Beiträge von Rentner

    "Geduld ist nicht meine Stärke"

    VfL-Kapitän Goran Stojanovic schmerzt, dass er beim Auftakt zuschauen muss

    Morgen startet der VfL Gummersbach beim TBV Lemgo in die neue Bundesliga-Saison. Das ohne seinen verletzten Kapitän Goran Stojanovic. Mit ihm sprach Andrea Knitter.

    Herr Stojanovic, wie geht es Ihnen?

    Wie es jemanden geht, der zum Saisonstart verletzt zuschauen muss. Ich war bei Dr. Müller-Wohlfahrt in München zur Untersuchung. Seit Mittwochabend bin ich wieder zu Hause. Gut geht es mir nicht, denn als Profihandballer will ich spielen. Ich muss geduldig sein und das ist nun mal nicht meine Stärke.

    Wie lange müssen Sie pausieren?

    Vier Wochen. Aber das ist normal bei einem Muskelfaserriss. Da ich als Torwart ständig das Bein strecken muss, wäre es fahrlässig, zu früh wieder anzufangen.

    Sie wurden einstimmig vom Team zum Kapitän gewählt.

    Das ist eine große Ehre für mich. Ich bin seit vier Jahren in Gummersbach, blicke auf eine lange Erfahrung im Handball zurück und bin Demokrat. Ich möchte der Mannschaft helfen, sie vertreten, alles geben und ein Vorbild sein.

    Das Amt ist beim VfL aber mit einem Fluch belegt. Ihre drei Vorgänger haben anschließend immer den VfL verlassen.

    Ich denke an so etwas im Moment nicht. Ich habe einen Vierjahres-Vertrag. Zudem fühlen sich meine Familie und ich sehr wohl in Gummersbach. Meine Frau hat einen gehörigen Anteil daran, dass wir hier geblieben sind.

    In der vergangenen Saison war der VfL die Überraschungsmannschaft der Bundesliga, gewann den Europapokal der Pokalsieger und zog ins Final Four ein. Wie schätzen Sie die Mannschaft in diesem Jahr ein?

    Durch die Wechsel von Robert Gunnarsson und Viktor Szilagyi, die beide wichtige Führungsspieler waren, sind wir sicher etwas schwächer als im vergangenen Jahr. Ich hoffe, wir können die Lücke schließen. Dafür haben wir uns aber in der Abwehr verbessert. Wir müssen das nutzen und aus der sicheren Deckung unsere schnellen Gegenstöße laufen. Dabei sind vor allem die Außen gefragt. Wir haben noch viel zu tun, sind dabei aber auf einem guten Weg.

    Nachdem Sie die Rückrunde in der vergangenen Saison fast alleine auf sich gestellt waren, hat der VfL mit Vjenceslaw Somic einen zweiten Torhüter verpflichtet, der nun gegen Lemgo direkt ins kalte Wasser geworfen wird. Was geben Sie dem Kollegen mit?

    Es ist ja nicht nur sein erstes Spiel für den VfL, sondern auch sein erstes in der Bundesliga. Zudem ist er neu in Gummersbach. Wir dürfen ihn nicht unter Druck setzen, das tut man als Profi ohnehin selbst. Als Torwart hat man eine große Verantwortung und braucht keinen Extra-Druck. Natürlich gebe ich ihm ein paar Informationen über Lemgo und der Trainer hat ihm eine DVD zusammengestellt. Somic war in der Vorbereitung einer der besten Spieler. Er musste sich zunächst an das hohe Tempo gewöhnen, welches er aus der kroatischen Liga so nicht kannte. Er ist ein erfahrener Torwart, der eben nur einen ganz anderen Stil spielt als ich.

    Was meinen Sie damit?

    Er ist vielleicht nicht so schnell wie ich, dafür aber etwas größer. Ich jage eben in jede Ecke. Aber auch Markus Hammerschmidt ist auf einem guten Weg und hat Fortschritte gemacht.

    Wo wird der VfL am Ende der Saison stehen?

