Ich will damit nichts weiter sagen als das in Deutschland, bezüglich des Männerhandballs ganz besonders, immer eine total überzogene Erwartungshaltung besteht und das war schon 2007 so. Immer tut man in Deutschland so als ob einem Titel automatisch etliche weitere folgen müssten und das war damals schon falsch und ist es heute noch.
Die Medien springen im Erfolgsfall gerne auf, kreieren irgendwelche bescheuerten Kampagnen vom Wintermärchen oder den Bad Boys und machen Schland immer zum Favoriten. Das sind wir aber eigentlich nie gewesen und wenn, dann immer nur einer von vielen.
In meiner Wahrnehmung kann eigentlich nur Frankreich immer irgendwelche Titelambitionen anmelden und selbst die hatten zwischendurch Enttäuschungen dabei. Dann kommen die Dänen, Spanien, lange Zeit Kroatien und aktuell verstärkt Norwegen und wieder Schweden. Dann stießen immer mal Länder wie Slowenien, Katar, Ungarn oder Island auch noch bis vorne durch. Da ist Schland nur 1 Land von vielen.
Wir haben einfach keine Truppe, mit der man etwas fordern könnte und das liegt nur bedingt am Trainer, der dann allerdings nicht noch zusätzliche Fehler machen darf, wie sie Prokop gemacht hat.
Es muss eigentlich alles klappen, es muss Glück dazu kommen und evtl. auch Schützenhilfe von Gegnern, die ihrerseits schwächeln.
Einer einfachen Logik zu folgen, die da heißt, Titel geholt, automatisch weitere Titel oder immer mind. HF ist und bleibt falsch, genauso wie es falsch wäre nach einem schlechten Turnier die komplette Spitze auszutauschen.
Haben die Franzosen das gemacht? Nein.
Der Malus ist mir scheißegal, weil es kein Naturgesetz dafür gibt, dass Teams und Trainer nicht aus Fehlern lernen können und Krisen bewältigen können.
Für mich gibt es nur den Malus des Aktionismus und der Polemik. Keinen Titel = Trainer und Verbandsspitze weg und das dann mit Spielern wie Semper, Suton, Fäth, Lemke oder Strobel. Da weiß ich nicht, ob ich lachen oder heulen soll. Die reißen es dann ganz bestimmt mit Markus Baur und Daniel Stephan als Speerspitzen. 