Ich bin als "im großen Nichts zwischen Mannheim und München" Wohnender natürlich nicht so erfreut über die Verknappung der Spielorte, da es für mich unter 2.5h Fahrtzeit nicht zu schaffen ist. Wenn ich das mit der WM 2007 vergleiche, die auch vom allgemeinen Zuschauerzuspruch als erfolgreich zu bewerten ist (im Gegensatz zu vielen Turnieren in anderen Ländern), so ist das schon ein sehr radikaler Schritt. WM 2007 = 24 Teams, 12 Spielorte, EM 2024 = 24 Teams, 6 Spielorte (die "Event"-Veranstaltung in Düsseldorf ignoriere ich mal). München als Spielort verstehe ich überhaupt nicht. Dass Handball dort nicht funktioniert, hat man ja am Supercup gesehen. Und ob man eine so große Halle mit ausländischen Besuchern gefüllt bekommt, wird man sehen. Man wollte halt unbedingt in die Metropolen.
Beiträge von Ortenauer
-
-
Paris/RNL und Kiel/Nantes waren in einem Top. Da Nantes als Vizemeister nicht auf Paris treffen konnte, ergab sich zwangsläufig, dass der THW zu Paris kam. Gleiches galt für Flensburg mit den RNL. Die Zwangskonstellation lag demnach am Topf PSG/RNL. Daher kann es also tatsächlich so sein, dass das 3. franz. Team zu PSG in die Gruppe kommt und sich nur Meister und Vizemeister definitiv aus dem Weg gehen.
-
... Es werden ja nicht alle Teams aus einem Topf gezogen, eenn ich mich richtig erinnere hatten sie bei der Auslosung letztes mal sogar 2er Töpfe, dass heißt sie suchen sich schon Teams aus die nicht gegeneinader spielen können ...
Wie läuft das denn mit den drei französischen Teams? PSG als Meister bekommt kein franz. Team in die gleiche Gruppe, oder? Demnach wäre es ja schon fix, dass Montpellier und Nantes in der gleichen Gruppe sind.
-
Dass die Löwen ein organisatorisches Problem mit der CL haben, ist mir durchaus bewusst. In der SAP-Arena gibt es einen anderen Anker-Mieter, St. Leon-Rot entspricht wohl nicht den EHF-Standards und in Frankfurt fehlt der Publikumszuspruch. Dadurch wird es natürlich auch schwer, das CL-Engagement wirtschaftlich zu vertreten. Aber ob es dann so einen großen Unterschied macht, wenn ein weiterer dt. Vertreter in der RNL-Gruppe wäre? Das Spiel wäre vermutlich besser besucht als bei anderen Gegner, aber den finanziellen Gesamterfolg wird es nicht so gravierend beeinflussen. Das letzte CL-Spiel gegen Kiel war ein K.O-Rückspiel. Nachdem man das Hinspiel in Kiel gewonnen hatte, war da natürlich eine gewisse Erfolgserwartung da. Das zieht Zuschauer an. Ob das bei einem Gruppenspiel an einem Mittwochabend (evtl am Anfang der Saison) auch so wäre bleibt abzuwarten.
-
" ... An einen deutschen Gegner in der Gruppenphase wagt man garnicht erst zu denken ... denn den hat es bisher noch nicht gegeben. Der wuerde ja das UFO fuellen und irgendwer in Wien hat wohl was dagegen ...
Dass die anderen beiden dt. Mannschaften in der anderen Gruppe waren lag daran, dass die RNL jeweils Meister waren. Die Wildcard-Mannschaft wurde immer in die Gruppe des Vizemeisters platziert. Außerdem ist doch in den K.O.-Spielen immer das Gejammere zu hören, dass es möglichst keine dt. Mannschaft als Gegner sein sollte. Warum soll das in der Gruppe dann besser sein?
-
... und dieses Jahr habe ich die Hoffnung auf Kasparek noch nicht aufgegeben. Wobei er angeblich schon woanders gelandet ist, ohne etwas konkretes dazu gelesen zu haben ...
Soweit mir bekannt ist, hat Kasparek in Szeged unterschrieben. Echt schade, denn ich hätte ihn auch gerne in der Bundesliga gesehen.
