Beiträge von Fuechse_Fan_1982

    Welche Gruppe schätzt du denn stärker ein?

    Gruppe B. Weil dort fünf Mannschaften ernsthafte Chancen auf das Final Four haben.

    Und auch im Bereich Platz 6-8 würde ich die Gruppe B etwas ausgeglichener sehen. Ich drücke den Norwegern wirklich die Daumen. Vielleicht können sie das ein oder andere Handballfest feiern (ggf. auch in einer großen Halle gegen Paris oder Flensburg? ). Aber wahrscheinlich wird für sie in der oberen Hälfte der Champions League die Luft schon sehr dünn!

    Ich erwarte im übrigen auch wesentlich mehr Entgegenkommen seitens der HBL bei der Spielplangestaltung. Das hat der Leipziger Trainer vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Flensburger ganz gut ausgedrückt, nämlich das Leipzigs Zustimmung zur Spielverlegung eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Hier kann die HBL durchaus was machen, auch für die künftigen EHF-Cup-Teilnehmer, falls es da zukünftig Probleme hat.

    Die Tendenzen gehen in diese Richtung. Hoffen wir, dass sich dies bestätigen wird!

    Spieltage unter der woche- entzerrung der spieltage...hat m.e. alles damit zu tun, dass selbst dadurch mehr geld generiert
    wird und an eben noch mehr wochentagen mit dem slogan "heute cl" geworben werden kann....

    Selbstverständlich stecken dahinter auch Konzepte in diese Richtung. Schließlich müssen Perform und Infront für die Partnerschaft mit der EHF ordentlich Geld hinlegen. Das muss alles refinanziert werden.

    So funktioniert Sport heutzutage. Das ist ein Business geworden. Dieses Rad werden wir nicht mehr zurückdrehen können.

    Unabhängig davon hat Frank Bohmann jedoch in Interviews deutlich gemacht, dass man gemeinsam mit anderen Ligen im Hintergrund für die eigenen Interessen gekämpft hat und auch erfolgreich war.

    Rasmus Boysen legt das auf seiner Facebook-Seite Seite auch so aus wie du! Siehe Handballtransfers bei Facebook. Er hat auch noch einige weitere persönliche Kommentierungen vorgenommen. Ganz interessant.

    https://de-de.facebook.com/hballtransfers/

    Unabhängig davon liegt Paul Jonas sicherlich richtig mit seiner Einschätzung. Alternativ würde eine zweite deutsche Mannschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Upgrade erhalten.

    Fazit: Auch ab der Saison 2020/2021 werden zwei deutsche Mannschaften in der Champions League vertreten sein.

    Place 10: From European Handball League (place reserved for team from nation winning most EHL titles over past three seasons)

    Sofern ich das richtige verstehe bedeutet das, dass zwei deutsche Teams 2020/21 in der CL dabei sein werden, da die Erfolge von Berlin und Kiel schon jetzt dafür sorgen, dass Deutschland die meisten Titel in den letzten drei Jahren gewonnen haben wird.

    Rasmus Boysen legt das auf seiner Facebook-Seite Seite auch so aus wie du! Siehe Handballtransfers bei Facebook. Er hat auch noch einige weitere persönliche Kommentierungen vorgenommen. Ganz interessant.

    https://de-de.facebook.com/hballtransfers/

    Ich bin mir halt nicht so sicher wie viele Vereine diese Interessen überhaupt haben. Die französischen wohl in dieser Hinsicht auch eher nicht, denn die haben auch daran mitgewirkt das es nicht zu einer eingleisigen 12er-Liga gekommen ist.

    Das sind im Endeffekt 4 oder 5 Vereine, deren Interessen sich die EHF in der Vergangenheit wiederholt gebeugt hat.

    Alleine Barcelona dürfte eine enorme Macht in diesem Zusammenhang haben. Die spanische Liga ist komplett zusammen gebrochen. Dafür stellt der Hauptverein keine Millionen zur Verfügung, um überforderte Gegner aus der Halle zu werfen. Also geht das nur über einen entsprechenden internationalen Wettbewerb. Gerade weil man bei Barca die Ausgestaltung im Basketball kennt. Ansonsten würde irgendwann die Gefahr bestehen, dass man bei Barca die Handball Abteilung dicht macht. Und diese Marke möchte bei der EHF niemand verlieren. Ich meine das irgendwo mal gelesen zu haben.

    Auf jeden Fall hat doch noch die Fraktion Deutschland / Frankreich / Dänemark zuletzt ein entsprechendes sportpolitisches Gegengewicht dargestellt. Siehe die Ausgestaltung ab 2020! Keine zusätzlichen Spiele. Und Deutschland hat sogar die Spieltage unter der Woche bekommen.

    Was ich nur sagen möchte: Man kann gerne eine Meinung zum aktuellen oder künftigen Modus haben. Ich finde auch nicht jedes Detail gelungen. Aber man sollte die Hintergründe der Entstehungsgeschichte mit einbeziehen. Das kommt mir hier einfach immer zu kurz.

