Beiträge von Eulenfan

    Ich stimme dem Roten Teufel und dem alten Sack nur bedingt zu. Über die Bietigheim Partie müssen wir gar nicht großartig diskutieren. Damals agierten die Eulen mit einer mentalen Bleiweste und konnten folgerichtig gegen ebenfalls schwach spielende Bietigheimer keinen Punkt einfahren. Wenn das Team an diese Leistung anknüpft, muss heute erst gar nicht angepfiffen werden. Aber man darf nicht vergessen, dass zu diesem Zeitpunkt weder Salger noch Valiullin zur Verfügung standen. Auf der anderen Seite konnten sie in der letzten Runde bei gleich drei "alles oder nichts Spielen",in Lübbecke, gegen Hüttenberg und gegen Erlangen, mit sehr guten Leistungen überzeugen. Damals war allerdings David Schmidt jeweils ein alles überragender Faktor gewesen, bekanntermaßen spielt dieser aber jetzt in Stuttgart.

    Die letzten beiden Heimspiele gegen den VfL Gummersbach habe ich noch in sehr guter Erinnerung. 2014 setzten sich die Eulen einen Tag vor Heiligabend gegen die Oberbergischen durch, während in der vergangenen Runde besonders ein unaufhaltsamer Patrick Weber seinen Stempel aufdrückte und für die zwei Punkte sorgte. Dazu konnte bei beiden Heimsiegen mit Kevin Klier das Torwartduell gewonnen werden. Heute stehen aber weder Weber, Schmidt noch Klier auf dem Parkett. Bei einer solchen Begegnung sollte auch erwähnt werden, dass Gummersbach nun den klaren Vorteil auf der Torhüterposition haben dürfte. Das könnte der ausschlaggebende Punkt werden.

    Azat Valiullin steht zwar wieder zur Verfügung, ist aber eventuell noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Es wird die Aufgabe von Benjamin Matschke sein, ihn dosiert und sinnvoll einzusetzen. In der Mitte macht Hideg in der Tat einen sehr guten Job, mehr als aktuell kann man von ihm unmöglich erwarten, allerdings wäre es auch eine Option, mit zwei Linkshändern im Rückraum zu agieren. Dies würde bedeuten, dass Jerome Müller und Stefan Salger zeitgleich auf der Platte stehen. Gegen Leipzig war diese Variante zumindest mit Erfolg gekrönt. Was mit Remmlinger los ist weiß ich auch nicht. Tut mir unglaublich leid für den Jungen, dass er vor zwei Runden entscheidend zu dem Aufstieg beigetragen hat und seit diesem Zeitpunkt zum Zuschauen verdammt ist.

    Es wird sich Morgen aber eventuell auch die Frage stellen, welche der beiden Teams im mentalen Bereich die Nase vorne hat. Gegen Bietigheim, war die Nervosität im Team der Eulen an allen Ecken und Enden zu bemerken und maßgeblich ausschlaggebend für die verdiente Niederlage.

    Zitat

    "Manchmal muss man so eine Bombe zünden"

    so wurde zumindest der geschäftsführende Gesellschafter Dietrich Mayer in der Rheinpfalz zitiert, nachdem er gefragt worden ist, weshalb Geschäftsführer Endlich seinen Posten räumen muss. Ein weiteres qualitativ hochwertiges Argument von Mayer folgt zugleich:

    Zitat

    "Endlich ist Gastronom, ihm fehlte die Erfahrung"


    Trotzdem würde mich interessieren, was er falsch gemacht haben soll. Wirtschaftlich stehen die Eulen auf guten Beinen, den Etat konnte er um 500.000€ nach oben schrauben, mehrere zusätzliche Sponsoren gewinnen und darüber hinaus in der vergangenen Runde auch noch wichtige Spieler verpflichten, um so eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, ohne dabei in finanzielle Schieflage zu geraten.

