Prinzipiell würde ich auch dagegen sein in dem Alter schon den Verein zu wechseln, von Abwerben mal ganz zu schweigen. Einzige Ausnahme ist vielleicht - wobei das kein Abwerben ist - wenn für die Spieler im eigenen Verein keine Perspektive zu sehen ist. Das kommt durchaus vor uns ist ein Grund auch schon in dem Alter den Verein zu wechseln.
Gerade in dem Alter halte ich die Bindung an den eigenen Stadtteil (oder eben an das eigene Dorf ;)) und den eigenen Verein sehr wichtig. Sowohl für den Verein, der sich hierdurch Mitglieder sichert und eine starke Abteilung aufbauen kann, denn wenn Kinder sich in einem Verein wohl fühlen, ist die Halle an Wochenenden gut gefüllt, als auch für die Kinder selbst. Das ist ein Alter, in dem wichtige soziale Kontakte über die Schule hinaus geknüpft werden.
Wenn die Jugendarbeit stimmt, halten diese auch über Jahre, so das eine Leistungsstarke Mannschaft heranwachsen kann - Widerum gut für den Verein.
Außerdem sehe ich die Gefahr, dass Spieler, die früh den Verein wechseln eher aufhören mit dem Handballspielen. Die Fahrten zum Training werden irgendwann als nervig empfunden, so dass die Spieler seltener hingehen und irgendwann aufhören (nicht zwingend selbstverständlich, aber ich sehe das Problem durchaus).
In höheren Altersklassen sehe ich das ein wenig anders und eher so wie Teddy. Natürlich sollten die Mannschaften möglichst der eigenen Jugend "großgezogen" werden, aber Verstärkungen sind natürlich möglich. Hierbei ist allerdings ganz klar die Frage, wie man abwirbt - eine gewisse Moral sollte da schon vorhanden sein. Dafür gibt es ganz klar einige Grundsätze, wie zum Beispiel, dass Abwerben während der Saison absolut tabu ist. Und auch sonst sollte nichts über Versprechungen wie "bei uns ist alles viiiiiel toller als bei euch" laufen. Und auch Dinge wie "Sag mal deinem Trainer erstmal nicht, dass du bei uns mittrainierst" sind unter aller Kanone!
Ganz wichtig finde ich allerdings, dass Vereine den Spielern die Chance geben sich fördern zu lassen und sie nicht mit Sperren versuchen an einen Verein zu binden, in dem sie entweder unglücklich sind oder keine angemessene Förderung erhalten können. Hier sollten die Vereinsinteressen nach hinten gestellt werden und die Interessen der Spieler an erster Stelle stehen. Schließlich sollen doch möglichst gute Spieler "entstehen".
Hm, na soweit erstmal.