ZitatMannschaft keine Oldie-Truppe
im Vergleich zu Wallau aber schon.
ZitatMannschaft keine Oldie-Truppe
im Vergleich zu Wallau aber schon.
ZitatRaffzahn
Von Thomas Kilchenstein
Man mag kaum glauben, dass Jens Nowotny nach der völlig zu Recht ausgesprochenen Suspendierung tatsächlich gesagt haben soll, er empfinde diese Entscheidung „wie einen fünften Kreuzbandriss“. Aber so getrübt sein Sinn für die Realität jüngst war, muss man tatsächlich davon ausgehen, dass der 31-Jährige geschockt war von seinem faktischen Rausschmiss. Damit hat er wohl nicht gerechnet. Wahrscheinlich fühlt er sich von Bayer Leverkusen auch noch ungerecht behandelt.
Aber was hat er denn erwartet? Dass sich Bayer weiterhin von einem Spieler, der den Hals nicht voll genug kriegen kann, auf der Nase herumtanzen lässt? Der seinen Arbeitgeber mehrfach verklagt – unter anderem auf so unsittliche Dinge wie Lohnfortzahlung über die gesamte Dauer seines Krankheitsfalles sowie ein steuerfreies Handgeld von schlappen zehn Millionen Euro? Der Verdacht liegt nahe: Es hat Zeiten gegeben bei Bayer, da wurden derlei Forderungen der Spieler nicht verschämt vom Tisch gefegt, sondern offenbar erfüllt. Anders ist nicht zu erklären, wie der Chemie- und Pharmakonzern binnen vier Jahren 200 Millionen Euro in seine Werkself hatte pumpen müssen. Reiner Calmund, der großzügige Mann mit den leicht sitzenden Schecks, ist weg, seitdem versucht man sparsamer, zumindest aber vernünftiger zu wirtschaften.
Jens Nowotny jedenfalls hat das nicht mitgekriegt. Nun muss er damit leben, dass er als Prototyp des kalten Abzockers dasteht. Das Image des 45maligen Nationalspielers, der in 15 Profijahren 320 Punktspiele für Karlsruhe und Leverkusen bestritten hat, ist im Eimer. Nowotny wird nicht als ziemlich patenter Fußballspieler in Erinnerung bleiben, sondern als schnöseliger Raffke, der sich jeden Euro unter den Nagel reißen will.
Er wird es verschmerzen können, wahrscheinlich interessiert es ihn nicht mal. Dem Vernehmen nach kassiert Nowotny, der einen 626 PS starken Mercedes SLR für 435 000 Euro kutschiert, rund 3,5 Millionen Euro per annum. Bis 2008, so lange läuft sein Vertrag. Das sind knapp 300 000 Euro brutto im Monat. Dafür muss eine alte Frau ziemlich lange stricken.
aus E-Paper Frankfurter Rundschau vom 6.10.05
ZitatSG Wallau/Massenheim zum Spitzenspiel nach Lauterbach
Nach dem spielfreien Wochenende steht die SG Wallau/Massenheim am kommenden Wochenende vor einem ganz schweren Prüfstein. Am Samstagabend (18.00 Uhr Großsporthalle Lauterbach) gastiert die Mannschaft von Trainer Jörg Schulze beim Aufsteiger HSG Vulkan Vogelsberg, der ebenfalls noch verlustpunktfrei ist. Selbst die Verantwortlichen der HSG sprechen von einem handballerischen Märchen. Den Gastgebern, von Trainer Goran Suton, ist fraglos ein Traumstart in die Regionalliga Südwest gelungen. In der Region grasiert das Handballfieber. Die finanziellen Mittel sind vorhanden, um sich ehemalige Bundesligastars wie Julian Duranona, TuS Nettelstedt-Lübbecke/r ThSV Eisenach), oder Denis Maksimovich, (GWD Minden) zu leisten. Dabei lebt die Mannschaft von der Erfahrung. Mit Torhüter Heiko Illian, Juri Kirljuk, Janos Toth und Mirek Durajka stehen viele erfahrene Spieler in den Reihen der HSG, die Einsätze bei zahlreichen Erst- und Zweitligaspielen aufweisen.