    Des Weiteren deutet Mayer an, dass die positive Entwicklung primär auf Lisa Heßler zurückzuführen sei, da sie im Hintergrund als "zweite starke Hand" agierte. Glich die Arbeit von Endlich bei den Eulen also nur einem Wellness Urlaub? Wenn dem so wäre hätte der Verein schon viel früher die Reißlinie ziehen müssen, da man damit auch Personalkosten einsparen kann. Aber Mayers Äußerungen zeugen nicht gerade von Fairness, deswegen sollte man diese auch kritisch hinterfragen und nicht alles für bare Münze nehmen. Allen Anschein nach gab es dazu einen Machtkampf zwischen Mayer und Endlich, welchen der Gesellschafter für sich entscheiden konnte.

    Ich finde es einfach schade, dass mit Endlich so umgegangen wird. Nach außen hin will der Verein ein Bild der Einheit und des Zusammenhalts abgeben, sägt dann jedoch auf eine höchst fragwürdige Art und Weise einen Geschäftsführer ab, dem man auf dem ersten Blick wenig bis gar nichts vorwerfen kann und äußert sich dann noch geringschätzend über diesen.

    In der vergangenen Rückrunde konnte personell noch einmal nachgelegt, was maßgeblich zum Klassenerhalt beigetragen hat. Von daher war dies jetzt nicht so schlecht gewesen. Ist ein Etat von drei Millionen in dieser Region und dieser sportlichen Konkurrenz wirklich realistisch? Die Kurpfalz ist in erster Linie Löwen-Revier und in der Pfalz sehe ich jetzt auch nicht unbedingt den
    potenten Geldgeber. Die BASF unterstützt, so würde es mir zumindest mal erzählt, keinen Spitzensport, Südzucker ist finanziell schwer angeschlagen und sonst fällt mir kein großes Unternehmen oder eine Privatpersonen ein, die ordentlich Geld reinbuttern kann. FitLine ist dies zumindest nicht. Wenn es die Pfalz nicht mal fertig kriegt, das Heiligtum FCK zu retten, wird wohl kaum in die Eulen investiert werden. Ich habe Endlich immer für sein aufrichtiges und ehrliches Engagement geschätzt, so nahm ich ihn als Außenstehender zumindest wahr, und finde es aktuell schade, dass er gehen muss.

    Eulen Ludwigshafen und Marcus Endlich gehen getrennte Wege - Die Eulen Ludwigshafen
    Alles sehr nebulös. Ich habe eigentlich immer den Eindruck gehabt, dass Marcus Endlich großes Vertrauen genießt und unangefochten ist. Des Weiteren birgt die Personalie Lisa Heßler, aufgrund der verwandtschaftlichen Verhältnisse zu einem der Gesellschafter, mittel- und langfristig einiges an Zündstoff. Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass sich die Gesellschafter in den Haaren lagen und dem Verein damit einen Bärendienst erwiesen. Nun sollen also alle Gesellschafter damit einverstanden sein, dass die Familie Heßler innerhalb des Vereins zwei sehr wichtige Positionen besetzt. Ob diese Entscheidung auch jene mittragen, die eine eher angespannte Beziehung zum Gesellschafter Rudolf Heßler pflegen? Oder sind hier jetzt alle plötzlich best buddies?

    Ich kann mit Lisa Heßler als Geschäftsführerin gut leben, weiß aber auch nicht was Marcus Endlich falsch gemacht haben soll. In der Pressemitteliung werden auch keine Gründe außer unterschiedliche Auffassungen genannt, was logischerweise sehr viel Raum für Spekulationen offen lässt. Ich hoffe nur, dass dies nicht der Startschuss für eine erneute Auseinandersetzung auf Funktionärsebene ist, die zu ungunsten des Vereins ausgetragen wird.

    Matschke turnt herum, regt sich über die Schiedsrichter auf, kommuniziert während des Spiels mit dem Publikum und diskutiert Schiedsrichterentscheidungen. Auch Geschäftsführer und nicht im Kader stehende Spieler kommentieren jede Entscheidung lautstark und sind Streitgespräch mit Anhängern der Heim-Mannschaft nicht abgeneigt.

