Beiträge von Lernender

    Hier mein Erfahrungsbericht von den offenen franzöisischen Meisterschaften:
    Freitag habe ich die Opening-Party für 7Euro extra besucht. Das war aber eine müde Veranstaltung. So richtig Handballfieber löste es nicht aus, obwohl die Teams vorgestellt wurden und Autogrammjäger auch auf ihre Kosten kamen. Am Abend dann aber noch in der Innenstadt zwei Briten getroffen, mit welchen man sich gut über die Handballentwicklungen auf der Insel unterhalten konnte. Hat mich überrascht, zwei Handballverrückte anzutreffen, welche jedes große Handballereignis mitnehmen, obwohl die Insel ja im handballerischen Bereich ein Entwicklungsland ist.
    Am Samstag dann die Altstadt besucht. Da war dann auch in den Biergärten gut zu erkennen, das in der Stadt ein Sportevent stattfindet.
    Am zeitigen Nachmittag dann zur Halle begeben. Der Einlass war eine Katastrophe. Es gab zu wenige Eingänge zum Bereich um die Halle. Bei unserem Einlasspunkt standen dann 2000 Leute an, um durch ein Nadelöhr gezwängt zu werden, da es nur zwei Kartenscanner gab. Umso näher der Spielbeginn rückte, desto unruhiger wurde die Menge. Das Ordnerteam versuchte dann noch im hektischen Aktionismus, den Zugang zu verbreitern. Ich hätte nicht gedacht, dass es nach der Loveparade 2010 in Deutschland nochmal so ein schlechtes Konzept gibt. In der Halle kamen wir dann aber recht zügig voran.
    Das erste Spiel hat mich der Kreisläufer von Nantes beeindruckt. Überhaupt blieb bei dieser Starmannschaft aus Paris noch vieles Stückwerk und Nantes nahm einfach ihr Herz in die Hand und nutzte die einmalige Gelegenheit. Das Spiel hat mir sehr gut gefallen, gerade wegen dem Außenseitersieg. Aber würde Paris mal ihr Potential voll abrufen, dann hätte niemand anderes etwas zum Lachen. So bleibt es die leidenschaftlose Truppe eines Großinvestors.
    Die Stimmung beider Blöcke war ganz gut. Auf Dauer kommt keine Fangruppe über längere Zeit gegen die Beschallungsanlage an. Obwohl ich sagen muss, dass der Verantwortliche für die Musikauswahl einen besseren Job macht, als die Leute bei der EM in Krakau 2016 (Da wurde jeder Sprechchor und Fangesang mit einer ohrenbetäubenden Lautstärke vom Band unterdrückt.). Die Lieder waren oft so ausgelegt, dass sie die ganze Halle mitnehmen. Manchmal sollte man aber einfach das Fingerspitzengefühl bewahren und nicht in die Sprechchöre rein, die Musik ablaufen lassen.
    Was ich nicht verstehen kann, ist warum wir beim Handball alle so vernarrt sind in diese Klatschpappen. Für mich ist das kein schönes Anfeuern, wenn dieses monotone Geräusch durch die Halle geht. Meine hat dann als Konfetti allen gezeigt, über welches Tor ich mich besonders freue. Wenn wir die Klatschpappen beiseite lassen würden und mit richtig schönen Fangesängen unsere Teams unterstützen, dann würde in so mancher Halle das Dach wegfliegen. Gerade durch den geschlossenen Raum haben wir Möglichkeiten, da die Akustik viel mehr verspricht, als wenn man auf einer Fußballtribüne ins weite Rund schreit. Ich wünsche mir, dass die Fanentwicklung weg von den Klatschpappen zu mehr Fangesängen und Schlachtrufen, sowie Choreos geht. Wer sich davon überzeugen will, sollte sich mal bei Youtube umschauen und er wird sehen, was da alles möglich wäre.
    Das zweite Spiel war gut. Von einem Championsleague-Halbfinale hätte ich mir aber ein wenig mehr ehrhofft. Montpellier gewinnt am Ende verdient, wenn auch knapp. Warum Vardar den letzten Angriff mit so einem schlechten Wurf abschließt, obwohl noch zehn Sekunden auf der Uhr sind, verstehe ich nicht. Insgeheim habe ich mir eine Verlängerung gewünscht.
    Stimmungsmäßig war Vardar enttäuschend. Und die franzöischen Fans haben sich mit Montpellier verbündet, so dass dann 75Prozent der Halle diesen eindringlichen Mon-Mon-Monpellier-Schlachtruf gerufen haben. Das klingt dann schon beeindruckend.
    So spielen jetzt morgen die Teams gegeneinander, wie ich es erwartet habe. Nur die Anwurfzeiten sind vertauscht.
    Aus der Halle raus, vermischte sich das Handballvolk dann in die Kölner Feierwütigen und in unzählige Junggesellenabschiede. Kaum zu glauben, wieviele Hochzeiten es hier in der nächsten Zeit geben muss.
    Achso, den Bierpreis von fünf Euro in der Halle boykottiere ich. Meine Schmerzgrenze ist da überschritten. Wasser oder Limogetränke befinden sich aber auf ähnlichem Preisniveau.

