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Flügelflitzer Adamski kann überzeugenPetterweil. Die Handballer des TV Petterweil haben zum Auftakt ihres Trainingslagers in eigener Halle einen über drei mal 20 Minuten geführten Test gegen Oberligist HSG Kahl/Kleinostheim 27:26 (10:10, 18;14) gewonnen. Im Schlussdrittel wirkte der Regionalligist müde nach zwei harten Trainingseinheiten am Vor- und Nachmittag. Andreas Rastner (8), Dennis Baier (6/ 1), Oliver Adamski (5/1), Jens Ruppert (3), Andrej Shimonjenko, Felix Schneider (je 2) und Jens Pezold trafen. Überzeugen konnte vor allem Neuzugang Adamski am linken Flügel. Morgen testet der TVP in Eddersheim (17.00).
Quelle: http://www.fnp.de
Beiträge von vr316
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und wenn die saison erfolgreich wird, wissen wir auch den grund: "die milch machts !"
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Nagel kann nicht, Neue dürfen nicht
Handball: HSG Bensheim/Auerbach sagt aus Spielerinnenmangel Turnierteilnahme ab
Alles andere als optimal verläuft die Vorbereitung für die am 10. September beginnenden Saison 2005/06 der Zweiten Frauenhandball-Bundesliga Süd für die HSG Bensheim/Auerbach. Eigentlich stand an diesem Wochenende die Teilnahme am Allensbacher Frauenhandballcup, bei dem Bundesligist TSG Ketsch, der Schweizer A-Ligist LC Brühl St. Gallen, Regionalligist VfL Waiblingen und die Mannschaft des Ausrichters die Gegner gewesen wären, auf dem Programm. Doch gestern sagten die HSG-Verantwortlichen ab. Grund: Spielerinnenmangel.
„Es hätte keinen Sinn gemacht, mit sechs Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen die Fahrt an den Bodensee anzutreten. Nicht auszudenken, wenn sich dann noch eine Spielerin verletzt hätte“, sagte Trainer Thorsten Schmid. Isabell Nagel hatte nach dem Turnier beim TV Beyeröhde über Schmerzen geklagt, der Verdacht auf Leistenbruch bestätigte sich indes nicht. Doch die HSG-Spielführerin kann nicht trainieren. Judith Herr hätte aus privaten Gründen passen müssen. Die Zugänge aus Ungarn und Italien sind noch nicht spielberechtigt.So wird Thorsten Schmid am Wochenende ein zusätzliches Training in heimischen Gefilden anberaumen. Die Chancen, dass die HSG am übernächsten Wochenende ein Testspiel bestreiten wird, bezeichnete der Trainer am Donnerstag als „sehr gering“.
rs/ü, 20.8.2005, http://www.echo-online.de -
Die SG Werratal hat ihre Mannschaft für die kommende Runde zurückgezogen, die RL Südwest spielt nur mit 15 Teams. Mehr Infos werden sicher die anderen HE-Mitglieder posten.
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Original von Bienchen
Wie jetzt? Bienen?Das bin doch ich! Und dabei spiele ich gar nicht für Sulzbach... wo isn das überhaupt?
Sulzbach liegt an der Grenze zwischen Bayern und Hessen.
Autobahnausfahrt Aschaffenburg und dann 30 km in Nichts.
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Hier der vergessene 8. Teil
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Wallau/Massenheimer Sternstunden in Europa
Nach Sensationssieg gegen Barcelona scheitert SG in letzter Sekunde im Finale an Zagreb/10 000 Zuschauer in der Festhalle/Tagblatt-Serie, Teil 8Vom 06.08.2005
WALLAU Die SG Wallau/Massenheim hat eine bewegte Geschichte voller Höhepunkte und Tragödien hinter sich. In einer zehnteiligen Serie beleuchtet diese Zeitung noch einmal Merkmale des ganz speziellen Vereins aus dem Ländchen.Von Volker Eckhardt
Der Deutschen Meisterschaft folgte am 9. Mai 1992 mit dem IHF-Europacup-Gewinn noch das Sahnehäubchen auf den nationalen Titel. Vater des Sieges über die Weißrussen aus Minsk war Tausendsassa Peter Hofmann zwischen den Pfosten. Vier Millionen erlebten abends den Auftritt des SG-Teams als stimmgewaltigen Männerchor im Aktuellen Sportstudio des ZDF. Und als die Spieler anschließend auch noch gen Mallorca düsten, ohne daheim Bescheid zu geben, war das Ende der Fahnenstange erreicht. Als "Dankeschön" drückten die erzürnten Spielerfrauen bei der Rückkehr ihren Helden noch auf dem Flughafen Sahnetorten mitten ins Gesicht . . .
Heiner Brand, heute Bundestrainer, wurde 1992 neuer Coach und fuhr die zweite Deutsche Meisterschaft mit sieben Punkten Vorsprung noch souveräner ein als sein Vorgänger Velimir Kljaic. Manager Bodo Ströhmann hatte als Lohn 15 nagelneue Audi 80 als Dienstwagen-Flotte für die Meisterspieler besorgt. Der Trainer war wie geschaffen für den bevorstehenden Europapokal. Er kannte sich aus auf internationalem Parkett. Brand und Ströhmann ergänzten sich und "passten vielleicht gerade in ihrer Gegensätzlichkeit zueinander." So formulierte es Dirk Metz in seinem heute noch lesenswerten SG-Buch mit dem Titel "Von der Deutschen Meisterschaft haben wir nicht mal geträumt".
Im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister traf das kleine Wallau auf den großen FC Barcelona. 15000 Karten hätte die SG verkaufen können. 5000 Tröten und 10000 blau-weiße Luftballons brachte Hauptsponsor Portas unters Volk. Am 23. April 1993 krönte Martin Schwalb seine Topleistung mit dem achten Tor zum sensationellen 24:20-Triumph. Den freilich erlebten die Fernsehzuschauer nicht mehr, weil ARD-Reporter Jürgen Emig drei Minuten vor Schluss beim Stande von 23:19 der Saft abgedreht worden war. Heute könnte sich das keine Fernsehanstalt mehr erlauben. Im Rückspiel kassierte die SG mit 22:25 die schönste Niederlage in ihrer Vereinsgeschichte, war das Resultat doch maßgeschneidert, um ins Europapokal-Endspiel einzuziehen.
