Beiträge von Rentner

    Houlet fordert Sieg gegen Veszprem
    ERSTELLT 05.10.07, 21:29h

    Köln - Mit dem 33:24-Erfolg in Reykjavik haben sich die Handballer des VfL Gummersbach in der Gruppenphase der Champions League in der vergangenen Woche eine gute Ausgangssituation geschaffen, die das Team von Trainer Alfred Gislason (48) im ersten Heimspiel am Samstag gegen den ungarischen Klub MKB Veszprem (17 Uhr, Kölnarena) weiter verbessern will. Trotz des 31:33 am Mittwoch gegen den THW Kiel ist Sportdirektor François-Xavier Houlet zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft gewesen. Er hofft, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt, und fordert einen Erfolg: „Wenn man weiterkommen will, muss man die drei Heimspiele definitiv gewinnen.“

    Ein Wiedersehen gibt es für den VfL mit seinem ehemaligen Trainer Lajos Mocsai, der den oberbergischen Klub 2005 als Interimscoach betreute und mit 17:1 Punkten einen Vereinsrekord aufstellte, ehe er zurück nach Budapest an die Semmelweis-Universität wechselte. Die Gastgeber können mit Ausnahme ihres an der Schulter verletzten Kapitäns Gudjon Valur Sigurdsson ihre beste Formation aufbieten. (LR)

    (Quelle:http://www.ksta.de)

    05.10.2007 - dpa
    Hildebrandt gewinnt Prozess und bleibt Olympiastützpunkt-Leiter

    Der ehemalige Manager des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg, Bernd-Uwe Hildebrandt, bleibt Leiter der Olympiastützpunktes (OSP) Magdeburg. Das Arbeitsgericht in Magdeburg urteilte am Freitag zu Gunsten des 49-Jährigen, der die im März ausgesprochene Kündigung durch den Trägerverein des OSP aus formellen Gründen angefochten hatte. Damit besteht das Arbeitsverhältnis fort.

    Hildebrandt war am 27. März als OSP-Leiter fristlos entlassen worden, weil gegen ihn Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und des Betrugs eingeleitet worden waren. Der OSP kündigte an, gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Berufung einzulegen. Der Prozess würde dann vor dem Landesarbeitsgericht neu verhandelt.

    Richter Wolfgang Busch ging in seiner knappen Urteilsbegründung vor allem auf die Kündigungsgründe ein. Die vom OSP angegebene Manipulation Hildebrandts an seinem Arbeitsvertrag als Manager des Handball-Vereins sei zwar ein gravierender Verstoß, beruhe aber auch auf Nachlässigkeiten des OSP. Der Sport-Manager hatte vor Gericht teilweise zugegeben, Passagen in dem Vertrag hinzugefügt, gestrichen und geschönt zu haben.

    "Man hat Herrn Hildebrandt schalten und walten lassen", sagte Busch. Auch die Häufung unterschiedlicher Ämter sei kein Kündigungsgrund. "Die vielen Tätigkeiten waren bekannt und wurden über einen langen Zeitraum befürwortet", sagte Busch.

    Hildebrandts Verteidiger, Frank Schneider, zeigte sich erfreut über das Urteil. "Der OSP ist nun in der Pflicht, meinen Mandanten wieder arbeiten zu lassen. Das ist sein größter Wunsch." Die Vorsitzende des OSP-Trägervereins, Heike Rabenow, will auf jeden Fall vor das Landesarbeitsgericht ziehen. "Wir bereiten uns auf alles vor", sagte Schneider dazu. Hildebrandt selbst war nicht zur Urteilsverkündung erschienen.

    Zitat

    Original von Vfler
    Das die Stimmung so Scheiße ist hat einen einfachen Grund:

    Der VfL hat kaum richtige Fans und die die er hat sind naja nicht besonders lautstark. Erinnere mich an das Spiel gegen Valladolid wo 200 Spanier von Beginn an die Halle rocken. Auch bei anderen Spielen schaffen es 100bis 300 Gästefans gut rüberzukommen.

    Was hat die schlechte Stimmung dann bitte mit dem Hallensprecher und dem Rahmenprogramm zu tun. Ob irgendein Event-Fan das Rahmenprogramm nicht gut genug findet oder keien Rasel geschekt bekommen hat ist mir total egal!!

    Ich sitze immer in 208 / ganz selten in 211 oder 212 und gehöre zu den wenigsten die mitsingen.