Zumal die 1400 Zuschauer fassende Großsporthalle Lauterbach am Samstagabend sicher proppenvoll sein wird, von der Stimmung ganz zu schweigen, da treten auch schon mal brasilianische Sambatänzerinnen, als Appetithappen, auf.
Auf SG-Seite war in dieser Woche alles an Bord. Lediglich der langzeitverletzte Martin Lorenz (Knie punktiert) fällt ganz aus und auch Christian Zölls muss noch etwas kürzertreten. Im Training wurde sich konzentriert und zielgerichtet auf den Gegner vorbereitet. Hilfreich die Tatsache, dass Wallaus sportlicher Leiter Mike Fuhrig im letzten Jahr, als Abwehrchef, noch den Dress der HSG trug. Fuhrig wird Jörg Schulze sicherlich einige Tipps geben. Eins ist jetzt schon sicher. Es dürfte mit Sicherheit eine ganz heiße Angelegenheit werden, denn das ist bei einem Vulkan immer gegeben. Die geeigneten Löschmittel hat die SG Wallau/Massenheim hoffentlich parat.
Anpfiff ist um 18.00 Uhr in der Großsporthalle Lauterbach, An der Wascherde. Abfahrt des Mannschaftsbusses ist um 14.00 Uhr ab Parkplatz Ländcheshalle. Für alle die mit Fahrgemeinschaften oder eigenem PKW die Reise antreten: BAB A5 Richtung Kassel, Abfahrt Alsfeld Ost, weiterfahren Richtung Alsfeld anschließend Richtung Altenburg/Lauterbach. In Lauterbach ist die Großsporthalle ausgeschildert
kopiert aus http://www.sgzwei.de
ZitatBereits am 20. Januar wird die gleiche Begegnung in Offenburg stattfinden
Am 7.1.2006 gibt es schon die Begegnung Deutschland : Schweiz
in der Unterfrankenhalle in Aschaffenburg.
Michael Zeimet - TBS Saarbrücken - 27/12
Tobias Stemmler - HG Saarlouis - 24/4
Gregor Schmeißer - TV Kirchzell - 23/4
Holger Manz - HSG Römerwall - 23/14
Daniel Altmeyer - HG Saarlouis - 21/3
Lars Braun - HSG Römerwall - 19/2
Andreas Rockay - HF Illtal - 19/6
Thorsten Morio - TV Offenbach 19/12
Andreas Zellmer - TSG Hassloch - 18/0
Michael Allendorf - SG Wallau-Massenheim - 18/3
Mathias Eisele - TV Offenbach - 18/10
Jens Ehrmann - SG Wallau-Massenheim - 17/0
Daniel Knobloch - TV Kirchzell - 17/8
Swen Kniess - SG Nieder-Roden - 17/9
ZitatAlles anzeigenREGIONALLIGA SÜDWEST, Männer, 3. Spieltag:
HSG Römerwall - HG Saarlouis 31:23,
TSG Haßloch - TV Offenbach/Queich 29:32,
TBS Saarbrücken - Vulkan Vogelsberg 28:31,
SG Wallau-Massenheim - HSG Irmenach-Klein.-H. 40:27,
VTZ Saarpfalz - TV Kirchzell 29:29,
HF Illtal - SG Nieder-Roden 26:25,
TV Petterweil - HSG Mülheim-Kärlich-B. 27:32.
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kopiert aus E-Paper Frankfurter Rundschau
die Fehlstarts der letzen Runden sind erst einmal abgewendet
ZitatWas ein Spiel! Was ein Spiel! Was ein Spiel! Was ein Spiel
@ Thorsten,
warst Du gestern in Lüneburg, und hast dies genutzt um die Flensis zu sehen ?
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TV Grosswallstadt : Wilhelmshavener HV 29 : 29
Glück gehabt
ZitatDa muss halt erst ein Badener kommen und das Heft in die Hand nehmen!
