Zur Vertragslaufzeit von Kunkel lese ich unterschiedliche Angaben (2022 und 2023). Bisher hat man aber noch nichts dazu gehört, dass man hier einen Ersatz sucht. Eine Verlängerung wäre sportlich nicht gerechtfertigt, sodass ich hier auf einen guten Backup für Mandic hoffe.
In den letzten zwei Jahren auf die MT auf LA von den Leistungen absolut unterdurchschnittlich.
Beiträge von Gondor
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Mit Reichmann sollte man tatsächlich nicht verlängern. Er ist doch ziemlich verletzungsanfällig.
Am Kreis bräuchte man m.E. wieder jemanden mit tieferem Körperschwerpunkt, der auch im Mittelblock spielen kann. Parrondo möchte da glaube ich zunehmend komplette Spieler im Kader haben. Perspektivisch kann ich mir auch vorstellen, dass es für Finn Lemke schwierig wird. Er hat seit 2017 nie so richtig gezündet, fällt oft aus und hat im Angriff nie wirklich zu alter Stärke gefunden. -
Kalarash macht das bisher wunderbar. Scheint auch keinerlei Allüren zu haben, wenn er mal länger auf dee Bank hockt. Auch Jonsson spielt aus meiner Sicht eine tolle Saison und ist super vielseitig.
Bei wem ich langsam echt die Hoffnung aufgebe, ist Julius Kühn. Klar wirft er im Schnitt seine 4-6 Tore, aber um welchen Preis? Die Zahl einfachster technischer Fehler und die fehlende Spielintelligenz - das geht manchmal echt auf keine Kuhhaut. Ich schätze, dass sich Parrondo das nicht zu lange anschauen wird und ggfls öfters mit Jonsson-Pavlovic -Häfner den Rückraum stellen wird. Da verliert man die Pille zumindest nicht ständig unnötig... -
Laut handball.leaks wechselt Moraes von Benfica zur MT. Das sieht eher nach Abschied für Maric aus.
Zu Morawski: Finde ich gut, der bringt viel Qualität mit. Heine hat bisher alles andere als enttäuscht und bringt sich gut ein - vllt ist ja ein Posten für ihn im Verein drin. Ich schätze nur, dass ihm Kassel langfristig zu klein ist.
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Ich gehe jetzt bewusst gar nicht auf das Inhaltliche ein, aber diese Diskussion führt doch zu nichts. Abwarten, was passiert.
In der Außenwahrnehmung ist mit der Verpflichtung von Parrondo ein Rück durch die Mannschaft gegangen. Das kann aber nicht alle strukturellen Schwächen sofort kaschieren und soll es auch gar nicht. Jetzt muss man mal Geduld haben und auch einem Andre Gomes Zeit geben, sich zu etablieren. Neue (stärkere) Liga, fremde Sprache, ganz anderes Umfeld - Söldner hin oder her, das ist für ihn gerade sicher sehr herausfordernd. Und dass er ein Guter ist, der der Mannschaft Qualität zuschießt, hat er ja mehr als nur angedeutet. -
Naja, also wenn ein Verein kopflos Geld ausgibt, um sich Erfolg zu erkaufen, dann steht man schon gerechtfertigt in der Kritik und muss die Häme dann eben aushalten. Da hat die MT schon auch das Übrige getan, um kritisch gesehen zu werden. Wenn man bei einer Diskussion dann jedoch ins Polemische oder Unsachliche abdriftet, dann darf man sich jedoch auch nicht wundern, wenn andere User das hier nicht so stehenlassen wollen. Ist ja ein normaler Mechanismus in so einem Forum.
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Ähhmmm.... Geld? Kohle, Penunsen, Schotter, Steine........
Vielen Dank für den geistreichen Einwurf. Gutes Geld kann man auch bei anderen (ambitionierteren) Mannschaften verdienen. Für einen 26-Jährigen dürfte die sportliche Perspektive ebenso interessant sein. Aber er scheint wirklich an eine Kehrtwende zu glauben. Abwarten, was daraus wird.
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Schade. Kastening hätte ich gern in Kiel gesehen.
Mich überrascht das auch etwas. Die Verpflichtung von Parrondo muss auch in der Mannschaft ein echtes Signal gewesen sein. Sonst frage ich mich nämlich, was Kastening noch in Melsungen will. Wie gesagt, vielleicht hat das Management jetzt tatsächlich mal was richtig gemacht und auf der Trainerposition eine gute Besetzung gefunden.