Im ersten Finale im Hexenkessel der Zagreber Eissporthalle setzte es eine 17:22-Niederlage. Im Rückspiel am Pfingstsonntag wollten die Wallauer dann Badel Zagreb in der mit 10000 Zuschauern ausverkauften Frankfurter Festhalle zeigen, wo "Badel wirklich den Most holt". Organisatorisch war die SG voll gefordert. 24000 Mark für fernsehreifes Licht, 15000 für Sicherheitsdienste, 10000 für die Anzeigetafel und 22000 für den Hallenboden aus der Stuttgarter Schleyer-Halle waren aufzubringen. "Das ging an die Grenze unserer Leistungsfähigkeit", bilanzierte Schatzmeister Bernd Scherer.
An ihre Leistungsgrenze gingen im Rückraum auch Mikael Källman, Stephan Schoene und Martin Schwalb, der trotz Bänderriss am Knöchel spielte. 17:12 und 21:15 führten die Wallauer. Der Europapokal war zum Greifen nah. Doch dann kam´s knüppeldick. "Singing in the rain" trällerte es aus den Lautsprechern, ehe nach 20 Minuten Zwangspause die offene Lüftungsklappe im Festhallen-Dach entdeckt und geschlossen werden konnte. Zagreb kam auf, Mike Fuhrig knallte den Ball zwei Minuten vor Schluss an den Pfosten. Drei Sekunden vor dem Ende bugsierte Zagrebs Kreisläufer Nenad Kljaic, Sohn des Ex-SG-Coachs Velmir Kljaic, die Kugel zum Kraftpaket Puc, der auf 18:22 verkürzte. Das reichte, Badel hatte den Pokal. Die Kroaten entzündeten Bengalische Feuer in der Festhalle, derweil liefen bei Wallaus Flügelflitzer Olaf Oster an seinem 28. Geburtstag die Tränen.
Als dann aber am 5. Juni der DHB-Pokal durch einen Finalsieg über Dormagen gewonnen wurde, feierten 5000 Menschen auf dem Wallauer Kerbeplatz das Double Meisterschaft und Pokal. Dass ihnen ausgerechnet der Europacup durch die Lappen gegangen war, das hatte Verein und Spieler aber dann doch gewaltig gewurmt.
Und der letzte Teil der Story:
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Weder die Finanzen konsolidiert noch die Marke poliertKungeln und Durchwurschteln führt zum Untergang des Wallau/Massenheimer Bundesliga-Handballs/Kurier-Serie, letzter Teil
Vom 13.08.2005
WALLAU Die SG Wallau/Massenheim hat eine bewegte Geschichte voller Höhepunkte und Tragödien hinter sich. In einer zehnteiligen Serie beleuchtet diese Zeitung noch einmal Merkmale des ganz speziellen Vereins aus dem Ländchen.Von Ulrich Schwaab
"Wallau/Massenheim ist als Marke eine große Instanz, aber wir brauchen noch professionellere Strukturen." So bewertete Bülent Aksen seinen neuen Arbeitgeber, dem er seit August 2002 als Geschäftsführer verbunden war. Der einstige Handball-Profi erschien als der richtige Mann, den von chronischer Finanzknappheit gezeichneten Bundesligisten auf einen soliden Weg zu führen. Rhetorisch geschickt, nicht vom Wallauer Klüngel vereinnahmt, machte sich Aksen an die Aufräumarbeiten. Eine große Marke war Wallau schon lange nicht mehr, professionelle Strukturen wollte und konnte sich der Verein nie geben.
Drei Jahre sollte der Überlebenskampf aber noch dauern, obwohl das Aus Ende August 2005 nah war: Ein Loch von 500 000 Euro gähnte im Etat. Aksens Vorgänger als Manager, Stephan Schoene, hatte weder die Finanzen konsolidiert, geschweige denn die Marke SG Wallau/Massenheim poliert. Dabei bot das Team Perspektive. Mit Pascal Hens formte Trainer Martin Schwalb die kommende Ikone des deutschen Handballs, Wallaus junge Wilde spielten sich ins Rampenlicht einer breiteren Öffentlichkeit. Trainer und Spieler einigten sich auf eine Kürzung der Gehälter um 20 Prozent. Das Leben ging weiter. Der Etat wurde auf unter zwei Millionen Euro gedrückt und die Saison 2002/03 beendete die SG mit "einer schwarzen Null", wie Aksen nicht ohne Stolz verkündete.
Die vermeintliche Harmonie hielt nicht lange. Aksen wollte Dinge verändern, sich nicht mit Stillstand und dem für den Ländches-SG so typischen Kungeln und Durchwurschteln zufrieden geben. Alte Zöpfe wollte Zopfträger Aksen abschneiden. Bodo Ströhmann - als Ehrenpräsident außen vor. Harald Scholl - als jahrelanger Mäzen in Vergessenheit. Die Gesellschafter der Wallauer Spielbetriebs- und Vermarktungs GmbH ließen Aksen gewähren, trugen im Hintergrund ihre eigenen Animositäten aus. Aksens Anspruch, die Marke zu positionieren und den Verein professionell aufzustellen, blieb Makulatur. Kein Merchandising-Konzept, keine Kundenbindungsmaßnahmen mit den Schulen, keine klare Positionierung der Marke im Rhein-Main-Gebiet. Aksen begann zu träumen. Vom großen Kino. Von der Festhalle. Davon, dass der Handball-Boom in Deutschland endlich auch die SG erreicht. 2, 3 Millionen Euro betrug der Etat füur die Saison 2004/2005, basierend auf durchschnittlich 3000 Zuschauern pro Heimspiel. Erstaunlicherweise hatte die Deutsche Handball-Liga (HBL) dagegen keine Einwände. Sie erteilte jenem Verein, der wiederholt durch Finanzakrobatik aufgefallen war, die Lizenz ohne Auflagen.
In diesem laschen Controlling liegt ein weiterer Grund für das Aus der SG: Nicht nur innerhalb des Vereins, auch beim Bundesliga-Veranstalter versagten die Warninstrumente. Die SG hatte für sündhaft teure 200 000 Euro Jahressalär Nenad Perunicic verpflichtet - alles mit dem Segen ihrer Gesellschafter und der HBL, die nie einen Nachweis über die Liquidität ihrer Clubs verlangte. "Wir hätten sagen sollen, wir haben die Kohle nicht", meint Timm Reichold rückblickend. Hinterher ist auch er schlauer.