    Wir müssen das ganz realistisch sehen. In der vorletzten Saison sind wir mit Momir Ilic, Alexis Alvanos und Nandor Fazekas Neunter geworden. Dass wir im letzten Jahr ohne die Drei Fünfter geworden sind, war mehr als eine Überraschung. So wäre ein Platz unter den ersten Zehn realistisch. Wir werden aber alles versuchen, dass es wieder so läuft wie im vergangen Jahr. Dazu gehört aber auch, dass wir von Verletzungen weitgehend verschont bleiben.

    Welche Chance hat der VfL Gummerbach morgen beim TBV Lemgo?

    Wir sind kein Favorit, aber das waren wir in Lemgo auch noch nie. Wenn wir gegen Lemgo so spielen wie bei unserem Sieg gegen Veszprem beim Porec-Cup und alles passt, dann können wir gewinnen. Trotz der Abgänge haben wir eine gute Mannschaft und sind wieder für Überraschungen gut.

    (Quelle: Kölnische Rundschau-Printausgabe vom 28.08.2010)

    Zitat

    Original von Brownie

    Nur ruhig, ich wollte mit etwas Humor die schon leicht aggressive Stimmung wieder kippen, bevor sich schon vor der Saison alle Mann an den Hals gehen.
    Unabhängig davon, dass ich was gegen den HSV(damit meine ich nur die Handballer, der Fußball-Verein kann sich seine Fans leider nicht zwingend selbst aussuchen, aber das ist OT) haben sollte, denke ich, dass nach meinem Post, die Diskussion doch auch in eine sinnvolle Richtung lief. Alles bisschen lockerer nehmen und nicht gleich aufn Schlips getreten fühlen. ;)

    Der Handballsportverein Hamburg (auch HSV genannt) hat mit dem Hamburger Sportverein (HSV) nur die Raute gemeinsam, die sie sich der wirklichen HSV auch bezahlen läßt. Oder bin ich, der von Kindheit an Fan der Fußballer des Hamburger Sportvereins bin, da falsch informiert?

    HSG Wetzlar - SG Flensburg-Handewitt
    HSG Ahlen-Hamm - TV Großwallstadt
    TSV Hannover-Burgdorf - Füchse Berlin
    HBW Balingen-Weilstetten - Rhein-Neckar-Löwen
    FA Göppingen - HSV Hamburg
    THW Kiel - TSG Friesenheim
    TBV Lemgo - VfL Gummersbach
    SC Magdeburg - MT Melsungen
    TuS N-Lübbecke - DHC Rheinland

    VfL holt den Schindler-Cup!

    Mit einer überzeugenden Leistung hat der VfL Gummersbach das Turnier um den Schindler-Cup in Hamburg-Barmbeck gewonnen. Im Finale besiegte der VfL den polnischen Vize-Pokalsieger MKS Lubin mit 40:28.

    Trainer Sead Hasanefendic war "sehr zufrieden". Schon bis zur Pause hatte sich der VfL mit guter Deckungsarbeit einige Tempogegenstöße erarbeitet und so eine 20:14-Führung heraus gespielt. In Abwesenheit von VfL-Kapitän Goran Stojanovic, der aufgrund seines Muskelfaserrisses in Gummersbach geblieben war, hielt Neuzugang Vjenceslav Somic im VfL-Tor solide. Das Kapitänsamt übte Vedran Zrnic aus. Der kroatische Rechtsaußen nahm den Pokal entgegen und wurde mit 26 Treffern Torschützenkönig des Turniers. In allen drei Spielen war er bester VfL-Werfer: Im Finale traf "Zrna" neun mal, genau wie im Halbfinale gegen Thun, zum Auftakt gegen Linz waren es acht Tore. Coach Sead Hasanefendic sprach von einem "verdienten" Finalsieg: "Wir haben im Gegensatz zum erima-Cup in Bremen gesehen, dass es mit Adi Pfahl als Linkshänder im Rückraum spielrisch deutlich besser läuft." Es war der dritte Turniersieg im vierten Vorbereitungsturnier.
    Dienstag folgt das Freundschaftsspiel beim TuS Ferndorf, ab Mittwoch nimmt der VfL am Porec-Cup in Kroatien teil.