Dass Maric verlängert wird, bezweifel ich momentan etwas. Mit Arnasson hat man bereits einen Kreisläufer, der die Ansprüche nicht ganz erfüllt, mit Maric dann zusätzlich jemanden, der im Mittelblock nicht spielen kann und nicht mehr an die Zeit vor 2017/18 anknüpfen kann.
Da braucht es m.E. ein Upgrade, um auf der Position wieder voranzukommen. Fände es trotzdem schade, weil Marino ein feiner Kerl ist, der sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. -
- Dass man mit Pavlovic verlängern will, denke ich auch. Er ist seit letzter Saison richtig "angekommen" und mit Jonsson ein gutes Gespann.
- Bei Heinevetter bin ich mir weniger sicher, da der Name Klimpke schon länger herumschwirrt. Heine macht seine Sache aber gut, eine Verpflichtung von Klimpke wäre daher eher eine Entscheidung für die Zukunft als gegen Heinevetter.
- Dass Petersson und Allendorf nicht verlängern werden, dürfte klar sein; dürfte bei beiden die letzte Saison sein.
- Bei Maric wird es eng. Er ist ein solider Kreisläufer, müsste aber m.E. nach Jahren der Stagnation schon noch eine Schippe drauflegen. Schade, dass er nicht im Mittelblock spielen kann.
- Reichmann wird denke ich nicht verlängert. Ich würde Ignatow als Backup sehr begrüßen.
- Bei Kunkel findet man unterschiedliche Angaben zum Vertragsende (2022 und 2023). Hier würde ich auf keinen Fall verlängern, sofern seine Leistungen nicht explodieren. Er hat drei Saisons lang eigentlich alle Erwartungen nicht erfüllen können. -
Der Schlüssel ist sicher auch, dass der ganze Kader genutzt wird. Ein Kühn kann eben nicht mehr zehn Fahrkarten am Stück werfen, wenn ein Gomes auf der Bank wartet.
Wäre schön, wenn man gegen Mannschaften, die qualitativ auf Augenhöhe sind, auch mal auf Augenhöhe agieren kann. -
Vielleicht gibt es ja nach vielen, vielen dürftigen Jahren jetzt endlich die Kehrtwende. Heute hatte ich tatsächlich die ganze Zeit das Gefühl, dass man zu jeder Zeit gegen wirklich starke Hannoveraner gegenhält, mental auf der Höhe ist und noch zulegen kann. Jonsson ergänzt das Team mit seiner Physis wunderbar, auch Gomes mit vielen dynamischen Aktionen. Gegen stärkere Teams verliert man das Spiel aufgrund der Wurfausbeute, aber zumindest nimmt man sich nun scheinbar nicht mehr durch technische Fehler, überstürzte Einzelaktionen und Unkonzentriertheiten selbst aus dem Spiel.
Ansonsten hat Hannover für mich ziemlich am Limit gespielt, was den Sieg nochmal aufwertet. -
Was die Mannschaft weiterhin braucht, ist ein ganz klares Spielsystem. In den Saisons vorher blieb ein Kühn z.B. auf der Platte (mangels Alternativen, weil die Breite im Kader fehlte), auch wenn er grundlos fünfmal den Ball weggeworfen hat. Der Rückraum ist jetzt deutlich besser aufgestellt, was für mich der Hoffnungsschimmer ist.
Parrondo hat sich seine Meriten eindrucksvoll erarbeitet - ich fänd ihn als Coach spannend. Gerade die Spanier setzen ja nun auf gnadenlos schnörkellosen Handball. Das könnte zum Team passen.
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Fand die Leistung heute streckenweise recht ansprechend, leider wie immer zu unkonstant, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.
Jonsson fand ich echt gut - ein kompletter Spieler, der auch für den Mittelblock robust genug ist. Ansonsten spielt die MT wohl auch dieses Jahr ohne LA. Die Baustelle wurde nicht geschlossen, was sich rächen wird. -
Ich lese hier öfters davon, dass ein Mikkelsen nicht ins System von Gudmundsson passe. Kleine Frage: Was ist denn dieses System genau? Ohne vernünftige Auslösehandlung einfach per Einzelaktion zu werfen ist KEINE Spielidee. Vielleicht kann mich ja hier jemand aufklären.
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Was BH da sagt, muss einem nicht schmecken. Ich bezweifel auch, dass es unbedingt guter Stil ist, zumal er selbst alles andere als unbestritten ist.
