Das Problem entstand schon vorher, ausgehend von einer Handlung der EHF....zu der sie alles Recht hat und hatte, aber eben für die Bundesligaclubs ein Problem kreiert hat...was dann die HBL nochmal hübsch verschärft hat.
Man muss aber auch sehen, dass es für die EHF bei den unterschiedlichen Interessenlagen in Europa eine sehr komplexe Aufgabenstellung ist alle zufrieden zu stellen! Das geht nicht ohne Kompromisse auf allen Ebenen.
Die EHF bekommt seit Jahren Druck von einigen Clubs aus dem Ausland, welche in nicht funktionierenden nationalen Ligen beheimatet sind. Die wollen möglichst viele Spiele auf internationaler Bühne. Am Besten sogar eine richtige Liga mit bis zu 30 Spieltagen nach dem Vorbild der Basketball Euroleague. Auf der anderen Seite hast du die Deutschen, Franzosen und Dänen. Denen reicht ein eher übersichtlicher Wettbewerb auf internationaler Ebene.
Ein weiterer Vorwurf von Seiten vieler Clubs war, dass die Champions League mit ihrer bisherigen Vermarktungsstrategie zu wenig Geld abwirft.
Als Alternative und somit Druckmittel wurde offenbar eine privat organisierte "wilde" Liga in Erwägung gezogen. Wie konkret dies nun auch immer war.
Und da bin ich unter dem Strich froh, dass es unter dem Dach der EHF einen Schulterschluss von allen Beteiligten gegeben hat. Dies spiegelt sich auch im neuen zehnjährigen Vermartungsvertrag wieder.
Die oben genannte Alternative wäre glaube ich nicht gut für den Handball gewesen. Man schaue sich nur den Basketball in Europa als negatives Beispiel an. Verband und private Organisatoren haben dort eine Vielzahl an Wettbewerben auf europäischer Ebene ins Leben gerufen. Welcher Wettbewerb dort welchen Wert hat ist kaum noch nachzuvollziehen. Fast wie im Boxen mit diversen Weltverbänden.
Und zu dem Schulterschluss gehört dann aus meiner Sicht eben auch, dass eine HBL Kompromisse macht und im Sinne des Handballs Lösungen findet. Und das hätte auch in der Vergangenheit schon im Vordergrund stehen sollen.