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In Kassel hielt es niemanden mehr auf den Sitzen: 36:36
Kassel. Die Holzheimer Oberliga-Handballer bleiben auf Erfolgskurs. Beim Ex-Regionalligisten feierten sie einen verdienten Punktgewinn.HANDBALL-OBERLIGA
SVH Kassel – TuS Holzheim 36:36 (17:19). Dabei erlebten die zahlreichen Fans ein fast unglaubliches Wechselbad der Gefühle, und gerade die turbulenten Schlusssekunden wird niemand so schnell vergessen. Trotz der dreieinhalbstündigen Anreise zeigten sich die TuS-Akteure hellwach und eine fast perfekte Anfangsviertelstunde. Nach vier Minuten lag der TuS bereits mit 4:0 in Führung. Erst mit einer Auszeit durch die Gastgeber gab es einen kompletten Bruch im TuS-Spiel. Kassel stellte danach die Abwehr etwas um, womit Holzheim zunächst überhaupt nicht zurecht kam. Auch fand man gegen die Rückraumschützen, allen voran Spielertrainer Faruk Tataraga kein Gegenmittel. Innerhalb von drei Minuten schaffte es Kassel, einen 10:15-Rückstand (24.) auf 14:15 zu verkürzen.
Bis zur 37. Minute geriet der TuS mit 23:21 in Rückstand. Doch Holzheim steckte nicht auf und ging mit drei Toren in Folge selbst wieder mit 24:23 (44.) in Front. Erst als sich Kassel mit drei Toren in Folge auf 32:28 absetzte (53.), schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Nach einer von Trainer Norbert Schleith genommenen Auszeit und angetrieben von den nimmermüden, lautstarken TuS-Trommlern zeigten die Spieler aber Moral und kämpften sich bis zur 57. Minute auf 35:32 heran. Jetzt zeigte plötzlich Kassel Nerven. Bis zur 58. Minute schaffte Holzheim den Anschluss. Die turbulenten Schlusssekunden waren dann an Dramatik nicht mehr zu überbieten, niemand saß mehr auf seinem Platz. 40 Sekunden vor dem Ende schaffte Christoph Stahl den Anschluss zum 36:35. Im Gegenzug leisteten sich die Gastgeber abermals einen technischen Fehler und brachten den TuS erneut in Ballbesitz. Der daraus resultierende Angriff konnte dann nur durch ein siebenmeterreifes Foul gestoppt werden. Heiko Ohl verwandelte elf Sekunden vor dem Ende zum 36:36. Kassel kam aber durch einen schnellen Anwurf nochmals vor das Holzheimer Tor; die Wurfaktion des SVH-Außenspielers wurde von der Abwehr zwar unterbunden, doch zum Entsetzen des TuS entschieden die Unparteiischen auf Siebenmeter für Kassel. Tataraga traf zum vermeintlichen 37:36-Siegtreffer, doch die Schiedsrichter gaben das Tor wegen Unklarheiten über den abgelaufenen Spielzeitstand an der Hallenuhr nicht und ließen den Strafwurf wiederholen. Wieder traf der Spielertrainer. Doch auch diesen Treffer gaben die Schiris wegen Übertretens der Siebenmeterlinie nicht. Die Kasseler legten Einspruch gegen die Spielwertung ein. Unschöne Szenen spielten sich dann ab. Auf dem Weg zum Zeitnehmertisch wurden die Schiedsrichter von aufgebrachten Kasseler Zuschauern angerempelt, und Holzheimer übelst beschimpft.
Holzheim: M. Fischer, S. Steckel, J. Kah, C. Prinz (4), J. Zirnsak, F. Dittmar (7), C. Ohl (5), C. Stahl (6), H. Ohl (8/6), C. Bittkau, L. Bolder, M. Rojahn (7) – SR: von Berg/Kopf (Friedberg/Griedel).
Quelle: http://www.fnp.de
Oder fällt das schon unter "Alltag" ?