Bin ja mal gespannt, ob die Badenser bald eine eigene Nationalmannschaft vorstellen. ![]()
ZitatFuhrig leitet Wallau sportlich
Bernd Wagenführ, Manager der Regionalliga-Handballer der SG Wallau/Massenheim, hat wegen hoher beruflicher Belastung mit sofortiger Wirkung die Sportliche Leitung an Ex-Nationalspieler Mike Fuhrig abgegeben. Das soll ihm helfen, sich selbst intensiver um die wirtschaftlichen Aufgaben beim Ex-Bundesligisten zu kümmern. Fuhrig wird neben der Talentsichtung für die Koordination zwischen Mannschaft, Trainer und Wagenführ zuständig sein. "Mit Mike haben wir die ideale Lösung gefunden. Er kennt sich in unserem Umfeld bestens aus und genießt außerhalb der SG-Familie hohe Anerkennung", sagte Wagenführ. jh
kopiert aus E-Paper Frankfurter Rundschau vom 23.9.05
ein etwas ausführlicher Bericht steht auf http://www.wiesbadener-kurier.de/sport/objekt.p…ikel_id=2051318 allerdings mit ein paar kleinen Fehlern
REGIONALLIGA SÜDWEST, Männer:
HG Saarlouis - SG Wallau-Massenheim 27:28,
HSG Irmenach-Klein.-H. - TBS Saarbrücken 35:26,
TV Nieder-Olm - TV Petterweil 26:26,
TV Kirchzell - TSG Haßloch 32:24,
TV Offenbach/Queich - HSG Römerwall 30:28,
SG Nieder-Roden - Vulkan Vogelsberg 27:28.
@ Wieland , sogar die Rundschau hats kapiert
ZitatDer letzte SG-Sieg in Saarlouis liegt bereits vier Jahre zurück. Es wird also wieder mal Zeit.
Es hat geklappt. Wallau gewinnt in Saarlouis mit einem Tor
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Ergebnis : 27 : 28
R.-Nr. Name Position
1 Heiko Illian Torhüter
12 Steffen Busse Torhüter
55 Jurij Kyriljiuk Rückraum - Rückraum Mitte
11 Denis Maksimovich Rückraum - Rückraum Mitte
13 Julian Duranona Rückraum - Rückraum rechts
8 Marco Kemmerzell Rückraum - Rückraum links
74 Jochen Stradal Rückraum - Rückraum Mitte
22 Mirek Durajka Kreis
15 Goran Suton Kreis
20 Sebastian Pytlik Kreis
5 Michael Stock Außen - Linksaußen
4 Jörg Ley Außen - Rechtsaußen
33 Simon Pytlik Außen - Rechtsaußen
7 Kai-Uwe Schulz Außen - Rechtsaußen
66 Janos Toth Außen - Linksaußen
ich hoffe Jan das ich Dir ein wenig gehofen habe
Gruß Daski
Zitat. Klein weiter im TUSPO-Trikot
Erneut Doppelspielrecht 11.09.2005
Die beiden Vereine TUSPO Obernburg und TV Grosswallstadt einigten sich auf ein Doppelspielrecht für Jungnationalspieler Dominik Klein. Durch die zu erwartende, hohe Belastung beim Bundesligisten TV Grosswallstadt (Erstspielrecht) und den möglichen Einsätzen in der Nationalmannschaft wird der Obernburger allerdings seinem Stammverein vermutlich in den nächsten Spielen nicht zur Verfügung stehen. Die beiden Vereine sind sich bewußt, daß mit der weiteren Berufung ins Nationalteam regelmäßig Lehrgangsmaßnahmen des DHB verbunden sind, die sicherlich den Einsatz im TUSPO-Trikot nicht erleichtern werden.Dominik Klein: "Ich hoffe, daß es trotz allem klappt, für die TUSPO aufzulaufen. Ich hänge nach wie vor sehr an meinem Heimatverein, bitte aber die Fans um Verständnis." Dr. Frantisek Fabian: "Dominik gehört zu den besten Linksaußen in Deutschland und hat gute Chancen in der Nationalmannschaft. Selbstverständlich werden wir im Hinblick auf die Mehrfachbelastung Rücksicht auf die Interessen von Dominik nehmen."