Wallaus Schiff gerät in schwere See, als im Herbst 2004 Sponsorengelder ausbleiben, die Zuschauer der Equipe die kalte Schulter zeigen und die fixen Personalkosten von monatlichen 100 000 Euro dem Klub die Luft zum Atmen nehmen. Volkmar Rohr war inzwischen zum Mehrheitsgesellschafter der GmbH bestellt worden. Der Flörsheimer Unternehmer hält 70 Prozent aller Gesellschafteranteile. Dachte er zumindest. Tatsächlich wird Rohr niemals beim Amtsgericht als Mehrheitsgesellschafter eingetragen. Ein Versäumnis seines Freundes Aksen. Das erfährt Rohr erst Monate später, als die restlichen Gesellschafter aus ihrer Lethargie erwacht sind und sich für die Lage des Clubs interessieren. Aus Eigennutz. Alle haben Patronatserklärungen, eine Art Bürgschaft, unterschrieben, die im Falle einer Insolvenz gezogen werden. Im Handstreich hebeln sie Aksen und Rohr aus dem Amt, Ralf Jahncke gibt den Retter. Der smarte Wiesbadener Unternehmer genießt die Rolle des edlen Herolds, doch finanziell bewegt weder er noch seine Mitgesellschafter etwas. "Die hatten kein Geld, wollten daher nicht, dass Patronatserklärungen gezogen werden", ist Rohr überzeugt. Das Schiff sinkt. Schuldzuweisungen machen die Runde.
Die Spieler? Sie spielen gegen den Niedergang an. Ohne Gehalt. Zum Benefizspiel kommt der THW Kiel. Nur 2 500 wollen ihn sehen. Der Trainer hält die Stange. Bis zuletzt. Doch die Totenglocke schlägt vernehmbar. In den Chaoswochen hat Übergangs-Geschäftsführer Volker Haase einen Antrag auf Eigeninsolvenz gestellt, der Wallau vorm ständigen Schiedsgericht des Handball-Bundes das Genick bricht. Das Insolvenzverfahren wird eröffnet, die Konkursverwalterin bittet die Gesellschafter zur Kasse, um die Gläubiger zu befriedigen. Jetzt verdienen die Rechtsanwälte. Die Spieler - in alle Winde zerstreut. Der Trainer - beim Rivalen Wetzlar untergekommen. Die Homepage - seit 28. Juni abgeschaltet. Die Geschäftsstelle - geschlossen. Das Ende einer Ära ist gekommen.
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Original von härter_schneller
wie immer mittwoch...ZitatAlles anzeigen
Martin Schwalb sorgt für Stabilität im SG-Lager
Der Schwabe verhilft den "Jungen Wilden" der SG Wallau/Massenheim zum Sprung auf die internationale Bühne/Tagblatt-Serie, Teil 9Vom 10.08.2005
WALLAU Die SG Wallau/ Massenheim hat eine bewegte Geschichte voller Höhepunkte und Tragödien hinter sich. In einer zehnteiligen Serie beleuchtet diese Zeitung noch einmal Merkmale des ganz speziellen Vereins aus dem Ländchen.
Von Uwe Martin
Erinnert sich noch jemand? Wie unspektakulär und dennoch schlagzeilenträchtig der Abgang des heutigen Bundestrainers Heiner Brand in Wallau war? Wer sein Nachfolger wurde? Wie die Trainer hießen, die in der Folgezeit versuchten, den Ruf der besten deutschen Handballmannschaft (Stand Mitte 1993) zu bewahren? Tom Schneider erinnert sich an alles. Die Hälfte seiner 36 Lebensjahre war er Betreuer der SG Wallau/Massenheim, Schneider ist ein wandelndes Archiv. Seit Olympia 2004 ist er beim Deutschen Handball-Bund als Team-Koordinator tätig, ein honoriger Posten, doch kein Ersatz für seine SG. "Manchmal falle ich in ein tiefes Loch."
Doch der Reihe nach. Die Saison 1993/1994 war zur Hälfte vorüber, als die Entfremdung zwischen Brand und der Mannschaft immer offensichtlicher wurde. Um die Weihnachtszeit, nach dem Auswärtsspiel in Magdeburg, war das Arbeitsverhältnis beendet. Brand hatte längst gemerkt, daß er die Belastung mit den fast täglichen Fahrten von Gummersbach nach Wallau ins Training (hin und zurück etwa 350 Kilometer) nicht mehr lange durchhalten konnte. Manager Bodo Ströhmann erledigte die Vertragsauflösung und "in Wallau brannte mal wieder der Baum". Coach wurde der Sportliche Leiter Burkhard Keller. Vor dem Sommer 2004 gewann die SG Wallau/Massenheim ihre beiden letzten Titel: deutscher Pokal- und Supercupsieger. Danach ging es langsam abwärts, sportlich und später wirtschaftlich.
Björn Jilsen kam als Trainer aus Schweden zurück, huldigte offensivem Tempo-Handball, schaffte es aber nicht, eine zupackende Abwehr auf die Beine zu stellen. Zusammen mit dem Coach, der in seiner Heimat ein gut dotiertes Angebot aus der freien Wirtschaft annahm, wurde Anfang April 1996 auch die Ikone Mikael Källman verabschiedet. Es gab reichlich Tränen beim Spielmacher, dem "Messias aus den finnischen Wäldern". In seinem vorletzten Bundesliga-Heimspiel für die SG gegen Rheinhausen stand Källman auch ein Torwart gegenüber, der neun Jahre danach als Wallauer Manager fristlos entlassen wurde: Bülent Aksen.
Eher ein Missverständnis war die Verpflichtung von Trainer Kristjan Arason. "Er hat´s schwer gehabt", sagt Tom Schneider. Und zu viel diskutiert mit den Stars. Noch während der Saison 1996/1997 wurde er abgelöst vom früheren Meistermacher Velimir Kljaic, der wenige Monate zuvor mit Kroatien Olympiasieger geworden war. Es wurde noch der vierte Platz - dann folgte ein Traumstart in die Spielzeit 1997/98. Kljaic hat geweint, als er seinen Rücktritt verkündete, ebenfalls mitten in der Saison. Einfach so, nach mehreren Niederlagen in Folge, deren Ursachen er nicht zu ergründen vermochte. Martin Schwalb als Spielertrainer und Armin Emrich übernahmen die Regie. Platz sechs, Halbfinale im Eurocity Cup - Respekt.