-
Man wird über den Sommer sehen, wieviel Substanz in dieser Meldung steckt. Sollte da tatsächlich eine Schieflage bestehen, so sind die kommenden drei Monate sicher keine Hilfe. Gehälter müssen weiterhin bezahlt werden und Zuschauereinnahmen fallen in diesen Monaten weitestgehend aus.
-
Das kann durchaus sein. Aber diesen Modus gab es letztmals 2009. PSG hat an der CL nur im aktuellen Final-Modus teilgenommen. Umgekehrt hätte evtl. der THW Kiel das 2008er-Finale gegen Ciudad Real nicht verloren. Damals hat man das Rückspiel in Kiel verloren nachdem man das Hinspiel gewonnen hatte. Und wenn man mit diesem "nur heute zählt"-Druck nicht klar kommt, dann scheint ja noch irgendwo ne Kleinigkeit zu fehlen. Es heißt ja immer dass wahre Champions genau dann abliefern, wenn es darauf ankommt. Denn auch im jetzigen Modus kann man kaum von einem Zufallsieger sprechen, denn man muss an zwei Tagen abliefern. Ein Spiel kann man glücklich gewinnen, aber gleich zwei ?
-
Die Hoffnung hatte ich letztes Jahr beim Lesen des Artikels auch. Zumal die F4-Finalniederlage erst ein paar Wochen her war. Inzwischen befürchte ich allerdings, dass es mit dem Plastik-Handball erst zu Ende gehen wird, wenn man sich im Fußball zurückzieht. Die 18-20 Mio € sind ja nur ein kleineres Neben-Investment. Und im Fußball scheint man noch das ein oder andere Jahr durchhalten zu wollen. Aber die diesjährigen PSG-Ergebnisse können gerne zu deren Standard werden. Interessant finde ich übrigens, dass in beiden Sportarten zwar gute Spieler aber keine gut funktionierende Mannschaft auf dem Platz zu stehen scheint.
-
-
... auch wenn es nicht ganz vergleichbar ist, sind 50 Mio der EHF natürlich ganz andere Dimensionen und verdeutlichen die krass unterschiedlichen internationalen Wertigkeiten der Rechte.Wenn die Zahlen nicht vergleichbar sind, dann kann man daraus auch keine Wertigkeit ableiten. Denn zum einen geht es bei den von der EHF verkauften Rechten nicht nur um die TV-Rechte und zum anderen nicht nur um den Herren-Bereich auf Vereinsebene. Ich kann ja verstehen, dass für Dich die CL die heilige Kuh zu sein scheint. Ich bin gerade im Urlaub und habe mir gestern Abend das vierte HLA-Finalspiel auf ORF Sport+ angesehen. Sowohl Hard als auch die Fivers hätten größte Schwierigkeiten, in der HBL2 zu bestehen. Dass bei Handballfans mit solch einer heimischen Liga die CL eine viel größere Bedeutung hat, ist für mich total nachvollziehbar. Umgekehrt verstehe ich aber auch, dass wenn man Woche für Woche die HBL verfolgen kann, die CL dann nicht ganz so wichtig ist. Denn Kristianstad gegen Plock ist dann auch kaum besser als Wetzlar gegen Leipzig. Und wieviel von diesen gehypten 50 Mio € p.a. dann überhaupt bei den CL-Teams ankommen, bleibt auch erst mal abzuwarten. Die EHF wird sich sicher erst Mal selber die Taschen voll machen.
-
Stimmt, das lief dieses Jahr erstaunlich geräuschlos ab. Es scheinen alle ihre Hausaufgaben gemacht und in realistischem Rahmen kalkuliert zu haben. Es gab aber auch während der Saison keine Anzeichen, dass bei einem Verein wirtschaftlich etwas nicht stimmt. Vielleicht kommt auch daher die Forumsruhe bei diesem Thema. Aber genau so soll es auch sein.
-
... Man stelle sich bei einer Etatuntergrenze vor, es würden nur noch Mannschaften aus der 2. Liga nachrücken, nur weil sie wirtschaftlich und hallentechnisch in die erste Liga passen ...
Ich bin da überhaupt kein Freund davon, denn genau so läuft es in der Volleyball-Bundesliga (keine feste Untergrenze, aber hohe Anforderungen). Da ist es so ziemlich jedes Jahr ein Rätselraten, ob überhaupt jemand aus der 2. Liga aufsteigen möchte. Diese Teams finden sich in der nächsten Saison meist auf dem Abstiegsplatz wieder.