    Mal sehen wie es heute wird.

    Hallo,

    Meine Aussage, dass Trainer mit C-Lizenz bei den deutschen Vereinen zum Einsatz kommen, bezog sich auf die Elbe-Labe-Liga. Nicht auf die Sachsenliga.
    Wie das bei den tschechischen Vereinen ist, weiß ich nicht. Ich beziehe mich hier auf die Handballpost aus Sachsen, in der im Vorfeld der Saison 2017/2018 alle Mannschaften, welche mindestens Sachsenliga im Jugendbereich spielen, vorgestellt werden. Da wird auch die entsprechende Trainerlizenz zur Mannschaft dazu mit angegeben.
    Ich kann allerdings nicht für den Handballverband schreiben. Ich kann auch nicht für Trainer aus anderen Vereinen schreiben. Was und Wie viel sie von der Rahmentrainingskonzeption und dem Jugendkonzept wissen und umsetzen, weiß ich nicht.
    Ich habe lediglich meine Erlebnisse geschildert.

    Im Übrigen ist inzwischen der erste Spieltag der C-Jugend Geschichte. In der neuen Ballsportarena (mit der Lichtlinientechnik) wurden die Tribünen eingefahren. Und auf zwei Spielfeldern, nebeneinanderliegend, spielten die Teams dann. Ich habe, so wie ich es kenne, ein gutes C-Jugendniveau gesehen. Die Deckungsreihen bei den deutschen und tschechischen Teams spielten keine 6:0-Abwehr. Tabellenführer ist zurzeit eine Mannschaft, welche offensiv verteidigt. Da wird auch mal bis auf 18 Meter herausgetreten und die Gegenspieler werden immer wieder ins 1gg1 gezwungen. Das war eine attraktive Abwehr. Und auch so ist die Liga recht ausgeglichen. Keine Mannschaft, die jedes Spiel dominiert. Viele knappe Ergebnisse. Ich bin nun gefestigter in meiner Meinung, dass dies die Jungs weiterbringt.

    Ja, es gibt Ecken in Deutschland mit so viel Spielzeit. Mit Oberliga ist hier eine eingleisige Sachsenliga gemeint.

    Eine 6:0-Abwehr hat in dem Spiel keine Mannschaft gespielt.