Ende der neunziger Jahre, längst waren die Klubs aus Kiel, Lemgo, Magdeburg und Flensburg wirtschaftlich mehr als einen Schritt voraus, propagierte Ströhmann die Umbenennung in SG W.M. Frankfurt. Grober Unfug, wie sich wenig später herausstellte, nicht ein neuer Sponsor tat sich auf. Es gab einige Fehlentscheidungen, die sich Ströhmann ans Revers heften darf, so auch den ersten SG-Geschäftsführer (Peter Eickmeier). Schon in dessen Amtszeit machten Schulden in Höhe von mehreren 100000 Euro die Runde. Doch mit dem Vertrauen in Schwalb, der 1998 mit Platz drei bei der EM seine aktive Karriere beendete, lag Ströhmann goldrichtig. Steffen Weber, Christian Rose, Gregor Werum, Jan-Olaf Immel, Pascal Hens - der Linkshänder Schwalb führte viele junge Wallauer Spieler auf nationales und internationales Niveau. In seinem Debütjahr als allein verantwortlicher Coach erreichte die SG Platz sechs, im Jahr 2000 schaffte das Team das Final-Four-Turnier. 2001 war es bereits Rang vier in der Bundesliga - das PR-Leitmotiv der "Jungen Wilden" hatte sich längst in den Köpfen festgesetzt. Aufschwung? Nun ja. Vor der Saison 2001/2002, die letztlich mit dem Halbfinale im EHF-Pokal und Bundesligarang sieben abgeschlossen wurde, stand in der Wallauer Pressemappe: "Der 1. Februar 2000 darf getrost als Wendepunkt in der 25-jährigen Geschichte bezeichnet werden." Bodo Ströhmann präsentierte an diesem Tag mit Ralf Jahncke die neue treibende Kraft des Handball-Bundesligisten. Der 44-jährige Unternehmer nahm die Geschicke des in sportliche und finanzielle Schieflage geratenen Vereins in beide Hände. Damals schon war die Rede von einem "Businessplan" und von "Visonen" und von "finanzieller Gesundung". Wie man sich täuschen kann.
Diese Serie finden Sie auch im Internet. Bisher erschienen: Unkomplizierte Geburt im Pferdestall (13.7.); Spektakulärer Trainerwechsel (16. 7.); Wallau wird die Nummer eins (20. 7.); Nach Bundesliga-Aufstieg postwendend der Abstieg (23. 7.); Schwedische Tormaschine und Tippgeber (28.7.); Herzinfarkt-Gefahr bei SG-Spielen (30.7.); Staatsfeiertag im blauen Ländchen (3.8.); Wallauer Sternstunden in Europa (6.8.). http://www.wiesbadener-tagblatt.de
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Original von meteokoebes
Dafür hat man aber immerhin alle drei unwichtigen Titel des Turniers eingeheimst:
beste Torschützin Miriam Simakowa (1. FC Nuernberg) Tore: 32
beste Torhüterin Sylvia Harlander (1. FC Nuernberg)
beste Spielerin Stephanie Ofenböck (1. FC Nuernberg)Ich habe gestern für andere Spielerinnen gewählt

Da habe ich auch andere Spielerinnen besser gesehen. Aber es waren wohl viele Nürnberger Fans in der Halle...
Insgesamt ein nettes Turnier mit einem verdeinten und überragenden Sieger. Keine deutsche Mannschaft kam von der breite im Kader, der Spielgeschwindigkeit und der taktischen Finesse an Viborg heran. Da war schon sehr gut anzusehen.
Hypo war enttäuschend, die haben sich wenig Freunde durch ihre Leistung gemacht und auch die "Miezen" konnten mit dieser Leistung keinen in der Halle animieren, sich eine Karte zu kaufen. Aber vielleicht wird es ja noch, die Vorbereitung ist ja noch lang.
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Viele Fehler noch beim ZweitligistenMünster. Noch nicht richtig in Fahrt gekommen sind die Handballer der TSG Münster. Ohne Weber, Roßmeier, Rejab, Matthias Mauch und Bansa reichte es gegen den Oberligisten TuS Dotzheim nur zu einem 28:28 (13:15). «Wir haben schlecht gespielt», erklärte Co-Trainer Thorsten Wolf, «dabei haben wir uns 26 Fehlversuche und zwölf technische Fehler erlaubt». Der Oberligist spielte schnell und deckte manche Schwächen der Gastgeber auf. Ebenfalls Mühe hatte Münster gegen den Regionalliga-Absteiger TV Groß-Umstadt, auch wenn die Mannschaft sich am Ende mit 33:30 (16:20) durchsetzte. Auch Groß-Umstadt deckte Probleme in der Deckung des Zweitligisten auf und war über 40 Minuten sehr konsequent im Abschluss. «Nur durch unsere offensive Abwehr haben wir das Spiel noch gedreht», gestand Trainer Hans-Josef Embs. Mit vier Toren in Folge entschied Münster beim Stand von 27:27 das Spiel. Dennoch sah der Trainer viele Fehler im Aufbau. (vho)
Quelle: http://www.fnp.de
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Münsters Plan: Dank Heimstärke drin bleibenMünster. Eine neue Spielklasse, eine neue Mannschaft und ein neuer Vorstand: Bei den Handballern der TSG Münster hat sich einiges getan. Die Mannschaft stieg in die II. Bundesliga Süd auf und geht mit prominenten Neuzugängen in die Saison. Darüber hinaus wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand. Grund genug, sich erstmals in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorzustellen.
Das neue Vorstands-Team um Abteilungsleiter Stefan Herr hat einiges bewegt. Thorsten Wolf ist nicht nur Co-Trainer, sondern auch Sportlicher Leiter. Mannschaftsarzt ist Dr. Christoph Seeger, der außerdem als Vereinsarzt des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt tätig ist. Andreas Jacobi, bekannt aus seiner langjährigen Tätigkeit bei der TSG Sulzbach, ist Pressesprecher. Er soll auch als Hallensprecher agieren und die Pressekonferenz leiten.
