Beiträge von Ortenauer

    Bohmann zum Thema Betriebskonzept Handball Bundesliga, noch gibt es keine Einigung:

    "Das war noch mal sehr intensiv. Es gab viele Rückfragen. Wir müssen verschiedene Seiten glücklich machen, das ist schon aufwendig", sagte der 55-Jährige.
    Quelle: 301 Moved Permanently

    Na, das ist doch eine Ansage, hoffen wir, daß er wirklich alle glücklich macht :D


    Aufgrund der steigenden Zahlen durch den Sommer-Ischgl-Effekt werden ihm vermutlich die meisten Entscheidungen sowieso abgenommen. Für mich ist es derzeit leider nur schwer vorstellbar, dass man mit zahlenden Zuschauern in die Saison startet.

    Am Wochenende gab es einen 31:29 Sieg gegen Schaffenhausen.
    Bester Torschütze James Junior Scott mit 5 Toren, das macht doch schon mal Lust
    auf mehr. Ich denke das Baden-Württemberg Turnier wird zeigen wie weit die
    Truppe ist, wie sie ohne Martin auskommt und wo eventuell die Reise in der 1.
    Liga hingeht. Ob Sie nur gegen den Abstieg spielt oder es eine „ruhige Saison“
    (in Sachen Klassenerhalt) wird.


    Naja, das Turnier könnte maximal einen Hinweis geben, wie der Anfang der Saison verlaufen könnte. Letzte Saison war der Start ja auch prima und nach der Rückkehr von Martin Strobel (nur Zeitpunkt gemeint, nicht Strobel‘s Leistung) wurde es richtig zäh.


    @ Ortenauer: Bei dem Spiel in Frankreich hat es wohl keinen interessiert, dass die Leute ohne Mundschutz da saßen.


    Genau das führt ja jedes noch so perfekte und genehmigte Hygienekonzept ad absurdum.
    Die Wahrheit sieht anders aus als auf Papier.
    Und wenn es nicht der Mundschutz ist, dann werden es die Abstände sein.

    Es ist nicht durchzusetzen, das muss jedem klar sein.
    Das ist auch der große Knackpunkt bei all den ach so tollen Hygienekonzepten.
    Auf Papier alles super schlüssig, aber in der Praxis wird dann doch anders gehandelt.
    Bezogen auf die HBL:
    wie will der Verein garantieren, dass JEDER Zuschauer die GANZE Zeit so nen Lappen im Gesicht hat? Unmöglich.
    Und wie geht man mit denen um, die dagegen verstoßen? Sofortiger Rauswurf wäre konsequent (hygienisch aber auch schon zu spät),
    aber auch hier wird die Praxis anders aussehen. Da wird erst mal nur ermahnt,vielleicht sogar zweimal.
    Aber ein potenziell Infizierter hat dann bereits zweimal seine Viren in die Halle abgegeben.

    Das kann ich grundsätzlich nachvollziehen. Aber ist denn in absehbarer Zeit jemand zum Netzwerken in der Halle und ist es wirklich ein Zugewinn, sich vor ein paar hundert Leuten präsentieren zu können (die meisten kennen die Werbeblöcke in der Halle sowieso schon auswendig) ?
    Ich glaube, dass sich Firmen, die sich derzeit weiterhin für ein Handball-Sponsoring entscheiden, dies aus anderen Gründen tun. Es ist ja auch ein Image-Gewinn sagen zu können, dass man weiterhin im Boot ist. Dass die Gegenleistung geringer ist als bisher, müsste jedem klar sein bzw. durch geschickte Verhandlung gibt es eine andere geartete Kompensation (Team kommt zu irgendwelchen Firmen-Events etc.)

    ... denn das sieht bei jeder Halle wie ein Verlustgeschäft aus.


    Wo auch immer die genannte Quote von 17.5% herkommt - sie scheint mir zumindest nicht unplausibel zu sein. Und ich stimme Paul Jonas zu, dass es dann wohl bei jeder einzelnen Halle nicht mal für einen operativen Gewinn pro Heimspiel reichen wird. Daher verstehe ich leider immer noch nicht, warum es für den Etat ein Muss ist vor Zuschauern spielen zu müssen. Das macht ja grob überschlagen erst ab 50% Auslastung Sinn. Zu Ludwigshafen habe ich keine Sitzplatz-Kapazität gefunden, aber ansonsten hat Balingen mit 1540 Sitzplätzen die wenigsten der HBL1 zu bieten. Bei 17.5% sind das gerade mal 270 erlaubte Plätze. Da lässt man den Quatsch doch besser ganz bleiben und spart sich dadurch dann evtl. noch einiges an Kosten im Bereich Catering, Security, Reinigung etc.
    Allgemein wird verlautet, dass das Ticketing 25% an den Einnahmen beträgt und die Spielergehälter 85-90% der Kosten repräsentieren. Bei einem Gehaltsverzicht von 20% wären schon 17% der fehlenden 25% abgedeckt - also Zweidrittel. Das ist (ein unschöner) aber viel wirkungsvollerer Hebel als der ganze Zirkus um irgendwelche Hygienekonzepte für Zuschauer und das Feilschen um die Quote. Am Ende wird es diese Saison sowieso nicht ohne Gehaltsverzicht funktionieren.
    Oder wo ist mein Denkfehler bei der Rechnerei?