    Aber auswärts beim Nachwuchs eines Landesstützpunktes haben wir dies erlebt. Nach einer 90-minütigen Anreise kam man beim Favoriten gut in die Partie und konnte mit kleinen 1:1-starken Spielern einen tollen Start hinlegen. Der Gegner, welcher körperlich schon weiter entwickelt war, spielte auch einen wuchtigen Handball, welcher doch recht ansehlich ist, aber leider auch schon feste Spielzüge in der D-Jugend. Nachdem dort zur Mitte der ersten Halbzeit bemerkt wurde, dass sie noch nicht wie sonst üblich, ihre beruhigende 5-Tore-Führung herausgeworfen haben, stellten sie in eine 6:0-Abwehr um. Danach nahm das Spiel dann seinen erwarteten Lauf. In der Halbzeit hatte man noch mit den Schiedsrichtern gesprochen, was in der D-Jugend erlaubt ist. Doch mit Anwurf war das anscheinend vergessen. Kein Spieler trat aus dem Neuner heraus während meine Jungs Order bekamen, den Ball nur hin- und herzuspielen ohne Druck zu machen. Dies sollte eigentlich dazu dienen, dass die Schiedsrichter Sehen, Erkennen, Begreifen und Handeln. Nach 35 Sekunden hoben sie dann auch den Arm. Allerdings nicht zur geballten Faust um ein falsches Abwehrsystem zu beanstanden, sondern zum Zeitspiel. Dies lief fünf Minuten so. Danach erinnerte man sich am Leistungsstützpunkt des Landesverbandes, dass es Durchführungsbestimmungen gibt. Doch die Gastgeber waren schon mit sechs Toren in Führung und so endete auch die Partie. Für uns hätte gegen so einen starken Gegner schon alles passen müssen. Denn die gegnerischen Jungs spielen wirklich einen tollen Handball und hätten diesen Kniff des Trainers wohl nicht gebraucht. In der Schiedsrichterkabine nach dem Spiel pries sich der Trainer der Heimmannschaft (Einer der über 60-Jährigen, welche schon seit Jahrzehnten im Jugendhandball aktiv sind und für den die Durchführungsbestimmungen nicht gelten) noch für seinen tollen taktischen Schachzug, welcher ihnen den Sieg gebracht hat. Darauf hingewiesen, dass dies eine Unsportlichkeit ist, reagierte er schmallippig und hinterließ den im Raum Anwesenden, den Eindruck, dass er sich nicht mehr ändern würde. Doch nach der ersten Enttäuschung, setzte sich bei den Jungs die Freude über den ersten Schnee durch. Während des Spiels hatte es durchweg geschneit, und dies reichte für eine erste Schneeballschlacht im Winter.

    frank1706

    Keine Angst. Durchführungsbestimmungen, Rahmentrainingskonzeption und die Pädagogischen Leitlinien des DHB sind mir bekannt.
    Ich dachte, du beziehst dich mit Jugendkonzept des DHB auf etwas, was mir vielleicht entgangen ist.
    Übrigens nur kurz zur Info: In Sachsen steht in den Durchführungsbestimmungen für die D-Jugendsachsenliga, dass in der 1.Halbzeit eine 1:5-Abwehr gespielt werden muss. Da darf man keine Manndeckung spielen. Das ging sogar soweit, dass ich schon in Auswärtsspielen von den Schiedsrichtern angehalten wurde, meine Abwehr zurückzuziehen. Da habe ich eine 1:5-Deckung spielen lassen, welche bei 16 Metern anfängt abzuwehren und sollte sie schön zurück an den Neuner stellen, damit der Gegner seine festen Spielzüge machen kann. Da hat in der Auswärtshalle niemand verstanden, dass eine 1:5-Abwehr nicht an den Neuner gebunden ist. Die haben alles, was weiter heraustritt gleich als Manndeckung angesehen. Warum die Manndeckung nur in der zweiten Halbzeit erlaubt sein sollte, verstehe ich auch nicht.
    Ich glaube, wir haben unterschiedliche Ansichten, was leistungsbezogen bedeutet. Für mich heißt dass keineswegs ergebnisbezogen. Natürlich bekommen bei mir auch alle Jungs möglichst viele Spielanteile auf möglichst unterschiedlichen Positionen.
    Leistungsbezogen trainieren bedeutet für mich in der D-Jugend, dass man mit einem klaren Konzept agiert. Das heißt für mich im Training, dass im koordinativen Teil unter anderem auch Bodenturnen und das Erlernen des Lauf-ABC ansteht. Dann nimmt noch der Handball-Üben-Teil und der Handball-Spielen-Teil einen großen Platz im Training ein. Ziel über die Saison gesehen ist die individuelle Weiterentwicklung und nicht irgendein Tabellenplatz. Hauptantrieb für die Weiterentwicklung ist dabei die Eigenmotivation und Freude der Jungs im Training. Nicht dass ich dir ein Bild des Schleifers im Kinderhandball vermitteln will. Wie definierst du leistungsbezogen im Kinderhandball für dich? Was sind deine Befürchtungen?