    (http://www.vfl-gummersbach.de)

    Den Kapitäns-Fluch brechen

    Interview der Woche: VfL-Geschäftsführer Axel Geerken zur 1. und 2. Mannschaft

    Morgen feiert der VfL Gummersbach die offizielle Saisoneröffnung. Was die Fans in der neuen Saison erwartet, darüber sprach Andrea Knitter mit Geschäftsführer Axel Geerken.

    Die Saisonvorbereitung hatte noch nicht begonnen, da wurde der Wechsel von Viktor Szilagyi bekannt gegeben. Das erinnert ans letzte Jahr, als kurz vor dem Start die finanziellen Probleme des Vereins bekannt wurden. Muss man sich wieder Sorgen machen?

    Es ist ruhiger im Umfeld geworden und wir sind einen Tick besser aufgestellt als im letzten Jahr. Wir sind einen Schritt weiter, doch lassen sich die Altschulden nicht von heute auf morgen in den Griff bekommen. Wir müssen weiter auf die Kosten schauen.

    Wo lässt sich noch sparen?

    Wir treten beispielsweise in der neuen Saison höchstens vier Mal in Köln an. Eigentlich sind wir ständig dabei, jede Kostenstelle zu überprüfen. Viele Dinge werden gemacht mit der neuen Halle im Hinterkopf.

    Die 20-prozentige Kürzung der Spielergehälter galt nur für die abgelaufene Saison.

    Die Spieler haben gültige Verträge, denen wir nachkommen.

    Glauben Sie, dass der VfL die Lizenz im nächsten Jahr nach langer Zeit mal wieder im ersten Anlauf bekommen kann?

    Das kommt darauf an, wie wir uns weiter entwickeln.

    Die Handball-Bundesliga (HBL) hat angekündigt, die Finanzen der Vereine noch stärker zu kontrollieren . . .

    Plan war, dass die Vereine positives Eigenkapital in Höhe von einem Zwölftel des Personalaufwandes innerhalb der nächsten sechs Jahre nachweisen. Das ist jedoch in der Form jedoch noch nicht beschlossen worden. Nun wird der Punkt im Herbst erneut auf der Tagesordnung der HBL-Sitzung stehen und wieder diskutiert. Wir haben entsprechende Eingaben gemacht, um unsere Vorstellungen zu diesem Punkt darzulegen.

    Wie hoch wird in der kommenden Saison der Etat sein?

    Das wird am Mittwoch bei der Pressekonferenz zur Saisoneröffnung, die im Beisein der Vertreter unserer Sponsoren stattfindet, verkündet. Dem möchte ich nicht vorgreifen.

    Zurück zur Mannschaft. Wird es für Szilagyi Ersatz geben?

    Wir sind nicht direkt auf der Suche, doch sollte sich jemand anbieten, dann werden wir uns sicher Gedanken machen. Auch nach Viktors Weggang sehe ich uns gut aufgestellt. Josip Valcic kann ebenso auf der Mitte spielen wie Christoph Schindler oder unsere Allzweckwaffe Geoffroy Krantz.

    Goran Stojanovic ist der neue Kapitän. Seine Vorgänger haben den VfL vorzeitig verlassen. Haftet ein Fluch an dem Amt?

    Ich hoffe, dass wir mit Goran die Tradition brechen. Es war eine logische Konsequenz, ihn zum Kapitän zu berufen. Er war in der letzten Saison einer der prägenden Spieler.

    Was tut sich in Sachen zweiter Torhüter?

    Vjenceslaw Somic ist seit Donnerstag für uns spielberechtigt, hatte beim Linden-Cup gegen Melsungen seinen ersten Einsatz und gehört damit offiziell zum Kader. Er hat bei uns einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben.

    Können Sie Herdeiro Lucau damit von Ihrer Gehaltsliste streichen?

    Wir werden den Vertrag mit ihm auflösen. Er hat seine Sachen gepackt und wird wohl in Pamplona unterschreiben.

    Sie sind als Geschäftsführer auch für die zweite Mannschaft des VfL, die in der Oberliga spielt, zuständig. Was wird sich nach dem verpassten Regionalliga-Aufstieg tun?

