Beiträge von Dan8

    Ok dann sieht die Interpretation der Situation des DHB so aus das der Ausführungsort gewechselt wird. Begründet wird dies eben mit 15.1. Richtig wäre 13.6 oder dessen Kommentar zum Ausführungsart von Freiwürfen.

    Ein Teil eines Fußes. Aus dem Hinweis: Nur die Füße Bodenkontakt und aufrechte Körperposition vor der Ausführung. Im Hinweis wird zur Körperhaltung die Möglichkeit schon mal gegeben im Zuge der Ausführung die Aufrechte Körperhaltung zu Verlassen.

    Ich habe in allen Diskussionen zum Thema, auch außerhalb des Forums, bisher immer noch lesen können, dass man bei der Verteidigung der Szene Herrn Scharoff zitiert. Gibt es irgendein offizielles Statement?

    Nein, ein möglicher Regelverstoß für den Wurf nie thematisiert. Ich an dieser Stelle würde ich mir wünschen, wie ich es mir 2018, Slowenien - Deutschland zum Anwurf, gewünscht habe das EHF/IHF sich ein paar Kinder schnappt und ne kleines Video dreht. Das würde zur Aufklärung dienen. Leider werde ich wahrscheinlich wieder endtäuscht.

    An welcher Stelle meiner Kausalkette (siehe weiter vorn) siehst du einen Interpretationsspielraum? Die Begriffe "Wurfausführung", "ununterbrochen" und "der andere Fuß" sind eindeutig miteinander verknüpft. Wer hier immer noch Zweifel hat, kann das, was ich geschrieben habe, als Zeitstrahl skizzieren. Es ist nicht möglich, den Fuß zu wechseln, ohne gegen die in der Regel formulierten Bedingungen, die aufeinander aufbauen, zu verstoßen.

    Tja, befindet sich ein Spieler laut Regel in einer unkorrekten Position, wenn dieser nur auf einem Fuß steht? Ist er dann bereits in einer von dir beschriebenen Wurfausführung? Verwirkt der Spieler die Korrekte Position wenn der Spieler bei begonnener Wurfausführung auf den sich zuvor in der Luft befundene Fuß wechselt? Dies in dem beide Füße zwischenzeitlich Bodenkontakt haben? Ist dies Bereits eine Unkorrekte Position? Mit der Kausalkette als Verknüpfung würde ich mitgehen, wenn die Bedingungen Numerisch aufgelistet wären oder diese mit dem Wörtchen und verknüpft wären.

    handball world schreibt aber:

    Und das ist schlichtweg falsch: Regel 9 der EHF-Regeln zum Videobeweis wäre anwendbar gewesen. Und da tue ich mich schwer mit einer positiven Bewertung der Aussage von Scharoff, der hier klar unterlässt, das anzuführen. Statt dessen umschifft er das in bester Juristen-Manier, indem er nur darauf hinweist, dass es eben keinen Pflicht-Videobeweis gab. Das können Leien durchaus falsch verstehen und das muss jemanden mit dem entsprechenden Fachwissen auch bewusst sein.

    Naja die EHF versteht in ihren Glossar zum Sprachgebrauch zu Technical fault:

    Technical mistakes such as steps, dribble mistakes, goal area infringement (rule
    technical faults) or by ball handling mistakes that lead to a loss of possession, a
    so called turnover. -> Diese Dinge wären unter Regel 9 überprüfbar gewesen. Glossar EHF

    Servus alle miteinander (in diesem völlig unübersichtlichen Forum –– das ist der Grund, weshalb ich hier nicht mehr schreibe),
    ich würde (eigentlich!) auch wie Peter2000 es so schön dargelegt hat, meinen, daß der Wechsel des Standbeins nicht erlaubt ist.
    Aber genau das schreibt der Jürgen Scharoff, und genau das habe ich auch im Hinterkopf.

