Position zu setzen. Spieler wie ein
    Björn Zintel sind für die komplexen Aufgaben eines RM in der Jugend systematisch vorbereitet worden.
    Wenn ein solcher Spieler von Hüttenberg verpflichtet werden kann, wäre das für den VfL sicher auch
    möglich gewesen.

    Aber offenbar ist Schindler jemand,
    der die Qualität eines Spielers von der Torschützenliste abliest. Dass das nicht klappt, bringt den VfL in nun
    in akute Abstiegsgefahr.
        

    Zitat von »Arcosh«

    Bei Marcel Timm wurde in erster Linie aufgrund disziplinarischer Gründe auf eine Vertragsverlängerung verzichtet. Nächste Saison werden wir evtl. erleben dürfen wie groß der Sprung vom Zweitligaspieler zum Erstligaspieler ist.

    Was waren denn die schwerwiegenden disziplinarischen Gründe? War es nicht eher so, dass er sich ohne Entwicklungsperspektive irgendwann nicht mehr beliebig herumschubsen lassen wollte?


    Das ist ja genau das, was Gunnar Jäger beklagt hat: Es gab und gibt in Gummersbach überhaupt keinen Plan, wie man die Lücke zwischen Jugendnationalmannschaft und Bundesligateam schließen kann. Dieses Problem zu lösen wäre die vordringlichste Aufgabe von Schindler gewesen. Er hätte sich am Beispiel Martinovic vielleicht einmal anschauen können, welche Zwischenschritte dazu notwendig sind. Die Entwicklung von Spielern, die eine VfL Identität besitzen, ist sowohl aus ökonomischer Sicht als auch aufgrund der Verantwortung gegenüber jungen Menschen, die für den Traum Handballprofi zu werden hinsichtlich ihrer beruflichen Laufbahn zurückstecken müssen, alternativlos.

    Stattdessen fristen die Nachwuchsspieler beim VfL weiterhin ihr Dasein als Lückenbüßer, denen nie wirkliches Vertrauen entgegen gebracht wird.

    Frau Kettmann ist studierte Dipl. Betriebswirtin. Eurpean Handball Manager beschäftigt sich mit den EHF Regelwerken und dessen Konformität, nicht mehr und nicht weniger.
    Das ist keine kaufm. Ausbildung.

    Ja! Dazu hat sie als Assistentin des Vorstandes und Projektleiterin in einem DAX notierten Unternehmen gearbeitet. Praktischerweise ist SAP auch noch einer der Hauptsponsoren der RNL. Das ist tatsächlich ein gewinnbringender Stallgeruch. Als Profi weiß Frau Kettemann auch, dass sie sich um die wirtschaftlichen Belange der Transfers kümmern muss, während Tausendsassa Schindler sich für alles verantwortlich sieht, außer es geht schief.

    OA:OA: Der VfL Gummersbach will aus der Not eine Tugend machen und künftig stärker auf den eigenen Nachwuchs setzen. Wird das auch weiterhin gelten?
    Schindler: Da kann sich jeder drauf verlassen.

    ...wenn es nicht um die Zukunft junger Spieler gehen würde, wäre das fast lustig...

    Jetzt kommen zwei Söldner. Das passt doch nicht zu der Situation in der sich der Verein befindet.


    Der hätte erstmal in die Lehre gemusst, als zu meinen er ist der grosse Alleskönner.
    So was nennt man Selbstüberschätzung.

    Das ist das entscheidende Problem. Schindler hat weder als Trainer auf höherem Leistungsniveau gearbeitet, noch irgendwo im Bereich des Managements. Eine Person mit realistischer Selbsteinschätzung hätte den Job als Sportdirektor ohne einschlägige Erfahrung niemals angenommen. Aber offenbar hat er eine andere Persönlichkeitsstruktur.

    Sein Sendungsbewusstsein hat eine vernünftige Kaderplanung verhindert und der ohnehin schon brüchigen Statik des Vereins tiefe Risse zugefügt. Das gravierendste Problem ist aus meiner Sicht die Fallhöhe: Sollte M. Kraus tatsächlich die Bietigheimer zum Klassenerhalt führen, wäre die Mission Wiederaufstieg des VfL auf keinen Fall ein Selbstläufer.

