Warum Mensah, der entgegen den guten Leistungen der letzten Wochen, weit unter
seinen Möglichkeiten blieb in Angriff und Abwehr ganz schwach wirkte, so lange
spielen durfte und dann in der zweiten Hälfte auch nicht durch Lagarde ersetzt wurde,
sondern durch St. Fäth, bleibt das Geheimnis der Bank. Aber erfreulich, die Tatsache,
daß solch ein Spiel vor zwei Wochen sicherlich noch mit einem Punktverlust geendet
hätte.
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Ich bin zwar grundsätzlich der Ansicht, dass Mensah und eigentlich auch Petersson (außer als Backup) überhaupt nicht mehr spielen und mit Blick auf nächste Saison vor allem Lagarde bzw. Kirkeløkke deren Minuten erhalten sollten, aber man hat seitens der Löwen nun mal entschieden, dass man die laufende Runde mit dem bestmöglichen Ergebnis abschließen möchte.
Das ist ihr gutes Recht und vielleicht sogar nachvollziehbar, da ein Teil der Anhängerschaft möglicheweise negativ auf weitere Niederlagen reagieren würde (zB in Sachen Dauerkarten für das nächste Jahr).
Und wenn man Spiele gewinnen will, ist Lagarde derzeit leider keine allzu gute Option, das konnte man in allen 3 Schwalb-Spielen deutlich sehen. Er wirkt verunsichert (ist nach seiner aktuellsten Verletzung evtl. auch noch nicht so ganz fit), trifft schlechte Entscheidungen und hat eine miserable Wurfquote. Es sieht aus als müsse er ganz behutsam wieder aufgebaut werden.
Jetzt kann man natürlich sagen, dass Mensah gestern ebenfalls schwach war. Und da der Trainer das offensichtlich genauso beurteilt hat, wurde er in der 2. Hz dann in der entscheidenenden Phase auch rausgenommen und Fäth eingewechselt. Warum wohl? Weil der Postitionsangriff in dieser Phase ERHEBLICHE Probleme hatte gegen die sehr defensive 6-0-Deckung der Leipziger auch nur IRGEND einen Stich zu machen.
Und was ist das Mittel der Wahl gegen eine derartige Deckung? Richtig, Würfe aus neuneinhalb Metern. Das ist sowieso nicht die Stärke von Lagarde, aber (theoretisch) die von Fäth. Also hat man's vernünftigerweise ausprobiert und es ist gutgegangen (auch wenn Fäths einziges Tor aus 6 Metern reingestolpert wurde 
Wenn eine Mannschaft in der Abwehr nicht weiter als auf 8 Metern rauskommen mag, muss man ihr einen Grund dafür geben. Die Einwechslung von Fäth war also sachlich absolut korrekt. Kein Geheimnis.