    Und in Sachsen gibt es eine eingleisige D- und eine C-Jugendsachsenliga. Dies gibt es zumindest in Ostdeutschland in einigen Bundesländern. Die ostdeutschen Bundesländer und Berlin spielen übrigens alle einen Landesmeister und Vizemeister bereits in der D-Jugend aus, da sich diese Teams alle zu einer Ostdeutschen Bestenermittlung treffen.

    Die Trainer der deutschen Vereine haben alle mindestens eine C-Lizenz.

    Warum das jetzt unbedingt über Bezirksauswahlen laufen soll verstehe ich nicht. Was ist falsch daran, dass Vereine sich gleichstarke Gegner organisieren?

    Und was soll das dem deutschen Handball bringen? Ja, es ist vieles gut, wenn man die aktuelle Jugend betrachtet. Aber auf den Lorbeeren ausruhen und hoffen, dass die anderen Nationen schlafen ist für mich auch nicht der richtige Weg. Und selbst wenn da jetzt keine Nationalspieler entstehen, dann hat man immer noch den kulturellen Austausch, vielleicht ein paar internationale Kontakte oder gar Freunde und einige bereichernde Erfahrungen.
    Da gehen ja nicht die Jungs von sieben Mannschaften heulend und todtraurig nach Hause und nur der Sieger darf Lachen.
    Die ersten internationalen Spiele und Turniere sind für die Kinder übrigens immer etwas ganz Besonderes. Das ist einfach mal etwas anderes, als gegen den Nachbarverein das fünfte Mal in einem Jahr zu spielen.

    Für mich ein tolles Projekt und die Kinder welche daran teilnehmen dürfen, werden sich freuen.

    Also ich verstehe nicht, inwiefern leistungsorientiertes Training und leistungsorientierter Spielbetrieb sich mit der Basisschulung (und für die weit entwickelten Jungs mit dem Grundlagentraining) der Rahmentrainingskonzeption nicht verträgt in der D-Jugend.

    Auch warum Kinder körperlich noch nicht weit genug entwickelt sein sollten, verstehe ich nicht. Das ist eine steile These. Sie treffen ja endlich mal auf Jungs, welche ebenfalls in ihren Regionen die hervorzuhebenden Spieler sind. Die Besten gegen die Besten spielen zu lassen halte ich für viel hilfreicher, als dass die Besten jede Woche aufs Neue, irgendwelche Anfänger vernaschen. Davon profitiert weder der Gute, noch der Anfänger.

    Auf welches Jugendkonzept des DHB beziehst du dich?

    Auf der Internetseite der Elbe-Labe-Liga steht eindeutig, dass die Liga als Unterstützung für die Entwicklung der Auswahlspieler Sorge tragen will.
    Da in Sachsen in der D-Jugend die Bezirksauswahlen gebildet werden, aus welchen dann in der C-Jugend die Landesauswahl gebildet wird, ist das kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung.

    Hallo Forum,

    Hier ist ja im Forum in letzter Zeit diskutiert worden, wie man im Jugendbereich einen leistungsorientierten Ligabetrieb aufbauen kann.

    In Sachsen und Tschechien haben sich dafür Vereine zusammengefunden, welche zunächst im männlichen D- und C-Jugendbereich gemeinsam Turniere spielen, abseits des vom Handballverbandes organisiertem Ligabetrieb. Dabei ist ein Kriterium, dass die Mannschaft in der höchsten Liga spielt (in Sachsen die Sachsenliga). Es ist geplant, dass sich die Mannschaften vier Mal im Jahr pro Altersklasse treffen und ein Turnier mit acht Teams Jeder gegen Jeden bei 15 Minuten Spielzeit ausspielen.
    Bleibt abzuwarten, wie groß dann dort die Leistungsunterschiede an den Spieltagen sind und ob es eine Lösung sein kann, um die Besten zu fördern. Aber es ist ein Ansatz, um Ergebnisse von 40:4 vorzubeugen, dass man die stärksten gegeneinander antreten lässt. Außerdem finde ich, ist dies auch so ein schönes grenzübergreifendes Projekt.

