Beiträge von Aexl

    Freundschaft!


    Gerade einmal 5. Wieviel würdest Du denn erwarten? Das sind im Wesentlichen zwei Jahrgänge. In der Nationalmannschaft spielen die guten Spieler zwischen 10 und 20 Jahren. Sagen wir mal 14. Dann sind das sieben Juniorendurchgänge. Macht 35 Spieler, plus die, die nicht über die U-Auswahlen kommen. Fünf Spieler sind nicht wenig.

    Bei den 2005er Schweden haben es Palicka, Sjöstrand und Johan Jakobsson in die Auswahl geschafft. That's it.

    Naja es war halt nicht so, dass die anderen Jahrgänge danach alles zerschossen hätten. Ich finde da konnte man schon mehr erwarten. Gut, nicht jeder muss in die Nationalmannschaft, aber so wenige 10 Jahre später in der Bundesliga oder einer anderen ersten Liga eine große Rolle spielen, das ist kein gutes Zeichen.

    Es ist aber nicht nur die Nachwuchsförderung, sondern vor allem auch der Schritt danach.
    Letzten Freitag kam ein Bericht über die U21 WM vor 10 Jahren, die Deutschland gewonnen hat.
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    Aus diesem Kader haben gerade einmal 5 Spieler den Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft, das sind Pekeler, Dissinger, Zieker, Sellin und Hornke.
    Beim letzten Turnier war nur noch einer dabei und Sellin, Hornke und mittlerweile auch Dissinger sehe ich eigentlich schon gar nicht mehr im erweiterten Kader. Das heißt doch auch, dass der nächste Schritt einfach nicht kam. Viele sind nicht mal mehr in der Bundesliga aktiv.

    Unsere U19 war 2019 auch noch im WM-Finale. Das soll jetzt nicht heißen, dass die Jugendarbeit in Deutschland wirklich super ist oder auch nur annähernd das Potential ausschöpft, das sie hat.

    Auch haben wir große Probleme aus meiner Sicht, dass es mal wieder nicht einheitlich ist, da kocht jeder Unterverband der Bundesländer wieder schön sein eigenes Süppchen.

    Gut hat mir heute eigentlich nur Kühn gefallen.
    Weinhold und Golla mit Abstrichen und die Außen kann ich fast nicht beurteilen, Kastening und Schiller bekamen ja fast keine Bälle, bis Schiller dann in den letzten 5 Minuten noch ein paar Tore machen durfte als alles durch war. So verschenkt man natürlich einen Kastening, der der einzige mit wirklich guter Quote über das Turnier war.

    Aus meiner Sicht muss man eindeutig an der Spielanlage arbeiten, das sah bei Ägypten um Welten besser aus.

    Ich bin allgemein gespannt, ob es einen Cut jetzt nach Olympia gibt und wie der aussieht, auch im Hinblick auf den Trainer und einige Spieler im Kader.
    Problem für die Handballer: Im Januar ist schon wieder EM, eine lange Analyse wird es also eh nicht geben.

    20 Minuten 7:6 um dann mit 26 Toren rauszugehen, wobei man 2-3 sogar noch abziehen kann, weil da das Spiel schon durch war.

    Das ist einfach spielerisch sehr schwach. Auch wenn Ägypten stark war, hat es nicht oft so gewirkt, als ob das überhaupt kippen könnte.

    Ableitender Plan für Ägypten:

    Gensheimer für die 7m, Schiller spielt dafür (wie gegen Norwegen) und die Konter bitte über Rechts :lol:


    Insgesamt müsste der Ball öfter auf RA kommen. Nur 14 Würfe von Kastening auf dem Flügel ist doch sehr wenig nach 5 Spielen.

    Freundschaft!


    2 von 7. Damit dann im Turnier 3 von 12. :mad: Ist jetzt nicht genau gut.

    Ist das die Quote von Außen? Wow... Wie sieht da die Quote von Schiller aus? Wobei das ja auch egal ist.
    LA ist dieses Turnier unfassbar anfällig, weshalb ich das Auswechseln des 2. auf der Position überhaupt nicht nachvollziehen kann, egal in welche Richtung. Da muss man immer beide dabei haben, das hat sich ja heute gezeigt.

    Da kann man momentan eher auf Häfner oder Kühn verzichten, weil außerhalb der ersten Rückraumreihe ja doch eher Knorr was zeigt als diese beiden.

    Zum Glück liefern die deutschen Torhüter zumindest wieder seit dem Norwegenspiel. Hätten die so weitergemacht wie zu Beginn des Turniers, könnte man jetzt schon die Koffer packen können.