    Hat also Jürgen Scharoff unrecht?

    https://www.handball-world.news/artikel/regele…lkonform-992569
    https://www.handball-world.news/artikel/ein-fr…ussionen-992841

    Ich hab mir im Nachgang auch mal wieder das alte Regelheft rausgekramt und zusätzlich die Version der EHF in englischer Sprache. Ich hatte ja den verdacht das im Zuge der Übersetzung ein Teil der Bedeutung weggefallen sei, was durchaus ja häufiger vorkommt. Leider ist der Text in Bezug auf den Fuß sehr wage. Wie bereits geschrieben lässt der Text in diesem Punkt einen Interpretationsspielraum zu ob der Fuß gewechselt werden darf. Erinnert mich irgendwie an das einstemmen beim 7m (Baseball wurf) was es in der Vergangenheit ja durchaus gab.

    Scharoff meint auch, dass es keine glasklare Situation für den Videobeweis war. Das ist, angesichts der Tatsache, dass viele Formulierungen bewusst einen Spielraum zulassen, eine recht irreführende Aussage des vermeintlichen Regelexperten schlechthin.

    Use of VR Die Schiedsrichter sind laut den Guidelines der EHF dazu angehalten ihre Entscheidung auf dem Feld nach ihrer Wahrnehmung zu treffen. Nur in dem Fall das sie Zweifel an ihrer Entscheidung haben dürfen sie den VR nutzten. Die delegierten haben dieses Recht nur in den Fällen 6,10,11 sowie den Hinweis beim Fall 3. Man könnte jetzt darüber streiten, dass Fall 11 ein möglicher Protest erfüllt wäre. Da keiner der beteiligten, Schiedsrichter und Delegierte einen Grund sah den VR zu nutzen, war dieses Vorgehen dann auch korrekt.

    Setzten wir mal Voraus, das es ein Irreguläre Ausführung und Tor war. Es steht die Entscheidung der Schiedsrichter auf dem Feld, Tor. Eine VR zu fordern haben die Schiedsrichter und die Delegierten für einen der 11 Punkte und dürfen diesen nur im Zweifel nutzen es herrscht kein zwang. Warum ich glaube das die EHF mit Tatsachenentscheidung argumentieren wird und keine ausführliche Erklärung zur Ausführung eines Freiwurf nach Ende der Spielzeit? Weil sie es 2018 zwischen Deutschland und Slowenien genau so gemacht haben.

    Well, that escalated quickly!

    Wie sind wir denn bei der Forderung nach Maximalbestrafung fürs Schauspielern gelandet? Zunächst einmal sehe ich in diesem konkreten Beispiel durchaus eine regelwidrige Positionierung des österreichischen Kreisläufers und somit diskutieren wir "nur" über eine übertrieben theatralische Reaktion von Juri Knorr, aber keineswegs ein komplettes Vortäuschen eines nicht existenten Vergehens.

    Ein Grundpfeiler moderner Rechtsstaaten ist die Verhältnismäßigkeit und dies sollte auch für das Regelwerk im Handball bzw. dessen Sanktionen gelten. Wenn hier für "Schauspielerei" die Maximalbestrafung in Form von Disqualifikation und/oder Blauer Karte gefordert wird, dann müssten auch eine ganze Reihe anderer Vergehen auf dieses Strafmaß angehoben werden und wir können das Handballspielen aufhören.

    Je nach dem wie es die Zeit mir erlaubt, höre ich mir ganz gerne die Webinare der EHF an. Bei einem dieser Webinare wurde eben erläutert, das in diesem Jahr der Fokus auf die Bewertung von Schauspielerei liegt. Diskutiert wurde hier das ganze an der Situation der angreifenden Außenspieler die besonders geschützt werden. Genannt wurde hier auch die progressive Bestrafung, die ich allerdings steht bei 2min in der Praxis starten sehen habe.

    Regeltechnische Haarspalterei, aber im Prinzip können sich ja beide Mannschaften darauf beruhen das die Spielzeit nicht korrekt war. Dann würde Schweden mit 3s auf der Uhr den Ball bekommen. Das ganze unabhängig davon, das den Schweden im stattgefunden Spiel ein unerlaubter Vorteil durch zurückstellen der Uhr gewährt wurde.