    Hier der Link zur Internetseite für alle Interessierten:

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    Hallo Zickenbändiger,

    Ich weiß davon, dass es in Sachsen-Anhalt eine Sachsen-Anhaltliga mit 40 Minuten Spielzeit in der männlichen D-Jugend gibt. In Sachsen gibt es eine Sachsenliga mit 50 Minuten im männlichen wie im weiblichen Bereich. Da sind bei den Mädels auch Zweitvertretungen der Vereine drinnen.
    In Berlin gibt es als höchste Liga eine Verbandsliga jeweils für den männlichen und den weiblichen Bereich. Hier ist es so, dass nach der Hinrunde der letzte Platz der Verbandsliga, in der zweiten Liga, der Landesliga, weiterspielt, und der erste Platz der Landesliga (2.Liga) dann in die Verbandsliga (1.Liga) aufsteigt. Alles als Einzelspiele ausgetragen, aber zumindest in Sachsen gab es die Sachsenliga auch mal als Turnierspieltag.
    In Sachsen und Sachsen-Anhalt ist die Staffelstärke auf zehn Mannschaften ausgelegt gewesen, aber es haben weniger Teams gemeldet. Deshalb gab es hier auch keine Spiele zur Qualifikation. Andere Kriterien gibt es auch nicht. Einer findet sich wohl immer, der falsch meldet.
    Fahrtwege in Sachsen gehen dann auch mal bis zu 200km für die einfache Strecke (Ausnahme). Das schreckt viele ab, aber was will man da machen. Die, welche das nicht wollen, bleiben dann halt in ihren Bezirken. In Berlin gibt es so weite Fahrtwege nicht und in Sachsen-Anhalt kenne ich mich nicht aus.
    Ich würde erstmal die Pilotliga anstoßen, als höchste Liga des Landesverbandes. Das wird genügend Arbeit sein, alle zu überzeugen und eine Selektierung der Mannschaften wird sich dann über die nächsten Spielzeiten ergeben. Da würde ich auch keine anderen Kriterien erstmal als Hürde davorsetzen. Falls zu viele Mannschaften melden, dann muss eine Quali gespielt werden.
    Aber ich erwarte eher, dass einige Trainer, welche lieber den Erfolg in den Bezirksligen wollen, unten bleiben. Den ist halt ein 35:3-Sieg mit 20 Minuten Anfahrtsweg wichtiger, als ein enges Spiel, welches in der letzten Minute verloren gehen kann und dann sitzt man noch 90 Minuten im Auto.

    Mich würde mal folgendes interessieren. In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Berlin wird in den D-Jugenden auf alle Fälle ein Landesmeister und Vizemeister ausgespielt, da sich diese Teams zu der Bestenermittlung der neuen Bundesländer und Berlin treffen. Werden in euren Landesverbänden auch Meister in der D-Jugend oder sogar in der E-Jugend bereits ausgespielt und gibt es bei euch am Ende der Saison auch so ein regelmäßig stattfindendes Turnier mit den Meistern und Vizemeistern?

    Liebes Handballtagebuch.

    Ich habe hier immer sehr gerne die Beiträge gelesen. Vor allem von Harmi und Zickenbändiger. Und da ich nun auch selbst eine männliche D-Jugendmannschaft in der Oberliga betreue, möchte ich mich auch daran wagen, einmal etwas einzustellen.


    Freitag 19:30Uhr: Der durchschnittliche D-Jugendspieler
    packt nach einer anstrengenden Woche seine Handballtasche für den nächsten Tag.
    Er besucht die fünfte, sechste oder siebte Klasse einer weiterführenden Schule
    und hat in den vergangenen fünf Tagen nicht nur über dreißig Unterrichtsstunden
    absolviert, sondern im Fach Handball, welches von seinem Lieblingsverein
    angeboten wird, ebenso an drei Nachmittagen nochmal insgesamt 285 Minuten
    trainiert. Beim Abendbrot, welches nochmal alle Energiespeicher auffüllt,
    erinnert er seine Eltern daran, dass sie ihn am nächsten Tag zu 7:15Uhr zum
    Treffpunkt bringen müssen. Die Eltern würfeln heimlich darum, weil natürlich
    beide diesen Job in der Früh übernehmen wollen.


