Beiträge von Fuechse_Fan_1982

    Korrigiere mich bitte wenn ich falsch Liege, der Gewinn des Nationalen Pokals ist doch nicht Ausschlagkriterium wer sich für eine Wildcard bewerben darf. Nach meinem Kenntnisstand ist es so das die Clubs sich bei ihrem Nationalen Verband melden müssen. Dieser meldet dann die Bewerber an die Ehf. Die Ehf entscheidet dann nach ihrem komischen Kriterien Katalog (es wurde nie aufgelistet welcher Faktor wie einfließt) welche Mannschaft eine der 6 Wildcards bekommt (max2 Clubs pro Nation). Darüberhinaus hat sich die EHF die Möglichkeit geschaffen eine der 6 Wildcards willkürlich zu vergeben.

    PSG (Meister) und Montpellier (Vizemeister = Beantragung Upgrade) haben sich über die Liga für die Champions League qualifiziert.

    Der Sieg im nationalen Pokalwettbewerb berechtigt nicht zum Start in der Champions League.

    Mit den Lottozahlen kann ich dir nicht dienen. Die Lostöpfe ergeben sich generell aus der Setzliste. Ich habe mal die Teams mit aufgenommen, bei denen ich ein Upgrade als sicher ansehe.

    Rasmus Boysen hat das auf seinem Twitter Kanal auch gerade als Thema.

    Er geht fest von einem Upgrade für Bukarest aus. Man ist in Rumänien weiterhin sehr ambitioniert: Xavier Pascual bleibt Trainer (Paris hatte wohl Interesse) + namhafte Neuzugänge (u.a. Cupara im Tor und P. Nenadic).

    Dann spielt doch GOG nächste Saison CL oder?

    Aalborg mit Niklas Landin dann nicht oder bekommen die eine Wildcard?

    Konstellation analog letzter Saison: GOG Meister und Aalborg Vizemeister. 》》》Beide durften in der aktuellen Saison Champions League spielen.

    Insofern kann man davon ausgehen, dass sie auch in der kommenden Saison dabei sein werden (Aalborg über ein Upgrade).

    Alles richtig. Ich bezog mich auf die jüngere Vergangenheit. Und seit dem Aus von AG Kopenhagen gab es keine dänische Mannschaft mehr die ernsthaft Jahr für Jahr für das Final4 in Frage gekommen wäre.

    So in die Richtung hat sich auch Lars Christiansen mal bei einer Opening Party am Rande des Final4 in Köln geäußert auf die Frage, wann mal wieder mit der Teilnahme einer dänischen Mannschaft zu rechnen sei.

    Wer Fan eines "Projektes" ist, sieht das wahrscheinlich aus einem anderen Blickwinkel.

    Das in einer von Geld regierten Welt, auch der Handballsport nicht unberührt davon bleibt, ist nun mal Realität. Bewerten möchte ich das garnicht, weil es eh irrelevant wäre. Die von Dir genannten leuchtenden Beispiele, haben aber immer auch eine schattige Kehrseite. Das darf man dann in der Betrachtung nicht vergessen, denn wo es Gewinner gibt, gibt es immer auch Verlierer.

    In spätestens einem Jahr werden wir wissen, ob Kolstad in der CL was gerissen hat.

    Kurz zum "Projekt" Füchse inkl. VFL Potsdam:

    Ja, das finde ich großartig! Ich bin dankbar dafür hier in der Region so viel tollen Handball gucken zu können (ich bin gebürtiger Berliner und arbeite in Potsdam). Auch die Jugendarbeit ist großartig. Und da steckt seitens der handelnden Personen viel harte Arbeit dahinter um dies alles dauerhaft finanzieren zu können. --> aber das ist off-topic

    Generell zum Thema Geld im Handball (Vermarktung):

    Wir wissen beide, dass im Handball vergleichsweise wenig Geld unterwegs ist und das alles relativ bodenständig ist. Aber die Jungs beim SCM spielen auch nicht nur für Ruhm und Ehre. Und das Preisgeld, welches ihr beispielsweise durch die Teilnahme am EHF CL Final4 einnehmen werdet, muss irgendwo herkommen. Und da spielt eben auch die Vermarktung des Wettbewerbs eine Rolle.

    Zu Kolstad:

    Ja, warten wir ab wie es sich sportlich entwickeln wird. Aber ob man bereits nach dem ersten Jahr Champions League ein Gesamtfazit ziehen sollte überlasse ich dir.