    Auf dem ersten Blick war Platz zwei kein schlechtes Ergebnis, doch war der verpasste Aufstieg natürlich eine Enttäuschung. Knackpunkte waren der zu kleine Kader und das fehlende gemeinsame Training mit den Spielern aus dem Bundesliga-Kader.

    Wird sich das ändern?

    Wir planen, dass die Spieler gemeinsam trainieren und dass Bundesliga-Co-Trainer Emir Kurtagic ein Auge darauf hat. Überhaupt soll es einen stärkeren Austausch zwischen den Trainern Sead Hasanefendic, Kurtagic und Leszek Hoft geben. Weiterhin soll die Mannschaft noch verstärkt werden. Erster Neuzugang ist Philipp Jonas Wilhelm, der von TuSpo Obernburg zurück zum VfL kommt. Dazu sollen die besten A-Jugendspieler mit in der Oberliga antreten.

    Sie sprechen bei den Planungen immer von wir. Wer ist damit gemeint?

    Es ist für mich natürlich schwierig, mich um zwei Mannschaften zu kümmern. Bei der zweiten Mannschaft stehe ich in engem Kontakt zu Akademieleiter Axel Renner, zu Klaus Westebbe und Betreuer Edgar Hartmann.

    Die Handball-Akademie ist mit in die Geschäftsstelle eingezogen . . .

    Der VfL ist jetzt an einem Ort präsent. Neben der Bundesliga sind jetzt auch die Handball-Akademie und die Marketing GmbH in einem Büro. Wir möchten damit den VfL als eine Einheit dokumentieren, die als solche auch in und um Gummersbach wahrgenommen werden soll.

    Kann die Bundesliga-Mannschaft an die erfolgreiche letzte Saison anknüpfen?

    Die unerwarteten Erfolge wie Platz fünf in der Bundesliga, der Gewinn des Europapokals oder der Einzug ins Final Four durch einen souveränen Sieg gegen den THW Kiel waren etwas sehr Besonderes. Ich habe Vertrauen in die Mannschaft, die jung ist und mit breiter Brust selbstbewusst nach vorne schauen kann. So würde ich sagen, dass Platz sieben bis zehn in der Bundesliga realistisch ist. Aber wir wollen mal sehen, ob es nicht besser geht. Wer einmal beim Final Four war, will immer wieder dahin und dass wir im Europapokal am liebsten den Titel verteidigen möchten, ist auch keine Frage.

    Ihre Gedanken gehen aber über die Saison hinaus.

    Die meisten Spieler stehen bis 2012 unter Vertrag. Trainer Hasanefendic und ich haben Ideen, wie wir die Mannschaft noch attraktiver machen können. Wir möchten mit Kontinuität und sehr zielgerichtet in Gummersbach etwas aufbauen. Das ist der sinnvollere Weg, dann kann man auch mit einem nicht so hohen Etat etwas erreichen. Ein Plus der Mannschaft ist ihr Zusammenhalt, den man braucht, um manches Spiel noch umzubiegen.

    Trotzdem gibt es in Gummersbach immer wieder Kritik daran, dass so viele Ausländer beim VfL unter Vertrag stehen.

    Die Fußball-Nationalmannschaft hat gerade gezeigt, wie viel Begeisterung eine Multi-Kulti-Truppe hervorrufen kann. Es ist schade, dass die Frage der Nationalität immer noch ein Thema ist. Die Spieler sind sich alle bewusst, dass sie für einen traditionsreichen Club spielen. Alle bringen sich ein und sind Botschafter für den Verein und die Stadt Gummersbach. Da ist es nicht entscheidend aus welchem Land sie kommen.

    (Quelle:OVZ-Printausgabe vom 31.07.2010)

    Zitat

    Original von HSG-Wetzlar-Fan90
    Du kannst es net verstehen, weil Berlin ein Verein ist der solche Probleme NICHT hat!
    Und mit Geld nur um sich schmeissen kann....

    Du meinst bestimmt, der solche Probleme NOCH NICHT hat!
    Abwarten und Tee trinken. Es passiert bestimmt irgendwann.