    Wo wir wieder beim Problem mit dem Gesang in der Kirche wären und dem dann noch größeren benötigten Abstand.
    Selbst wenn das Tragen eines Maske offiziell für das komplette Spiel vorgeschrieben wäre ... wieviele tragen das Ding korrekt?
    Man sieht ja schon im Supermarkt mehr wie genug Leute, bei denen das obere Ende unterhalb der Nase sitzt - und das nicht nur bei Brillenträgern.
    Wie will der Verein sicherstellen, dass jeder einzelne Zuschauer die Maske über die gesamte Verweildauer in der Halle korrekt trägt? Das ist der Punkt, warum solche Konzepte auf Papier funktionieren und dann doch schief gehen. Es scheitert an der Umsetzung.

    Ich habe ja auch betont, dass ich es gut finde, dass die HBL versucht, einen roten Faden für Saisongestaltung zu geben. Aber zwischen Resignation/Nicht-Handeln und einer zu optimistischen Planung gibt es noch viele Zwischenstufen. Ich bin mir sicher, dass die Geisterspiele sofort beschlossen worden wären, wenn die wirtschaftliche Abhängigkeit bzgl. der Zuschauer nicht in diesem hohen Maß vorhanden wäre.
    Es ist durchaus richtig, dass auch in der Vergangenheit an bestehenden Planungen nachgebessert wurde. Da ging es aber meist nur um organisatorische oder finanzielle Belange und man hatte einen entsprechenden (bereits bekannten) Spielraum. Wenn in der jetzigen Situation nachgebessert werden muss, weil es doch nicht passt wie geplant, dann kann man nicht selbstbestimmt nachjustieren, sondern muss sich den behördlich verordneten Möglichkeiten anpassen. Im Extremfall heißt das: geht etwas schief, dann ist die Halle erst mal für mehrere Wochen komplett zu. Und dann? Auch eine Reduzierung der Zuschauerzahl würde nur zu Problemen führen. Was bringen einem denn beispielsweise nur 300 Zuschauer in der Halle, wenn man dringend auf die Einnahmen angewiesen ist und wie geht man mit den bereits verkauften Tickets für das nächste Heimspiel um, wenn die Zahl reduziert werden muss? Man ist bei der Planung weder Herr der Lage noch Herr im eigenen Haus. Das macht es so schwierig.

    Sicher muss die HBL etwas planen, um den Vereinen zumindest irgendeinen Anhaltspunkt geben zu können. Das Problem ist, dass man zu viel unter einen Hut bringen möchte bzw. muss. Auf der einen Seite steht da die Forderung nach der möglichst baldigen medialen Präsenz (zu lösen über TV-Übertragungen) und auf der anderen Seite die wirtschaftliche Machbarkeit der ganzen Sache (nicht ohne Zuschauer). Dieser Spagat kann in der momentanen Situation und dem bisherigen medizinischen Wissen nicht funktionieren. Ganz zu schweigen wie man mit Szenarien wie Spielansetzungen von Teams mit infizierten Spieler oder staatlich angeordneter Unterbrechung mitten in der Saison umgehen würde. Dafür wäre selbst im jetzt geplanten Termindickicht gar kein Puffer mehr vorhanden. Ich glaube, da hofft man einfach nur, dass das nicht passiert, was in meinen Augen grob fahrlässig ist.
    Ich frage mich sowieso, wie man auf die Idee kommen kann, Handball-Fans in die Halle lassen zu wollen, wenn selbst das Singen im Gottesdienst schon zig Infektionen verursacht hat. Dann reichen auch 5 Reihen Abstand nach unten nicht, wenn da ein Infizierter ordentlich schreit. Aber man hat ja die Kontaktdaten aller Zuschauer. Die kann man dann informieren, dass leider doch etwas schief gegangen ist.