    Was sie erst noch beweisen müssen. REMA-Kolstad, emotional regt sich da nichts.

    Beim Blick auf den Kader regt sich da bei mir emotional einiges.

    Was ich aber relevanter finde: ich halte es für die Entwicklung des europäischen Handballs für wichtig, dass solch ein Handball-Markt wie Norwegen bald auch eine ambitionierte Vereinsmannschaft in der Champions League stellt (bei den Damen ist das ja schon länger der Fall). Zumal meines Wissens in Skandinavien stets gut dotierte TV-Verträge abgeschlossen werden. Und das Duell mit Elverum wird sicher die heimische Liga beleben.

    Genauso positiv die Entwicklung in Dänemark mit Aalborg. Dänische Mannschaften haben zuvor in der Champions league überhaupt keine Rolle gespielt. Dort gab es lange Zeit nur die Nationalmannschaft als Zugpferd. Und neben dem Leuchtturm Aalborg entwickeln sich dort andere dänische Vereinsmannschaften, welche ihnen das Leben durchaus schwer machen.

    Auch in Portugal hat sich etwas entwickelt (Porto, Benfica, Sporting). Vor 10 Jahren hat doch Portugal weder in den Vereinswettbewerben noch auf Ebene der Nationalmannschaft eine nennenswerte Rolle gespielt.

    Handball darf nicht nur in Deutschland "funktionieren". Konkurrenz belebt das Geschäft!

    Zum Interview mit Tobias Tönnies: Schulze/Tönnies sind auch eines der ganz wenigen Gespanne, die den Videobeweis super anwenden.

    Bei der WM haben sie bei klaren roten Karten so entschieden - ohne (wie viele andere Gespanne) alibimäßig zum Video zu gehen.

    Genau das hätte beim Foul von Gisli in Köln m.E. auch passieren müssen. Zeitlupen nehmen Intensität, Härte und Tempo raus. Für diese Szene brauchte man keinen Videobeweis. Man brauchte den Mumm, eine ganz klare rote Karte auch zu geben.

    Marcus Helbig in einem Interview 2018 (Handball-World):

    Vor ein paar Jahren gab es Headsets für die Schiedsrichter, nun kommt immer mehr Videotechnik als Unterstützung. Wie ist Eure Meinung zu technischen Hilfsmitteln? Eher Angenehm oder manchmal auch störend?

    Marcus Helbig:

    Da spreche ich jetzt für uns beide. Für uns ist das absolut ein Hilfsmittel. Ohne Headset kann ich mir es zum Beispiel gar nicht mehr vorstellen, zu pfeifen. Es ist schon wichtig, dass man sich im Spiel viel abspricht, das man miteinander kommuniziert und auch der Videobeweis hilft dem Sport beziehungsweise den Entscheidungen. Wenn Entscheidungen nicht klar sind oder wenn wir sie nicht gesehen haben und den Videobeweis nutzen können und dann die richtige Entscheidung treffen, das ist der wichtigste Punkt, dann hilft es der Sportart sehr.


    Ich habe Dyn angeschrieben ob sie auch EHFCL Spiele ohne deutsche Beteiligung übertragen. Mir ist schon klar dass man die Spiele auf EHFTV sehen kann, über einen Browser am TV zu streamen ist einfach nicht komfortabel ; AirPlay oder mit einem Rechner und HDMI Kabel über einen TV mag ich nicht.

    Wurde schon mal veröffentlicht:

    Darüber hinaus zeigt Dyn alle K.O.-Spiele der EHF Champions League (Männer und Frauen) sowie die Finalturniere der EHF Klubwettbewerbe als Leuchtturmevents des Jahres, unabhängig von einer deutschen Beteiligung.

    Mal schauen, ob sie dir das so bestätigen.

    Mich würde trotzdem interessieren, wer hier mal den Perspektivwechsel vollzogen und selbst ein Handballspiel gepfiffen hat. Viele Forderungen sind doch auch stark aus der Metaebene der Betrachtenden (Zuschauer und Trainer) und nicht aus Sicht der Handelnden (Schiedsrichter) heraus.

    Dazu Tobias Tönnies in einem Tagesspiegel Interview aus dem Jahre 2021:

    Wäre ein Videobeweis über die internationalen Turniere hinaus dabei empfehlenswert oder nur störend für den Spielfluss?