Aber im Endeffekt hat er halt recht. -
Boomhouwer abzugeben war schon damals grundlos. Er hatte halt nicht das Privileg wie Kunkel im Dunstkreis der Nationalmannschaft zu sein. Kunkel ist für mich nach Arnasson eigentlich die größte sportliche Enttäuschung der letzten Jahre. Auch im dritten Jahr ist er ein unterdurchschnittlicher LA mit miserabler Trefferquote. Bei Salger hatte ich zumindest weniger Erwartungen, auch wenn selbst diese konsequent enttäuscht wurden. Sagt dem nach fast zwei Jahren immer noch niemand, dass er immer einen Meter zu nah an der Abwehr ist, um sich irgendwie einbringen zu können? Mittlerweile grenzt es an Realsatire, wie wenige Spieler sich bei der MT weiterentwickeln oder zumindest stagnieren.
Was ich schade finde: Ein Häfner, ein Kastening oder ein Pavlovic enttäuschen keinesfalls. Die reiben sich schon merkbar auf, müssen aber noch viel genervter von der Situation sein. Ist schon wichtig, bei all der berechtigten Schelte auch zu differenzieren. Auch Heinevetter hat noch Feuer, an ihm liegt es nicht. -
Im Grunde muss sich die MT Meslungen neu erfinden. Die Transferpolitik der vergangenen Jahre sah so aus, dass man im Grunde immer nur "fertige" Spieler geholt hat. Die hat man von ihrem bisherigen Verein vor allem durch ein monetär (deutlich) besseres Angebot weggelobt. Dadurch hat man viel investiert, der Ertrag dazu passt aber nicht, weil die Grundqualität dieser Spieler gut ist, aber eben nicht herausragend. Irgendwann kam Geerken auf die Idee, sich mit den Sympathiewerten der Nationalspieler schmücken zu können. Du hast aber nicht ins oberste Regal greifen können (Pekeler etwa war nicht zu kriegen), sondern eins darunter. Jetzt hast du eben Spieler in deinem Kader, die Qualität besitzen, aber die jetzt nicht für konstant starke Leistungen stehen. Problematisch ist zudem, dass sie durch das gute Gehalt auch ein ganz gut gesättigt sind. Das heißt nicht, dass die nicht jedes Spiel gewinnen wollen. Das heißt aber schon, dass da womöglich die letzten paar Prozent fehlen.
Erinnert euch mal an RB Leipzig, bevor Ralf Rangnick dort hinkam. Da wurde viel Geld verbrannt, weil damals zu Drittligazeiten Spieler geholt wurden, die zwar einen Namen hatten, aber eben satt waren. Rangnick hat das dann umgestellt. Er hat auf junge Spieler gesetzt, auf Top-Talente. Auch die kosten Geld. Leipzig ist gemeinsam mit seinen Sparring-Clubs zum Talentehort in Deutschland geworden. Die hatten eine Philosophie und ein Konzept. Auf Melsungen übertragen, müsste die MT mal überlegen, ob sie einen solchen Weg nicht auch einschlagen will. Gutes Scouting in ganz Europa, um die Spieler aufzuspüren, die noch nicht satt sind und die weiterkommen wollen. Die, die für den nächsten Karrieschritt noch brennen. Die sich über Melsungen für Kiel, Veszprem oder Barcelona empfehlen wollen. Die aber fürs erste stolz sind, in der Bundesliga zu spielen. Eben mal einen Röd, einen Saugstrup, einen Gisel usw. selbst entdecken. Und nicht erst dann um sie buhlen, wenn sie sich schon einen Namen gemacht haben. Das Kleingeld, um ein solches Scouting zu finanzieren, müsste die MT eigentlich haben.