    Die von Schindler aussortierten Jäger und Timm haben dagegen gezeigt, dass sie in einem Spitzenteam der 2. Liga eine gute Rolle spielen können.

    das wäre für beide wohl eher eine loose-loose situation....

    Wenn es für beide locker wäre, könnte man sich ggf. einigen. Es wäre aber wahrscheinlich eher so, dass beide am Ende als Verlierer dastünden.

    Schindler halte ich tatsächlich für ein Phänomen: Seine Meisterschaft besteht darin, dass er sich zwar in alle Belange einmischt, aber nicht zur Verantwortung gezogen wird, wenn seine planlosen Aktionen mal wieder ins Leere laufen.

    Nehmen wir mal die Situation im Nachwuchsbereich, den Schindler ja "professionalisieren" wollte. Während dieses Prozesses hat er einer Vielzahl von engagierten Trainern und Betreuern vor den Kopf gestoßen. Seine Reformen sind auch tatsächlich auf Wohlwollen gestoßen, allerdings in Dormagen, die im Nachwuchsbereich inzwischen eindeutig zur Nr. 1 im HVM aufgestiegen sind.

    Und natürlich wollte er die Integration der Nachwuchsspieler in die Bundesligamannschaft verbessern - jetzt ganz ohne Anschlussförderung. Das muss man im Vergleich zu Spielern wie Lukas Stutzke sehen, der sich in der 2ten Liga für den BHC vorbereiten darf. Anstatt ähnliche Wege zu gehen, wird beim VfL Perspektivspielern öffentlich die Bundesligatauglichkeit abgesprochen. Wen wundert es, dass sich die ambitionierten Nachwuchsspieler inzwischen lieber anderen Vereinen anschließen.

    Für mich sehe ich ganz viele parallelen zum HSV Fussball. Traditionsverein und Misswirtschaft. Ich kann mir nicht Spieler bei Aldi holen und Gourmet food erwarten. Ausserdem wird von einem Trainer erwartet, dass er neue Spieler einbindet in eine Mannschaft. Wenn ich schon einen Pouya hole, dann muss ich ihn in ein System einbauen. Bis jetzt erscheint er mehr als Einzelkämpfer mit mehr oder weniger Erfolg. Dieses Traditionsvereins Gesülze kann ich nicht mehr hören. Ab in die 2. Liga und vernünftig aufbauen mit jungen Spielern. Wenn junge Spieler Chancen in der 1. Mannschaft bekommen brauchen sie auch nicht zu anderen Vereinen wechseln.

    Natürlich gibt es da Parallelen - insbesondere auch was die sich selbst überschätzenden Sportdirektoren angeht. Im Prinzip sind alle Befürchtungen eingetreten, die man vor der Saison in Bezug auf die Kaderplanung hatte. Die Sponsoren scheinen der Heimat des Handballs auch nicht gerade die Tür einzurennen...

    Glock wird schon wissen war er tut. Der VfL ist perspektivlos überschuldet. Zu viele Leute reden beim VfL mit und da wird sich nichts ändern. Die Sponsoren ziehen sich ebenfalls zurück. Und Schindler und der Beirat verpflichten lieber Jugos als wie immer wieder propagiert auf die eigene Jugend zu setzten. Schindler wird genau so scheitern wie alle vor Ihm.

    Allerdings - es war nicht frei von Ironie, der PM das Bild von Schindler beizufügen...Beim VfL stehen die Sponsoren schon jetzt nicht gerade Schlange, aber durch die Transferpolitik von Schindler gehen endgültig die Argumente aus. Die Gehälter von Preuß und Lichtlein wurden offenbar von Sponsoren mitfinanziert, die von Pouya und Martinovic nicht.


    Ich bin gespannt, wie das bei den kroatischen Neuverpflichtungen aussehen wird..