«Für die TSG Münster ist diese Spielklasse Neuland. Daher wollen und müssen wir hier professionellere Strukturen schaffen», erklärte Jacobi, «wir haben bisher nur wenig Erfahrung in diesem Bereich». Helmut Christmann, Vorsitzender des Gesamtvereins, ging auf die Hallensituation ein: «Wir haben keine eigene große Sporthalle, trainieren nur in öffentlichen Hallen. Die Trainingssituation ist nicht befriedigend, weil wir mit elf eigenen Jugendmannschaften in der Eichendorff-Halle sind.» Christmann wies darauf hin, dass die Mannschaft nicht vor 20 Uhr trainieren kann, was auch nicht optimal sei. Der Verein plant mit Unterstützung der Stadt, die alte Halle auf dem eigenen Gelände abzureißen und dort eine große Halle zu bauen. «Die Pläne stehen, wir hoffen noch auf die Unterstützung der entsprechenden politischen Gremien», sagte Christmann und sprach direkt den anwesenden Kelkheimer Bürgermeister Thomas Horn an.
Jacobi stellte die 19 Spieler des Kaders vor. Er verwies darauf, dass elf davon aus den eigenen Reihen kommen, zudem die Mannschaft durch Steffen Weber, Carsten Bengs, Markus Roßmeier und Ziad Rejab gezielt verstärkt worden sei. Als Zielsetzung des Vorstandes nannte der Pressesprecher, die Heimstärke aus der vergangenen Saison fortzusetzen und in eigener Halle immer zu punkten. Mit einigen Punktgewinnen auswärts solle versucht werden, sich im Mittelfeld der Klasse zu etablieren. «Sicher ist der Spielplan mit fünf von sieben Auswärtsspielen zum Start ungünstig», erklärt Jacobi, «aber wir wollen das Beste daraus machen».
Mit der Zielsetzung «Mittelfeld» konnte sich Trainer Hans-Josef Embs nicht anfreunden: «Für mich zählt nur der Klassenerhalt. Ich habe mir in der Rückrunde einige Spiele in der II. Bundesliga angesehen. Wir kommen in eine ganz andere Welt herein. Da gibt es wesentlich stärkere Mannschaften, die mit Nationalspielern gespickt sind.» Embs wollte dies nicht als Kritik am eigenen Team bewertet wissen: «Unser Kader ist soweit in Ordnung, aber das Niveau in der Klasse ist sehr hoch. Es wird auch darauf ankommen, ob die Mannschaft Teamgeist zeigt, wenn deutliche Niederlagen kommen. Und die werden kommen.»
Mit den Neuzugängen ist Embs zufrieden: «Sie werden uns weiterhelfen. Aber ich mache keinen Hehl daraus, dass ich gerne noch einen Torhüter hätte. Hinter meinen beiden Stammkräften steht ein talentierter Mann, doch ich habe ein Problem, wenn sich Konrad Bansa oder Christoph Lehnert verletzen. In der letzten Runde ist uns das auch passiert.» Ironisch fügte er hinzu: «Dann kann ich meinen alten Mann» – damit meinte er Co-Trainer Wolf – «wieder hereinstellen, das hat ja in der vergangenen Runde auch geklappt». Ähnlich wie Embs bewertet Wolf die Ausgangslage: «Es kann für uns nur um den Klassenverbleib gehen.»
Eine Panne gab es beim Foto-Termin: Die Trikots waren noch nicht da, sie müssen noch mit dem HBL-Zeichen der Bundesliga ausgestattet werden. So mussten beim Foto-Termin die Aufwärm-T-Shirts übergestreift werden. (vho)
Quelle: http://www.fnp.de
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da ich öfters mal spiele in der klasse sehe, kann ich mich der meinung des geschätzten kollegen "schneller_härter" nur anschließen. in der regel gibt es 2-3 übermannschaften, dann ein mehr oder weniger breites mittelfeld und erfahrungsgemäß 1-4 mannschaften, die abgeschlagen untereinander die punkte verteilen. und das niveau reicht von "gut und schön anzuschauen" bis "zurecht für den teilweise schlechten ruf von frauenhandball verantwortlich". die hallen sind meist leer und besonders wenn höherklassige männermannschaften im gleichen verein sind, ist das interesse gering.
und das aufrüsten hat wohl mehr damit zu tun, dass sich einige teams aufgelöst haben oder frauen anscheinend öfters ihrem alten trainer folgen.
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Der Wallauer Staatsfeiertag im blauen Ländchen
Manager Bodo Ströhmann nach der ersten Deutschen Meisterschaft: "Wir sollten Mikael Källman ein Denkmal setzen"/Tagblatt-Serie, Teil 7Vom 03.08.2005
WALLAU Die SG Wallau/Massenheim hat eine bewegte Geschichte voller Höhepunkte und Tragödien hinter sich. In einer zehnteiligen Serie beleuchtet diese Zeitung noch einmal Merkmale des ganz speziellen Vereins aus dem Ländchen.Von Volker Eckhardt
Am 6. April 1989 spielte die SG erstmals in der für 40 Millionen Mark erbauten Höchster Ballsporthalle. Mit 23:20 wurde der THW Kiel bezwungen, 4500 Zuschauer waren aus dem Häuschen. In der folgenden Saison erreichte Wallau Platz drei, scheiterte in der
zum ersten Mal ausgetragenen Play-Off-Runde am Angstgegner Milbertshofen mit dem damals kugelrunden Trainer-Magier Vlado Stenzel. Der hatte die SG-Fans zuvor als "letzte Affen Europas" beschimpft, und prompt war Stenzel, der heute in Wiesbaden lebt, in Höchst plötzlich von Plastikbananen und Klammeraffen umgeben.
Mit Christian Fitzek wechselte der Kapitän der Nationalmannschaft von Gummersbach nach Wallau. Der baumlange Keeper Stefan Kellner kam aus Göppingen, Christian Stoschek, heute Trainer des TV Idstein, aus Milbertshofen. Torhüter Michael Ritsert reifte zum "Siebenmeter-Töter". Und weil alles so schön war, erhielt Manager Bodo Ströhmann von Dirk Metz, dem SG-Vorsitzenden und besten Hallensprecher Deutschlands, zum 50. Geburtstag einen DDR-Trabi als "Manager-Mobil" geschenkt.