    Freitag 20:15Uhr: Der durchschnittliche D-Jugendspieler
    geht nun ins Bett. Die nächsten zehn Stunden Schlaf sieht er ganz professionell
    als Grundlage für seine gute Physis am Spieltag. Immerhin trainiert er
    regelmäßig drei Mal die Woche. Da soll es an einer vermeintlichen Kleinigkeit
    wie Übermüdung nicht scheitern.


    Samstag 6:15Uhr: Der durchschnittliche D-Jugendspieler
    wacht ausgeschlafen und fit auf. Während er sich gutgelaunt auf das Spiel
    freut, hat der Elternteil, welcher am Vortag den Bringedienst gewonnen hat,
    noch Probleme den Tag ebenso fröhlich zu begrüßen. Ein kurzer Blick aus dem
    Fenster ist da natürlich hilfreich. Draußen ist es dunkel und kalt.


    Samstag 7:Uhr: Der durchschnittliche D-Jugendspieler
    steigt nun ins Auto. Nach dem zweiten Kaffee bekommt der bringende Elternteil
    die Augen genügend auf, um am Straßenverkehr teilzunehmen. Die Straßen sind
    herrlich frei und laden zum langsamen Fahren ein. Die Polizei, welche ziemlich
    nah zum Treffpunkt ihr Lasergerät aufgebaut hat, trägt freundlicherweise im
    Abblendlicht reflektierende Jacken, welche man bereits aus 200 Meter Entfernung
    erkennt.


    Samstag 7:15Uhr: Der durchschnittliche D-Jugendspieler
    steigt am Treffpunkt aus dem Auto aus, begrüßt seine Mannschaftskameraden und
    macht sich abreisefertig zum 158 Kilometer entfernten Auswärtsspiel . Die
    Eltern am Treffpunkt sind dankbar darüber, dass sie so zeitig wach sind, weil
    sie ja nun noch so viel vom Tag haben.


    Samstag 8:50Uhr: Die D-Jugend kommt an der Halle an und wird nach einem kurzen
    Spaziergang an der frischen Luft, dem Umziehen, dem Aufwärmen und der
    Traineransprache gegen 10Uhr motiviert und munter in die Partie starten. Der
    bettflüchtige Elternteil, welcher seinen Sohn am Morgen zur Halle brachte, hat
    vermutlich den Wocheneinkauf gemacht und den Keller entrümpelt, den Sperrmüll
    gleich noch zum Wertstoffhof gebracht und angefangen das Kinderzimmer neu zu
    tapezieren. Man muss die Zeit ja ordentlich nutzen, wenn der Junge aus dem Haus
    ist. Der bettlägerige Elternteil steht auf, bevor er noch Rückenschmerzen
    bekommt, weil er die horizontale Lage überbeansprucht. Er wundert sich, warum
    es noch kein Frühstück gibt.


    Samstag 10Uhr: Der durchschnittliche D-Jugendspieler
    genießt nun den Höhepunkt seiner Woche. Dieser nun hier aus Trainersicht
    wiedergegeben:


    Wir starten mit unseren 1:1-starken Spielern in die
    Begegnung, welche sich immer wieder durchsetzen gegen körperlich stärkere
    Gegenspieler. Leider haben wir hier noch mit dem flüssigen torgefährlichen
    Anstoßen und schnellem Weiterspielen erhebliche Probleme, so dass viele Tore
    aus Einzelaktionen entstehen. In der Abwehr trauen wir uns nicht, bis zum Ende
    aggressiv auf Ballgewinn zu gehen und da wir hier die absolute Konsequenz
    vermissen lassen, werden wir öfters mit freien Würfen der Gegner auch aus dem
    Zentrum bestraft. Aber das Torhüterduell, mit den gegnerischen Torwächtern,
    entscheiden unsere Keeper heute für uns, gerade weil sie auch freie Würfe
    wegnehmen. Nach 15 Minuten führen wir 10:6
    und nehmen eine Auszeit in welcher wir blockweise durchwechseln. Unsere
    fünf Spieler, welche nun neu in der Begegnung sind, starten mit einem guten
    Tempo, fangen sich dann aber kurz hintereinander zwei Zeitstrafen ein und
    verlieren den Faden. In der Abwehr bleiben wir kurzzeitig unter unseren Ansprüchen,
    was der Gegner sofort ausnutzt und bis zum 13:14-Halbzeitstand an uns
    vorbeizieht.