    Das Problem entstand schon vorher, ausgehend von einer Handlung der EHF....zu der sie alles Recht hat und hatte, aber eben für die Bundesligaclubs ein Problem kreiert hat...was dann die HBL nochmal hübsch verschärft hat.

    Man muss aber auch sehen, dass es für die EHF bei den unterschiedlichen Interessenlagen in Europa eine sehr komplexe Aufgabenstellung ist alle zufrieden zu stellen! Das geht nicht ohne Kompromisse auf allen Ebenen.

    Die EHF bekommt seit Jahren Druck von einigen Clubs aus dem Ausland, welche in nicht funktionierenden nationalen Ligen beheimatet sind. Die wollen möglichst viele Spiele auf internationaler Bühne. Am Besten sogar eine richtige Liga mit bis zu 30 Spieltagen nach dem Vorbild der Basketball Euroleague. Auf der anderen Seite hast du die Deutschen, Franzosen und Dänen. Denen reicht ein eher übersichtlicher Wettbewerb auf internationaler Ebene.

    Ein weiterer Vorwurf von Seiten vieler Clubs war, dass die Champions League mit ihrer bisherigen Vermarktungsstrategie zu wenig Geld abwirft.

    Als Alternative und somit Druckmittel wurde offenbar eine privat organisierte "wilde" Liga in Erwägung gezogen. Wie konkret dies nun auch immer war.

    Und da bin ich unter dem Strich froh, dass es unter dem Dach der EHF einen Schulterschluss von allen Beteiligten gegeben hat. Dies spiegelt sich auch im neuen zehnjährigen Vermartungsvertrag wieder.

    Die oben genannte Alternative wäre glaube ich nicht gut für den Handball gewesen. Man schaue sich nur den Basketball in Europa als negatives Beispiel an. Verband und private Organisatoren haben dort eine Vielzahl an Wettbewerben auf europäischer Ebene ins Leben gerufen. Welcher Wettbewerb dort welchen Wert hat ist kaum noch nachzuvollziehen. Fast wie im Boxen mit diversen Weltverbänden.

    Und zu dem Schulterschluss gehört dann aus meiner Sicht eben auch, dass eine HBL Kompromisse macht und im Sinne des Handballs Lösungen findet. Und das hätte auch in der Vergangenheit schon im Vordergrund stehen sollen.

    Ich wäre also sehr vorsichtig dieses Argument zu benutzen, weil es eben schon die EHF-Marketing-Position ist.

    Nö, ich bin da nicht vorsichtig. Ich konnte mich mit der Position der EHF-Marketing immer schon ganz gut anfreunden.

    Ab der Saison 2020/2021 kann die HBL auf die seit Jahren geforderten festen Spieltermine unter der Woche im Europapokal reagieren. Mal schauen, ob sie das im Sinne der international tätigen Clubs umsetzen wird.

    Fuechse_Fan_1982:

    Bei deinem ersten Punkt musst du jedoch auch berücksichtigen, dass ein Team wie Veszprem zusätzlich in der SEHA-League (von der Pause zuletzt einmal abgesehen) spielt und deren Reisestrapazen nicht zu vernachlässigen sind.

    Ja, ist richtig. Aber bei denen greift kompensierend Punkt drei (Budget).

    Ähnlich ist es dann bei Paris. Hier wird immer vergessen, dass in Frankreich neben der 14er Liga und dem Pokal noch ein zusätzlicher Liga-Pokal gespielt wird. In Frankreich stellt aber der TV-Partner Bein sports zusammen mit der Liga sicher, dass die französischen Clubs nicht innerhalb von 48 Stunden ein nationales und internationales Spiel bestreiten müssen.

    Klar sind die Chancen im Viertelfinale besser. Das steht völlig außer Frage, aber die Frage ist was man investieren müsste um das zu erreichen. Das denkt man meiner Meinung nach als neutraler Zuschauer dann nicht ganz mit. Dann sagt man dann immer die Leistung war hier und da nicht gut und denkt schön weg das zwei oder drei Tage vorher ein hartes Bundesligaspiel anstand.

    Ich finde es dann immer irritierend wenn es gerade in diesem Thread abgetan wird, wenn man darauf hinweist....naja egal...was halt klar ist...die deutschen Teams kamen bisher immer sicher weiter, 1 und 2 waren bisher immer unrealistisch. Kiel hätte eventuelle eine gute Konstellation, aber werden sie so viel investieren können wie Kielce oder Vezprem?

    Deine Einschätzung zur Gruppenphase hinsichtlich der Spannung teile ich nicht. Aber ich kann dein Argument nachvollziehen und damit sollten wir es dann auch gut sein lassen.