... Letztlich ist Melsungen der einzige Verein, der in der breiteren öffentlichen Wahrnehmung noch stark mäzen-unterstützt ist.
In Lübbecke würde ohne die Gauselmänner wohl auch nur noch im DHB-Bereich gespielt werden. Ob das jetzt mehr oder weniger bekannt ist als der Braun-Clan kann ich nicht beurteilen. Ist nur ein Bauchgefühl ohne Fakten, aber auch in Stuttgart vermute ich, dass es ohne den jetzigen Hauptsponsor anders laufen würde. Aber ein Mäzen ist Kärcher natürlich nicht.
-
Nach meinem Verständnis ist Platz 5 ist nur dann ein EHF-Cup-Startplatz, wenn eine davor positionierte Mannschaft den DHB-Pokal gewinnt. Ausnahme: Magdeburg gewinnt im Mai den EHF-Cup in eigener Halle und ist am Saisonende nicht unter den ersten 4. Dann reicht ebenfalls nur der 4. Platz.
-
... Ich bleibe dabei, das EHF CL Final 4 findet derzeit nicht in schöner Regelmäßigkeit in Köln statt weil die EHF Deutschland, Köln, den Dom oder die handlichen Biere in der Altstadt so liebt, sondern weil diese Austragungsstätte die meisten Euro Scheine für die EHF abwirft, ganz einfach!
Und weil es nicht zusätzliche 3-5 Auto-Stunden weiter westlich liegt. Die Mehrheit der ost- bzw- südost-europäischen Besucher reist mit Auto/Bus an und nicht per Flugzeug.
-
Warst du vor zwei Jahren da?
Schätzen würde ich 6000 Veszprem-Fans, 2000 Kiel-Fans.Du suchst Dir für einen allgemeinen Vergleich des Zuschauerzuspruchs das absolute Highlight-Jahr der Ungarn aus. Die Mannschaft war damals auf ihrem Leistungszenit und so ziemlich jeder Veszprem-Fan hat bereits freitags den so sicher geglaubten Titel gefeiert (naja, bis zur 45. Minute hat's im Finale ja auch recht gut ausgesehen). Aber schon letztes Jahr waren es sichtbar weniger. Für so ne krumme Nummer müsstest Du dann aber auch die Anzahl der THW-Fans von 2012 berücksichtigen. Fakt ist, dass der heimische Zuspruch bisher den deutlich größten Anteil ausmachte und seit 2-3 Jahren abnimmt. Und das kann auf Dauer nie und nimmer durch ausländische Fans kompensiert werden, was dann im Endeffekt bedeutet, dass die EHF den ach so tollen "Sold out-Award" vom Arena-Betreiber demnächst abhaken kann.
-
Man kann das Final Four dann ja an Kielce vergeben...fände ich super
In Kielce geht das nicht. Die haben die Halle doch nur samstags zur Verfügung
-
Ich wundere mich, dass dies hier diskutiert wird. Es wird nie wieder zu diesem Modus kommen. Der Modus steht auf Jahre hin fest.
Deshalb auch der Konjunktiv
Aber wie Roter Teufel schon erwähnte: es ist ein Forum in dem man sich austauscht. Mir ist bewusst, dass es in absehbarer Zeit keine Änderung in Richtung weniger Spiele geben wird. Schließlich wird aktuell über einen Modus diskutiert, bei dem es noch zwei Jahre dauert, bis er überhaupt Premiere feiert. Und dann wird er sicherlich mindestens 3-5 Jahre beibehalten. Tolle Aussichten ... 
-
Ich hätte zwei Sechsergruppen genommen.
Jeder zehn Spiele, 4 in jeder Gruppe weiter, dann Viertelfinale.
Also fast zurück zu dem Modus den wir vor dem Aktuellen hatten (bis einschl. 2014/2015). Ich wäre sofort dafür. -
... Die HBL ist die beste nationale Liga, aber dennoch ist das Teilnehmerfeld in der CL doch noch deutlich attraktiver.
Dem ersten Teil stimme ich zu, aber findest Du die CL als Ganzes wirklich attraktiver? Ich behaupte mal, dass die Mannschaften auf Platz 6-8 (Gruppe A+B) es sehr schwer haben dürften, in der HBL einen einstelligen Tabellenrang zu erreichen. Von Gruppe C und D will ich (Montpellier mal ausgenommen) gar nicht erst reden.