    Ist zufällig jemanden bekannt, ob es ausreicht das Basispaket von TV2 zu nehmen um auf die Mediathek und damit verbunden der Doku zuzugreifen? Oder ist das Sportpaket von Nöten? Würde ungerne darauf warten und hoffen, das sich öffentlich Rechtliche für eine Ausstrahlung bemühen.

    Mit dieser Argumentation kann ich dann auch die Menschen verstehen, die dieser Sportart den Rückenzuckehren, da ihnen erklären kann warum die Regel die sie gelernt haben nicht auch angewendet werden.

    Achso dann darf man also nach Gefühl das Ergebnis eines Spiels bestimmen, weil's sonst kein Spielfluss aufkommt. Hat man mir bei meinem Trainerschein nicht beigebracht, da dort ja Regelkenntnisse nachzuweisen sind.

    Die beiden haben sich an die alte Regel gehalten, in der spielentscheidenden Phase möglichst wenig ins Spiel einzugreifen. Nur bei deutlichen, groben Aktionen, ansonsten sollen das die Spieler unter sich ausmachen. Das heisst auch bei 50:50 mal laufen lassen usw.

    Das hat mir vor 40 Jahren Herr Gläser schon beigebracht.

    Das Gegenteil war z. B. Im HF der Fall. Die 2 min gegen die Bank (schwache Leistung vom Zeitnehmertisch nicht zu wissen, dass es schon gelb gegeben hatte) in der Verlängerung hätte es im Finale nicht gegeben.

    Gibt's diese "Regel" auch irgendwo schriftlich?

    Ich muss im Nachgang des Turniers am Wochenende zur Geschichte mit dem Videobeweis auch einfach sagen, dass einige Hoffnungen die in das System gesteckt wurden nicht Erfüllt worden sind. Das Sytem ist davon abhängig, welche Szenen aus welchem Winkel zu welchen Zeitpunkt den Schiedsrichtern gezeigt werden (Gibt also einen Grund warum diese im Bereich des DHB nicht zulässig sind, Eichung, Synchronisation Bild und Ton). Qualität der Bilder, wir werden wohl nie einen zustand erreichen, das Bild für Bild analysiert werden kann adäquat zur Leichtathletik oder Zielfotos. Der Videobewies sollte zudem den Schiedsrichtern in ihren Entscheidungen eine Hilfestellung geben. Nun haben wir aber das Problem das die Bilder im Zweifel von der Öffentlichkeit anders interpretiert werden die Schiedsrichter so zur Zielscheibe werden.

    Schade für Kielce. Der Videobeweis ist für die Tonne, wenn die Schiedsrichter trotzdem nach Gutdünken entscheiden dürfen. Finale wie Halbfinale. Pfiff pro Kielce werden schwer zu finden sein. Aber mit dieser Meinung werde ich in diesem Forum alleine sein. Für Magdeburger zumindest ein Titel. Gratulation dazu.

    So ist es.

    Dennoch Glückwunsch an Magdeburg. Kenne derzeit keine Mannschaft, die ein Spiel auch bei Rückschlägen so fokussiert durchspielt.

    Danke. Habe nicht erwartet Zuspruch zu bekommen. Mir aber den Konsum von Medikamenten vorzuwerfen geht doch unter die Gürtellinie

    Was immer du nimmst, nimm' weniger. Schau' dir die Zeitstrafen gegen O'Sullivan an und geh' mit derselben Bewertung in Szenen, in denen Kielce ohne Zeitstrafe davon gekommen ist.

    Schade für Kielce. Der Videobeweis ist für die Tonne, wenn die Schiedsrichter trotzdem nach Gutdünken entscheiden dürfen. Finale wie Halbfinale. Pfiff pro Kielce werden schwer zu finden sein. Aber mit dieser Meinung werde ich in diesem Forum alleine sein. Für Magdeburger zumindest ein Titel. Gratulation dazu.