    Tönnies: Mittlerweile bin ich ein ganz klarer Befürworter dieses technischen Hilfsmittels. Der Handballsport hat eine Dynamik entwickelt, bei der wir als Schiedsrichter mit dem menschlichen Auge an unsere Grenzen stoßen. Man kann nicht alles sehen und wir benötigen im richtigen Augenblick auch einfach mal eine Portion Glück um die Situation zu erkennen.

    Zumindest 12 Spiele im Ersten und in den dritten Programmen sind ja gesichert.

    Ja, aber das ist im Vergleich zur jetzigen Situation keine Verbesserung. In diesem Zusammenhang wurde häufig geäußert, dass es regelmäßig einen festen Sendeplatz geben sollte für die Free-Präsenz. 》》》 damit die Leute wissen wann und wo Handball läuft.

    Aber gut... Warten wir einfach ab. Insgesamt kann man glaube ich ganz optimistisch sein.

    Das ist mir bewusst. Das Problem ist doch im Handball vielmehr, dass selbst bei eindeutigen Videos man zu unterschiedlicher Entscheidung kommen kann.

    Schau Dir die Diskussion um das Spiel Eisenach - Potsdam und der Blauen Karte. Die Diskussion dreht sich nicht um die Wahrnehmung, die Diskussion dreht sich darum, ob das 2 min, rot oder blau ist.


    DAS ist aus meiner Sicht das Problem - dass SR und Trainer beide Recht haben können - was dann?

    Ich verstehe deinen Punkt.

    Aber letztlich entscheidet der Schiedsrichter im Rahmen seines subjektiven Ermessens (sowohl im normalen Spiel als auch beim Videobeweis).

    Ich gehe von der Konstellation aus, dass der Schiedsrichter best mögliche Entscheidungen treffen möchte. Und nicht z.b. aus Ego-Gründen auf seiner Entscheidung beharrt. Dafür wäre es aber auch wichtig, dass die EHF und später auch die HBL eine entsprechende Sichtweise zur Unterstützung der Schiedsrichter kommuniziert: Korrekturen über die Challenge sind keine Schwäche sondern machen das Spiel fairer. Es geht mir hier um die Fehlerkultur!

    Ändert aber nichts an meiner grundsätzlichen Ablehnung der Challenge. Permanent werden hier SR-Entscheidungen diskutiert, selbst mit dem unterschiedlichsten Videomaterial, Zeitlupe, Real time, und und und. Ich denke, wir sind uns einig, dass es sehr viele Entscheidungen gibt, die eben nicht eindeutig sind. Selbst wenn es einzelne User gibt, für die es nur eine einzige richtige Entscheidung geben kann (ihre eigene...), so ist sich die Mehrzahl der User bewusst, dass es viele Situationen gibt, die unterschiedlich entschieden werden können. Und ich meine nicht nur die 50/50-Entscheidungen sondern auch die 60/40- und 70/30-Entscheidungen.


    Wie soll hier die Challenge mit Videobeweis funktionieren? Sollen wir noch die Variante einführen "Challenge berechtigt, Entscheidung wird aber nicht geändert"? Die letzte Frage war sarkastisch - aber das ist das Problem: SR trifft eine 50/50-Entscheidung, ein Trainer fordert die Challenge und wenn der SR zum Ergebnis kommt, dass es eine 50/50-Entscheidung ist, was macht er dann?

    Dazu der EHF-Regelentwurf:

    Es müssen "eindeutige visuelle Beweise" vorliegen um die ursprüngliche Entscheidung zurückzunehmen.

    Genau das ist das Konzept von Dyn, das betonen sie ja mantraartig. Bei der Übertragung an sich können sie das Rad nicht neu erfinden, das kann Sky. Das Drumherum ist das entscheidende, und das war bei Sky schon eher eine mittelschwere Katastrophe.

    Und da sehe ich bei Dyn auch viele gute Ansätze. Insbesondere die verstärkte Content-Produktion für die sozialen Medien und die Berichterstattung über die Springer-Kanäle.

    Einzig der Free-TV-Partner Bild TV ist etwas unglücklich gewählt auf Basis der heutigen Erkenntnisse (ausbleibender Erfolg / Betrieb nur noch auf Sparflamme). Zumal Christian Seifert auch betont, dass die "Free-Komponente" für die Entwicklung einer Sportart sehr wichtig ist.