    Es sind nur Einzelaktionen, selbst wenn einige davon erfolgreich sind. Gefühlt ist das überhaupt kein Spielfluss.
    Kastening hat noch nicht einen Abschluss über Außen bekommen, weil einfach nichts in die Breite durchgespielt wird. Spielerisch ist das furchtbar (aus meiner Sicht).
    Zumindest trifft Häfner jetzt.

    Freundschaft!


    Nein, das ist nicht so. Wenn ich das schon lese - vom Vorposter - dass die WM 2015 negativ eingeordnet wird. Das ist doch ein Witz. Dagur hat eine Mannschaft übernommen, die sich regelmäßig nicht mehr für Turniere qualifizieren konnte und binnen vier Monaten voll konkurrenzfähig gemacht. Man hat die Gruppe vor Dänemark (!) und Polen gewonnen, Ägypten im Achtelfinale geschlagen und gegen den zusammengekauften Gastgeber mit Schiri-Unterstützung verloren. Kann passieren. War ärgerlich im Verlauf der WM, aber war unter dem Strich ein Topresultat unter den Umständen. Dann im zweiten Jahr zwei Medaillen geholt. Zwei Turniere als Ausreißer zu bezeichnen, ist der nächste Witz. Ja, die WM 2017 ist dann in die Hose gegangen. Aber auch da hat man stark gespielt und dann halt im entscheidenden Moment verkackt. Das war bitter, aber auch trotzdem nur ein schlechtes Spiel.

    Wer geglaubt hatte, dass die Mannschaft als Selbstläufer funktionert, der war wohl zu optimistisch. Aber mit dem Trainer am Bord, hätte es auch gut weiter gehen können. Wir werden es leider nicht mehr erfahren. Aber für mich ist gesetzt, dass Dagur der deutlich bessere Trainer gewesen wäre als Prokop oder Alfred.

    Wo habe ich die WM 2015 richtig schlecht geredet? Ich finde nur dass man bei Sigurdsson gefühlt immer nur von 2016, also EM und Olympia redet. Mir geht es keineswegs darum einen Trainer irgendwie schlecht zu reden, sondern nur aufzuzeigen, dass man Sigurdsson nicht übertrieben huldigen soll, als hätte er keine Fehler gemacht.
    Und ich sehe es nicht als Witz das als Ausreißer zu bezeichnen, sondern als sehr gutes Jahr für den deutschen Handball. Ich sehe das sehr ähnlich wie Paul Jonas.

    Das ist einfach ein wesentlicher Punkt, den man nicht vergessen darf, wenn man diese Mannschaft und Gislason kritisiert.
    Gislason muss dieses Selbstverständnis und die Gewinnermentalität da wieder rein bringen, was unter Sigurdsson weitgehend da war.
    Das ist nicht einfach und dauert.

    Also Sigurdsson hatte ein extrem starkes Jahr 2016. Eine konstante "Siegermentalität" gab es auch da nicht. Wm 2015 war Platz 7 und bei der Handball WM 2017 war man im Achtelfinale mit 20 geworfenen Toren an Katar gescheitert.

    Das heißt da war sicher auch nicht alles gut, sondern 2016 wohl eher ein Ausreißer im positiven Sinne

    Ich seh das mit dem Selbstvertrauen nicht wirklich.
    Wie gesagt, 4. bei der Heim-WM und 5. bei der EM, das ist eigentlich kein Grund an Selbstvertrauen zu leiden. Da hat das Hauptrunden-Aus dieses Jahr unter Gislason mehr wehgetan.

    Versteht mich nicht falsch, er ist ein sehr guter Trainer, aber er kann halt nicht zaubern. Er hat die Mannschaft die halt da ist und zu Olympia kannst du keine Rookie-Truppe mitnehmen. Ich finde wir spielen absolut on par, selbst wenn wir heute auch gegen Norwegen verlieren sollten und selbst wenn das klarer sein sollte als in den anderen beiden Topspielen.

    Aber genau für dieses "Zaubern" wurde er ja geholt, um diese knappen Spiele zu gewinnen. Irgendwie muss man zumindest den DHB dann auch daran messen, auch wenn Gislason für deren Entscheidung nichts kann.
    Von den Ergebnissen her hat sich im Vergleich zu seinem Vorgänger nicht überwiegend viel getan. 2019 haben wir mit einem gegen Frankreich verloren und 2020 wegen einer Niederlage mit einem Tor gegen Kroatien das Halbfinale verpasst.
    Bei der WM verlieren wir mit einem gegen Ungarn und verpassen so sogar das Viertelfinale.

    Klar kann ein Gislason nichts für den Kader, das konnte ein Prokop (abgesehen von seinem ersten Turnier) auch nicht.