Geht Horstmann?
FC kämpft um seinen Garde-Offizier
Plant Horstmann seinen Abschied? Overath bietet neuen Vertrag.
Von LARS WERNER
Köln – Er ist ein Fachmann. Gilt als eine der wenigen Konstanten im Verein, die für Seriösität stehen. Genießt trotz seines Jobs im schwierigen Umfeld des Klubs einen guten Ruf. Nun zittert der FC um einen Verbleib von Claus Horstmann. Denn: Der Vertrag des Finanz-Geschäftsführers läuft im Sommer 2008 aus.
Diese Tatsache nährt Spekulationen. Auch der EXPRESS berichtete zuvor über einen möglichen Abgang des 42-Jährigen. Am Donnerstag nun wurde der kicker definitiv: „Horstmann geht zum Saisonende“, stand da als Faktum. Das Dementi des Vereins folgte prompt.
„Was da geschrieben wurde, ist reine Spekulation. Ich fühle mich derzeit wohl beim FC. Dass mein Vertrag ausläuft, ist Fakt. Das heißt aber nicht, dass ich den FC automatisch verlasse. Was nach dem 30. Juni 2008 ist, weiß ich noch nicht. Ich habe mir einen Zeitraum zur Entscheidung gesetzt, aktuell ist das aber kein Thema“, sagt Horstmann dem EXPRESS.
Der FC sollte alles daran setzen, den Vertrag mit dem Geschäftsführer zu verlängern. Der FC kämpft um seinen Garde-Offizier. Im Gespräch mit dem EXPRESS kündigte Präsident Wolfgang Overath an, den Vertrag mit dem ehemaligen Bundeswehr-Offizier verlängern zu wollen.
„Claus Horstmann leistet hervorragende Arbeit und ist fachlich und menschlich ein Top-Mann, der sicherlich auch andere Angebote hat. Sein Herz hängt aber am FC, das hat er in Gesprächen mit mir immer wieder betont. Er hat alle Entscheidungen des Vorstandes immer mitgetragen. Klar ist, dass wir mit ihm verlängern wollen. Wir haben schon vor einiger Zeit mit ihm darüber gesprochen und haben uns auf einen späteren Zeitpunkt vertagt.“
Doch es ist gut möglich, dass Horstmann den FC verlässt. Er hat seit 1999 insgesamt zehn Trainer und Hunderte Spieler kommen und gehen sehen. Miss-Management, das in drei Abstiege mündete, machte seine Arbeit nicht einfacher.
In einem EXPRESS-Interview kurz vor dem Saisonstart hatte er betont, dass nach einem möglichen Nicht-Aufstieg ein weiterer finanzieller Kraftakt nicht drin sei. Zudem machte Horstmann aus seinem Herzen keine Mördergrube:
„Über die Jahre gesehen ärgert es mich immer am meisten, dass nicht alle Menschen, die hier im Klub tätig sind oder waren, ihre eigene Person den Zielen des Klubs unterordnen. Mich ärgern persönliche Profilierungs-Absichten und die Austragung von Unstimmigkeiten in der Öffentlichkeit extrem.“
[23.08.2007]
Quelle:http://www.express.de)