Wir werden in der nächsten Spielzeit eine MT sehen, die mit der
heutigen
( vor der
Verletzungsserie ) Mannschaft nichts mehr in großen teilen zu tun
haben wird.
Es werden einige Spieler die noch einen laufenden Vertrag haben zwar noch zusehen sein
,aber gut dosiert .
Ob das Richtig ist
bleibt abzuwarten . Wir werden sehen müssen , was für Spieler auf
die MT zukommen .
Im Grundsatz ist
aber am wichtigsten , das der „MT Kopf“ frei werden muss von den
übertriebenen
Ansprüchen . Auch
wenn es den einen oder anderen nicht gefällt , die MT wird in den
nächsten
Jahren vielleicht
nur Mittelmaß sein . Kommt Zeit , kommt Europa .
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Ich habe eine gewisse Sympathie mit dem Ausdruck, endlich "den Kopf frei" bekommen zu müssen. Für mich bedeutet das aber nicht sportlich weniger ambitionierte Ziele zu verfolgen als vielmehr diese Mentalität der Lethargie und des fehlenden Bisses loszuwerden. Das ist für mich der Kern des Problems. Dafür braucht man auch eine Geschäftsetage, die nicht immer so luschig auftritt.
Ich bleibe dabei: Individuell ist man auf den meisten Positionen sehr solide aufgestellt und sollte die Top 5 anpeilen können. Das reicht halt nur nicht, wenn das Team so ausrechenbar und blutleer daherkommt. Dafür ist die Liga zu homogen im Mittelfeld.
Ich glaube, dass Parrondo tatsächlich wenig Schuld für die Situation trifft. Er kam in ein Land, dessen Sprache er noch lernen muss. Dort hat er einen in Teilen demoralisierten Kader vorgefunden, dessen Zusammenstellung nicht so wirklich passt und hat dann keine richtigen Leitwölfe vorgefunden, die ihm als verlängerter Arm dienen können. Gudmundsson hat da scheinbar menschlich wenig Draht zum Team gefunden und im Endeffekt mehr Schaden als alles andere angerichtet - vor ein paar Tagen wurde ein Interview mit Yves Kunkel veröffentlicht, was ich bemerkenswert ehrlich und kritisch seiner Arbeit gegenüber fand. Ein Mikkelsen wurde z.B. sportlich demontiert (drastische Wortwahl, aber so war es ja), während z.B. die Verpflichtung von Arnasson sicher sein Wunsch war.
So ärgerlich es ist, das nun zum gefühlt zehnten Mal hintereinander sagen zu müssen: Saison abhaken, Kader sinnvoll ergänzen und Kredit bei den Fans wieder erlangen. Dass das mit dem momentanen Sportvorstand gelingt, darf nach unzähligen misslungenen Neuaufstellungen der letzten Jahre freilich bezweifelt werden. Es wird in jedem Fall dauern, bis man von einem Zuschauerschnitt von 4000 wieder träumen darf.