Dominik Klein war in der vergangenen Saison Torschützenkönig der Vereine SG Wallau/Massenheim und TUSPO Obernburg und bestritt über 60 Pflichtspiele.
Kopiert aus http://www.tuspo-handball.de
REGIONALLIGA SÜDWEST, Männer, 1. Spieltag:
TBS Saarbrücken - HG Saarlouis 21:28,
HSG Römerwall - TV Kirchzell 28:32,
SG Nieder-Roden - HSG Irmenach-Klein.-H. 31:23,
TSG Haßloch - HSG Mülheim-Kärlich-B. 33:29,
SG Wallau-Massenh. I - TV Offenbach/Queich 37:33,
VTZ Saarpfalz - TV Nieder-Olm 32:27,
HF Illtal - Vulkan Vogelsberg 18:12.
überzeugt Wieland, war aber aus der FR kopiert ![]()
Zitatda schießt dann fuhrig am ende
eher schießt Fuhre die Vulkanis ab, Fuhre spielt nicht mehr bei den Vogelsbergern. Er trainiert die Wallauer A-Jugend, aber Regioteam bzw. Wallau / Massenheim 1, kann er bestimmt auch spielen.
ZitatAlles anzeigenRuhe
als erste Bürgerpflicht
SG Wallau/Massenheim nach unrühmlichem Abgang vor Neubeginn
Vom 09.09.2005WALLAU Nun beginnt sie also, die neue Ära. Die erste Saison der SG Wallau/Massenheim nach dem Knock-Out in der Handball-Bundesliga, dem unrühmlichen Abgang vor dem Schiedsgericht mit dem Rückzug des Lizenzantrags. Das Ziel ist klar: Sofortiger Aufstieg in die 2. Liga.
VonJürgen Möcks
Ruhe. Immer wieder fällt das Wort. Bei allen Beteiligten. Endlich soll Ruhe einkehren, nach den monatelangen Querelen. Mit dem Rücktritt des langjährigen Abteilungsleiters Hans-Dieter Großkurth als (vorerst) letztem traurigen Kapitel. Zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Eine Woche vor dem ersten Spiel in der Regionalliga gegen den Mitfavoriten TV Offenbach am Sonntag (16 Uhr) in der Ländcheshalle. Dort, wo einst alles begann. Ruhe. Um sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren: dem Handball spielen. Um den im Umfeld bereits fest eingeplanten Aufstieg in die 2. Bundesliga auch wirklich zu realisieren.
Ein Ziel, das beflügelt. Spieler, Trainer, Fans und Umfeld. Endlich aufsteigen zu dürfen. Nicht mehr das verhasste Saisonziel, Platz zwei bis sechs. In dem Wissen, dass für ein Aufstieg kein Geld da gewesen wäre. Nein, alle reden ganz offen vom Aufstieg. "Alles andere wäre Blödsinn. Letztes Jahr waren wir Dritter. Und die Jungs wollen sich schließlich verbessern", erklärt Jörg Schulze, seit 2000 Trainer in Wallau. Erstmals seit fünf Jahren musste der 39-Jährige keinen Aderlass seines Kaders im Sommer verkraften. Im Gegenteil. Mit Rückkehrer Mathias Beer (25) vom Zweitligisten TuSpo Obernburg und dem bundesliga-erprobten Sebastian Linder (22) hat die Mannschaft an Qualität gewonnen. Dazu die Youngster Sebastian Eisenhauer, Christopher Prinz und Tobias Hahn - allesamt in der letzten Saison Deutscher A-Jugend-Meister -, die ebenso wie Keeper Timm Großkurth und Yves Gramlich sowie die Rekonvaleszenten Martin Lorenz (Kreuzbandriss) und Christian Zölls (Knie-OP) in der neuen Oberliga-Mannschaft Spielpraxis sammeln sollen. Der umworbene Benny Hundt dagegen hat einen Vertrag beim Zweitligisten Willstätt/Schutterwald unterschrieben.