Aber auch im kommenden Transferfenster hat die MT wieder viel Geld investiert. Ob´s sich auszahlt? Ich wage es zu bezweifeln. Mit Gomes kommt ein toller Spieler, mal wieder ein großer Name. Ob der aber so gut nach Melsungen passt, wird man sehen. Dazu bräuchte es eine Top-Lösung auf der Trainerbank. Und nicht von einer Verlegenheit in die nächste. Bei Grimm hätte schnell klar sein müssen, dass er nicht das Zeug zum Top-Trainer der Bundesliga hat. Gudmundsson war dann die Interimslösung, die plötzlich dann doch bleiben durfte. Sein Scheitern ist im Grunde auch vorprogrammiert. Der Zeitpunkt der Trennung ist noch offen. Geerken braucht eigentlich jetzt schon den Kandidaten, den er für den Tag X aus dem Hut zaubert. Ich bin froh, dass Matschke zur HSG wechselt. Das wäre so ein frischer Kandidat, der auch der MT gut tun würde. Dazu einen innovativen Sportdirektor und es würde frischer Wind wehen. Oder aber du wagst dich als MT ganz weit aus dem Fenster und lockst einen Dagur Sigurdsson oder einen Christian Berge nach Nordhessen.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht in Melsungen. Auch denke ich, dass die Außendarstellung dringend überdacht werden muss. So ein Facebook-Post in allen Ehren, aber das ist meiner Meinung nach nicht professionell.Teile deine Meinung 1:1 und in allen Belangen. Um sich neu zu erfinden, braucht es m.E. zwangsläufig auch neue Gesichter in der Chefetage, um vom Bild des ideenlosen und mit Geld um sich schmeißenden Provinzclubs wegzukommen. Und genau hier fehlt scheinbar die Konsequenz und auch der Mut im Verein - ganz zu schweigen von Scoutingfähigkeiten und letztlich auch sportlicher Kompetenz.
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Gut den Trainer kannst entlassen auch Axel Geerken. Und dann ?
Man bräuchte erstmal jemanden, der mentalitätsarme Spieler aussortiert und bestimmte Tugenden einfordert. Im Management ebenso Leute mit Ecken und Kanten. Mir schweben Peter Neururer und Klaus Toppmöller vor.
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Hab mir gerade mal nach etwas Abstinenz wieder eine Halbzeit der MT angeschaut. Man scheint den Tiefpunkt erreicht zu haben. Es fehlt:
- an einem homogen zusammengestellten Kader. Wenn die erste Reihe mal nicht zündet, dann kommt von der Bank zu wenig. Das liegt entweder an mangelnder Qualität (Salger, Arnasson), mangelnder Erfahrung (Pregler) oder daran, dass man dem Spieler jedes Vertrauen entzogen hat (Mikkelsen).
- an Emotionen. Gudmundsson steht da wie versteinert und gibt keinerlei Impulse von außen. Er unterstreicht heute, wie wenig er zum Team passt. Unfassbar. Klar ist er ein arrivierter Trainer, aber das hat irgendwie nie so richtig gepasst.
- an jedem Aufbäumen und an Leadern. Das braucht glaub ich keine weitere Erklärung.
- weiterhin an einer Spielidee. Klar blitzt individuelle Klasse eines Kastenings oder Häfners öfters auf, man ist aber unglaublich ausrechenbar.Es braucht eine kleine Revolution im Verein. Da darf nun echt kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. Diese katastrophale Kaderplanung (mit Ansage!) darf auch nicht ungestraft bleiben. Man fragt sich wirklich, wie viel Sachverstand da wirklich vorhanden ist...
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Es braucht für die nächste Saison einen Stilwechsel an der Seitenlinie. Mehr Emotionen, mehr Spaß am Spiel, mehr Vertrauen in die eigene Qualität und weniger hölzern wirkende Ansagen in den Auszeiten. Die Qualität ist da, das bestreitet ja niemand. Auf LA und am Kreis ist man nur durchschnittlich besetzt, ansonsten genügt der Kader schon Ansprüchen einer Top5-Mannschaft. An der Homogenität im Kader arbeitet man ja bereits.
Ob Gudmundsson so einen Stilwechsel schafft, weiß ich nicht. Wirkt so, als sei das schlicht nicht sein Naturell. Dieses ewige Söldner-Geschwätz bringt irgendwann auch nicht weiter. Ein Kastening, ein Häfner, ein Heinevetter, ein Simic oder Lemke - alle Spieler, die wollen und auch Emotionen zeigen können. Aber nun muss man eine Einheit schaffen und eine Atmosphäre im Verein, die diese Geilheit auf Erfolg auf allen Ebenen auch ausstrahlt. Weniger fancy Social Media-Gedöns ohne Inhalt, weniger reine Wohlfühlatmosphäre und mehr Fokus darauf, die entscheidenen 10% sportlich rauszuholen. Und dann läuft der Laden auch. Wenn das nicht passiert, wird es immer weiter bergab gehen. Die Geduld ist nicht nur bei mir aufgebraucht. Und da wären wir beim Management. Hier höre ich zu oft diplomatische Worthülsen und ich sehe diese Erfolgsgeilheit nicht. Es täte mal so gut, auch in dem Bereich Leute mit Ecken und Kanten zu sehen...