Und ab ging´s mit Vollgas zur Deutschen Meisterschaft und in den Europacup. Zuvor wurde 1990 kräftig aufgerüstet. Bodo Ströhmann griff tief ins Portemonnaie, holte Torhüter Peter Hofmann und Mike Fuhrig vom SC Leipzig, Martin Schwalb von TuSEM Essen, Frank Dammann vom VfL Gummersbach, Matthias Schmidt vom TV Niederwürzbach und Dirk Beuchler aus der eigenen Jugend.
Gummersbach lag am Saisonende um einen Zähler vor Wallau. Im entscheidenden Match am 24. Februar 1991 stockte 5500 Zuschauern der Atem, als Torhüter Michael Ritsert sich 22 Sekunden vor Schluss in den Angriff einschaltete, den Ball an den VfL-Pfosten wuchtete und im Gegenstoß den 18:18-Ausgleich kassierte. Alle waren fassungslos, doch der neue SG-Chef Manfred Aumann traf den Nagel auf den Kopf: "Hätte Ritsi den Ball reingemacht, sie hätten ihn aus der Halle getragen."
Im Play-Off-Viertelfinale bei der SG Leutershausen gab es 26 Zeitstrafen und nach dem 24:23-Sieg der SG gar Knüppel aus dem Sack. "So ein Spiel habe ich noch nicht erlebt", griff sich Stephan Schoene nachdenklich in die Löwenmähne. Über den SC Leipzig gelang der Einzug in den IHF-Europapokal, den die SG schließlich durch den Final-Triumph über das weißrussische Team von SKA Minsk in ihrem Trophäenschrank unterbrachte. Zuvor jedoch war der rasante Aufstieg 17 Jahre nach der Gründung durch die Deutsche Meisterschaft gekrönt worden. Jubel überall. Richtig rund ging es auch nach dem Match gegen Schutterwald, als Jörg Ströhmann eine Klobürste auf dem Kopf des Norwegers Kjendalen tanzen ließ.
Mikael Källman präsentierte sich gegen Kiel in Weltklasse-Form, was den THW-Schweden Wislander nach dem 21:20-Erfolg der Wallauer feststellen ließ: "Källman hat das kompletteste Wurfrepertoire." Auch Bundestrainer Horst Bredemeier schwärmte: "Er ist das Maß aller Dinge: intelligent, torgefährlich, abwehrstark." Weil auch Besonnenheit, Ausstrahlung und Fairness zu den Eigenschaften des Finnen gehörten, wurde Källman als erster Ausländer zum Handballer des Jahres gewählt. Bodo Ströhmann schlug vor: "Wir sollten ihm ein Denkmal setzen."
Am 26. April 1992 war dann Staatsfeiertag im Ländchen. Am Grünen Wald zog Willi Fein die deutsche Fahne mit integriertem finnischen Banner als Reverenz an Mikael Källman auf. Die letzte Minute des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft gegen Leutershausen wurde zur brenzligen Angelegenheit. Unterhalb der Regiekanzel der Ballsporthalle brannten nicht nur die Wunderkerzen, sondern auch die Stühle. Das feurige Finale wurde mit Champagner-Fontänen gelöscht, Velimir Kljaic zum Meistertrainer gekrönt, und Bodo Ströhmann weinte beim Triumphmarsch aus Aida hemmungslos. In offenen Sportcabrios wurden die Spieler im Schritttempo über die Dörfer kutschiert. In Wicker, Massenheim und Wallau gab´s fast kein Durchkommen. Tausende standen vor den mit vielen Transparenten geschmückten Häusern. - Unvergesslich.
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Original von TuS-Benjamin
Was moch stört ist die Überschrift! Warum muss unser Sport immer mit anderen verglichen werden?Weil "Handball schnell wie ein Flugzeug" oder "Handball schnell wie ein Pferd" irgendwie keinen Sinn ergeben. Da macht der Vergleich mit einer anderen Sportart schon Sinn um das Tempo im Handball zu visualisieren.

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Wobei der Anspruch von Steffen Weber als erweiterter Nationalspieler (oder ist er das mittlerweile nicht mehr) wohl normalerweise ein anderer ist, als gegen den Abstieg in der 2. Liga zu spielen. Wobei ich es eher als "back to the roots" she, Weber kehrt in seine Heimat zurück und schafft sich ein berofliches Standbein. Obwohl es ihn ja nie wirklich in die weite Welt gezogen hat.
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Original von Panther99
"Beweise" mir doch mal bitte, ob Du über Kenntnisse verfügst, die klar belegen, das es in Wallau "bewußt" kriminelle Machenschaften gegeben hat ???Gab es nicht eine Durchsuchung der Wallauer Geschäftsstelle wg. des Verdachts der Insolvenzverschleppung und Unklarheiten in der Bilanz? Ohne einen begründeten Anfangsverdacht wäre es bestimmt nicht dazu gekommen.
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„Plan B“ steht: Wenn nicht Werratal, dann FriedbergPetterweil. Die Handballer des TV Petterweil befinden sich knapp sechs Wochen vor dem Saisonstart in der Regionalliga Südwest auf einem guten Weg. Zumindest diesen Eindruck hat das Trainer-Gespann Gebhard Fink/Thomas Jäth nach der zu Ende gegangenen ersten Vorbereitungsphase gewonnen.
«Die Mannschaft hat sich in den letzten Wochen gut gemacht, das hat das letzte Testspiel gegen Gelnhausen gezeigt», sagte Jäth mit Hinweis auf die jüngste knappe 29:33-Niederlage gegen den Zweitligisten. Allen voran Andreas Rastner konnte bei seinem ersten Auftritt mit elf Toren überzeugen. Außer dem 36 Jahre alten Ex-Wallauer Bundesliga-Akteur haben aber auch die anderen drei Neuzugänge jeder auf ihre Art überzeugen können. «Jens Petzold hat sich super gemacht und gegen Gelnhausen als Zuspieler glänzen können. Björn Ehmer wächst langsam rein in die Mannschaft, was auch für Oliver Adamski gilt», sagt Jäth, der selbst erst in der Sommerpause vom Bezirksoberligisten TG Friedberg gekommen war.