    Warum die Stimmung in der Kölnarena schlecht ist - ganz einfach der VfL hat mit die miesesten Fans der Liga (viele Erfolgsfans und noch mehr Meckerer) sorry ist die Wahrheit auch wenn sie mir selber weh tut

    Du sprichst mir aus der Seele, auch wenn Snuffmaster jetzt wieder kommentieren wird.

    Zitat

    Original von TSV-Fuchs


    ..Ich finde es schon sehr anmaßend, sich diesen Weltmeistersong als Verein zu eigen zu machen. Vor allem steht ja kaum ein deutscher VfL-Spieler auf der Platte :nein:.

    Es ist kein Song der Weltmeister, es ist immer noch der Song der "Höhner", die dieses Lied selbst umgetextet haben und im übrigen mit anderem Text schon längere Zeit vor der Handball-WM auf dem Markt war. Das wird nicht als "anmaßend" betrachtet? Wieviel Deutsche spielenden beim THW, der SG Flensdorf u.u.u. Lächerlich.

    Zitat

    Original von whv-stehplatz
    . In Wilhelmshaven rufen die Zuschauer die Nachnamen der Spieler, auch wenn sie noch so neu sind im Team.
    ...

    In vielen Punkten kann ich Dir zustimmen.
    Nur in diesem nicht. Den vollen Namen kennen die Zuschauer in WHV anscheinend auch nicht. Ich habe es selbst in dem Spiel WHV gegen VfL miterlebt. Der Hallensprecher muss jedesmall die erste Silbe des Namens vorsagen. Nach z.B. Milan Vu.... kommt von den Zuschauern dann cicevic.

    Uwe Schwenker im Interview

    Uwe Schwenker war richtig sauer. Am Wochenende verletzte sich sein Spieler Nikola Karabatic beim erfolgreichen Champions-League-Auftritt des THW Kiel in Montpellier (34:32) so schwer, dass er gleich für einige Wochen ausfallen wird. Das Üble daran: Kiels Manager vermutet, dass das Foul mit Vorsatz begangen worden sein könnte. HBL-Mitarbeiter Arnulf Beckmann unterhielt sich mit ihm.

    Frage: Der Auftaktsieg in der Champions League in Montpellier war teuer erkauft. Zu teuer?

    Uwe Schwenker: "Absolut zu teuer. Es war schon vorher klar, dass die Franzosen mit der entsprechenden Härte zu Wege gehen würden. Kein Wunder, dass es acht Jahre keine Mannschaft im Europacup gab, die dort gewinnen konnte. Im Nachhinein wäre es mir lieber gewesen – auch in Anbetracht der noch jungen Saison – wir hätten verloren und wären mit einer gesunden Mannschaft zurückgekehrt."

    Frage: Wie geht es Ihrem Spieler Nikola Karabatic denn?

    Uwe Schwenker: "Nicht so gut natürlich. Die Diagnose offenbarte zwar ein wenig Glück in dem ganzen Unglück. Doch auch diese isolierte Schulter-Eckgelenksverletzung, bei der auch die Bänder in Mitleidenschaft gezogen wurden und bei der Einblutungen im Muskel festgestellt wurden, wird Nikola sicher für einige Wochen aus dem Verkehr ziehen."

    Frage: Nehmen Sie das Foul seinem Gegenspieler, dem Tunesier Issam Tej, richtig übel? Immerhin sah das verdächtig nach Absicht aus.

    Uwe Schwenker: "Es gab schon im Vorfeld ein paar Merkwürdigkeiten. Der Trainer von Montpellier hatte die Bilder unserer Franzosen in der Kabine – von Zielscheiben hinterlegt – an die Wand hängen lassen. So etwas will ich nicht verstehen. Da muss sich doch ein Coach seiner Verantwortung bewusst sein."

    Frage: War das Foul Absicht?

    Uwe Schwenker: "Sagen wir es so: Tej hat es billigend in Kauf genommen, dass sich Karabatic schwer verletzt. Nikola war im Sprung und kam durch die absichtliche Berührung in eine instabile Lage. Und dann hast du beim Fallen plötzlich einfach keine Kontrolle mehr. Es gab aber auch noch ein paar andere Merkwürdigkeiten: Angeblich hatte Montpellier in der Halle keine Schulterschlinge zum Stabilisieren des verletzten Gelenks. Erst Anquetil, ein ehemaliger Vereinskollege, sorgte später dafür, dass Nikola entsprechend versorgt werden konnte."