    Das Matschke während eines Spiels herumturnt und die Schiedsrichterentscheidungen teilweise kritisiert, ist durchaus korrekt. Aber man darf schon die Frage stellen, ob solch ein Verhalten grundsätzlich verwerflich ist und ob er damit ein Alleinstellungsmerkmal aufzuweisen hat. Hier würde ich zweimal mit Nein antworten. Ich kann mich nicht erinnern, dass Matschke den Bogen überspannt und jegliches Maß missachtet hat. Darüber hinaus sind die Zuschreibungen "herumturnen" und "Schiedsrichterentscheidungen diskutieren" bestimmt auch auf einen ganz großen Teil seiner Trainerkollegen zu übertragen. Also kein Alleinstellungsmerkmal. Ich muss aber auch hinzufügen, dass ich bei Auswärtsspielen schon lange nicht mehr dabei gewesen bin, mein letztes war in Leutershausen 2016, und nur die Heimspiele beurteilen kann. Dementsprechend kann ich mich auch zu dem Vorwurf des Streitgesprächs mit gegnerischen Anhängern nicht äußern. Das Matschke mit dem Publikum via Gestiken kommuniziert habe ich auch schon wahrgenommen, allerdings waren hierbei keine obszönen dabei, die jetzt zu verurteilen sind. Vielmehr versucht er die eigenen Fans zu pushen.Schlimm finde ich das jetzt nicht.

    Feld, Valiullin und Salger fallen erst einmal verletzt aus. Im Rückraum sollen es also nun Dietrich, Bührer, Hideg und Müller alleine richten. Dietrich ist hierbei der einzige Akteur, der über die notwendige Bundesligaerfahrung verfügt. Bührer wurde in der vergangenen Saison nur sporadisch eingesetzt. Müller, der wahrscheinlich zunächst einmal als Ergänzung zu Salger gedacht war, schlägt zwar ein wie ein Bombe, ob er dies in den nächsten Spielen weiterhin durchziehen kann, steht jedoch in den Sternen. Hideg kommt direkt aus Schwetzingen und ist dazu mit einem Zweitspielrecht ausgestattet. Ihn kann man definitiv noch nicht als kurzfristigen Hoffnungsträger und Feld-Ersatz wahrnehmen. Für mich ist das ein Transfer, der langfristig einschlagen soll.

    Die Frage lautet nun: Was tun? Besteht die Möglichkeit noch einen Spieler zu verpflichten, der sportlich den Eulen weiterhelfen kann, aber finanziell das Budget nicht zu stark belastet? Was die Finanzen anbelangt, warne ich vor okönomischen Abenteuren. Ich plädiere eher dafür die Saison mit der Rumpftruppe durchzuziehen, anstatt irgendwelche schwer finanzierbare Spieler zu verpflichten. Aber eventuell stehen wir gar nicht vor solch einem Problem, sondern können Finanzierbarkeit und sportlichen Mehrwert unter einen Hut bringen. Aufjednefall sollten jene hier im Forum, die sich über die nicht vorhandene Wettbewerbsfähigkeit der Eulen beschweren, berücksichtigen, dass der Verein nur einen begrenzten finanziellen Spielraum aufzuweisen hat und aktuell eine komplette Reihe im Rückraum ausfällt. Wenn diese beiden Faktoren vorhanden sind, ist es schwer die Klasse zu halten und gegen bestimmte Mannschaften eine konkurrenzfähige Truppe auf die Beine zu stellen.

    PS: wären die Eulen ein Fußballverein, würde man in so einer Situation einfach mal den Trainer entlassen ;) , aber ich bin sehr glücklich, dass hier die Uhren anders ticken, nämlich richtig.

