Beiträge von bernhard R.

    Mir fällt auf, dass in der E-Jugend von den Jugendleitern oft Schiedsrichter eingesetzt werden, die selbst noch keine 18 Jahre alt sind. Das ist üblicherweise nicht optimal und endet nicht selten im vollständigen Desaster.

    Da werden Jugendliche, die gerade erst die Prüfung für den normalen "Handball"-Schiedsrichter gemacht haben, für Spielformen mit Sonderregeln eingeteilt, und das oftmals völlig ohne Betreuung bzw. Beistand vor, während und nach dem Spiel. - Spiele, bei denen selbst gestandene Schiedsrichter an ihre Grenzen kommen, wie ich aus eigener Erfahrung und Gesprächen mit langjährigen Schiedsrichtern weiß.

    Mein Eindruck ist, dass diese "armen" Nachwuchs-Leute gar nicht wissen, was da auf sie zukommt, denn hospitieren vorab und leiten von Trainingsspielen wird bei vielen Vereinen als nicht notwendig erachtet. Oftmals herrscht die unbedarfte Meinung vor, dass man ins "kalte Wasser geworfen werden muss", dann werde sich schon zeigen, ob man "schwimmen" kann...

    Aber wo sollen denn die Ruhe, Erfahrung und vor allem die pädagogischen Fähigkeiten bei den Nachwuchsschiedsrichtern herkommen?

    Die Wenigsten sind Naturtalente an der Pfeife und verlieren bei Überforderung (und nichts anderes passiert hier) sofort die Lust und wollen dann gar nicht mehr als Schiedsrichter unterwegs sein.


    Das kann doch nicht im Sinne des Sports sein, wenn Verbände auf der einen Seite "kindgerechte" Vorgaben für E-Jugendspiele machen, auf der anderen Seite aber nicht im Blick haben, dass mit ungenügender Spielleitung in dieser Altersstufe mehr als nur ein Spiel kaputt gemacht werden kann.

    Finde den erfahrenen Schiedsrichter, der sich (oft zu frühen Uhrzeiten) in die Halle stellt. Viele pfeifen bereits ein oder zwei Spiele am Wochenende, und das reicht denen. Volles Verständnis dafür.

    Umgekehrt: Die erfahrenen Schiris werden meist in höheren (Alters-)Klassen angesetzt. Sag den Spielern bei den Erwachsenen, sie müssten sich selber um Schiedsrichter kümmern. Und dann noch, weil der erfahrene Kollege E-Jugend pfeifen soll. Da brennt der Baum. Weil : Jeder ist sich selbst der nächste.

    Ich verstehe deine Argumentation komplett, habe oben den Hinweis auf "Begleitung" der Anfänger durch erfahrenen SR gegeben. Aber: Es bleibt nichts anderes als reine Mangelverwaltung. Wie der Kollege aus Nordbaden schreibt: Du darfst dich glücklich schätzen, dass es überhaupt Ansetzungen im unteren Jugendbereich gibt.

    Der "Festmachen-Trainer" hat den Sinn des Handballspiels in der E-Jugend nicht verstanden. Bzgl. "junge Schiedsrichter": Da wäre eine Begleitung durch ältere Schiedsrichter gut. Aber ich träume ja nur....

    Steht oder fällt das Hallenprojekt in Leipzig, eigentlich in Zusammenhang mit dem SC DHfK in der 1. Bundesliga? Oder spielen dort vielleicht dann die Frauen vom HC?

    Die Liga kann man bei der langen Planungs- und Bauzeit ja wohl nicht garantieren. Bis zu dieser Saison war die 1:Liga aber nicht fraglich. Toi, toi, toi.

    Naja ...

    Realität war, dass sie ein gutes Jahr bei Absteiger Solingen hatte. Gaugisch hat sie in den NM-Lehrgang nach Olympia berufen. Dort wurde die 3. und 4. Reihe getestet. Berger ließ sich nicht operieren. Und dann waren sie eben 3 RA. Sie musste als Bauernopfer dann zu Mainz. Lehrgangskollegin Tröster wurde Nationalspielerin. Sie stand nicht mal im 35er-Kader. Klassischer Fall von verwechselt.

    Das hättest du dem Gaugisch auch mal vorher sagen können!

    bernhard R.

    Ich gebe zu, dass ich mich bei den SCM-Spielen in Erlangen und Hamburg im Ton vergriffen habe, weil ich sauer und emotional war.

    Ich finde, dass man das in einem emotionalen Sport wie dem Handball zwischendurch mal aushalten muss (solange es beim Thema Handball bleibt und ohne Beleidigungen abläuft natürlich). Aber es ist trotzdem nicht mein Anspruch, so zu schreiben (und mache ich auch in 95 % meiner Beiträge nicht).

     

    Meine Beispiele sind nicht auf die SCM-Spiele bezogen, die ziehen sich durch mehrere Saisons und Wettbewerbe. Man konnte und kann die Uhr danach stellen, wann es wieder losgeht. "Aushalten" will ich so etwas einfach nicht, dafür ist die Penetranz und Wiederholungsrate einfach zu hoch. Aber das ist mein Problem.

    Meine Wahrnehmung ist, dass Rheiner selten einzelne Schiedsrichterpaare kritisiert, sondern vielmehr grundsätzliche Probleme in der Schiedsrichterei innerhalb des DHB anspricht.

    Dass ist genau gegensätzlich zu meiner Wahrnehmung. Sätze von ihm wie "sollten nie wieder ein (Spitzen-)Spiel pfeifen oder "haben in der Liga nichts zu suchen" könnte ich jetzt problemlos raussuchen, hab ich aber keine Lust dazu. Wie er persönlich einzelne Personen aus dem Lehr- und Schiedsrichterwesen angreift/abwertet, wäre ebenfalls einfach nach zu halten. Wenn einer auf einem Kreuzzug ist, verliert er leider häufig jegliches Maß. Das ist leider hier der Fall.

    Das ist natürlich der unumstößliche Beweis für die skandalöse Bevorteilung des SCM. Dass sich ein OIM Sekunden vorher den Ball wie ein F-Jugendlicher über die eigene Schulter nach hinten prellt, wird wohl mit der Aufregung kurz vor Spielende zu tun gehabt haben. Wie man zwei unmittelbar zusammenhängende Szenen so einseitig interpretieren kann, ist mir schleierhaft. Klar wird es Gespanne geben, die zum Schluss 7m gepfiffen hätten, es hätten aber vermutlich auch 8 von 10 Gespannen das Stoßen gegen OIM geahndet, was in diesem Fall genauso spielentscheidend war, nur halt zugunsten des HSV.

    Also wo ist da jetzt der Skandal? Ich frage für einen Freund.

    Skandal ist da, wo er immer von der selben Person zwecks Unterstützungssuche für die eigene, niemals fehlbare Meinung Woche für Woche in der Handballecke herbei dramatisiert wird. Dass es diesmal den SCM getroffen hat, ist eher Zufall.