Genial sei es, "wenn wir nach diesem Desaster sofort in die 2. Liga aufsteigen würden", erklärt Bernd Wagenführ, seit zwölf Jahren für das Amateurteam verantwortlich. Vom Druck, dass sich der Fokus der Öffentlichkeit nun ganz auf die junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 22,5 Jahren richtet, will er nichts wissen. "Damit müssen die Spieler klar kommen. Aber wir werden ihnen nicht den Kopf abreißen, wenn es nicht klappt." Der 56-Jährige weiß aber auch, dass sich der sportliche Erfolg möglichst schnell einstellen muss. Ein Fehlstart wie in den letzten Jahren darf sich seine Truppe nicht erlauben. 500 Zuschauer müssen im Schnitt in die Ländcheshalle pilgern, um den Etat von 225000 Euro für die gesamte Amateurabteilung zu decken. Schließlich fehlen die 48000 Euro, die jährlich als Pachtzahlung für die Erstligalizenz an die Amateure bezahlt wurden.
Ruhe wünschen sie sich. Doch das wird dauern. Erst recht nach dem Nachtreten von Hans-Dieter Großkurth im "Höchster Kreisblatt" ("Meine Sicht ist einfach: Bodo Ströhmann, Uwe Ströhmann und Harald Scholl wollen Macht und Einfluss wiedergewinnen."). Eine Aussage, die nicht nur beim Ehrenpräsidenten für neuerliche Unruhe sorgte. Gut, dass ab Sonntag endlich wieder der Ball fliegt
aus Wiesbadener Kurier vom 9.7.05
ZitatAlles anzeigenNeubeginn in Wallau Neubeginn
In Wallau gibt es viele Handballwahrheiten
Von Uwe Martin
06. September 2005 Etwas später am Abend mußte Bodo Ströhmann unbedingt noch etwas loswerden. Schnell eine Zigarette angesteckt - der Ehrenpräsident und langjährige Manager der SG Wallau/Massenheim raucht weiterhin HB -, dann sprach er aus, was sicher viele im Vereinsumfeld hören wollen. „Ich helfe mit! Ich werde alles tun, um dem Verein wieder die Präsenz zu geben, die er verdient.” Ströhmann, mittlerweile Mitte der Sechziger, will es also noch mal wissen.
Etwas mehr als zwei Monate nach der Lizenzverweigerung für den Handball-Bundesligaklub aus dem Ländchen ist „Mister Wallau” wieder an Bord. Und nach dem Rückzug des Bundesligateams fängt auch Ströhmann ziemlich weit unten an. In der dritten Liga, wo seit Jahren die einstige zweite Mannschaft als sogenanntes Regio-Team aktiv ist. Nun wurde das Amateurteam zur Nummer 1, und schon am nächsten Wochenende beginnt mit dem Heimspiel gegen den TV Offenbach das Projekt Aufstieg in die zweite Liga.
Saisonetat von 225.000 Euro
„Wir wollen versuchen, aus der Klasse herauszukommen”, sagt Bernd Wagenführ. Seit zwölf Jahren ist er als Mannschaftsverantwortlicher - man könnte auch sagen Manager - für die zweite Mannschaft zuständig. Unter anderem ist er für die Sponsorenakquisition zuständig. Einfacher geworden ist sein Job nicht seit dem Absturz des Bundesligateams. 48.000 Euro, die jährlich als Pachtzahlung für die Erstligalizenz an die Amateurabteilungen gezahlt wurden, sind weggefallen, dieser Posten mußte zunächst einmal kompensiert werden.
Ein Saisonetat von 225.000 ist zusammengekommen, und laut Ströhmann ist dieser Betrag zu achtzig Prozent gedeckt. Bei der Firma Müpro im Wallauer Gewerbegebiet hat der Ehrenpräsident laut Wagenführ bereits geholfen, „Türen und Tore zu öffnen”, der Partner ist neu im Sponsorenpool der Wallauer Amateure. All die Jahre zuvor war für die Mannschaft von Trainer Jörg Schulze das Saisonziel Platz zwei bis fünf ausgelobt worden, wohlwissend, daß ein Zweitligateam im Falle des Aufstiegs ohnehin nicht zu bezahlen gewesen wäre. Mit der Zurückhaltung ist es nach dem Lizenzentzug vorbei.