    Frage: Wie hat Karabatic darauf reagiert? Immerhin hat er einige Jahre für Montpellier gespielt.

    Uwe Schwenker: "Karabatic war völlig geschockt. Der verstand die Welt nicht mehr. Er war sich auch sicher, dass das Foul mit voller Absicht begangen wurde."

    Frage: Nach Filip Jicha und Christian Zeitz fällt nun bereits der dritte Stammspieler aus. Droht der THW, seine Dominanz einzubüßen?

    Uwe Schwenker: "In der Champions League – da bin ich sicher – werden wir die nächste Runde erreichen. Aber was in der Liga wird, weiß ich noch nicht. Wir spielen am Mittwoch in Gummersbach und in vier Wochen in Hamburg. Da werden uns Jicha und Karabatic ganz sicher noch fehlen."

    Frage: Nach der Niederlage in Flensburg finden sich die Zebras erst einmal in der Verfolgerrolle wieder. Möglicherweise sind Sie gar nicht so unglücklich darüber.

    Uwe Schwenker: "In Flensburg kann man durchaus ein Spiel verlieren. Aber wir haben bei den Rhein-Neckar Löwen gewonnen, wo andere ganz sicher noch Punkte lassen werden. Von daher ist bis heute alles im grünen Bereich."

    Frage: Doch eine weitere Niederlage in Gummersbach am heutigen Abend können Sie sich allerdings nicht mehr erlauben, oder?

    Uwe Schwenker: "Das werden wir sehen. Es wird sicherlich sehr schwer, ohne unsere drei Stammkräfte dort zu bestehen."

    Frage: Darf man denn mit einer Aktion a la Tschepkin rechnen, den Sie in der vergangenen Saison in größter Personalnot als Aushilfe verpflichteten?

    Uwe Schwenker: "Warten wir doch einfach ab, welche Mannschaft am Mittwochabend in Köln auflaufen wird."

    Das Gespräch führte Arnulf Beckmann.

    (Quelle:http://www.toyota-handball-bundesliga.de)

    Ich habe die Wiederholung der gestrigen Sendung angesehen und kann Niko immer besser verstehen. Ein absolut böses Foul. Der Videobeweis muss auch im Handball kommen, im Fußball gehört er bereits zum Alltag.

    Interview auf sport1.de


    02.10.2007Karabatic fordert Videobeweis

    München/Kiel - Der Schock sitzt tief beim THW Kiel. Nach Christian Zeitz (Hüfte) und Filip Jicha (Knie) fällt auch Nikola Karabatic aus.


    Sport1: Herr Karabatic, wie geht es Ihnen?

    Nikola Karabatic: Eigentlich ganz gut. Wenn man mal davon absieht, dass ich den linken Arm nicht bewegen kann.

    Sport1: Die Untersuchungen haben bestätigt, dass die Knochen in der Schulter in Ordnung sind.

    Karabatic: Ich bin froh und erleichtert, dass nichts gebrochen ist. Verletzungen sind Teil des Handballs, Teil meines Berufes. Aber so, wie es passiert ist - das nervt mich gewaltig. Darauf bin ich sauer.

    Sport1: Sie meinen das Foul von Issam Tej.

    Karabatic: Er ist bekannt dafür, dass er ein brutaler Spieler ist. Das war er schon immer. Ich habe mir die Bilder mit einem Trainer (Noka Serdarusic, Anm. d. Red.) angesehen. Er hat mich mit beiden Händen am Fuß berührt. Ich konnte gar nichts mehr tun. Das ist unheimlich gefährlich. Was hätte passieren können? Ich hätte mir auch eine schwere Knieverletzung zuziehen können. Oder auf den Kopf fallen können. Ich hoffe, dass Tej gesperrt wird. Er darf damit nicht durchkommen.

    Sport1: Wie geht es weiter?

    Karabatic: Der THW hat sich mit der EHF in Verbindung gesetzt. Die sagen, wenn man auf den Bildern was sieht, werden sie handeln. Solche Spieler wie Tej sind nicht gut für unseren Sport. Sie schaden dem Handball!

    Sport1: Den Videobeweis im Handball?

    Karabatic: Ja, den Videobeweis sollte es geben! Das würde helfen, dass so etwas nicht mehr passiert. Warum soll das, was im Rugby oder im Fußball funktioniert, nicht auch im Handball funktionieren? Er soll nicht den Schiedsrichter ersetzen, er soll ihm helfen. Wenn ein Spieler weiß, dass ihn Fernsehbilder überführen können, dann handelt er nicht so wie Tej. Hätte er das vorher gewusst, wäre meine Verletzung vielleicht nicht passiert und ich wäre heil geblieben.