    Du meinst also, die Kriegskasse bei Sky ist schon gut geplündert ...
    DAZN ist letztes Jahr ja auch schon (teilweise) in den EHF-CUP eingestiegen. Das neue Teilnehmerfeld macht auch dessen Nachfolge-Wettbewerb attraktiver und in Kombination mit der CL könnte man da ja ein durchaus interessantes Handball-Paket schnüren. Es könnte sich also die gleiche Zweiteilung wie im Fußball entwickeln.

    Gibt es eigentlich was Neues bzgl. der TV-Rechte ab nächster Saison?
    Mein letzter Stand (Februar) ist, dass zwar die Muttergesellschaft von DAZN diese Rechte für die nächsten 10 Jahre gekauft hat, aber es komischerweise trotzdem noch nicht entschieden ist, ob die CL zu DAZN wechselt oder doch bei Sky bleibt. Das ist aber eben schon über 4 Monate her.

    HeinerBrandt: Ja, im Endeffekt wollte ich nur meine Meinung äußern.
    Ich habe den Beschluss von DHB/HBL ja auch zur Kenntnis genommen, kann diesen aber gerade beim Thema Aufsteiger nicht nachvollziehen. Warum Coburg und Essen? Weil die gerade oben stehen? Warum kann/will man dann an anderer Stelle (Meister / Absteiger) nicht ebenfalls so verfahren? Zumal ich das - wie bereits geschrieben - nicht für richtig halte, und es evtl. für juristisches Chaos sorgen könnte, wenn Gummersbach oder Bietigheim das nicht klaglos akezeptieren würden. Mir ist schon bewusst, dass in so einem Fall die spielleitende Stelle entscheided, aber ob das auf allen Ebenen wasserdicht wäre? Bei der HBL hat man ja schon mal merken müssen, dass nicht alles so eindeutig und ausreichend formuliert war.

    Falls die Saison nicht regulär zu Ende gespielt werden kann (was für mich ziemlich sicher ist), kann es aus meiner Sicht eigentlich nur eine Lösung geben. Da man sich schwer tut, einen Meister und die Absteiger zu benennen, wird die HBL das auch nicht tun. Da dies aber auch für die zweite Liga gilt (wer soll da zum Meister ernannt werden und wenn es dort geht, warum dann nicht auch in der ersten Liga ?), kann es auch keinen Aufsteiger in die erste Liga geben. Das gleiche für die dritten Ligen usw. Folglich bleibt also nur die Annullierung der Saison in allen Ligen. Um auch dem Dilemma mit der Benennung der Europapokal-Vertreter aus dem Weg zu gehen, könnte man versuchen die EHF dazu zu bewegen, aufgrund der außergewöhnlichen Umstände in ganz Handball-Europa, die Startplätze ausschließlich per Wild Card zu vergeben. Die EHF hätte schon genug eigenes Interesse daran, die vermeintlich besten zu nehmen und sich möglichst nah an den Tabellenplätzen zu orientieren. Ob die reine Vergabe per Wild Card gegen irgendwelche Spielordnungen oder sonstige Verträge verstoßen würde, kann ich nicht sagen.
    Kurz gesagt: national alles zurück auf null und für die EHF-Wettbewerbe wird man schon ne passende Lösung finden.

    Sogar Handball-World hat inzwischen eine Meldung online. Für Nostalgiker ist das sicher ne tolle Geschichte. Aber der rote Teufel hat es eigentlich treffend formuliert. Auch ich habe meine Zweifel, ob er tatsächlich zumindest halbwegs ein Ersatz sein kann. Ich tippe mal, er wird Lückenfüller sein und jeweils rund 10 Minuten spielen, um Golla eine kleine Pause zu ermöglichen.

    Ich kenne den HBW nur aus den Sky-Übertragungen und denke, dass beide Torhüter (zumindest bisher) nur Zweitliga-Niveau haben. Ab und zu hat jeder mal einen guten Tag und dann gelingen solche Dinge wie gegen Melsungen. Abgesehen von den beiden Siegen hat Balingen immer 30 Tore oder mehr kassiert. Da wird es dann schon recht unwahrscheinlich, dass das zu einem Sieg reicht. Schaut man sich die Quoten der Torhüter bei diesen Niederlagen an (gg. Erlangen 22%/23%, gg. Wetzlar 19%/21% , gg. RNL 15%/24%, gg. Hannover 24%/23%, gg. Magdeburg 22%/15%) scheint es so zu sein, dass wohl immer beide gleichzeitig einen gebrauchten Tag hatten und neue Impulse durch einen TW-Wechsel eher unwahrscheinlich sind.
    Aktuell scheint das jedenfalls der größte Schwachpunkt einer ansonsten überraschend soliden Leistung zu sein.