    Nun zu den oben zitierten Absätzen. Diese Punkte haben doch aber auch folgenden Hintergrund:

    - Belastung der deutschen Teams durch die Anzahl der Spiele in der Bundesliga (einzige 18er Liga in Europa)

    - schlechte Terminierung in Verbindung mit dem TV-Vertrag in Deutschland (Ansetzungen Donnerstag-Samstag)

    - die deutschen Spitzenclubs aus finanziellen Gründen nicht in der Lage sind einen für die drei Hochzeiten (Liga, Pokal und Champions League) in quantitativer und qualitativer Hinsicht angemessen Kader zusammen zu stellen. Diesen Punkt hat auch Stefan Kretzschmar mal angesprochen (aber keine Kritik / nur eine Feststellung). Mal ein Vergleich mit Bayern München Basketball: die haben ein noch viel anspruchsvolleres Programm als die deutschen Handball Vereine (durch die Euroleague). Aber die arbeiten auch mit einem 20 Mio. Euro Budget und können dann trotzdem in allen Wettbewerben voll angreifen.


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    Wie wichtig eine gute Platzierung in der Gruppe ist, haben wir in den letzten Jahren gesehen.

    Richtig. Und deshalb kann ich die regelmäßig auftauchenden gegenteiligen Statements hier im Forum nicht nachvollziehen. Insbesondere die Plätze eins und zwei in der Gruppe sind aufgrund des daraus resultierenden Heimvorteils im entscheidenden Rückspiel des Viertelfinals erstrebenswert. Dies wird auch von Martin Schwalb bei den Sky-Übertragungen immer wieder betont.

    Die deutschen Mannschaften mussten seit Einführung des aktuellen Modus die genannten Spiele in den letzten Jahren stets auswärts bestreiten. Und nur dem THW ist es in der Saison 2015/2016 gelungen trotz Rückspiel auswärts nach Köln zu kommen (damals in Barcelona).

    Ich erinnere nur an das knappe Scheitern von Flensburg 2016 in Kielce (fragwürdiger Siebenmeter für Kielce kurz vor Schluss) oder das Aus vom THW 2018 in Skopje. Diese Rückspiele wären in Flensburg/Kiel möglicherweise anders ausgegangen.

    Beim DHB darf sich niemand auch nur im Ansatz über die Auslosung beschweren. Die Skandinavier und Frankreich, auch die oft gefährlichen Slowenen, vermeidet man bis zum Finalwochenende, sofern man soweit kommt. Alles andere als mindestens die Teilnahme am Spiel um den fünften Platz wäre eine große Enttäuschung.

    Würde ich ähnlich sehen Capitano. Das Spiel um den fünften Platz sollte die deutsche Mannschaft erreichen. Dann könnte man einen Haken an das Turnier machen.

    Dafür muss man dann in Spielen wie möglicherweise gegen Mazedonien oder Österreich (mit Heimvorteil) aber auch konzentriert und seriös auftreten. Das hat man bei der Heim-WM gegen vergleichbare Gegner ganz gut gemacht. Bei der Euro 2018 eher weniger...

    Mich freut die machbare Gruppe des Gastgebers Österreich! Jetzt müssen sie aber auch die Chance nutzen und die Hauptrunde packen!

    Deutschland gegen Österreich in der Stadthalle würde ich gerne sehen. Habe schließlich Karten für diese Turnierphase.

    In der Kieler Gruppe sind die Teams von Veszprem, Skopje, Kielce und Kiel für mich auf einem ähnlich hohen Niveau einzuordnen. Montpellier wird spannend zu sehen sein, ob sie nochmal auf ihr altes Niveau zurückkommen können. Diese 5 Teams sollten die ersten 5 Plätze unter sich ausmachen

    Sehe ich auch so. In der Gruppe A werden es Paris, Barcelona, Szeged und Flensburg sein. In dieser Reihenfolge würde ich auch die Platzierung tippen.

    Und dann haben wir in Summe 9 Teams, welche die Teilnehmer für Köln unter sich ausspielen werden.

    Wahrscheinlich wird erneut keine deutsche Mannschaft Platz 1 oder 2 in der jeweiligen Gruppe belegen können und somit kein Heimrecht im Rückspiel des Viertelfinals haben. Vielleicht hat Kiel eine kleine Chance. Für Flensburg dürfte das nicht machbar sein.

    Noch einmal generell zu Vardar und deren Kader für die Saison 2019/2020: Insbesondere auf Außen und im Rückraum sieht das doch derzeit konkurrenzfähig aus!

    TW: Ghedbane, Kugis
    RA/LA: Dibirov, Dimitrioski, Shishkarev, Cupic
    Kreis: Stoilov, Gorpischin
    RL: Dissinger, Gorbok und evtl. Taleski
    RM: Skube und Atman
    RR: Kristopans und evtl. Toledo

    Die Torwart-Position überzeugt mich nicht wirklich. Eigentlich war hier zwischenzeitlich Filip Ivic im Gespräch. Vielleicht tut sich noch etwas.