    Sport1: Wie lange werden Sie aussetzen?

    Karabatic: Ich hoffe vier Wochen. Man muss abwarten. Ich kann froh sein, dass nicht mehr passiert is

    „Mir geht es nicht um Macht“

    Claus Horstmann im großen EXPRESS-Interview über den 1. FC Köln und den VfL Gummersbach

    Von ALEXANDER HAUBRICHS


    Herr Horstmann, für viele sind Sie seit kurzem der wichtigste Mann des Kölner Sports. Wo wollen Sie mit Ihren Klubs hin?

    Wissen Sie, mir ist es egal, ob man mich nun als wichtig bezeichnet oder nicht. Mir geht es auch nicht um Macht. Es ist so: Der VfL Gummersbach war in den letzten Jahren sportlich genau da, wo er sein sollte: Im Kampf um die internationalen Plätze, mit Chancen auf Titel. Hier geht es darum, Strukturen zu schaffen, um den Verein zukunftsfähig zu machen und dort zu etablieren.

    Wir wollen dort das übertragen, was wir in meiner Zeit als Geschäftsführer beim 1. FC Köln geschafft haben: Den Verein auf eine gesunde, wirtschaftliche Basis zu stellen.


    Und beim FC?

    Die Aufgaben kann man nicht vergleichen. Da bin ich mittendrin im operativen Geschäft. Aber da habe ich mit meiner langfristigen Vertragsverlängerung bis 2013 gezeigt, dass ich daran glaube, dass mehr sportlicher Erfolg möglich ist.


    Droht zwischen den Aufgaben keine Interessenskollision? Immerhin kämpfen beide um Sponsoren und Fans.

    Ich werde in der Tat darauf achten, dass eine klare Trennlinie gezogen wird. Es wird keine direkte Sponsorenansprache für den VfL Gummersbach durch mich geben – das ist klar.


    Gibt es auch Synergie-Möglichkeiten?

    Sicher gibt es die, und die wurden in der Vergangenheit ja schon genutzt. Wir haben mit RheinEnergie, der Kreissparkasse oder auch dem EXPRESS gleiche Partner, machen gemeinsame Kartenaktionen.


    Beim VfL tobte vor ihrem Amtsantritt hinter den Kulissen ein monatelanger Machtkampf.

    Ich mag mir kein Urteil über die Vergangenheit erlauben. Fakt ist: Hans-Peter Krämer hat hier Herausragendes geleistet. Aber nun ist es wichtig, dass der Aufsichtsrat sich aus dem operativen Geschäft herausnimmt.

    Geschäftsführer Stefan Hecker, Sportchef Francois Houlet und Trainer Alfred Gislason sind es, die das Schiff in Zukunft lenken müssen. Wir werden sie unterstützen wo es geht, ihnen Hilfe zur Seite stellen.

    Gislason ist ein gefragter Weltklasse-Trainer. Werden Sie versuchen, seinen Vertrag (läuft bis 2009) frühzeitig zu verlängern?

    Über Vertragsinhalte spreche ich hier nicht. Ohne Zweifel ist aber Alfred Gislason derzeit der wichtigste Mann beim VfL. Und für mich ist es wichtig, dass auf den zentralen Positionen Kontinuität herrscht.


    (Quelle:http://www.express.de)

    02. Oktober 2007, Di.:
    FA Göppingen - TV Großwallstadt
    Wilhelmshavener HV - HSV Hamburg

    03. Oktober 2007, Mi.:
    VfL Gummersbach - THW Kiel
    Rhein-Neckar-Löwen - HSG Nordhorn
    SG Flensburg-Handewitt - TBV Lemgo

    06. Oktober 2007, Sa.:
    HBW Balingen-Weilstetten - TUSEM Essen
    MT Melsungen - TuS N-Lübbecke
    FA Göppingen - SC Magdeburg