Warnung vor wagemutigen Aufstiegsträumern
Doch Wagenführ warnt vor allzu wagemutigen Träumern, die bereits zwei Aufstiege im Schnellverfahren bis in Liga eins im Sinn haben. „Für eine konkurrenzfähige Zweitligamannschaft benötigen wir 450.000 bis 500.000 Euro”, sagt er. Dieses Geld ist wohl aufzubringen im Erfolgsfall. „Aber für eine Erstligamannschaft bräuchten wir 1,5 bis zwei Millionen Euro. Und dafür hat es ja schon seit Jahren nicht gereicht.”
Ohne den langjährigen Hauptsponsor und Gönner Harald Scholl, einen Spezl von Ströhmann, wäre der Bundesliga-Handball in Wallau wohl schon viel früher beendet gewesen, und deshalb sind zuletzt die Rufe lauter geworden nach einem abermaligen Engagement des Unternehmers (Firma Gastrolux). Doch Scholl, zuletzt wie Ströhmann heftig zerstritten mit dem früheren Gesellschafter(-sprecher) Ralf Jahncke, stellte unlängst in der Tageszeitung „Wiesbadener Kurier” recht unverblümt eine Bedingung: von der alten Führungsmannschaft wolle er keinen mehr in Amt und Würden sehen.
„Der Breakdown wird verarbeitet”
Angesprochen fühlte sich offensichtlich Hans-Dieter Großkurth, der Vorsitzende der SG Wallau/Massenheim und Geschäftsführer der im Lizenzierungsverfahren gescheiterten Sportbetriebs-GmbH. Großkurth trat am vergangenen Freitag zurück und wird nun mit den Worten zitiert: „Natürlich müssen wir uns nach der Decke strecken. Aber ich bin nicht käuflich. Jetzt kann und will ich nicht mehr.”
Der Abschied von Großkurth verdeutlicht, wie tief die Gräben bei der SG Wallau/Massenheim und im Ort selbst sind. Die Ursachenforschung für das unrühmliche Scheitern in der Bundesliga hat gerade erst begonnen. Wagenführ mag nicht darüber reden, wie es zum Absturz des zweimaligen deutschen Meisters kommen konnte, er sagt nur: „Der Breakdown wird verarbeitet.” Derzeit hat es den Anschein, daß alle Personen, die sich in den vergangenen Monaten um den vermeintlichen Sanierer Jahncke versammelt hatten, auf einer virtuellen schwarzen Liste stehen.
Keine Ruhe in Wallau
Und es fallen merkwürdige Sätze wie der folgende: „Hören sie sich doch mal um, was die Leute hier von Martin Schwalb halten.” Über den einstigen Spieler und Trainer, er hatte mit Jahncke in vorderster Reihe um die Lizenz gekämpft, wurde im kleinen Kreis mehr oder weniger übel hergezogen nach dem gelungenen Testspiel der SG-Amateure gegen den Chinese Army Club 30:28, den chinesischen Meister mit acht Nationalspielern.
Nein, Ruhe eingekehrt ist in Wallau noch lange nicht. Jeder Zuschauer, Fan und direkt oder indirekt Betroffene hat seine eigene Wahrheit über das Scheitern im großen Handball und den Neubeginn in der Regionalliga.
kopiert aus der FAZ
Dann bin ich ja mal auf das neue Komptenzteam gespannt. ![]()
An Hans Dieter Groskurth vielen Dank für die geleistete Arbeit der letzten 13 Jahre.
Zitatwer wirklich guten handball in süddeutschland sehen will, sollte mal nach wetzlar gehen
kann ja gar nicht glauben das Du in Wetzlar warst, ohne Taufkirchner nach Ffm zu bringen. Ein Bayer in Wetzlar i glaub es net ![]()
Zitatdie Presseplätze im Block 405/406 sind nur bei den Adlern, die Presse bei den Kröstis sitzen am Spielfeldrand.
dann muss ich auch wie Andy , die Adlerplätze gehabt haben saß auch in 406.
Ansonsten klasse Halle, leider verloren, aber es hat nach der langen Pause wieder richtig Spaß gemacht Handball zu schauen.