«Verlierer» nach fast siebenwöchiger Schinderei sind Jörn Olbrich, Heiko Trinczek und Andrej Shimonjenko. Sie konnten verletzungsbedingt nur anfangs der Vorbereitung mitwirken. Fink/Jäth hoffen auf eine Rückkehr des Trios bis zum Start der zweiten Phase am 8. August. Bis dahin trainiert der Tabellensechste 2004/05 zur Regeneration nur drei Mal pro Woche, damit zwei Übungseinheiten weniger.
Noch immer sind Verantwortlichen um Teammanager Reinhard Kreft auf der Suche nach einer Verstärkung für die rechte Rückraumseite. «Wir wollen nichts übers Knie brechen», setzen Jäth und Co. auf den Faktor Zeit. Und die scheint derzeit Petterweils Auftaktgegner SG Werratal (am 11. September zu Gast) davonzulaufen. Der Club steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten und hat deswegen ein Insolvenzverfahren laufen. Für den Fall, das Werratal seine Mannschaft zurückziehen sollte, hat der TVP schon «Plan B» parat. «Dann spielen wir an diesem Wochenende bei der TG Friedberg und werden uns dann gründlich aufs schwere Spiel in Nieder-Olm die Woche darauf vorbereiten», erklärt Jäth. (rm)
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Steffen Weber soll der letzte Neuzugang bei Münster seinMünster. Für den Vorstand des Handball-Zweitligisten TSG Münster ist die Suche nach Neuzugängen für die kommende Saison abgeschlossen. «Wir sind mit dem Team, wie wir es jetzt haben, zufrieden», erklärt Abteilungsleiter Stefan Herr, der gleichzeitig deutlich macht, dass für weitere Neuzugänge auch kein finanzieller Spielraum da ist. «Die Mannschaft soll jetzt einmal in ihre Vorbereitung gehen und hat dann am ersten Spieltag am 9. September gegen die TSG Groß-Bieberau gleich eine Standortbestimmung vor sich», so Herr. Während es auf dem Feld mit Carsten Bengs, Ziad Rejab, Markus Roßmeier und Steffen Weber vier Neuzugänge gab, fiel die Verpflichtung eines Torhüters aus finanziellen Erwägungen ins Wasser.
Es gab Gespräche zwischen Münster und dem ehemaligen Wallauer Bundesliga-Torhüter Markus Rominger. «Wir haben mit ihm gesprochen, wollten den Wechsel realisieren», erklärt der Abteilungsleiter, «aber wir haben nicht zusammengefunden». Rominger spielt nun beim TV Großwallstadt. Auch wenn Herr über diese Situation nicht glücklich ist, vertraut er auf die Fähigkeiten der Torhüter Konrad Bansa und Christoph Lehnert: «Ich hoffe, dass es bei ihnen klappt, dass sie sich vielleicht noch einmal um 20 Prozent steigern können und vor allem, dass sie von Verletzungen verschont bleiben». Aber auch im Falle einer Verletzung ist Herr bestrebt, zuerst nach einer internen Lösung zu suchen.
Mit der Wahl der Neuzugänge ist Herr zufrieden. «Bei Carsten Bengs hatten wir die Möglichkeit, einen erfahrenen Mann zu bekommen, der zudem eine Position abdeckt, auf der es in der vergangenen Runde nicht so gut lief», begründet Herr diesen Wechsel, «er ist auch eine Verstärkung für die Abwehr, gibt uns Variationsmöglichkeiten». Markus Roßmeier wurde mit Blick in die Zukunft geholt, denn Matthias Mauch wird aus beruflichen Gründen nur ein Jahr weitermachen und bei Jörg Christmann ist abzuwarten, wie er seine Verletzung überwindet: «Markus passt bei uns rein, hat einen guten Eindruck hinterlassen.» Ziad Rejab kam, um den verletzten Bodo Mantel zu ersetzen, bei dem man nicht wusste, wie der Heilungsverlauf sein wird. Von Steffen Weber erhofft sich der Abteilungsleiter, dass er dem Team hilft, den Respekt abzulegen und er der Mannschaft die II. Liga näher bringt. «Er ist ein Führungsspieler und wir erhoffen uns auch für Münster durch seine Person einen Schub», setzt Herr große Hoffnungen auf den Nationalspieler. (vho)
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Aus dem Wiesbadener TagblattRominger nach Großwallstadt
Vom 29.07.2005
GROßWALLSTADT (dpa) Handball-Bundesligist TV Großwallstadt hat Marcus Rominger als Ersatz für den zu Wochenbeginn entlassenen Torwart Darko Stanic verpflichtet. Der 32-Jährige unterschrieb einen Einjahresvertrag bei den Mainfranken, wo er in der kommenden Saison gemeinsam mit Chrischa Hannawald das Torhüter-Gespann bilden wird. "Es ist für mich eine tolle Sache, ein sportlich so attraktives Angebot von einem ambitionierten und gleichzeitig traditionellen Verein wie dem TVG zu bekommen", sagte Rominger.Der Schwarzwälder ist seit 1993 in der Bundesliga beschäftigt, davon zehn Jahre lang bei der mittlerweile insolventen SG Wallau/Massenheim. Neben seiner Karriere als Profi-Handballer ist er als Architekt tätig. "Marcus ist sportlich und charakterlich ein Typ, der gut zu uns passt", sagte TVG-Trainer Michael Roth.