    In der Vergangenheit waren die Spiele gegen Erlangen nicht selten das Highlight der Saison gewesen. Ich hätte nichts dagegen, wenn es in dieser Runde wieder ein Spektakel mit positiven Ende für die Eulen geben wird. Die Mittelfranken scheinen ja auch nicht perfekt in die Saison gestartet zu sein. Mal schaun was heute drinnen ist. Gerade nach dem unerwarteten Sieg der Bietigheimer gegen Göppingen im Schwabenderby, wäre es wichtig langsam mal Punkte einzufahren. Bisher war aufgrund der Gegner, Außnahme das Spiel Auswärts bei GWD, nichts zu holen. Zu Hause gegen Erlangen ist vielleicht was möglich. Schön wäre es zumindest aus Eulen Sicht.

    Würde auch sagen, dass der BHC Favorit ist. Ich hoffe, dass Azat Valiullin wieder spielen kann und ein entscheidender Faktor wird. Das Salger verletzt ausfällt ist natürlich ein schwerwiegender Verlust, da es sich bei ihm ja um den Königstransfer gehandelt hat. Ich habe leider noch eine gute Nachricht für die BHC Fans: Kevin Klier spielt seit dieser Saison nicht mehr in Ludwigshafen. Unser Keeper ist gegen den BHC fast immer zur Hochform aufgelaufen und war damit maßgeblich daran beteiligt, dass wir in den letzten Spielen gegen den BHC eigentlich immer sehr gut aussahen. Nun müssen Lenz und Hanemann ihn ersetzen. Wenn wir gewinnen wollen, muss das Duell der Torhüter deutlich zu unseren Gunsten ausfallen und der eine oder andere Spieler über sich hinauswachsen.

    Der BHC macht das wie einst der 1. FC Kaiserslautern :P :P :P


    Mit überzogenen sportlichen Erwartungshaltungen und einem misserablen finanziellen Management den Verein in die Scheiße reiten? :P ;)

    Spaß beiseite: Der BHC zählt wohl kaum zu den Abstiegskandidaten in der kommenden Saison. Die individuelle Klasse ist hier einfach zu hoch. Arcosh hat aber in einem Punkt recht: Bei Lübbecke wurde in der vergangenen Runde eine ähnliche Argumentation an den Tag gelegt und das Ergebnis ist uns allen ja bekannt. Aus Eulensicht glaube ich eher, dass man Chancen hat Gummersbach und Bietigheim hinter sich zu lassen als den BHC.

    wenn man davor sieht, wieviel punkte man da brauchte um nicht abzusteigen...

    Ich nenne das ausgleichende Gerechtigket :P . 2015 sind die Eulen mit 25 Punkten abgestiegen. Ok in der Saison 2014/2015 gab es zwei Spiele mehr als sonst, aber trotzdem war das nicht normal gewesen. Deswegen hat sich Ludwigshafen, aufgrund der Vergangenheit, den Klassenerhalt 2017/2018 schlicht und ergreifend verdient. Aus-Schluss-Basta ;) . Aber Vergangenheit ist Vergangenheit und von dieser kann man sich ja bekanntlich nichts kaufen.

    Abwarten: Die Eulen waren schon in der vergangenen Saison vor Rundenbeginn totgesagt worden und haben trotzdem den Klassenerhalt geschafft. Lenz hat in der Saison 2016/2017 überzeugend gespielt und war mit Kevin Klier zu diesem Zeitpunkt mindestens auf Augenhöhe. Darüber hinaus ist es auch von Seiten des Vereins vernünftig den Budgterahmen nicht zu sprengen. Ein Absteig in die zweite Liga ist eher zu verkraften als ökonomische Unvernunft, die in einem Fiasko enden kann. Im Übrigen haben es die Eulen noch nie geschafft ihre Topspieler eins zu eins zu ersetzen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Kogut, die Schmidts, Pevonv und Co nicht als gestandene Profis nach Ludwigshafen kamen. Von daher ist der Salger Transfer eine klassische Verpflichtung im Stil der Eulen. Mit Gefahr, dass ich mich wiederhole: Die Causa Djozic kann ich nicht nachvollziehen. In diesem Punkt hätte der Verein tatsächlich anders handeln können

    (Perspektive eines Außenstehenden).