Ich fühle mich von der Social Media-Abteilung der MT wirklich verschaukelt. Auf Facebook wurde der Sieg nach dürftigen 60 Minuten als "Kampfansage" betitelt. Das ist doch wirklich blanker Hohn. Wenn da nun "Hauptsache zwei Punkte mitgenommen" oder so stünde, aber das? Ich weiß, man darf solche Posts nicht zu ernst nehmen, aber hier frage ich mich wirklich, warum man die Fans nach so einem Spiel noch mit solchen Aussagen nach Hause schickt.
Nun zum eigentlichen Spiel: Ich konnte leider nur die zweite Hälfte schauen, aber die hat mir angriffstechnisch sowieso gereicht. Die Mannschaft hat sich im Großen und Ganzen über die gesamte Saison spielerisch nicht weiterentwickelt. Ja, man behält auch bei solchen Leistungen immerhin zwei Punkte zu Hause, aber bei langjährigen Handballfans wird man so keine Begeisterung entfachen. Die Abwehr hat gegen überforderte Mindener den Sieg im Verbund mit Simic festgehalten, während sich im Angriff Altbekanntes wiederfindet: Einzelaktionen, jede Menge Fahrkarten (hat mich immerhin für den jungen Mindener Torwart gefreut; den Abend wird er nie vergessen) und ein Spielkonzept, das eigentlich nur von Mikkelsen lebt. Timm Schneider ist für mich da oft sinnbildlich: Großer physischer Aufwand ohne nennenswerten Ertrag, dazu unzählige technische und taktische Fehler. Immerhin durfte Simon Birkefeldt mal wieder ran. Er macht es nun auch nicht schlechter als M. Müller.Ich weiß, dass es befremdlich sein muss, wenn ein Fan nach einem Heimsieg so viel Negatives schreibt, aber viele Aspekte meiner Kritik ziehen sich nun wie ein roter Faden durch die letzten drei Jahre. Es ist Frustration, die nicht primär ergebnisorientiert ist. Ich finde Heiko Grimm an sich sympathisch, aber eine eigene Handschrift lese ich da nicht wirklich.