    Nach der Halbzeit kämpfen wir darum, wieder Zugriff auf
    die Partie zu bekommen. Beide Teams produzieren jetzt kurzfristig vermehrt
    Fehler, aber wir können zunächst kein Kapital daraus schlagen. In der Abwehr
    rappeln wir uns nach einer schwächeren Phase auf, in der wir Gegenspieler davon
    laufen ließen und zeigen nun wieder mehr Mut zum bedingungslosen Ballgewinn.
    Dies wird belohnt und während wir unsere Fehlerzahl verringern können, drehen
    wir das Spiel. Nach einem 18:20-Rückstand ziehen wir mit einem 4:0-Lauf vorbei
    und können die Führung sogar noch auf 24:21 ausbauen. Da zeigen wir kurzfristig
    mal das gesamte Potential, gehen in der Abwehr mutig in die Passwege und
    spielen die Angriffe schnell aus. Insbesondere die rechte Angriffshälfte macht
    gut Druck und sollte den Anspruch haben, sich an dieser Leistung messen zu
    lassen. Die Gastgeber raffen sich nochmal auf, kommen ran und haben in der
    Schlussminute die Chance auf den Ausgleich. Doch die D-Jugendspieler stellen
    sich nicht schüchtern hinten rein, sondern gehen mit enormem Kraftaufwand
    abermals in die Passwege, bieten eine schlechte Anspielstation an und fangen in
    Folge dessen nochmal den Ball ab. Abwehr kann so viel Spaß machen. Die letzten
    zwanzig Sekunden lassen sie sich nicht mehr aus der Reserve locken und bringen
    den26:25- Sieg kaltschnäuzig über die Zeit.


    Ein erfreulicher erster Sieg, welcher Kraft gekostet hat.
    Aber diese engen Spiele mit Gegnern auf Augenhöhe bringen die Jungs weiter,
    weil sie bis zur letzten Minute ihr Leistungsmaximum abrufen müssen. Deswegen
    kann man zufrieden auf diese 50 Minuten schauen.


    Nach Duschen und Umziehen verlässt der durchschnittliche
    D-Jugendspieler gegen 12 Uhr die Halle. Nach anderthalb Stunden Fahrtzeit
    berichtet er hoffentlich beiden Eltern vom knappen Sieg. Zu Hause freut er sich
    über den entrümpelten Keller und das frisch tapezierte Zimmer.

    Folgende Frage: Im HV Sachsen spielen in der höchsten Jugendliga zwei Mannschaften des selben Vereins. Einzelne Spieler spielen dort jedes Spiel der zweiten Mannschaft und jedes zweite Spiel der ersten Mannschaft. Nach Festspielparagraph wäre es also konform. Aber gibt es dort nicht noch eine andere Regel? Oder darf man bei zwei Teams in der selben Liga wirklich zwischen den Mannschaften wechseln?

    Hallo Forum,

    Ich habe folgende Frage: Welche Statuten gibt es, für Erst- oder Zweitligisten Nachwuchsarbeit zu leisten?
    Ich habe bei der HBL die Internetseite mit den Ordnungen gefunden (DKB Handball Bundesliga - Formulare und Ordnungen). Ich habe mir die Ordnung zur Erteilung von Lizenzen durchgelesen, sowie die Ordnung zur Erteilung des Jugendzertifikats. Aber aus meiner Sicht, nehmen sie keinen Bezug aufeinander. Deswegen hier meine Frage, ob es sanktioniert werden kann, wenn ein Erst- oder Zweitligist, keine bzw. nur mäßige Jugendarbeit betreibt und wie eine solche Sanktionierung aussehen kann. Gibt es Geldstrafen oder Punktabzüge wenn ein solcher Verein keine A-Jugend in der Jugendbundesliga bzw. der höchsten Klasse des Landesverbands hat? Oder wenn nicht alle Ebenen im Jugendbereich mit einer Mannschaft besetzt sind? Oder kann bei Nichtnachkommen von Mindestanforderungen in der Jugend sogar die Lizenz entzogen werden?
    Wenn ihr mir auch nur einen Tipp geben könnt, wo ich suchen muss, würde ich mich schon freuen.

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

    Sportliche Grüße