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Aus der FNP:Handball: Klage des TV Groß-Umstadt abgewiesen
Frankfurt. Der TV Groß-Umstadt hat im Kampf um die Zulassung für die neue Saison in der Regionalliga Südwest eine herbe Niederlage einstecken müssen. Das Sportgericht des Südwestdeutschen Handball-Verbandes (SWHV) unter dem Vorsitzenden Karlheinz David (Saarbrücken) wies die Klage des Absteigers auf Wiedereingliederung in die Regionalliga im schriftlichen Verfahren zurück. Das bestätigte Groß-Umstadts Abteilungsleiter Albert Welter, der wegen der verschleppten Insolvenz der SG Wallau/Massenheim, dem Zwangsabsteiger in die Regionalliga, geklagt hatte.Das SWHV-Sportgericht verwies in seiner Urteilsbegründung auf den Regionalliga-Vertrag, der regelt, dass die letzten drei Vereine der Abschlusstabelle absteigen. Der TV Groß-Umstadt belegte im Endklassement als Drittletzter den 14. Rang und müsste folglich in der neuen Saison eine Klasse tiefer in der Oberliga Hessen antreten. «Ob wir Einspruch gegen das Urteil einlegen, werden wir dann entscheiden, wenn wir die schriftliche Begründung vorliegen haben», sagte Welter. Auch im Falle des weiterhin im Raum stehenden Rückzugs der finanziell angeschlagenen SG Werratal darf Groß-Umstadt nicht auf eine Aufnahme in die Regionalliga hoffen. Erster Anwärter auf den frei werdenden Platz wäre dann der in der Aufstiegsrunde gescheiterte TV Vallendar. (rm)
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Schwedische Handball-Tormaschine und Tippgeber
Björn Jilsen führt Wallau 1987 zum zweiten Mal in die Bundesliga und empfiehlt die Verpflichtung von Mikael Källman/Tagblatt-Serie, Teil 5Vom 27.07.2005
Von Volker EckhardtWALLAU Die Berg- und Talfahrt der SG Wallau/Massenheim hielt Mitte der achtziger Jahre an. Nach dem Bundesliga-Abstieg 1985 sammelte die SG neue Kräfte, um so schnell wie möglich ins Handball-Oberhaus zurückzukehren. Der zweite Aufstiegs-Anlauf wurde am 2. Mai 1987 vom Nürnberger Obran beim Strafwurf in letzter Sekunde entschieden, so dass es beim 21:20 für Hüttenberg blieb. Wallau hatte seine Pflichtaufgabe in Rot locker mit 19:11 erledigt, stieg auf, doch zuvor überschlugen sich die Ereignisse.
Michael Ströhmann, der SG-Verbindungsmann in Hüttenberg, war die Sicht versperrt, weil alle Zuschauer vor ihm aufgesprungen waren. Er wähnte Obrans Siebenmeter im Tornetz und funkte den Aufstieg der Nürnberger zu Papa Bodo nach Rot. Die Korrektur erreichte Bernd Wagenführ, den heutigen SG-Manager, über sein Autotelefon erst 13 Minuten später, als der schon völlig geknickt auf der Heimreise war. Wagenführ wendete, wurde zum Formel-1-Piloten und war mit seiner frohen Botschaft in Rot der Auslöser für ein "Schwimmbad aus Sekt", wie Kreisläufer Manni Nowak den Zustand der Umkleidekabine später
beschrieb. Wallau war zum zweiten Mal in der Bundesliga.Zuvor hatte Manager Bodo Ströhmann den Hüttenbergern eine Woche Mallorca-Urlaub versprochen, falls sie am letzten Spieltag Nürnberg schlagen. Die Nürnberger gingen in die Luft, Hüttenbergs Vorstand geriet unter Druck, lehnte den Urlaubsreise-Anreiz ab. Es zahlte sich dennoch aus. Bis es jedoch soweit war, war ein hartes Stück Arbeit notwendig. 500000 Mark standen für die Saison zur Verfügung. Thomas Bannach wurde von der Wiesbadener Eintracht geholt, Fritz Krause von den Reinickendorfer Füchsen. Der Schwede Björn Jilsen fungierte als "Tormaschine", dennoch reichte es im ersten Lokalderby gegen die Wiesbadener Eintracht vor nur 1800 Zuchauern lediglich zu einem 17:15-Sieg.
Nach einer Talfahrt schien im Titelrennen schon alles vorbei. Am 16. November 1986, einen Tag nach der 15:19-Schlappe beim Meisterschafts-Konkurrenten VfL Günzburg, wartete die SG mit einem Donnerschlag auf. Nach fünf Jahren als Erfolgs-Garant kam das Aus für den beliebten Zeljko Zovko, der zweimal als Interims-Coach eingesprungen war. Er musste gehen, weil er sich geweigert hatte, den Hüttenberger Walter Don als Rückraumspieler einzusetzen. Don war zuvor als zweiter Manager verpflichtet worden und hatte nur ab und an mittrainiert, weil er nicht zu dick werden wollte. Rechtsaußen Burkhard Keller übernahm den Trainer-Job, Zovko wechselte zur Wiesbadener Eintracht. Don glänzte mit seinem hervorragenden Auge und Anspiel im SG-Team, das fortan 17 Mal ungeschlagen blieb.
15:1 Punkte holten Keller und Don, der eine Zähler ging ausgerechnet an die Eintracht. Die hatte ihr Heimrecht aufgegeben, trat bei den Wallauern in Rüsselsheim an, durfte 3000 Fans abkassieren und beim 14:14 einen Punkt als verdienten Lohn mitnehmen. Wäre ihr Spielmacher Zovko nicht schon nach 15 Minuten mit einer Fußverletzung ausgeschieden, es hätte schlimmer für die SG kommen können.
Am Ende reichte es am 2. Mai 1987 nach einem Wechselbad der Gefühle doch noch zum Wiederaufstieg in die Bundesliga. Einem Festumzug durch Wallau und Massenheim folgte eine Woche später die Meisterfeier in der Ländcheshalle. Selbst die hatte es genau wie die ganze Runde in sich. Bodo Ströhmann präsentierte mit dem 55-fachen Nationalspieler Stephan Schoene von TuRu Düsseldorf nicht nur einen Überraschungsgast, sondern zugleich den ersten Neuzugang.
Björn Jilsen, der sympathische, besonnene Torjäger, kehrte als Freund ins schwedische Göteborg zurück. Er hatte in Wallau nicht nur einen guten Eindruck hinterlassen, sondern wartete zum Abschied auch noch mit einem Tipp auf, der für die nächsten Bundesliga-Jahre Gold wert sein sollte. Mikael Källman, der 23-jährige Nationalspieler vom finnischen Meister BK Karis sollte sein Nachfolger im Rückraum werden. Er wurde es. Und was für einer. Schlichtweg eine "Granate".
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Original von härter_schneller
aber nicht in den c-jugend oberligen.

logisch, die c-jugend-oberliga ist ja auch keine bezirksveranstaltung...