    07. Oktober 2007, So.:
    GWD Minden - Füchse Berlin

    09. Oktober 2007, Di.:
    TV Großwallstadt - HSG Wetzlar

    Eine "Kante" mit Geschick

    Gummersbachs Handballstar Gunnarsson auch als Fußball-Profi geeignet

    von ULRICH KLEIN

    REYKJAVIK. Klar, er freut sich. Und das nicht zu knapp: "Natürlich ist es was Besonderes, dort zu spielen, wo ich her komme, wo meine Eltern und Freunde leben", gesteht Robert Gunnarsson vor dem Champions-League-Gastspiel mit seinen Gummersbacher Handballern heute Abend (21.30 Uhr Ortszeit) bei Valur Reykjavik. Der Kreisläufer ist freilich Profi und deshalb wird er sich sämtliche Sentimentalitäten verkneifen. Das kündigt er zumindest an: "Für uns geht es darum, einen guten Start hinzulegen und zu punkten. Die folgenden Aufgaben gegen Veszprem und Celje werden nämlich bestimmt nicht einfacher", schätzt Gunnarsson.

    Ein äußerst geschickter "Lückenfüller"

    Der 28-Jährige gibt einen erstklassigen Wikinger ab: 1,91 Meter groß, Schultern eines Möbelpackers, struppiger Bart, Handflächen in Tellergröße - dass Robert von den Kollegen nur "Robbi" gerufen wird, ist eine ziemliche Verniedlichung. Allerdings ist der Hüne aus dem Norden alles andere als ein Grobmotoriker. Im Gegenteil: Gunnarsson weiß sich am Kreis geschickt in die Lücken der gegnerischen Defensivreihen zu schleichen, die folgenden Torwürfe erinnern in ihrer Ausführung nicht selten an die Parterre-Akrobatik begabter Bodenturner. Mit diesen außergewöhnlichen Talenten hat er es inzwischen bereits auf weit über 100 Einsätze in der isländischen Handballnationalmannschaft gebracht.

    Dass "Robbi" einmal für sein Land am Ball sein und Berufssportler werden sollte, konnte seine Sportlehrer nicht wirklich überraschen. Die Frage war nur, in welcher Disziplin? "Ich habe mit sechs Jahren mit dem Handball angefangen und gleichzeitig mit meinen Freunden Fußball gespielt", erzählt Gunnarsson, der sich früh für den Job des Schlussmannes im großen Tor interessierte.

    Als er dann auch in einem Verein zwischen den Torstangen stand, entwickelte das Multitalent immer erstaunlichere Qualitäten. Und der Berufung in die isländische Jugendnationalmannschaft sollte bald ein weiterer lauter Lockruf von einer anderen Insel folgen. Der englische Premiere-Club Aston Villa lud den damals 17-Jährigen zum Probetraining ein. Dabei muss "Robbi" mächtig Eindruck gemacht haben. Jedenfalls sollte er noch ein zweites Mal in Birmingham vorspielen. Diese Offerte lehnte Gunnarsson jedoch dankend ab. Auch weil er zur gleichen Zeit die Möglichkeit bekam, sich in der ersten isländischen Handball-Liga zu versuchen. "Obwohl Fußball die Sportart Nummer eins bei uns ist, war da für mich klar, dass der Handball meine Berufung ist," erklärt "die Kante aus Reykjavik".

    Eine durchaus vernünftige Einschätzung: Robbi entwickelte sich rasch zum Leistungsträger. Schnell wurden auch ausländische Clubs aufmerksam auf den gewandten Wikinger.

    Verblüffende Künste im Fußball-Kasten

    Gunnarsson folgte einer der Avancen und ging für drei Jahre zu GF Aarhus. Nach den dänischen Erfahrungen buhlte der VfL Gummersbach um den Klassekreisläufer - mit Erfolg. Seit drei Jahren geht er nun für die Blau-Weißen auf Trefferjagd. Und auch Robbis verblüffende Künste im Fußballkasten sind spätestens seit Sommer im Oberbergischen bekannt. Bei einem freundschaftlichen Kick der VfL-Handballer gegen den Bezirksliga-Aufsteiger 1. FC Gummersbach zeigte der Kreisläufer nämlich eine Vorstellung, die selbst Frank Riedel schlucken ließ. "Ich kann mir schon vorstellen, dass der auch als Fußballprofi Karriere gemacht hätte", staunte der Gummersbacher Fußballchef.

    Für "Robbi" zwar ein hübsches Kompliment. Aber dennoch möchte er gerne noch "einige Handball-Jährchen" dranhängen. Gut möglich, dass das in Gummersbach sein wird. "Ich fühle mich sehr wohl beim VfL", sagt er.

    Quelle: Kölnische Rundschau vom 28.09.2007)