Das stand zu dem Thema in der WNOZ
ZitatAlles anzeigenGehälter fließen bei der SGL nur schleppend
(miwi) Die Zweitliga-Handballer der SG Leutershausen zeichnet ihr großer Kampfgeist aus. Das beste Beispiel lieferte das Heimspiel vor einer Woche gegen die HSG Gensungen/Felsberg, als die roten Teufel eine verloren geglaubte Partie noch herum rissen.
Die Moral der Truppe ist intakt, und trotzdem ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft nicht ideal. Grund sind die Unregelmäßigkeiten hinsichtlich der Gehälter. Nachdem die Handball-GmbH bereits in der vergangenen Saison nur schleppend und spät zahlte, setzt sich dieser Trend in der neuen Runde fort. Immerhin konnte größerer Ärger verhindert werde, weil vor knapp zwei Wochen zumindest ein Teil der offenen Gelder überwiesen wurde.
Probleme mit den Finanzen sind kein Thema, das positive Schlagzeilen bringt, und deshalb wäre es Geschäftsführer Gerd Schmitt am liebsten, alles unter den Teppich zu kehren. "Das geht die Öffentlichkeit nichts an", poltert er munter drauf los. Immerhin räumt er ein, dass bisher nicht alle Verpflichtungen eingehalten wurden. "Wir sind auch davon abhängig, dass die vereinbarten Gelder unserer Werbepartner einlaufen", bittet Schmitt um Nachsicht und verspricht: "Die Spieler bekommen ihr Geld, sobald wir flüssig sind."
Ob dieses Versprechen auch für die Trainer gilt, ließ er offen, wobei sich Chefcoach Uwe Rahn nicht wichtig nimmt. "Ich bin nicht unbedingt auf das Geld von der SGL angewiesen. Bei manchen Spielern, die vom Handball leben, sieht das anders aus." Die enge Beziehung zu Schmitt lässt den Übungsleiter ruhig bleiben: "Ich habe großes Vertrauen zu Gerd Schmitt." Allerdings dürfte das Vertrauensverhältnis, das zwischen Schmitt, Rahn und den Spielern herrscht, irgendwann einer Zerreißprobe ausgesetzt sein, wenn sich die unregelmäßigen Gehaltszahlungen fortsetzen. "Es ist für mich schwierig, die Mannschaft unter diesen Umständen zusammenzuhalten", sieht Rahn seine Aufbauarbeit gefährdet, eine schlagkräftige Truppe zu formen.
In der Mannschaft wird das Thema heiß diskutiert, wenngleich Mannschaftskapitän Oliver Glock nach außen hin den Ball flach hält. "Zu diesem Thema werde ich mich nicht äußern", sagt der Routinier und antwortet auf die Frage, inwieweit die Probleme in den Trainingsalltag übergreifen, mit einem breiten, schelmischen Grinsen: "Das belastet uns kein bisschen." Während sich Abwehrchef Felix Otterbeck nach dem Gensungen-Spiel ähnlich äußerte ("Heute ist so ein schöner Tag, da redet man über was anderes"), ist Rückraum-Talent Phillip Schulz offen: "Es ist nicht einfach, das Thema aus dem Kopf zu bekommen."
Heute (20 Uhr) steht für die SGL das Auswärtsspiel bei Tabellenführer HBW Balingen/Weilstetten auf dem Programm.
WNOZ
Das scheint bei der SGL also wohl leider schon länger so zu gehen und einige Textstellen erinnern mich doch ganz schön an die Wallauer Zeiten:(
Hoffe, das klingt bald besser!